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LiAM
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Re: Medien

Beitragvon LiAM » 20.09.22 @ 8:39

chuk hat geschrieben:
Walter White hat geschrieben:
chuk hat geschrieben:Nur eine Trennung kann die Lösung sein


Wer ist die Alternative?
Die Südkurve hält in diesen Tagen erstaunlich still. Nur einmal, nach der Niederlage gegen Lugano, meldet sie sich schüchtern mit «Foda raus!»-Rufen zu Wort. Ansonsten macht sie den Eindruck, als wolle sie sich selbst feiern und die Ausflüge zu den Spielen in Bern, Belfast oder Bodö geniessen.




Dieser Teil ist einfach typisch ahnungsloser Journi. Spricht von "der Südkurve", wenn ein paar wenige "Foda raus" rufen. Als ob dann gleich alle die gleiche Meinung innerhalb der Kurve haben. Ihm wäre es wohl lieber es würden alle aufgepfiffen nach jeder Niederlage, wie das in St. Gallen z.B. sehr schnell der Fall wäre oder bei anderen Modefans. Mittlerweile sollte er doch wissen, dass die Südkurve anders tickt und das ist auch gut so. Ich weiss, eigentlich sollte man sich darüber nicht mehr nerven, aber es zeigt wie gewisse Journis manchmal ahnungslos arbeiten.

Ansonsten, guter Artikel dem ich grösstenteils zustimmen kann.


Jup, in Sachen Fankultur ist Schifferle komplett ahnungslos, er will sie auch nicht verstehen, wie er im 3. Halbzeit-Podcast immer wieder beweist. Der Rest ist m.E. sauber analysiert.

Man darf gespannt sein, wann die Stimmung auch innerhalb "der Kurve" gänzlich kippt. Eine Derbyniederlage dürfte ein Schleusenöffner für den angesammelten Frust sein, da bin ich mir ziemlich sicher.


mittlerweile wurde der Text dahingehend verändert/angepasst: "Die Südkurve hält sich in diesen Tagen erstaunlich still. Nur einmal, nach der Niederlage gegen Lugano, gab es aus ihrer Umgebung schüchterne "Foda raus"-Rufe." - somit ist hier nicht mehr die Südkurve direkt gemeint, sondern die Plätze in näherer Umgebung.
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Zürcherflyer
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Re: Medien

Beitragvon Zürcherflyer » 20.09.22 @ 14:43

Eine Chronologie von Watson mit Zitaten von den letzten Wochen. Da wird einmal mehr klar das Canepa die Kommunikation lieber andern überlassen sollte.

https://www.watson.ch/sport/fussball/26 ... ainer-foda
Canepa: „Wir sind sehr zufrieden mit unserem neuen Cheftrainer und diejenigen, die ihn kritisieren, sollen mal im Training vorbeischauen und zusehen, wie gearbeitet wird“ 11.08.2022

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DOC
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Re: Medien

Beitragvon DOC » 20.09.22 @ 15:01

Er sollte andern überlassen!

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lapen
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Re: Medien

Beitragvon lapen » 20.09.22 @ 15:06

Dritte Halbzeit Newsletter hat geschrieben:
Derzeit stellt sich beim FC Zürich die Frage, ob Franco Foda gehen darf oder bleiben muss. Wenn ich ihn so an der Seitenlinie und auf den Europacupflügen sehe, habe ich inzwischen tatsächlich das Gefühl, dass eine Entlassung für ihn fast einer Erlösung gleich käme. Aber ich kann mich da auch täuschen.

Wie aber entscheiden, ob ein Trainerwechsel etwas bringen kann - oder nicht? Es gibt viele Dinge, die wir nicht wissen können: Wie sehen die Spieler ihren Trainer? Wie sicher ist die sportliche Leitung, dass sich die Leistung verbessern wird, weil Spieler wie zum Beispiel Condé, Santini oder Selnaes noch Zeit brauchen, um in Form und Rhythmus zu kommen?

Es gibt aber durchaus objektive Kriterien, die betrachtet werden können. Zum Beispiel, ob sich ein Team mehr und bessere Chancen erarbeitet als seine Gegner. Ich nehme dafür gerne den Wert «erwartbare Tore» xG zur Hand und berechne den Trend eines Teams.

Natürlich sind diese Zahlen nicht die nackte Wahrheit. Aber sie geben schon einen Hinweis darauf, ob die Resultate eines Teams mit einer Glücks- oder Pechsträhne zusammen hängen. Oder ob sie halt vielleicht einfach die Leistung wiedergeben.

