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riot666
Döner-petzer
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Re: Medien

Beitragvon riot666 » 06.01.21 @ 21:43

Bei dieser Geste von Dzemaili geht Rizzo das Herz auf

Blerim Dzemaili trainiert ein erstes Mal mit dem FCZ und sagt schon mal, auf welcher Position er sich spielen sieht.

Der vermutlich wichtigste Moment könnte an diesem weissen Trainingsauftakt leicht übersehen werden. Das Präsidenten-Ehepaar Canepa ist längst samt Hunden im Schneetreiben verschwunden. Die meisten Spieler des FC Zürich stehen nach fast zwei Stunden um die Getränkeflaschen im Zentrum.

Sechs tragen noch ein Tor vom Rasen. Einer von ihnen: Blerim Dzemaili, der verlorene Sohn, der mit 34 Jahren noch einmal zu seinem Stammclub zurückgekehrt ist. Der Mann mit drei WM-Teilnahmen und neun Titeln im Palmarès, der bei zwei von drei FCZ-Meisterschaften im aktuellen Jahrtausend dabei war.

Es ist der Moment, in dem Massimo Rizzo das Herz aufgeht. «Das ist es doch», sagt der frisch bestätigte Cheftrainer des FCZ kurz darauf, «es ist eine Kleinigkeit. Aber eine, die auffällt. Ihnen, mir und natürlich auch den Mitspielern.»

Für Rizzo ist Dzemailis Griff zur Torstange ein Hinweis darauf, wie sich der Mittelfeldspieler in der Mannschaft präsentieren will. Als einer, der hilft, der mit anpackt. Und nicht als alternder Star, der sich nur widerwillig dazu herablässt, zum Karrierenausklang wieder auf der kleineren Schweizer Bühne aufzutreten. Rizzo sagt: «Es geht darum, wie er sich in der Mannschaft gibt. Dann kommt die Akzeptanz der anderen von allein.»

Dzemaili beweist also gleich bei seinem ersten Auftritt mit seinem alten Club und seiner neuen Mannschaft ein Gespür für die kleinen Gesten. Und damit auch eine gewisse Routine, was den ersten Arbeitstag in einem neuen Arbeitsumfeld betrifft.

Die hat er sich in den Jahren seit seinem Abgang aus Zürich aneignen können. Bei neun Clubs stand er seit 2007 unter Vertrag, ehe er wieder nach Zürich zurückgefunden hat.

Bei seinem letzten Arbeitgeber, dem Shenzhen FC, lief es Dzemaili gar nicht nach Wunsch. Keine Sekunde spielte er für den chinesischen Zweitligisten, ehe er seinen Vertrag auflöste. Vier Monate lang hat er seither kein Mannschaftstraining mehr bestritten. Dzemailis letzter Auftritt in einem Wettbewerbsspiel liegt knapp 13 Monate zurück.

Aber jetzt steht er wieder auf einem Fussballplatz. Und geniesst das auch bei Minustemperaturen und Schnee. «Ich habe es vermisst», stellt er fest, «ich habe immer gesagt, dass ich so lange weiterspiele, wie es mir Spass macht. Und im Moment freue ich mich auf jedes Training.»

Um möglichst bereit zu sein, hat sich Dzemaili vor dem Trainingsstart individuell «zwei, drei Wochen intensiv» fit gemacht. Aber weil Fussball mehr ist «als bloss rennen», gibt er sich noch etwas Zeit: «Wichtig werden die Testspiele, um Spielminuten zu sammeln.»

Und danach? Macht er sich erst mal «überhaupt keinen Druck». Auch wenn er weiss, dass mit seiner Rückkehr Erinnerungen wach werden an eine Zeit, in der der FCZ das Mass aller Dinge war im Schweizer Clubfussball. Trotzdem erklärt Dzemaili nüchtern: «Wenn man von mir erwartet, dass ich mit dem FCZ Meister werden muss, hat man komplett falsche Erwartungen.»

Er sagt das mit Blick auf seine Zürcher Vergangenheit: «Wir waren im ersten halben Jahr unter Lucien Favre Tabellenletzter, ehe wir angefangen haben, gut zu spielen.» Er sagt es aber wohl auch mit Blick auf das aktuelle Kader: «Damals wurden auch ein paar wichtige Transfers gemacht, was im Moment einfach schwierig ist. Und Transfers machen den Unterschied.»

