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Colo
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Re: Medien

Beitragvon Colo » 12.03.20 @ 11:19

Wir würden wohl gegen ein zweitklassiges Team aus dem tiefsten Ostblock in Runde 1 rausfliegen... Negativtrend schon anfang Juli
Forever-Lucien hat geschrieben:
Kein Problem KRONIK. Du weist, ich habe grosses vor mit Dir. Oder besser gesagt mit Dir und EL HOMO, welcher beachtlichen Erfolg im Forum feiern konnte. Ihr 2 seid wirklich die Senkrechtstarter der letzten Jahren. Jung frisch, knackig und unverbraucht.

Stogerman.
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Re: Medien

Beitragvon Stogerman. » 12.03.20 @ 12:54

Ach kommt, der europäische Wettbewerb ist doch ein ganz anderes Pflaster. Da konnten wir sogar in der Challenge League mithalten :-)

Zhyrus
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Re: Medien

Beitragvon Zhyrus » 12.03.20 @ 13:14

Stogerman. hat geschrieben:Ach kommt, der europäische Wettbewerb ist doch ein ganz anderes Pflaster. Da konnten wir sogar in der Challenge League mithalten :-)

Findet Fussball 2020/2021 überhaupt statt?

schwizermeischterfcz
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Re: Medien

Beitragvon schwizermeischterfcz » 12.03.20 @ 16:53

Keine Interviews mehr: Leader St. Gallen und der FCZ schotten sich ab

https://www.blick.ch/-id15790923.html?u ... ck_app_iOS
Köbi für immer

schwizermeischterfcz
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Beitragvon schwizermeischterfcz » 16.03.20 @ 17:58

Köbi für immer

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Gha_Züri
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Re: Medien

Beitragvon Gha_Züri » 16.03.20 @ 22:29

Quelle: BLICK Sport

1. Wer darf im Moment trainieren, wer nicht?
Der Fussballverband hat bloss eine Empfehlung abgeben, dass man auf Trainings verzichten solle. Vor allem im Amateurbereich. Man darf also grundsätzlich trainieren. Ausser im Tessin. Dort haben es die Behörden verboten. Allerdings: Viele Sportanlagen sind geschlossen worden, weil der Bundesrat das so angeordnet hat. In Lausanne zum Beispiel wurde die Pontaise ein paar Minuten nach der Pressekonferenz abgeriegelt. YB hingegen könnte theoretisch trainieren, weil es Besitzer des Stade de Suisse ist. Wie GC in Niederhasli. Da besteht eine immense Chancenungleichheit. Die Präsidenten dürften am Montag deshalb beschliessen, dass alle Klubs den Betrieb bis auf weiteres vollständig einstellen.

2. Ist es möglich, dass die Klubbosse entscheiden, die Meisterschaft sofort abzubrechen?

Ja. Auch wenn die Liga mitgeteilt hat, dass es das klare Ziel sei, die Saison zu beenden. Weshalb es nicht zwingend ist, dass am Montag der Abbruch beschlossen wird. Eine definitive Entscheidung wird wohl so lange wie möglich hinausgezögert. Bis man einigermassen verlässlich sieht, wie sich die Infektionszahlen entwickeln.

3. Wird die EM abgesagt?
Klar ist: Sollte die EM steigen, kann man alle Pläne zur Beendigung der Saison kübeln. Aber: Die Absage der ersten paneuropäischen EM ist beschlossene Sache. Keine Liga will sie mehr. Weshalb es an der Uefa-Krisensitzung mit Videokonferenz aller 55 Verbandspräsidenten am Dienstag so beschlossen werden wird: Die EM wird auf 2021 verschoben. Spannend ist die Frage, wie es mit Champions und Europa League weitergeht. Auch da ist ein Abbruch mittlerweile eine ernst zu nehmende Option.

