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roliZ
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Re: Medien

Beitragvon roliZ » 05.10.20 @ 19:18

FCZ rasiert Magnin!
05. AUGUST 2012, BIL, VERÖFFENTLICHT IN BLICK.CH
Das Training am Donnerstag verrät alles: FCZ-Trainer Rolf Fringer lässt zum Abschluss Stammspieler gegen Reservisten gegeneinander antreten. Auf drei Positionen scheint der Trainer noch unsicher, sechs Spieler tauschen zur Halbzeit die Überzieher. Nicht so Ludovic Magnin. Der 33-jährige Routinier verteidigt die ganze Spielzeit bei den Reservisten. Bei den Stamm­spielern ist Loris Benito hinten links. Er wird heute gegen Lau­sanne spielen.

Ludovic Magnin spielt in den Planungen des FC Zürich keine Rolle mehr. Klartext redet Fringer später an der Pressekonferenz zwar nicht. Doch zwischen den Zeilen wird klar: Die Zeit des 62-fachen Natispielers als FCZ-Verteidiger ist abgelaufen. Fringer sagt Sätze wie: «Stückweit kann ich die Kritik an Magnin nachvollziehen.» Und: «Es ist der eine oder andere Fehler passiert, der einfach nicht passieren darf.» Oder: «Wir haben alles probiert, um Ludo nochmals top in Form zu bringen.» Und auch: « Wir schauen, wie es weitergeht.»

SonntagsBlick erfuhr: Einzelne Exponenten des Klubs würden es am liebsten sehen, wenn Magnin sofort aufhört und eine andere Rolle im Klub übernimmt. Man könnte damit einen Teil ­seines Gehalts von geschätzten 700 000 Franken im Jahr sparen. Sein Vertrag läuft noch bis nächsten Sommer.

Ludo als Sündenbock?
Eine schnelle Wendung: Fringer machte Magnin vor dem Saisonstart noch zum Vize-Captain. Der Österreicher wollte damit seinem charismatischen Routi­nier den Rücken stärken und die zahlreichen Kritiker mundtot machen, die schon seit Magnins Unterschrift vor zweieinhalb Jahren über dessen Leistung nörgeln.

Magnin nimmt seine Ausbootung professionell. «Ich war mit meiner Leistung auch nicht zufrieden. Wenn der Trainer denkt, dass es im Interesse der Mannschaft ist, bin ich mir nicht zu schade, auf die Bank zu sitzen.» Wahrscheinlicher ist allerdings, dass er sich bald auf der Tribüne wiederfindet.

Statt der Kritiker wird mit der Degradierung Magnin mundtot gemacht. Einer der wenigen Führungsfiguren beim FCZ. «Ich werde meine Rolle weiterhin wahrnehmen und den Jungen helfen», sagt Magnin zu SonntagsBlick.

Doch ein Häuptling, dem als erster die Federn gerupft werden, kann kein Leader sein. Ist Magnin der Sündenbock für den miesen Saisonstart? Fringer: «Nein. Es geht nur um Leistung. Ich will keinen Sünder suchen, ich will nur, dass wir zukünftig weniger Fehler machen.»

Dazu hätte er aber auch Stefan Glarner auf rechts und Innenverteidiger Mathieu Beda auf die Bank verbannen können. Beide waren beim 1:3 in St. Gallen noch schwächer als Magnin. Doch Beda wird auch heute den FCZ als Captain auf den Platz führen. «Er hat noch körperliche Defizite, weil er verletzungs­bedingt fast die komplette Vorbereitung verpasst hatte», so Fringer.
Alles, nur nöd normal, euse FCZ !!!

schwizermeischterfcz
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Re: Medien

Beitragvon schwizermeischterfcz » 05.10.20 @ 20:21

Das meint die AZ:

Nach Entlassung: Die Engelsgeduld mit Ludovic Magnin hat sich nicht ausbezahlt

von Markus Brütsch
Zuletzt aktualisiert: 5.10.2020 19:01 Uhr

Analyse zur überfälligen und dennoch überraschenden Absetzung des Cheftrainers beim FC Zürich
FC Zürich und dessen Präsidenten Ancillo Canepa als neuer Cheftrainer vorgestellt wird, sagt er: «Ich will unberechenbar sein, niemand in der Schweiz soll wissen, wie der FCZ am Wochenende aufläuft.» Er meint damit Taktik und Aufstellung. Gut zweieinhalb Jahre später ist zu sagen: An der Umsetzung hat es gehapert. Verwirrt hat Magnin die Konkurrenz kaum einmal. Viel eher seine eigene Mannschaft, die am Matchtag häufig nicht zu wissen schien, was genau zu tun ist.
Die Mängelliste beim FCZ in Magnins Amtszeit ist lang: Mit Ausnahme des glückhaften Cupsiegs 2018 (Gegner YB vom Meisterrausch verkatert) und des glückhaften Weiterkommens in der Europa League 18/19 (Leverkusen wurde in der 94. Minute ein reguläres Tor aberkannt) sind die sportlichen Resultate ungenügend. Zwei siebte Plätze in der Super League sowie ein zweimaliges frühes Ausscheiden im Cup in zwei Spielzeiten, die ganz in seiner Verantwortung liegen, sind ein schlechter Leistungsausweis.

Das 0:4 in Lausanne lässt das Fass überlaufen

Der 41-Jährige hat es nicht geschafft, dem Team eine erkennbare Handschrift zu verleihen. Eine kontinuierliche Entwicklung zu mehr Stabilität und hin auf ein höheres Niveau war nicht zu beobachten. Happige 0:4-Klatschen waren in der letzten Saison an der Tagesordnung, das blamable 0:4 bei Aufsteiger Lausanne am Samstag passte in diese Reihe und liess das Fass nach zwölf Pflichtspielen ohne Sieg nun selbst bei Ziehvater Canepa überlaufen.
Einwendungen, Magnin habe manche Einzelspieler weitergebracht, man sehe es doch gerade jetzt an den Verkäufen von Kevin Rüegg und Simon Sohm in die Serie A, klingen einleuchtend, aber: Hat Rüegg nicht eher stagniert und Sohm trotz Länderspielaufgebot noch nicht nachgewiesen, das überragende Talent zu sein, das einige in ihm sehen? Magnin hat sich nie gescheut, junge Spieler einzusetzen. Ein Schelm, wer denkt, er habe das gemacht, um sicher im Sattel zu bleiben. Im Januar ist er dafür noch mit einer Vertragsverlängerung um zwei Jahre belohnt worden.
Magnin ist ein temperamentvoller FCZ-Trainer gewesen, aber viel zu oft auch einer, der den Anstand verloren hat und keine Zierde für die Trainerzunft war. Die Schiedsrichter werden nicht unglücklich sein, ihn nicht mehr an der Linie zu sehen.

Aus Trotz an einem Trainer festzuhalten, ist ungut

Es ist prinzipiell gut, wenn Vereine auch bei Misserfolgen nicht gleich einknicken und Trainern ihres Vertrauens die Treue halten. Wenn sie es aber vor allem aus Trotz tun und um Kritikern nicht recht zu geben, dann läuft etwas schief. Klar, Canepa ist Besitzer des FCZ und wer zahlt, der befiehlt. Doch die grosse Fangemeinschaft muss deswegen noch lange nicht alles gut finden. Dass dem Präsidenten finanzielle Solidität wichtig ist, hat selbstverständlich gute Gründe. Der FCZ-Sympathisant wünscht sich aber schon auch, dass die Balance zwischen finanziellen und sportlichen Ambitionen stimmt.
Wer Magnins Nachfolger wird, ist offen. Es wird spekuliert, dass es Marc Schneider sein könnte, der am Montagmorgen beim FC Thun demissioniert hat. Oder kreiert der FCZ etwa das hoch explosive Duo Canepa/René Weiler?
Köbi für immer

Stogerman.
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Re: Medien

Beitragvon Stogerman. » 05.10.20 @ 20:52

schwizermeischterfcz hat geschrieben:
Im besten Fall ist es nun tatsächlich so gewesen. Es wäre dem FCZ zu wünschen, weil er sich in den letzten Jahren immer wieder im offenen Streit von seinen Trainern trennte, von Lucien Favre, Urs Fischer, Rolf Fringer oder Uli Forte. Wenn Magnin nun geht, geht mehr als nur ein Trainer, weil die Canepas ihn so sehr mochten, ihm nahe standen und Einfluss auf ihn nahmen.