Eine Nummer hat Dzemaili derzeit noch nicht. Seine 7 aus alten FCZ-Zeiten trägt derzeit Adrian Winter. Und die 31, die Dzemaili zuletzt ans Herz gewachsen ist, ist von Mirlind Kryeziu besetzt. Also prangt auf seiner Brust noch das «R2» des Reservespielers.

Klar aber, dass er sich in der Mannschaft nicht als Reservist sieht. Und auch weniger als Zehner, wie er ihn im Nationalteam so oft geben musste, weil alle anderen Plätze schon vergeben waren. Beim FCZ aber sieht er sich als einer von zwei Sechsern im defensiven Mittelfeld: «Das ist meine Position, da werde ich wohl auch spielen.»

Ein feines Lächeln umspielt die Lippen seines Trainers, als er von den klaren Vorstellungen seines Neuzugangs hört. Massimo Rizzo weiss, welchen Willen Dzemaili entwickeln kann. Schliesslich kennen sich die beiden aus einer ganz anderen Konstellation. Als der junge Dzemaili im Büro des FCZ seine Lehre absolvierte, war Rizzo als administrativer Mitarbeiter oft sein Ansprechpartner.

Wobei der Bürojob eher nicht Dzemailis erste Priorität war, wie sich Rizzo zurückerinnert: «Für ihn war damals total klar: Ich werde Fussballprofi. Er war überzeugt – und seine Karriere hat ihm recht gegeben.»

Damals sass Dzemaili im FCZ-Büro am Schreibtisch hinter Rizzo. Jetzt ist Rizzo Dzemailis Cheftrainer. Und muss darüber selbst lachen: «Wenn mir das jemand vor zehn Jahren ge
Burt hat geschrieben:Ich bin so schlecht da gibts gar kein stöhnen :)


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Artemos
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Re: Medien

Beitragvon Artemos » 06.01.21 @ 23:45

Bei dieser Geste von Dzemaili geht Rizzo das Herz auf
Blerim Dzemaili trainiert ein erstes Mal mit dem FCZ und sagt schon mal, auf welcher Position er sich spielen sieht.

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Die Nummer kommt dann noch auf seinen Trainingsanzug: Blerim Dzemaili beim ersten Training mit seinem neuen, alten Verein FC Zürich.
Foto: Samuel Schalch


Der vermutlich wichtigste Moment könnte an diesem weissen Trainingsauftakt leicht übersehen werden. Das Präsidenten-Ehepaar Canepa ist längst samt Hunden im Schneetreiben verschwunden. Die meisten Spieler des FC Zürich stehen nach fast zwei Stunden um die Getränkeflaschen im Zentrum.

Sechs tragen noch ein Tor vom Rasen. Einer von ihnen: Blerim Dzemaili, der verlorene Sohn, der mit 34 Jahren noch einmal zu seinem Stammclub zurückgekehrt ist. Der Mann mit drei WM-Teilnahmen und neun Titeln im Palmarès, der bei zwei von drei FCZ-Meisterschaften im aktuellen Jahrtausend dabei war.

Es ist der Moment, in dem Massimo Rizzo das Herz aufgeht. «Das ist es doch», sagt der frisch bestätigte Cheftrainer des FCZ kurz darauf, «es ist eine Kleinigkeit. Aber eine, die auffällt. Ihnen, mir und natürlich auch den Mitspielern.»

Für Rizzo ist Dzemailis Griff zur Torstange ein Hinweis darauf, wie sich der Mittelfeldspieler in der Mannschaft präsentieren will. Als einer, der hilft, der mit anpackt. Und nicht als alternder Star, der sich nur widerwillig dazu herablässt, zum Karrierenausklang wieder auf der kleineren Schweizer Bühne aufzutreten. Rizzo sagt: «Es geht darum, wie er sich in der Mannschaft gibt. Dann kommt die Akzeptanz der anderen von allein.»

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Heliane und Ancillo Canepa als wortwörtliche Zaungäste beim Training ihrer ersten Mannschaft.
Foto: Samuel Schalch


Dzemaili beweist also gleich bei seinem ersten Auftritt mit seinem alten Club und seiner neuen Mannschaft ein Gespür für die kleinen Gesten. Und damit auch eine gewisse Routine, was den ersten Arbeitstag in einem neuen Arbeitsumfeld betrifft.