4. Falls die Saison abgebrochen wird: Ist St. Gallen dann Meister?
In der Liga herrscht allgemein die Meinung, dass es jede Saison einen Meister geben sollte. Unterschiedlich sind die Ansichten, ob bei einem Abbruch YB als Herbstmeister oder St. Gallen als aktueller Leader zum Meister gekürt würde. Für YB spricht, dass bis zu diesem Zeitpunkt alle Teams zweimal gegeneinander gespielt hatten. Für St. Gallen der Tabellenstand bei Abbruch. Eine dritte Variante ist, dass man die Saison bis Runde 27 weiterspielt, also das dritte Viertel beendet, damit alle Klubs dreimal gegeneinander gespielt haben. Im Moment sind 23 gespielt. Und eine Saison ohne Meister? Auch nicht undenkbar. Immerhin gäbe es so keine Meisterfeier mit Tausenden Menschen in der Stadt.

5. Gäbe es einen direkten Absteiger und Aufsteiger?
Macht man einen Klub zum Meister, müsste es eigentlich auch einen Absteiger und einen Aufsteiger geben. Falls dem so ist, hiesse der Absteiger FC Thun, der sowohl nach der Vorrunde wie auch aktuell auf dem letzten Platz steht. Lausanne würde aufsteigen. Nur: Eine Klage aus Thun wäre vorprogrammiert! Und die Frage nach der Barrage: Soll eine solche gespielt werden oder nicht? Und wenn ja, welcher Challenge-Ligist bekäme die Chance? GC als Zweiter der Vorrunde? Oder der aktuell zweitplatzierte FC Vaduz?

6. Ist es gar möglich, dass die Super League schon auf nächste Saison hin auf 12 Klubs erhöht wird?
Xamax-Boss Christian Binggeli macht sich dafür stark. Doch diese Lösung dürfte nur schwer realisierbar sein! Eine sofortige Aufstockung ist wegen des bis 2021 laufenden TV-Vertrags, der auf zehn Teams basiert, vertraglich nicht möglich. Macht man daraus zwölf, könnten die Partner aussteigen. Aber: Jeden Vertrag kann man neu verhandeln ...

7. Welche vier Teams würden die Schweiz bei einem Abbruch europäisch vertreten?
Einige plädieren für die aktuell vier Erstplatzierten (St. Gallen, YB, Basel, Servette). Andere für die vier Führenden nach der Vorrunde (YB, Basel, St. Gallen und FC Zürich). FCZ-Präsident Ancillo Canepa hat im BLICK eine weitere Möglichkeit ins Spiel gebracht: Diejenigen Klubs sollen nominiert werden, die in den letzten fünf Jahren am meisten Punkte in Europa gesammelt haben.

8. Stellen die Klubs auf Kurzarbeit um?
Das würden praktisch alle gerne. Nur ist diese im Moment nur für diejenigen Angestellten möglich, die unbefristete Verträge haben. Aber nicht für die Fussballprofis, deren Verträge befristet sind. So steht es im Gesetz. Deshalb hat die Liga im Namen der Klubs beim Seco einen entsprechenden Antrag gestellt. «Denn ohne die Übernahme von 80 Prozent der Löhne durch die Arbeitslosenkasse wird der eine oder andere Klub nicht überleben», ist Sion-Boss Christian Constantin sicher.
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Kiyomasu
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Re: Medien

Beitragvon Kiyomasu » 18.03.20 @ 21:37

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ABO+Mittwoch 18. März 2020 20:49
FCZ-Spieler sollen auf Lohn verzichten
Die Clubführung erwartet von der Mannschaft Unterstützung in der Corona-Krise. Die ausländischen Spieler dürfen nicht in ihre Heimat reisen.
FCZ-Sportchef Thomas Bickel hat seinen Spielern angeraten, zu Hause zu bleiben.
FCZ-Sportchef Thomas Bickel hat seinen Spielern angeraten, zu Hause zu bleiben.(Bild: Keystone)

Christian Zürcher
Christian Zürcher

@suertscher

Shutdown. Überall. Das Wort rauscht durch die Welt, die Schweiz macht zu. Auch der FC Zürich fährt den Betrieb herunter. Noch eine Handvoll Leute arbeitet im Club, der Rest weilt Zuhause – und wartet. Sportchef Thomas Bickel spricht über die schwierige Zeit.