Habe ich da was verpasst?
Klar gab es Uneinigkeiten, aber bei Favre und Fischer war doch kein offener Streit da, oder?
Vielleicht war ich da auch noch zu jung und habs falsch in Erinnerung..

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Yekini_RIP
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Re: Medien

Beitragvon Yekini_RIP » 05.10.20 @ 20:58

schwizermeischterfcz hat geschrieben:Das meint die AZ:

Nach Entlassung: Die Engelsgeduld mit Ludovic Magnin hat sich nicht ausbezahlt

von Markus Brütsch
Zuletzt aktualisiert: 5.10.2020 19:01 Uhr

Analyse zur überfälligen und dennoch überraschenden Absetzung des Cheftrainers beim FC Zürich
FC Zürich und dessen Präsidenten Ancillo Canepa als neuer Cheftrainer vorgestellt wird, sagt er: «Ich will unberechenbar sein, niemand in der Schweiz soll wissen, wie der FCZ am Wochenende aufläuft.» Er meint damit Taktik und Aufstellung. Gut zweieinhalb Jahre später ist zu sagen: An der Umsetzung hat es gehapert. Verwirrt hat Magnin die Konkurrenz kaum einmal. Viel eher seine eigene Mannschaft, die am Matchtag häufig nicht zu wissen schien, was genau zu tun ist.
Die Mängelliste beim FCZ in Magnins Amtszeit ist lang: Mit Ausnahme des glückhaften Cupsiegs 2018 (Gegner YB vom Meisterrausch verkatert) und des glückhaften Weiterkommens in der Europa League 18/19 (Leverkusen wurde in der 94. Minute ein reguläres Tor aberkannt) sind die sportlichen Resultate ungenügend. Zwei siebte Plätze in der Super League sowie ein zweimaliges frühes Ausscheiden im Cup in zwei Spielzeiten, die ganz in seiner Verantwortung liegen, sind ein schlechter Leistungsausweis.

Das 0:4 in Lausanne lässt das Fass überlaufen

Der 41-Jährige hat es nicht geschafft, dem Team eine erkennbare Handschrift zu verleihen. Eine kontinuierliche Entwicklung zu mehr Stabilität und hin auf ein höheres Niveau war nicht zu beobachten. Happige 0:4-Klatschen waren in der letzten Saison an der Tagesordnung, das blamable 0:4 bei Aufsteiger Lausanne am Samstag passte in diese Reihe und liess das Fass nach zwölf Pflichtspielen ohne Sieg nun selbst bei Ziehvater Canepa überlaufen.
Einwendungen, Magnin habe manche Einzelspieler weitergebracht, man sehe es doch gerade jetzt an den Verkäufen von Kevin Rüegg und Simon Sohm in die Serie A, klingen einleuchtend, aber: Hat Rüegg nicht eher stagniert und Sohm trotz Länderspielaufgebot noch nicht nachgewiesen, das überragende Talent zu sein, das einige in ihm sehen? Magnin hat sich nie gescheut, junge Spieler einzusetzen. Ein Schelm, wer denkt, er habe das gemacht, um sicher im Sattel zu bleiben. Im Januar ist er dafür noch mit einer Vertragsverlängerung um zwei Jahre belohnt worden.
Magnin ist ein temperamentvoller FCZ-Trainer gewesen, aber viel zu oft auch einer, der den Anstand verloren hat und keine Zierde für die Trainerzunft war. Die Schiedsrichter werden nicht unglücklich sein, ihn nicht mehr an der Linie zu sehen.