Die hat er sich in den Jahren seit seinem Abgang aus Zürich aneignen können. Bei neun Clubs stand er seit 2007 unter Vertrag, ehe er wieder nach Zürich zurückgefunden hat.

Bei seinem letzten Arbeitgeber, dem Shenzhen FC, lief es Dzemaili gar nicht nach Wunsch. Keine Sekunde spielte er für den chinesischen Zweitligisten, ehe er seinen Vertrag auflöste. Vier Monate lang hat er seither kein Mannschaftstraining mehr bestritten. Dzemailis letzter Auftritt in einem Wettbewerbsspiel liegt knapp 13 Monate zurück.

Aber jetzt steht er wieder auf einem Fussballplatz. Und geniesst das auch bei Minustemperaturen und Schnee. «Ich habe es vermisst», stellt er fest, «ich habe immer gesagt, dass ich so lange weiterspiele, wie es mir Spass macht. Und im Moment freue ich mich auf jedes Training.»

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Gruppenfoto im Schnee: Der FCZ beim ersten Training 2021 auf der Allmend Brunau.
Foto: Samuel Schalch


Um möglichst bereit zu sein, hat sich Dzemaili vor dem Trainingsstart individuell «zwei, drei Wochen intensiv» fit gemacht. Aber weil Fussball mehr ist «als bloss rennen», gibt er sich noch etwas Zeit: «Wichtig werden die Testspiele, um Spielminuten zu sammeln.»

Und danach? Macht er sich erst mal «überhaupt keinen Druck». Auch wenn er weiss, dass mit seiner Rückkehr Erinnerungen wach werden an eine Zeit, in der der FCZ das Mass aller Dinge war im Schweizer Clubfussball. Trotzdem erklärt Dzemaili nüchtern: «Wenn man von mir erwartet, dass ich mit dem FCZ Meister werden muss, hat man komplett falsche Erwartungen.»

Er sagt das mit Blick auf seine Zürcher Vergangenheit: «Wir waren im ersten halben Jahr unter Lucien Favre Tabellenletzter, ehe wir angefangen haben, gut zu spielen.» Er sagt es aber wohl auch mit Blick auf das aktuelle Kader: «Damals wurden auch ein paar wichtige Transfers gemacht, was im Moment einfach schwierig ist. Und Transfers machen den Unterschied.»

Eine Nummer hat Dzemaili derzeit noch nicht. Seine 7 aus alten FCZ-Zeiten trägt derzeit Adrian Winter. Und die 31, die Dzemaili zuletzt ans Herz gewachsen ist, ist von Mirlind Kryeziu besetzt. Also prangt auf seiner Brust noch das «R2» des Reservespielers.

Klar aber, dass er sich in der Mannschaft nicht als Reservist sieht. Und auch weniger als Zehner, wie er ihn im Nationalteam so oft geben musste, weil alle anderen Plätze schon vergeben waren. Beim FCZ aber sieht er sich als einer von zwei Sechsern im defensiven Mittelfeld: «Das ist meine Position, da werde ich wohl auch spielen.»

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Massimo Rizzo: Einst war er im Büro des FCZ Blerim Dzemailis Vorgesetzter – heute ist er sein Trainer.
Foto: Samuel Schalch


Ein feines Lächeln umspielt die Lippen seines Trainers, als er von den klaren Vorstellungen seines Neuzugangs hört. Massimo Rizzo weiss, welchen Willen Dzemaili entwickeln kann. Schliesslich kennen sich die beiden aus einer ganz anderen Konstellation. Als der junge Dzemaili im Büro des FCZ seine Lehre absolvierte, war Rizzo als administrativer Mitarbeiter oft sein Ansprechpartner.

Wobei der Bürojob eher nicht Dzemailis erste Priorität war, wie sich Rizzo zurückerinnert: «Für ihn war damals total klar: Ich werde Fussballprofi. Er war überzeugt – und seine Karriere hat ihm recht gegeben.»

Damals sass Dzemaili im FCZ-Büro am Schreibtisch hinter Rizzo. Jetzt ist Rizzo Dzemailis Cheftrainer. Und muss darüber selbst lachen: «Wenn mir das jemand vor zehn Jahren gesagt hätte, hätte ich ihn laut ausgelacht.»