x

Die Spieler
Sie müssen in der Schweiz bleiben

In diesen Tagen hatte Bickel vor allem eine Aufgabe. Er musste seinen Spielern den Beruf ausreden. «Fussballer wollen Fussball spielen», sagt er, doch die Spieler hätten schnell begriffen, dass man sich in besonderen Zeiten befinde. Das Gruppentraining wurde aufgehoben (die städtischen Anlagen sind seit Freitag geschlossen), die Mannschaft trifft sich nicht mehr, die Spieler bleiben zu Hause. «Wir müssen ein Vorbild sein», sagt Bickel. Der Club kommuniziert mit seinen Spielern vor allem via Whatsapp, auf Deutsch, Englisch und Französisch. Im Chat werden die Weisungen des Bundesrates durchgegeben und wird über die neuesten Entwicklungen orientiert.

Der FCZ hat seinen Spielern für die kommenden Wochen einen Auftrag gegeben: fit zu bleiben. Und vor lauter Langeweile nicht «im Kopf krank werden», so nennt das Bickel. Er rät ihnen zu einer klaren Tagesstruktur. Ausländische Spieler haben gefragt, ob sie in die Heimat zu ihren Familien reisen dürfen. Bickel dachte erst: «Warum nicht?» Er merkte aber bald, dass das Probleme schaffen könnte. Der Club geht davon aus, dass die Meisterschaft zu Ende gespielt wird. Das Risiko, dass unversehens Spieler nicht mehr in die Schweiz einreisen könnten, wollte der FCZ nicht eingehen. «Auslandreisen sind strikt verboten», sagt Bickel. Stadtrivale GC handhabt das anders und erlaubt seinen Spielern die Heimkehr.

Die sportliche Situation
Die Krise in der Krise

Der FCZ war in einer sportlichen Krise, als diese von der Corona-Krise verdrängt wurde. So verschafft die Zwangspause vor allem einer Person Zeit: Trainer Ludovic Magnin. Die letzten Spiele scheinen zwar schon eine Ewigkeit her, trotzdem sind die enttäuschenden Leistungen noch sehr präsent. Auch bei Bickel, der sich gegen das Wort Krise wehrt: «Wir sind immer noch auf dem fünften Platz.» Die Pause sei nun dafür da, die sportliche Situation zu analysieren und Massnahmen zu ergreifen, damit es wieder besser laufe.

Der Sportchef
Arbeiten in der Risikogruppe

Löschen, Löschen, Löschen. Bickel hat in den vergangenen Tagen auf seinem Handy vor allem Termine gelöscht. Er trifft die Berater nicht mehr persönlich, sondern kommuniziert nur noch über Telefonkonferenzen. Corona erschwert seine Arbeit. Bickel nickt. Er ist kein Ökonom, und doch weiss er: «Es ist viel Kapital auf dem Platz.» Kapital in Form von Spielern, das brachliegt. Ziel eines Clubs wie dem FCZ ist es nach wie vor, Spieler auszubilden und zu verkaufen. Schwierig momentan.

Etwas Entspannung gibt es beim Thema Vertragsverlängerungen. Die vergangenen Wochen waren geprägt von Unsicherheit und der Frage: Was geschieht, wenn die Saison länger dauert als bis zum 30. Juni? Dann enden die Spielerverträge, eine Saison über dieses Datum hinaus hätte bei Clubs für Schwierigkeiten gesorgt. Die Uefa hat nun am Dienstag betont, dass die Saison am 30. Juni enden sollte. Beim FCZ laufen die Verträge von Andris Vanins, Pa Modou, Michael Kempter, und Yann Kasai aus. Noch ist nichts beschlossen. Aber: «Es wird im Sommer Veränderungen geben.»

Darum finden auch in diesen Tagen Kaderplanungssitzungen statt. Bickel sitzt darin mit Personen aus der Corona-Risikogruppe: Ancillo und Heliane Canepa, beide über 65. Hat man besondere Massnahmen getroffen? «Nein, wir sind aber sehr diszipliniert und nehmen die Sache ernst.»