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Was der FCZ-Kurve der letzten 62 Spiele abzulesen ist: Wenn immer vom Glücksmeister geredet wird, entspricht das nicht ganz den Tatsachen. Klar, zum Beginn der Breitenreiter-Saison waren die Zürcher Resultate etwas besser als es gemäss Chancenverteilung zu erwarten gewesen wäre. Aber spätestens nach der Winterpause waren die Siege Ausdruck der Zürcher Stärke.

Unter Foda geht nun nicht gerade alles den Bach runter. Aber die Tendenz, die sich bereits zum Ende der Ära Breitenreiter in den letzten Spielen gezeigt hat, setzt sich nahtlos fort. Der FCZ lässt wieder etwas bessere Chancen zu - und umgekehrt erarbeitet er sich weniger Gelegenheiten. Oder weniger gute.

Das Ganze ist nicht dramatisch. Aber im Schnitt bewegt sich der FCZ unter Foda halt in dem Bereich, in dem du ein Spiel durchaus verlieren kannst. Was derzeit mit überraschender Garantie auch passiert.

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Auch bei den Eintritten in den gegnerischen Sechzehner ist die Leistungssteigerung unter Breitenreiter deutlich zu sehen. Unter Foda ist sie fast wieder auf Rizzo-Niveau unten. Und es stellt sich bereits die Frage: War die letzte Saison einfach ein Ausreisse nach oben?

Schauen wir als nächstes auf den Druck, den der FCZ auf die Gegner ausübt. Breitenreiter ist mit klarem Fokus auf die Defensive gestartet und hat so den Wert für die erwartbaren Gegentore gedrückt. Das tat er, indem er dem Gegner häufig den Ball überliess.

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Der Beweis, dass hohes Pressing nicht gleichbedeutend ist mit erfolgreichem Fussball. Je weiter oben die Kurve ist, um so weniger Zeit am Ball lässt das Team dem Gegenüber. Breitenreiter schob sein Team mit der Zeit zwar weiter nach vorne. Aber er tat es erst, als die Mannschaft gefestigt war.

Unter Foda greift der FCZ weiter etwas höher an als der Ligaschnitt. Wobei dieser im Moment von Winterthur etwas nach unten gedrückt wird. Aber das Pressing zahlt sich nicht aus. Oder es wird sogar - wie in Lausanne im Cup - durch Konter bestraft.

Zuletzt ein Blick auf die Zweikämpfe, die vielleicht auch etwas über den Zustand des Teams aussagen.

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Hier macht Breitenreiters Kurve mit Blick auf die obigen Zahlen Sinn: Erst steht das Team tief. Bedeutet weniger Tacklings, mehr gegnerische Pässe pro Defensivaktion. Dann greift es höher an - und die Zahl der Tacklings steigt. Wobei ein Tackling jeder Ballgewinn am Boden ist, es muss nicht eine Grätsche sein.

Und hier ist ein Problem von Fodas FCZ zu sehen: Unter ihm wollen die Zürcher zwar auch höher angreifen. Aber die Zahl der Tacklings geht zurück. Heisst: Die Spieler kommen nicht in die Zweikämpfe. Was ein Problem ist, weil sie so höher im Feld überspielt werden können.

Was das nun alles bedeutet? Zumindest zeigen die Statistiken, dass die nackten Resultate nicht lügen. Und das wiederum müssten die Verantwortlichen beim FCZ eher in Betracht ziehen als die Vermutung, dass «der Fussballgott» nicht auf seiner Seite sei, wie es Präsident Ancillo Canepa zuletzt immer wieder betont hat.
GANZ ZÜRI ISCH OIS!
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Züri Live
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Re: Medien

Beitragvon Züri Live » 21.09.22 @ 8:12

lapen hat geschrieben:
Dritte Halbzeit Newsletter hat geschrieben:
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Unter Foda geht nun nicht gerade alles den Bach runter. Aber die Tendenz, die sich bereits zum Ende der Ära Breitenreiter in den letzten Spielen gezeigt hat, setzt sich nahtlos fort. Der FCZ lässt wieder etwas bessere Chancen zu - und umgekehrt erarbeitet er sich weniger Gelegenheiten. Oder weniger gute.