Aus Trotz an einem Trainer festzuhalten, ist ungut

Es ist prinzipiell gut, wenn Vereine auch bei Misserfolgen nicht gleich einknicken und Trainern ihres Vertrauens die Treue halten. Wenn sie es aber vor allem aus Trotz tun und um Kritikern nicht recht zu geben, dann läuft etwas schief. Klar, Canepa ist Besitzer des FCZ und wer zahlt, der befiehlt. Doch die grosse Fangemeinschaft muss deswegen noch lange nicht alles gut finden. Dass dem Präsidenten finanzielle Solidität wichtig ist, hat selbstverständlich gute Gründe. Der FCZ-Sympathisant wünscht sich aber schon auch, dass die Balance zwischen finanziellen und sportlichen Ambitionen stimmt.
Wer Magnins Nachfolger wird, ist offen. Es wird spekuliert, dass es Marc Schneider sein könnte, der am Montagmorgen beim FC Thun demissioniert hat. Oder kreiert der FCZ etwa das hoch explosive Duo Canepa/René Weiler?


Es wird spannend...;-)
Ich bin Yekini...angemeldet eigentlich 2002...dann gehackt worden ca. 2014...jetzt wieder auferstanden als Yekini_RIP

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Gha_Züri
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Re: Medien

Beitragvon Gha_Züri » 05.10.20 @ 21:12

schwizermeischterfcz hat geschrieben:Das meint die AZ:

Nach Entlassung: Die Engelsgeduld mit Ludovic Magnin hat sich nicht ausbezahlt

von Markus Brütsch
Zuletzt aktualisiert: 5.10.2020 19:01 Uhr

Analyse zur überfälligen und dennoch überraschenden Absetzung des Cheftrainers beim FC Zürich
FC Zürich und dessen Präsidenten Ancillo Canepa als neuer Cheftrainer vorgestellt wird, sagt er: «Ich will unberechenbar sein, niemand in der Schweiz soll wissen, wie der FCZ am Wochenende aufläuft.» Er meint damit Taktik und Aufstellung. Gut zweieinhalb Jahre später ist zu sagen: An der Umsetzung hat es gehapert. Verwirrt hat Magnin die Konkurrenz kaum einmal. Viel eher seine eigene Mannschaft, die am Matchtag häufig nicht zu wissen schien, was genau zu tun ist.
Die Mängelliste beim FCZ in Magnins Amtszeit ist lang: Mit Ausnahme des glückhaften Cupsiegs 2018 (Gegner YB vom Meisterrausch verkatert) und des glückhaften Weiterkommens in der Europa League 18/19 (Leverkusen wurde in der 94. Minute ein reguläres Tor aberkannt) sind die sportlichen Resultate ungenügend. Zwei siebte Plätze in der Super League sowie ein zweimaliges frühes Ausscheiden im Cup in zwei Spielzeiten, die ganz in seiner Verantwortung liegen, sind ein schlechter Leistungsausweis.

Das 0:4 in Lausanne lässt das Fass überlaufen

Der 41-Jährige hat es nicht geschafft, dem Team eine erkennbare Handschrift zu verleihen. Eine kontinuierliche Entwicklung zu mehr Stabilität und hin auf ein höheres Niveau war nicht zu beobachten. Happige 0:4-Klatschen waren in der letzten Saison an der Tagesordnung, das blamable 0:4 bei Aufsteiger Lausanne am Samstag passte in diese Reihe und liess das Fass nach zwölf Pflichtspielen ohne Sieg nun selbst bei Ziehvater Canepa überlaufen.
Einwendungen, Magnin habe manche Einzelspieler weitergebracht, man sehe es doch gerade jetzt an den Verkäufen von Kevin Rüegg und Simon Sohm in die Serie A, klingen einleuchtend, aber: Hat Rüegg nicht eher stagniert und Sohm trotz Länderspielaufgebot noch nicht nachgewiesen, das überragende Talent zu sein, das einige in ihm sehen? Magnin hat sich nie gescheut, junge Spieler einzusetzen. Ein Schelm, wer denkt, er habe das gemacht, um sicher im Sattel zu bleiben. Im Januar ist er dafür noch mit einer Vertragsverlängerung um zwei Jahre belohnt worden.
Magnin ist ein temperamentvoller FCZ-Trainer gewesen, aber viel zu oft auch einer, der den Anstand verloren hat und keine Zierde für die Trainerzunft war. Die Schiedsrichter werden nicht unglücklich sein, ihn nicht mehr an der Linie zu sehen.