Die wirtschaftliche Seite
Es geht ums Prinzip

Für den FCZ gibt es in diesen Tagen kaum Arbeit, darum hat er bereits beim Bund Kurzarbeit beantragt. Das betrifft vorerst bloss jene Angestellten mit unbefristeten Verträgen, also nicht die Spieler, sondern den Staff um die Mannschaften herum. Die Mehrheit der 200 FCZ-Mitarbeiter. «Wir erwarten, dass auf diesem Weg rasch Unterstützung kommt», sagt Bickel.

Ungewiss ist, was mit den Löhnen der Spieler geschieht. Sie haben befristete Verträge, was Stand heute Anträge auf Kurzarbeit verunmöglicht. «Ein heikles Thema», sagt Bickel. Die Schweizer Clubs wollen, dass sie auch hier Kurzarbeit anmelden können. Der Bund soll Spielern wie Hoarau (YB) oder Stocker (FCB), die rund eine Million Franken verdienen, den Lohn zahlen. «Es geht hier nicht um einzelne Spieler, es geht ums Prinzip», sagt Bickel. Der Bund soll möglichst vielen in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Betrieben helfen – und darum auch Fussballclubs.

Dies versteht Bickel unter der geforderten Solidarität. An diese hat auch Präsident Canepa appelliert. Er schrieb den Spielern, dass auch sie etwas beitragen müssten und darum finanzielle Eingeständnisse machen sollen. Wie reagierten die Spieler und deren Berater? «Das wird sich in den nächsten Tagen zeigen», sagt Bickel, er habe aber bisher vor allem Verständnis gespürt.

Die Saison
Wird sie beendet?

Die EM ist abgesagt, ein wichtiger Entscheid für Bickel. «Er gibt uns Zeit, die Meisterschaft fertig zu spielen. Das wollen wir. Irgendwie», sagt Bickel. Am liebsten mit allen verbliebenen 13 Runden. Bickel könnte sich aber auch Playoffs vorstellen, oder eine Endphase in verkürzter Form. Diese Entscheidung aber werde auf einer Stufe über ihm gefällt. Beim Verband und der Liga.

Doch wie realistisch ist es, dass man bis Ende Juni überhaupt noch einmal Fussball spielt. «Vor drei Wochen dachten wir auch nicht, dass der Shutdown so schnell kommt», sagt Bickel. Ebenso schnell könne es gehen, dass eine Entspannung einsetze. Doch dafür brauche es alle in der Gesellschaft. «Wir müssen nun gemeinsam diese Selbstdisziplin haben und alle Weisungen befolgen. Bei Menschen ab 18 Jahren sollte man das erwarten dürfen», findet Bickel und sagt: «Wir müssen um jeden Preis den Kollaps vermeiden.»

Er selbst rechnet damit, dass er wegen des Shutdowns in den kommenden Wochen mehr Zeit findet für sich. Er will sich mit dem Universum befassen. Wie ist es entstanden? Gibt es eines oder mehrere, ein sogenanntes Multiversum? Die Fragen haben ihn kürzlich gepackt und nicht mehr losgelassen. Fast schon beiläufig hat Bickel seine Grenzen kennen gelernt – die Werke von Newton und Einstein sind doch sehr anspruchsvoll.
Wer im Glashaus sitzt, scheisst im Keller.

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fczlol
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Re: Medien

Beitragvon fczlol » 19.03.20 @ 7:54

Kiyomasu hat geschrieben:back-button
ABO+Mittwoch 18. März 2020 20:49
FCZ-Spieler sollen auf Lohn verzichten
Die Clubführung erwartet von der Mannschaft Unterstützung in der Corona-Krise. Die ausländischen Spieler dürfen nicht in ihre Heimat reisen.
FCZ-Sportchef Thomas Bickel hat seinen Spielern angeraten, zu Hause zu bleiben.
FCZ-Sportchef Thomas Bickel hat seinen Spielern angeraten, zu Hause zu bleiben.(Bild: Keystone)

Christian Zürcher
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Shutdown. Überall. Das Wort rauscht durch die Welt, die Schweiz macht zu. Auch der FC Zürich fährt den Betrieb herunter. Noch eine Handvoll Leute arbeitet im Club, der Rest weilt Zuhause – und wartet. Sportchef Thomas Bickel spricht über die schwierige Zeit.