Autor: Florian Raz

Dazwischen noch als Klapptext:
Kramer in Quarantäne
«Mehrere Gespräche» habe der FCZ mit Blaz Kramer vor den Ferien geführt, sagt Massimo Rizzo. Und auch wenn es der FCZ-Trainer nicht so explizit sagt, ist zu spüren, dass er seinem Stürmer von einem Heimatbesuch abgeraten hat. Schon bei Ferienanfang war klar, dass Kramer ein Drittel der Vorbereitung verpassen würde, sollte er in seine Heimat reisen.

Genau das ist jetzt der Fall. Kramer besuchte seine Familie in Slowenien – und muss nach seiner Rückkehr noch bis zum 10. Januar in Quarantäne bleiben. In dieser Zeit arbeitet er nach einem Fitnessprogramm des FCZ zu Hause auf einem Hometrainer.

Neben Kramer sind auch Ousmane Doumbia und Nathan beim Trainingsauftakt nicht auf dem Feld. Sie durften nach ihren Heimatferien in Brasilien bzw. der Elfenbeinküste einen Tag später wieder nach Zürich reisen. Benjamin Kololli, Lasse Sobiech und Willie Britto arbeiten individuell, weil sie angeschlagen sind.

Bei Kololli ist Rizzo vorsichtig optimistisch, dass er für den Wiederbeginn in Basel am 24. Januar bereit sein wird: «Was ich aber auf keinen Fall riskieren will, ist ein Rückfall.» (fra)

edit: Oha, da gabs ja noch eine Seite. Na ja, ich lass das mal.
FC Zürich - FC St. Pauli - Colo Colo

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Krönu
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Re: Medien

Beitragvon Krönu » 12.01.21 @ 7:42

Aus dem Tagi (Abo). Drmic wäre mir um einiges lieber als Oberlin.

Ein Schweizer Nationalspieler auf dem Abstellgleis
Der Nationalstürmer ist von Norwich abserviert worden. Dabei will der 28-Jährige einfach «nur wieder kicken», wie er selber sagt. Zum Beispiel beim FC Zürich.
Eva Tedesco

Publiziert heute um 07:17 Uhr

Josip Drmic hat die Bilder vom Trainingsauftakt des FCZ gesehen. Die Zürcher starteten am Dreikönigstag mit ihrem prominenten Neuzugang Blerim Dzemaili in die Vorbereitung für die Rückrunde. «Ich freue mich sehr für Blerim», sagt Drmic zur Rückkehr seines ehemaligen Nationalmannschaftskollegen. Wie es für ihn persönlich weitergeht, steht in den Sternen.

Aufgeben – das passt nicht zu Josip Drmic.

Im Sommer wurde der 28-jährige Stürmer bei Premier-League-Absteiger Norwich City zur U-23 abgeschoben. «Unerwünscht» sei er gewesen. Er durfte nicht aufs Mannschaftsfoto, der Kontakt zu den Kollegen in der Profi-Mannschaft wie auch das Betreten der Kabine waren ihm untersagt. Im September wurde Drmic trotz laufenden Vertrags bis 2022 aussortiert. «Man hat mir auf einen Schlag alles weggenommen», sagt der 35-fache Schweizer Internationale (10 Tore).


Eine Erklärung habe er nicht erhalten. «Das muss man den Club fragen.» Klar habe auch er sich Gedanken gemacht, ob er etwas falsch gemacht habe. «Aber ich war immer pünktlich, habe mich korrekt verhalten und habe Zusatztrainings gemacht.» Nein, er habe sich nichts vorzuwerfen. Wahrscheinlich wollte man ihn schlicht nur von der Lohnliste haben.

Dennoch schaut er nicht mit Groll zurück. «Die Premier League war eine tolle Erfahrung. Dafür bin ich dankbar. Ich habe die Entscheidung akzeptiert, auch wenn die Situation schwierig und kompliziert ist. Überhaupt: Die Adjektive «schwierig» und «kompliziert» passen irgendwie zu mir und beschreiben meine Karriere gut. Ich musste immer kämpfen. Mir wurde nichts geschenkt.» Schon nach einem Knorpelschaden 2016 und Knieproblemen 2017 kämpfte er sich wieder zurück.