Das Ganze ist nicht dramatisch. Aber im Schnitt bewegt sich der FCZ unter Foda halt in dem Bereich, in dem du ein Spiel durchaus verlieren kannst. Was derzeit mit überraschender Garantie auch passiert.


Die Aussagen bezüglich PPDA und Tacklings sind zutreffend, aber hier bei den Erwarteten Toren/Gegentoren gibt es etwas eine Grafik/Text-Schere. Der FCZ lässt nicht wirklich mehr gegnerische Chancen zu, als letzte Saison. Aus der Grafik geht hingegen ganz klar hervor, dass die Offensive das Problem ist. Es werden deutlich weniger gute Chancen erarbeitet. Aber nicht nur das: noch dramatischer ist die Verschlechterung bei der Chancenverwertung, die in dieser Grafik nicht ersichtlich ist. Und das obwohl man mehr Ballbesitz hat und grundsätzlich offensiver orientiert ist - oder eben vielleicht gerade deswegen. Unter Breitenreiter hat die Mannschaft im Vergleich zu den Jahren davor aus einer defensiveren Grundhaltung mehr Tore erzielt.

"Und wenn man sie vorne nicht macht, dann kriegt man sie hinten". Dieser Spruch wird generell etwas zu häufig strapaziert, aber auf den aktuellen FCZ trifft er zu. Die späten Gegentore entstehen daraus, dass man selbst keine schiesst. Man rennt verzweifelt an, ist mit dem Kopf ganz bei der Offensive und verteidigt nicht mehr konsequent genug. Man ist auch aufgrund des Saisonverlaufs mit Unentschieden nicht zufrieden, sucht auf Teufel komm raus die drei Punkte - und verliert dann noch.

Auch die Einwechslungen und taktischen Umstellungen von Foda während der Spiele haben dazu beigetragen, dass Spiele, wo man einen Punkt hätte holen können, noch verloren gingen. Dass man aber nicht gewinnt, liegt in erster Linie an denjenigen Spielern, die fürs Toreschiessen zuständig sind. Denn der Spielaufbau von hinten heraus und im Mittelfeld ist ganz ordentlich. Aus guten Ausgangspositionen kreieren sie keine Torchancen (beispielsweise wegen ungenügender Entscheidungs- und Handlungsschnelligkeit). Und die Torchancen, die sie kreieren, nutzen sie nicht. Der Fokus auf die "individuellen Fehler" ist falsch. Nicht die Defensive ist das Hauptproblem.

Allerdings: die Abschlusseffizienz der Gegner in Spielen gegen den FCZ deutet auf eine verschlechterte FCZ-Torhüterleistung hin. Über viele Spiele gegen verschiedene Gegner hinweg ist der eigene Torhüter derjenige Faktor, der weitgehend eine hohe oder tiefe Abschlusseffizienz der Gegner erklärt. Letzte Saison war in der Liga die Abschlusseffizienz der Gegner tief bis durchschnittlich - jetzt sehr hoch. Erwartbare Gegentore liegen bei 1,4 pro Match (gleich viele wie letzte Saison), die tatsächlichen aber bei 2,4 (letzte Saison: 1,3)!

Zhyrus
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Re: Medien

Beitragvon Zhyrus » 21.09.22 @ 11:14

Züri Live hat geschrieben:Der FCZ lässt nicht wirklich mehr gegnerische Chancen zu, als letzte Saison. Aus der Grafik geht hingegen ganz klar hervor, dass die Offensive das Problem ist. Es werden deutlich weniger gute Chancen erarbeitet.

Das zeigt für mich aber hauptsächlich die begrenzte Aussagekraft dieser “expected goal” Statistik. Der FCZ lässt sehr wohl sehr viel mehr zu, weil selbst ungefährliche Angriffe liederlich verteidigt werden. Das beste Beispiel sind die Defensivstandards, die einen irrelevanten Beitrag zu den “expected goals” stellen, die bei uns regelmäßig unsauber verteidigt wurden. Die hohe Anzahl der Gegentreffer deutet auf ein systematisches defensives Problem hin und wird in den “expected goals” schlicht nicht erfasst. Es ist meines Erachtens trügerisch und eine nutzlose Spielerei aufgrund dieser Statistik bspw. gegen Basel von Ebenbürtigkeit zu reden oder die Defensive bei 9 Gegentoren in 3 Spielen aus der Kritik zu nehmen (“die Offensive sei das Problem”). Wer in regelmäßigen Abständen einfachste Fehler begeht, der unterliegt völlig zurecht, auch wenn es wenig gefährliche Situationen für viele Gegentore bedurfte. Die Opferhaltung, dass der Fußballgott weitergezogen ist, ist kurzsichtig, genauso das Attestieren von guten Leistungen bei einer Bilanz von 2 Punkten aus 8 Meisterschaftsspielen.