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Die Spieler
Sie müssen in der Schweiz bleiben

In diesen Tagen hatte Bickel vor allem eine Aufgabe. Er musste seinen Spielern den Beruf ausreden. «Fussballer wollen Fussball spielen», sagt er, doch die Spieler hätten schnell begriffen, dass man sich in besonderen Zeiten befinde. Das Gruppentraining wurde aufgehoben (die städtischen Anlagen sind seit Freitag geschlossen), die Mannschaft trifft sich nicht mehr, die Spieler bleiben zu Hause. «Wir müssen ein Vorbild sein», sagt Bickel. Der Club kommuniziert mit seinen Spielern vor allem via Whatsapp, auf Deutsch, Englisch und Französisch. Im Chat werden die Weisungen des Bundesrates durchgegeben und wird über die neuesten Entwicklungen orientiert.

Der FCZ hat seinen Spielern für die kommenden Wochen einen Auftrag gegeben: fit zu bleiben. Und vor lauter Langeweile nicht «im Kopf krank werden», so nennt das Bickel. Er rät ihnen zu einer klaren Tagesstruktur. Ausländische Spieler haben gefragt, ob sie in die Heimat zu ihren Familien reisen dürfen. Bickel dachte erst: «Warum nicht?» Er merkte aber bald, dass das Probleme schaffen könnte. Der Club geht davon aus, dass die Meisterschaft zu Ende gespielt wird. Das Risiko, dass unversehens Spieler nicht mehr in die Schweiz einreisen könnten, wollte der FCZ nicht eingehen. «Auslandreisen sind strikt verboten», sagt Bickel. Stadtrivale GC handhabt das anders und erlaubt seinen Spielern die Heimkehr.

Die sportliche Situation
Die Krise in der Krise

Der FCZ war in einer sportlichen Krise, als diese von der Corona-Krise verdrängt wurde. So verschafft die Zwangspause vor allem einer Person Zeit: Trainer Ludovic Magnin. Die letzten Spiele scheinen zwar schon eine Ewigkeit her, trotzdem sind die enttäuschenden Leistungen noch sehr präsent. Auch bei Bickel, der sich gegen das Wort Krise wehrt: «Wir sind immer noch auf dem fünften Platz.» Die Pause sei nun dafür da, die sportliche Situation zu analysieren und Massnahmen zu ergreifen, damit es wieder besser laufe.

Der Sportchef
Arbeiten in der Risikogruppe

Löschen, Löschen, Löschen. Bickel hat in den vergangenen Tagen auf seinem Handy vor allem Termine gelöscht. Er trifft die Berater nicht mehr persönlich, sondern kommuniziert nur noch über Telefonkonferenzen. Corona erschwert seine Arbeit. Bickel nickt. Er ist kein Ökonom, und doch weiss er: «Es ist viel Kapital auf dem Platz.» Kapital in Form von Spielern, das brachliegt. Ziel eines Clubs wie dem FCZ ist es nach wie vor, Spieler auszubilden und zu verkaufen. Schwierig momentan.

Etwas Entspannung gibt es beim Thema Vertragsverlängerungen. Die vergangenen Wochen waren geprägt von Unsicherheit und der Frage: Was geschieht, wenn die Saison länger dauert als bis zum 30. Juni? Dann enden die Spielerverträge, eine Saison über dieses Datum hinaus hätte bei Clubs für Schwierigkeiten gesorgt. Die Uefa hat nun am Dienstag betont, dass die Saison am 30. Juni enden sollte. Beim FCZ laufen die Verträge von Andris Vanins, Pa Modou, Michael Kempter, und Yann Kasai aus. Noch ist nichts beschlossen. Aber: «Es wird im Sommer Veränderungen geben.»

Darum finden auch in diesen Tagen Kaderplanungssitzungen statt. Bickel sitzt darin mit Personen aus der Corona-Risikogruppe: Ancillo und Heliane Canepa, beide über 65. Hat man besondere Massnahmen getroffen? «Nein, wir sind aber sehr diszipliniert und nehmen die Sache ernst.»