Viel in den Körper investiert
Diesmal ist er nur im Stolz verletzt. Aber wieder hält sich Drmic allein fit und steht vor einer unsicheren Zukunft.

Hat er die Einzeltrainings nicht satt? «Natürlich reizt mich das Training mit einer Mannschaft mehr, und ich will auch unbedingt wieder auf den Platz zurück. Es ist hart, als müsstest du einen Felsblock bewegen. Aber ich habe in diesen schwierigen Zeiten gemerkt, dass ich den Stein bewegen und Berge erklimmen kann. Egal, wenn ich falle, die Hauptsache ist, ich falle nach vorn. Ich habe gelernt, Situationen anzunehmen, wie sie sind, und stets das Beste daraus zu machen.»

An ein Karriereende hat er nie gedacht. «Dazu bin ich zu jung. Ich habe noch einige gute Jahre vor mir. Wieso soll ich an mir zweifeln? Ich habe in der Bundesliga und in der Premier League gespielt und bewiesen, dass ich es kann. Mit Norwich sind wir als Team gescheitert. Ich habe extrem viel in meinen Körper investiert, fühle mich mental bereit und bin topfit.»

Drmic will bereit sein, wenn ein Club anklopft. Dafür trainiert er zweimal am Tag, im Fitnessraum, im Wald und auf der Tartanbahn. Ein Personalcoach, ein Physio, zwei Ärzte und zwei Trainer gehören zu einem Team, das ihn unterstützt und dem Profi bei den Trainingsplänen hilft.

Finanzieren muss er es aus seinem eigenen Sack. Zudem versucht er, eine Bewilligung von Norwich zu erhalten, damit er vielleicht in der Schweiz bei einem Club trainieren darf. Dazu müssen im Vorfeld aber versicherungstechnische Fragen geklärt sein.

Die Malerei hilft Drmic, herunterzufahren
Das Ziel von Drmic ist klar: «Schnell einen neuen Club zu finden», sagt der 28-Jährige. Egal, ob in Deutschland, England, Italien. Oder wie sein ehemaliger Nationalmannschaftskollege Dzemaili zurück zum FCZ, wo er zwischen 2005 und 2013 unter Vertrag stand? «Ich sage nicht, ich will da oder da hin. Ehrlich, ich will nur kicken. Ich möchte einfach wieder auf dem Platz stehen und machen, was ich am liebsten tue», sagt Drmic.

Natürlich soll es passen und auch nicht gänzlich ausser Acht gelassen werden, dass er aus der Premiere League kommt und dem Kader des Nationalteams angehört. Mit dessen Staff und einigen Nationalmannschaftskollegen wie zum Beispiel mit Xherdan Shaqiri, Michael Lang, Denis Zakaria und Yann Sommer («allerdings hat Yann keine enge Beziehung zu seinem Natel») stehe er in Kontakt. «Auch Vladimir Petkovic meldet sich hin und wieder, um sich zu erkundigen und mir gut zuzureden.» Das schätze er am Nationaltrainer auch sehr.


Seit Anfang Januar steht das Transferfenster offen, und Drmic kann wieder hoffen, einen neuen Club zu finden. Bis der 28-Jährige aber seiner Lieblingsbeschäftigung, dem Toreschiessen nachgehen kann, vertreibt er sich die freie Zeit mit Malerei und Musik.

Mit «No Tomorrow» brachte der Schweizer 2019 einen ersten eigenen Song heraus. 2020 folgte mit «Cinderella« eine zweite Single, in der er gemeinsam mit seinem Jugendfreund Lumi rappt. «Musik war schon immer ein Teil meines Lebens, und ich lerne von meinen Producer-Kollegen immer dazu.» Vor zwei Jahren kaufte er sich zudem eine Staffelei und begann mit der Malerei. «Das Malen hilft mir, um runterzukommen, aber auch, um meine Fantasie und Kreativität auszuleben.»

Müsste er seine aktuelle Situation malen, würde er Neonfarben verwenden. «Hell, positiv, leuchtend und voller Energie.» Und das Motiv? Drmic: «Titel und Medaillen und Bilder, wie ich einen Pokal hochhebe. Oder ich würde versuchen, die tolle Zeit an einer EM oder WM auf die Leinwand zu bringen.»