Die Offensive hat in den letzten Meisterschaftsspielen immerhin 5 Tore erzielt. Ich gehe grundsätzlich mit dir einig, dass auch in dieser Zone Vieles im Argen liegt, aber es ist Wahnsinn, dass 5 Tore in 3 Spielen nicht für einen Punkt reichen.

Dass man aber nicht gewinnt, liegt in erster Linie an denjenigen Spielern, die fürs Toreschiessen zuständig sind. Denn der Spielaufbau von hinten heraus und im Mittelfeld ist ganz ordentlich. Aus guten Ausgangspositionen kreieren sie keine Torchancen (beispielsweise wegen ungenügender Entscheidungs- und Handlungsschnelligkeit). Und die Torchancen, die sie kreieren, nutzen sie nicht. Der Fokus auf die "individuellen Fehler" ist falsch. Nicht die Defensive ist das Hauptproblem.

Ich finde unseren Aufbau nicht gut. Die begrenzte Handlungsschnelligkeit zieht sich meiner Einschätzung durch die ganze Mannschaft hindurch. Oben konstatierst du ja selber, dass wir deutlich weniger Chancen kreieren als früher, aber ja die Ausbeute aus den Chancen ist zusätzlich mager. Wie es sich besser mit einer Führung verteidigen lässt, fallen die Abschlüsse mit der Ruhe einfacher in der Gewissheit, dass die Defensive standhält. Teufelskreis.

Ich widerspreche der Darstellung, dass wir “nur” in der Schlussphase Tore kassieren. Wir haben in den letzten 3 Spielen ganze 7 Tore bereits vorher gefressen. Die Konzentrationsschwächen sind im Gros nicht aus einer Erschöpfung heraus entstanden. Mit 2.3 Gegentore gewinnst du keinen Blumentopf, da kannst du einen verdammten Haaland vorne drin haben und wirst regelmäßig verlieren.

Nein. Der Fokus aus defensive Fehler ist genau richtig. Das heisst im Übrigen nicht, dass damit nur die Verteidiger gemeint sind.

die Abschlusseffizienz der Gegner in Spielen gegen den FCZ deutet auf eine verschlechterte FCZ-Torhüterleistung hin. Über viele Spiele gegen verschiedene Gegner hinweg ist der eigene Torhüter derjenige Faktor, der weitgehend eine hohe oder tiefe Abschlusseffizienz der Gegner erklärt. Letzte Saison war in der Liga die Abschlusseffizienz der Gegner tief bis durchschnittlich - jetzt sehr hoch. Erwartbare Gegentore liegen bei 1,4 pro Match (gleich viele wie letzte Saison), die tatsächlichen aber bei 2,4 (letzte Saison: 1,3)!

Das ist eben nicht primär Brecher, sondern die Verteidigung, die viel zu viele individuelle Fehler macht und teilweise Abschlüsse auf dem Silbertablet serviert.

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yellow
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Re: Medien

Beitragvon yellow » 21.09.22 @ 13:16

Zhyrus hat geschrieben:
die Abschlusseffizienz der Gegner in Spielen gegen den FCZ deutet auf eine verschlechterte FCZ-Torhüterleistung hin. Über viele Spiele gegen verschiedene Gegner hinweg ist der eigene Torhüter derjenige Faktor, der weitgehend eine hohe oder tiefe Abschlusseffizienz der Gegner erklärt. Letzte Saison war in der Liga die Abschlusseffizienz der Gegner tief bis durchschnittlich - jetzt sehr hoch. Erwartbare Gegentore liegen bei 1,4 pro Match (gleich viele wie letzte Saison), die tatsächlichen aber bei 2,4 (letzte Saison: 1,3)!

Das ist eben nicht primär Brecher, sondern die Verteidigung, die viel zu viele individuelle Fehler macht und teilweise Abschlüsse auf dem Silbertablet serviert.


Bin hier voll bei dir.
Wenn alle Spieler Leistungen wie unser Captain erbracht hätten, wären wir deutlich höher in der Tabelle angesiedelt.


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