Die wirtschaftliche Seite
Es geht ums Prinzip

Für den FCZ gibt es in diesen Tagen kaum Arbeit, darum hat er bereits beim Bund Kurzarbeit beantragt. Das betrifft vorerst bloss jene Angestellten mit unbefristeten Verträgen, also nicht die Spieler, sondern den Staff um die Mannschaften herum. Die Mehrheit der 200 FCZ-Mitarbeiter. «Wir erwarten, dass auf diesem Weg rasch Unterstützung kommt», sagt Bickel.

Ungewiss ist, was mit den Löhnen der Spieler geschieht. Sie haben befristete Verträge, was Stand heute Anträge auf Kurzarbeit verunmöglicht. «Ein heikles Thema», sagt Bickel. Die Schweizer Clubs wollen, dass sie auch hier Kurzarbeit anmelden können. Der Bund soll Spielern wie Hoarau (YB) oder Stocker (FCB), die rund eine Million Franken verdienen, den Lohn zahlen. «Es geht hier nicht um einzelne Spieler, es geht ums Prinzip», sagt Bickel. Der Bund soll möglichst vielen in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Betrieben helfen – und darum auch Fussballclubs.

Dies versteht Bickel unter der geforderten Solidarität. An diese hat auch Präsident Canepa appelliert. Er schrieb den Spielern, dass auch sie etwas beitragen müssten und darum finanzielle Eingeständnisse machen sollen. Wie reagierten die Spieler und deren Berater? «Das wird sich in den nächsten Tagen zeigen», sagt Bickel, er habe aber bisher vor allem Verständnis gespürt.

Die Saison
Wird sie beendet?

Die EM ist abgesagt, ein wichtiger Entscheid für Bickel. «Er gibt uns Zeit, die Meisterschaft fertig zu spielen. Das wollen wir. Irgendwie», sagt Bickel. Am liebsten mit allen verbliebenen 13 Runden. Bickel könnte sich aber auch Playoffs vorstellen, oder eine Endphase in verkürzter Form. Diese Entscheidung aber werde auf einer Stufe über ihm gefällt. Beim Verband und der Liga.

Doch wie realistisch ist es, dass man bis Ende Juni überhaupt noch einmal Fussball spielt. «Vor drei Wochen dachten wir auch nicht, dass der Shutdown so schnell kommt», sagt Bickel. Ebenso schnell könne es gehen, dass eine Entspannung einsetze. Doch dafür brauche es alle in der Gesellschaft. «Wir müssen nun gemeinsam diese Selbstdisziplin haben und alle Weisungen befolgen. Bei Menschen ab 18 Jahren sollte man das erwarten dürfen», findet Bickel und sagt: «Wir müssen um jeden Preis den Kollaps vermeiden.»

Er selbst rechnet damit, dass er wegen des Shutdowns in den kommenden Wochen mehr Zeit findet für sich. Er will sich mit dem Universum befassen. Wie ist es entstanden? Gibt es eines oder mehrere, ein sogenanntes Multiversum? Die Fragen haben ihn kürzlich gepackt und nicht mehr losgelassen. Fast schon beiläufig hat Bickel seine Grenzen kennen gelernt – die Werke von Newton und Einstein sind doch sehr anspruchsvoll.


Anhand der Sternenbilder werden wohl auch neu Verpflichtungen gemacht.... Spass bei Seite mal schauen wie es weiter geht!
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Gha_Züri
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Re: Medien

Beitragvon Gha_Züri » 19.03.20 @ 11:34

fczlol hat geschrieben:
Kiyomasu hat geschrieben:back-button
ABO+Mittwoch 18. März 2020 20:49
FCZ-Spieler sollen auf Lohn verzichten
Die Clubführung erwartet von der Mannschaft Unterstützung in der Corona-Krise. Die ausländischen Spieler dürfen nicht in ihre Heimat reisen.
FCZ-Sportchef Thomas Bickel hat seinen Spielern angeraten, zu Hause zu bleiben.
FCZ-Sportchef Thomas Bickel hat seinen Spielern angeraten, zu Hause zu bleiben.(Bild: Keystone)