Nur ein Motiv kann er sich auch in Gedanken nicht ausmalen: alles hinzuschmeissen. Selbst die Frage, wie viel Zeit er sich gibt, schiebt er von sich. «Können wir diese Frage nicht streichen …?», sagt er lachend. Doch nach kurzem Überlegen beantwortet er sie doch: «Ich weiss es nicht, ich fühle aber, dass ich weiter auf den Platz gehöre und in mir noch viele Tore stecken.


https://www.tagesanzeiger.ch/auf-dem-ab ... 1094735918
Gemäss einer Studie der Fairleigh Dickinson Uni (2011) sind Fox News Zuschauer nicht nur schlechter informiert als die Zuschauer anderer News Sender, sondern sind im Schnitt sogar etwas schlechter informiert als Menschen, die gar keine Nachrichten sehen.

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1896_
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Re: Medien

Beitragvon 1896_ » 12.01.21 @ 10:46

Blerim Dzemaili ist wieder zu Hause: «Mein zehnter Titel mit dem FCZ wäre ein schöner Abschluss»
Nach 13,5 Jahren ist Blerim Dzemaili zurück beim FC Zürich. Seine Träume mit dem Stadtklub sind gross.

Auf einer alten Autogrammkiste im FCZ-Fanshop prangt ein Bild von Blerim Dzemaili. So wie er damals ausgesehen hat 2007, als er den FC Zürich in Richtung England verliess. Ein Jugendliches Lausbubengesicht mit Grübchen am Kinn.

Inzwischen trägt Dzemaili Bart und einzelne graue Haare. Schon 34 ist er – und ist zurück beim FCZ. Nach neun Stationen im Ausland möchte Blerim Dzemaili mit dem FC Zürich wieder an jenen Erfolgen anschliessen, die er vor seinem Abgang feierte. Dzemaili erinnert viele FCZ-Fans an jene Zeit, in der die Zürcher das beste Team der Schweiz stellten. 2005 holte der FCZ den Cup, 2006 und 2007 wurde er Meister – mit Dzemaili als junger Anführer. Nun spricht der Rückkehrer zu einigen Punkten.
Die Stationen von Blerim Dzemaili
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Nun spricht der Rückkehrer zu einigen Punkten.
Dzemaili über seine Rückkehr zum FC Zürich:

«Nachdem ich in China den Vertrag aufgelöst habe, war für mich klar, dass ich wieder nach Hause kommen möchte. Zurück zum FCZ. Ich habe mich auch gefragt: Was würde ein weiteres Jahr im Ausland an meiner Karriere verändern? Wohl nicht viel. Dann gehe ich lieber zurück zum FC Zürich, um mir auch etwas aufzubauen für später.»
Dzemaili über das Gefühl wieder in Zürich zu sein:

«In Zürich fühle ich mich zu Hause. Nach 13,5 Jahren wieder hier zu leben, bedeutet mir viel. Meine Familie, meine Freunde und mein Umfeld sind in Zürich und das hat mir alles gefehlt. Der FCZ ist eine ganz andere Mannschaft als damals. Doch das Trainingsgelände ist immer noch dasselbe und mit Marco Schönbächler habe ich schon zusammengespielt. Es ist schön, wieder zurück zu sein.»
Dzemaili über fehlende Spielpraxis:

«Ein ganzes Jahr lang habe ich nicht gespielt, vier Monate nicht mit der Mannschaft trainiert. Darum ist es für mich wichtig, dass ich schnell Spielpraxis sammeln kann. Am Samstag gegen Luzern konnte ich bereits ein Testspiel absolvieren. Natürlich habe ich noch einen Trainingsrückstand, aber ich bin überzeugt, dass ich wieder die Leistungen bringen kann, die ich früher brachte. Wichtig ist aber auch, dass ich das Niveau in der Schweiz nicht unterschätze.»
Dzemaili über hohe Erwartungshaltung an ihn:

«Was ich im Ausland erreicht habe, verändert sich durch mein Engagement hier beim FC Zürich nicht. Natürlich ist die Erwartungshaltung gross, aber ich mache mir keinen Druck. Ich freue mich einfach, hier sein zu dürfen. Klar haben viele gesagt, dass ich etwas riskiere mit einer Rückkehr zum FCZ, aber ich sehe das nicht so. Ich sehe es als Chance, dem FC Zürich etwas zurückgeben zu können. Dank dem FCZ konnte ich eine schöne Karriere machen.»
Dzemaili über seine Ziele mit dem FCZ:

«In meiner Karriere habe ich neun Titel geholt. Wenn ich jetzt einen zehnten Titel mit dem FCZ holen könnte, wäre das ein sehr schöner Abschluss. Aber im Moment mache ich keinen Druck. In diesem Jahr ist es schwierig, Richtung Meistertitel zu schauen. Aber das Team hat das Potenzial, unter die ersten Drei zu kommen.»
Dzemaili über seine Rolle im Team:

«Mir ist wichtig, nicht wegen meinem Namen Respekt vor den Mitspielern zu bekommen, sondern wegen meinen Leistungen. Ich arbeite dafür, diese Leistungen zeigen zu können. Zudem möchte ich den Jungen helfen. Es wäre schön, wenn die jungen Spieler beim FCZ ebenfalls eine erfolgreiche Karriere machen könnten.»
Dzemaili über sein missglücktes China-Abenteuer:

«Ich konnte wegen dem Coronavirus lange nicht nach China einreisen. Als dies gelang, war der Trainer, der mich geholt hat, entlassen. Wenige Wochen später hiess es, dass ich auch gehen müsse. Darum haben wir den Vertrag aufgelöst. Das Abenteuer China war für mich trotzdem nicht nur negativ. Ich habe eine neue Kultur kennen gelernt. Die Stadt war modern und schön, das Klima immer gut, es gibt viele gute Restaurants.»
Dzemaili über seinen Pfostenschuss im WM-Achtelfinal 2014 gegen Argentinien in der 120. Spielminute:

«Für mich war das sicher ein schwieriger Moment. Manchmal kommt dieser Pfostenschuss wieder hoch, aber mehrheitlich habe ich das vergessen. Ich durfte vor allem unter Vladimir Petkovic eine schöne Nati-Karriere haben.»
Dzemaili über ein baldiges Karrierenende:

«Wie lange ich spiele, ist total offen. Ich habe einen Vertrag für 1,5 Jahre unterschrieben beim FCZ. Das ist mein erstes Ziel. Solange ich Freude habe, werde ich spielen. Danach sehe ich mich weniger als Trainer, sondern eher im Managementbereich. Ich habe schon ein Online-Studium im Sportmanagement absolviert. Zwar gibt es keinen Vertrag für eine andere Funktion, aber ich könnte mir auch eine Rolle im Verein vorstellen. Der FCZ weiss, was er an mir hat und ich weiss, was ich am FCZ habe.»


Q: https://www.aargauerzeitung.ch/sport/bl ... -140434956
Libanese Blonde hat geschrieben:min coiffeur isch übrigens dä einzig typ uf däm planet woni s'oke gib wänners mir am schluss no schnäll vo hine zeigt.

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ouagi
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Re: Medien

Beitragvon ouagi » 12.01.21 @ 10:58

1896_ hat geschrieben:Nach 13,5 Jahren ist Blerim Dzemaili zurück beim FC Zürich.


Voilà.

(Ich meine, nur falls jemand bisher vergebens nach dem guten Omen gesucht hat.)
Glarona hat geschrieben:der hält woll kaum in ziegelbrücke ;-( ????

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Re: Medien

Beitragvon 1896_ » 12.01.21 @ 11:33

ouagi hat geschrieben:
1896_ hat geschrieben:Nach 13,5 Jahren ist Blerim Dzemaili zurück beim FC Zürich.


Voilà.

(Ich meine, nur falls jemand bisher vergebens nach dem guten Omen gesucht hat.)


Hahahha, stimmt! :-)))
Libanese Blonde hat geschrieben:min coiffeur isch übrigens dä einzig typ uf däm planet woni s'oke gib wänners mir am schluss no schnäll vo hine zeigt.

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Gha_Züri
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Re: Medien

Beitragvon Gha_Züri » 13.01.21 @ 13:13

https://www.google.com/amp/s/amp.blick. ... 89316.html

Das erklärt wohl weshalb Nathan nicht immer 100% geben konnte. Weiterhin alles Gute seiner Mama.
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Re: Medien

Beitragvon schwizermeischterfcz » 13.01.21 @ 20:29

Dijbril Sow: „Steven Zuber spielt auch mit mir in Frankfurt, aber der ist ein Hopper, das machts etwas schwierig“


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