Aus Trotz an einem Trainer festzuhalten, ist ungut

Es ist prinzipiell gut, wenn Vereine auch bei Misserfolgen nicht gleich einknicken und Trainern ihres Vertrauens die Treue halten. Wenn sie es aber vor allem aus Trotz tun und um Kritikern nicht recht zu geben, dann läuft etwas schief. Klar, Canepa ist Besitzer des FCZ und wer zahlt, der befiehlt. Doch die grosse Fangemeinschaft muss deswegen noch lange nicht alles gut finden. Dass dem Präsidenten finanzielle Solidität wichtig ist, hat selbstverständlich gute Gründe. Der FCZ-Sympathisant wünscht sich aber schon auch, dass die Balance zwischen finanziellen und sportlichen Ambitionen stimmt.
Wer Magnins Nachfolger wird, ist offen. Es wird spekuliert, dass es Marc Schneider sein könnte, der am Montagmorgen beim FC Thun demissioniert hat. Oder kreiert der FCZ etwa das hoch explosive Duo Canepa/René Weiler?


Da hat die AZ aber fleissig im Forum mitgelesen...
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neinei
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Re: Medien

Beitragvon neinei » 05.10.20 @ 21:18

Gha_Züri hat geschrieben:
schwizermeischterfcz hat geschrieben:Das meint die AZ:

Nach Entlassung: Die Engelsgeduld mit Ludovic Magnin hat sich nicht ausbezahlt

von Markus Brütsch
Zuletzt aktualisiert: 5.10.2020 19:01 Uhr

Analyse zur überfälligen und dennoch überraschenden Absetzung des Cheftrainers beim FC Zürich
FC Zürich und dessen Präsidenten Ancillo Canepa als neuer Cheftrainer vorgestellt wird, sagt er: «Ich will unberechenbar sein, niemand in der Schweiz soll wissen, wie der FCZ am Wochenende aufläuft.» Er meint damit Taktik und Aufstellung. Gut zweieinhalb Jahre später ist zu sagen: An der Umsetzung hat es gehapert. Verwirrt hat Magnin die Konkurrenz kaum einmal. Viel eher seine eigene Mannschaft, die am Matchtag häufig nicht zu wissen schien, was genau zu tun ist.
Die Mängelliste beim FCZ in Magnins Amtszeit ist lang: Mit Ausnahme des glückhaften Cupsiegs 2018 (Gegner YB vom Meisterrausch verkatert) und des glückhaften Weiterkommens in der Europa League 18/19 (Leverkusen wurde in der 94. Minute ein reguläres Tor aberkannt) sind die sportlichen Resultate ungenügend. Zwei siebte Plätze in der Super League sowie ein zweimaliges frühes Ausscheiden im Cup in zwei Spielzeiten, die ganz in seiner Verantwortung liegen, sind ein schlechter Leistungsausweis.