Christian Zürcher
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Shutdown. Überall. Das Wort rauscht durch die Welt, die Schweiz macht zu. Auch der FC Zürich fährt den Betrieb herunter. Noch eine Handvoll Leute arbeitet im Club, der Rest weilt Zuhause – und wartet. Sportchef Thomas Bickel spricht über die schwierige Zeit.

x

Die Spieler
Sie müssen in der Schweiz bleiben

In diesen Tagen hatte Bickel vor allem eine Aufgabe. Er musste seinen Spielern den Beruf ausreden. «Fussballer wollen Fussball spielen», sagt er, doch die Spieler hätten schnell begriffen, dass man sich in besonderen Zeiten befinde. Das Gruppentraining wurde aufgehoben (die städtischen Anlagen sind seit Freitag geschlossen), die Mannschaft trifft sich nicht mehr, die Spieler bleiben zu Hause. «Wir müssen ein Vorbild sein», sagt Bickel. Der Club kommuniziert mit seinen Spielern vor allem via Whatsapp, auf Deutsch, Englisch und Französisch. Im Chat werden die Weisungen des Bundesrates durchgegeben und wird über die neuesten Entwicklungen orientiert.

Der FCZ hat seinen Spielern für die kommenden Wochen einen Auftrag gegeben: fit zu bleiben. Und vor lauter Langeweile nicht «im Kopf krank werden», so nennt das Bickel. Er rät ihnen zu einer klaren Tagesstruktur. Ausländische Spieler haben gefragt, ob sie in die Heimat zu ihren Familien reisen dürfen. Bickel dachte erst: «Warum nicht?» Er merkte aber bald, dass das Probleme schaffen könnte. Der Club geht davon aus, dass die Meisterschaft zu Ende gespielt wird. Das Risiko, dass unversehens Spieler nicht mehr in die Schweiz einreisen könnten, wollte der FCZ nicht eingehen. «Auslandreisen sind strikt verboten», sagt Bickel. Stadtrivale GC handhabt das anders und erlaubt seinen Spielern die Heimkehr.

Die sportliche Situation
Die Krise in der Krise

Der FCZ war in einer sportlichen Krise, als diese von der Corona-Krise verdrängt wurde. So verschafft die Zwangspause vor allem einer Person Zeit: Trainer Ludovic Magnin. Die letzten Spiele scheinen zwar schon eine Ewigkeit her, trotzdem sind die enttäuschenden Leistungen noch sehr präsent. Auch bei Bickel, der sich gegen das Wort Krise wehrt: «Wir sind immer noch auf dem fünften Platz.» Die Pause sei nun dafür da, die sportliche Situation zu analysieren und Massnahmen zu ergreifen, damit es wieder besser laufe.

Der Sportchef
Arbeiten in der Risikogruppe

Löschen, Löschen, Löschen. Bickel hat in den vergangenen Tagen auf seinem Handy vor allem Termine gelöscht. Er trifft die Berater nicht mehr persönlich, sondern kommuniziert nur noch über Telefonkonferenzen. Corona erschwert seine Arbeit. Bickel nickt. Er ist kein Ökonom, und doch weiss er: «Es ist viel Kapital auf dem Platz.» Kapital in Form von Spielern, das brachliegt. Ziel eines Clubs wie dem FCZ ist es nach wie vor, Spieler auszubilden und zu verkaufen. Schwierig momentan.

Etwas Entspannung gibt es beim Thema Vertragsverlängerungen. Die vergangenen Wochen waren geprägt von Unsicherheit und der Frage: Was geschieht, wenn die Saison länger dauert als bis zum 30. Juni? Dann enden die Spielerverträge, eine Saison über dieses Datum hinaus hätte bei Clubs für Schwierigkeiten gesorgt. Die Uefa hat nun am Dienstag betont, dass die Saison am 30. Juni enden sollte. Beim FCZ laufen die Verträge von Andris Vanins, Pa Modou, Michael Kempter, und Yann Kasai aus. Noch ist nichts beschlossen. Aber: «Es wird im Sommer Veränderungen geben.»

Darum finden auch in diesen Tagen Kaderplanungssitzungen statt. Bickel sitzt darin mit Personen aus der Corona-Risikogruppe: Ancillo und Heliane Canepa, beide über 65. Hat man besondere Massnahmen getroffen? «Nein, wir sind aber sehr diszipliniert und nehmen die Sache ernst.»

Die wirtschaftliche Seite
Es geht ums Prinzip

Für den FCZ gibt es in diesen Tagen kaum Arbeit, darum hat er bereits beim Bund Kurzarbeit beantragt. Das betrifft vorerst bloss jene Angestellten mit unbefristeten Verträgen, also nicht die Spieler, sondern den Staff um die Mannschaften herum. Die Mehrheit der 200 FCZ-Mitarbeiter. «Wir erwarten, dass auf diesem Weg rasch Unterstützung kommt», sagt Bickel.

Ungewiss ist, was mit den Löhnen der Spieler geschieht. Sie haben befristete Verträge, was Stand heute Anträge auf Kurzarbeit verunmöglicht. «Ein heikles Thema», sagt Bickel. Die Schweizer Clubs wollen, dass sie auch hier Kurzarbeit anmelden können. Der Bund soll Spielern wie Hoarau (YB) oder Stocker (FCB), die rund eine Million Franken verdienen, den Lohn zahlen. «Es geht hier nicht um einzelne Spieler, es geht ums Prinzip», sagt Bickel. Der Bund soll möglichst vielen in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Betrieben helfen – und darum auch Fussballclubs.

Dies versteht Bickel unter der geforderten Solidarität. An diese hat auch Präsident Canepa appelliert. Er schrieb den Spielern, dass auch sie etwas beitragen müssten und darum finanzielle Eingeständnisse machen sollen. Wie reagierten die Spieler und deren Berater? «Das wird sich in den nächsten Tagen zeigen», sagt Bickel, er habe aber bisher vor allem Verständnis gespürt.

Die Saison
Wird sie beendet?

Die EM ist abgesagt, ein wichtiger Entscheid für Bickel. «Er gibt uns Zeit, die Meisterschaft fertig zu spielen. Das wollen wir. Irgendwie», sagt Bickel. Am liebsten mit allen verbliebenen 13 Runden. Bickel könnte sich aber auch Playoffs vorstellen, oder eine Endphase in verkürzter Form. Diese Entscheidung aber werde auf einer Stufe über ihm gefällt. Beim Verband und der Liga.

Doch wie realistisch ist es, dass man bis Ende Juni überhaupt noch einmal Fussball spielt. «Vor drei Wochen dachten wir auch nicht, dass der Shutdown so schnell kommt», sagt Bickel. Ebenso schnell könne es gehen, dass eine Entspannung einsetze. Doch dafür brauche es alle in der Gesellschaft. «Wir müssen nun gemeinsam diese Selbstdisziplin haben und alle Weisungen befolgen. Bei Menschen ab 18 Jahren sollte man das erwarten dürfen», findet Bickel und sagt: «Wir müssen um jeden Preis den Kollaps vermeiden.»

Er selbst rechnet damit, dass er wegen des Shutdowns in den kommenden Wochen mehr Zeit findet für sich. Er will sich mit dem Universum befassen. Wie ist es entstanden? Gibt es eines oder mehrere, ein sogenanntes Multiversum? Die Fragen haben ihn kürzlich gepackt und nicht mehr losgelassen. Fast schon beiläufig hat Bickel seine Grenzen kennen gelernt – die Werke von Newton und Einstein sind doch sehr anspruchsvoll.


Anhand der Sternenbilder werden wohl auch neu Verpflichtungen gemacht.... Spass bei Seite mal schauen wie es weiter geht!


Wichtigster Satz im ganzen Text ist «Es wird im Sommer Veränderungen geben.»
tönt scho mal guet
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Re: Medien

Beitragvon Kiyomasu » 19.03.20 @ 11:40

Haben sie letztes Jahr auch schon gesagt :)
Wer im Glashaus sitzt, scheisst im Keller.


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