Das 0:4 in Lausanne lässt das Fass überlaufen

Der 41-Jährige hat es nicht geschafft, dem Team eine erkennbare Handschrift zu verleihen. Eine kontinuierliche Entwicklung zu mehr Stabilität und hin auf ein höheres Niveau war nicht zu beobachten. Happige 0:4-Klatschen waren in der letzten Saison an der Tagesordnung, das blamable 0:4 bei Aufsteiger Lausanne am Samstag passte in diese Reihe und liess das Fass nach zwölf Pflichtspielen ohne Sieg nun selbst bei Ziehvater Canepa überlaufen.
Einwendungen, Magnin habe manche Einzelspieler weitergebracht, man sehe es doch gerade jetzt an den Verkäufen von Kevin Rüegg und Simon Sohm in die Serie A, klingen einleuchtend, aber: Hat Rüegg nicht eher stagniert und Sohm trotz Länderspielaufgebot noch nicht nachgewiesen, das überragende Talent zu sein, das einige in ihm sehen? Magnin hat sich nie gescheut, junge Spieler einzusetzen. Ein Schelm, wer denkt, er habe das gemacht, um sicher im Sattel zu bleiben. Im Januar ist er dafür noch mit einer Vertragsverlängerung um zwei Jahre belohnt worden.
Magnin ist ein temperamentvoller FCZ-Trainer gewesen, aber viel zu oft auch einer, der den Anstand verloren hat und keine Zierde für die Trainerzunft war. Die Schiedsrichter werden nicht unglücklich sein, ihn nicht mehr an der Linie zu sehen.

Aus Trotz an einem Trainer festzuhalten, ist ungut

Es ist prinzipiell gut, wenn Vereine auch bei Misserfolgen nicht gleich einknicken und Trainern ihres Vertrauens die Treue halten. Wenn sie es aber vor allem aus Trotz tun und um Kritikern nicht recht zu geben, dann läuft etwas schief. Klar, Canepa ist Besitzer des FCZ und wer zahlt, der befiehlt. Doch die grosse Fangemeinschaft muss deswegen noch lange nicht alles gut finden. Dass dem Präsidenten finanzielle Solidität wichtig ist, hat selbstverständlich gute Gründe. Der FCZ-Sympathisant wünscht sich aber schon auch, dass die Balance zwischen finanziellen und sportlichen Ambitionen stimmt.
Wer Magnins Nachfolger wird, ist offen. Es wird spekuliert, dass es Marc Schneider sein könnte, der am Montagmorgen beim FC Thun demissioniert hat. Oder kreiert der FCZ etwa das hoch explosive Duo Canepa/René Weiler?


Da hat die AZ aber fleissig im Forum mitgelesen...


Das wäre jetzt eigentlich MetalZHs Votum gewesen ;)

Nun, auf all diese Schlüsse kann man locker auch ohne Forum-Konsum kommen.
Officer Jon Baker: I'd like to nominate my partner, Frank Poncherello.

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starman
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Re: Medien

Beitragvon starman » 05.10.20 @ 21:20

Stogerman. hat geschrieben:
schwizermeischterfcz hat geschrieben:
Im besten Fall ist es nun tatsächlich so gewesen. Es wäre dem FCZ zu wünschen, weil er sich in den letzten Jahren immer wieder im offenen Streit von seinen Trainern trennte, von Lucien Favre, Urs Fischer, Rolf Fringer oder Uli Forte. Wenn Magnin nun geht, geht mehr als nur ein Trainer, weil die Canepas ihn so sehr mochten, ihm nahe standen und Einfluss auf ihn nahmen.


Habe ich da was verpasst?
Klar gab es Uneinigkeiten, aber bei Favre und Fischer war doch kein offener Streit da, oder?
Vielleicht war ich da auch noch zu jung und habs falsch in Erinnerung..


https://www.blick.ch/sport/fussball/sup ... 32689.html

Favre hatte mit Berlin Zoff:
https://www.blick.ch/news/deutschland-f ... 04865.html
Lausanne-Trainer Laurent Roussey: «In Basel werden von den Schiedsrichtern gewisse Entscheidungen schon vor Spielanpfiff getroffen.»
Quelle Blick 29.7.2013

Pyle
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Re: Medien

Beitragvon Pyle » 05.10.20 @ 21:53

Favre ging auch bei uns in Unfrieden. Wenn ich mich recht erinnere, verhandelte er damals hinter dem Rücken vom Cillo und Fredy Bickel mit Hertha. Cillo und Lulu haben sich erst Jahre später versöhnt.


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