Medienberichte / Kommentare

Hier kommt alles über Fussball rein, das nicht mit dem FCZ zu tun hat.
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Tschik Cajkovski
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon Tschik Cajkovski » 06.04.18 @ 11:43

sub hat geschrieben:Echt jetzt, Lesbarkeit? Du hast also Mühe den Text zu lesen, weil hier noch zusätzlich die weibliche Form integriert wurde? Krass...

im gegenteil angelsächsisch geprägt entzückt mich diese entwicklung in der deutschen sprache, stelle dabei nur die lesbarkeit in frage und geniesse gleichzeitig die neutrale einfachheit des englischen.
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pluto
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon pluto » 06.04.18 @ 13:36

Danke Tschik!
Fange hier jetzt garantiert keine Genderdiskussion an (in ein paar Jahren werden sich eh alle an den Kopf greifen..) aber nebst der Lesbarkeit ist auch die Verunstaltung von Wort und Schrift ein Graus.
Logisch aber so geschrieben, da WOZ.
Inhaltlich aber sehr gut! :)

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südkurve wescht
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon südkurve wescht » 14.05.18 @ 15:40

Spiegel Online zur Pyroshow der HSV Fans. Meiner Meinung nach ein wohltuender, differenzierter Bericht.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/hamburger-sv-pyrotechnik-beim-abstieg-viel-rauch-um-wenig-kommentar-a-1207632.html

Bundesliga

Als die Nachspielzeit schon lief und der erste Hamburger Bundesliga-Abstieg nicht mehr abzuwenden war, zogen HSV-Fans auf der Nordtribüne eine Blockfahne hoch, vermummten sich darunter und zündeten anschließend Pyrotechnik, Rauchbomben und Böller. Einen Teil davon warfen sie auf das Spielfeld, das Spiel musste minutenlang unterbrochen werden. Ein Großteil der 57.000 Zuschauer im Volksparkstadion pfiff die Verursacher aus und forderte mit Sprechchören von den Polizisten auf dem Rasen: "Holt Sie raus! Holt sie raus!"

Auch außerhalb des Stadions war die Empörung groß. "Kriminelle Arschlöcher" und "Abschaum" waren nur ein paar der Bezeichnungen für die Verursacher in den sozialen Medien. Einige wünschten sich, die 55.000 anderen Zuschauer sollten doch am besten vor dem Stadion auf die Pyro-Zünder "warten", andere ein härteres Durchgreifen der Polizei. Die "Süddeutsche Zeitung" schrieb von "wahnsinnigen Hooligans". Der Chefredakteur der "Bild"-Zeitung konnte sogar einen "Gewaltausbruch" beobachten. In der "Welt" hieß es, man müsse in der Bundesliga Angst haben, von "geistig tiefergelegten Chaoten erschlagen zu werden."

Keine Verletzten während oder nach dem Spiel

Aber zu Gewalt ist es im Hamburger Stadion gar nicht gekommen. "Es sind keine Personen verletzt worden - weder vor noch nach dem Spiel", sagt eine Sprecherin der Polizei Hamburg auf SPIEGEL-Anfrage. Zu Sachbeschädigungen konnte die Sprecherin keine Angaben machen. Das kann alles nur Glück gewesen sein, ändert aber nichts am Ergebnis. Wer viele Berichte zu den Vorkommnissen gelesen hat, muss den Eindruck haben, dass deutlich mehr passiert ist.

Die "Süddeutsche" fand es "besonders irre", dass bei den Vorbereitungen der Pyroaktion niemand dazwischenging. Was wäre aber das Ergebnis gewesen, wenn die Polizei die Aktion zu unterbinden versucht und "sie rausgeholt" hätte? Ein Blocksturm hätte unkalkulierbare Folgen gehabt. "Es hätte ein unübersichtliches Handgemenge auf der Tribüne gedroht", sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote. Als hunderte Polizisten im Jahr 2013 beim Champions-League-Spiel zwischen Schalke 04 und Paok Saloniki wegen eines Banners die Schalker Nordkurve stürmten, gab es insgesamt 89 Verletzte.

Pyrotechnik ist eine Ordnungswidrigkeit

Die Polizei hat nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit zu handeln. Das Abbrennen von Pyrotechnik ist aber häufig nur eine Ordnungswidrigkeit nach dem Sprengstoffgesetz und keine Straftat. Wenn deshalb nicht sofort eine mehrere tausend Personen fassende Stehplatztribüne gestürmt wird, hat das wenig mit dem Entstehen rechtsfreier Räume in Fußballstadien zu tun, sondern ist das Ergebnis einer polizeilichen Abwägung.

Ob Pyrotechnik generell in deutsche Stadien gehört oder nicht, ist umstritten. Fakt ist: In Deutschland ist der Einsatz in Stadien verboten. Deshalb muss der Einsatz im Hamburger Stadion auch dementsprechend bewertet werden. Die Bilder der dichten schwarzen Rauchsäulen und die Geräusche der Böller können vor allem die Kinder im Stadion verstört haben. Dafür müssen die Verursacher kritisiert werden. Aber nicht für Gewalt, die es im Volksparkstadion nicht gegeben hat.
Zhyrus hat geschrieben:Die echte Zürcher Männermesse gibt es seit 1896, alles andere ist eine billige Kopie!

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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon Yekini_RIP » 13.09.18 @ 11:08

https://www.n-tv.de/sport/fussball/Es-r ... 18843.html

Da liebe ich doch meine, in diesem Bereich noch in den Kinderschuhen steckende, "Super" League...:-)
Ich bin Yekini...angemeldet eigentlich 2002...dann gehackt worden ca. 2014...jetzt wieder auferstanden als Yekini_RIP

Maouche DA!
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon LuisCypher » 14.09.18 @ 14:19

Der große Bluff des Kapitalismus ist die Behauptung, die Gier des Einzelnen sei letztlich gut für alle. Das schlägt drei Fliegen mit einer Klappe:
Es setzt diejenigen ins Recht, die mit allen Mitteln dem Profit hinterherjagen.
Es macht diejenigen zu Idioten, die es nicht tun.
Und es holt die Mitläufer ins Boot, die gar nicht unbedingt profitieren, es aber glauben.

C. Bartlau
Die dicksten Eier hat der nicht darauf herumreitet

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MetalZH
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon MetalZH » 15.09.18 @ 0:34

LuisCypher hat geschrieben:Der große Bluff des Kapitalismus ist die Behauptung, die Gier des Einzelnen sei letztlich gut für alle. Das schlägt drei Fliegen mit einer Klappe:
Es setzt diejenigen ins Recht, die mit allen Mitteln dem Profit hinterherjagen.
Es macht diejenigen zu Idioten, die es nicht tun.
Und es holt die Mitläufer ins Boot, die gar nicht unbedingt profitieren, es aber glauben.

C. Bartlau


Ein grossartiger Satz aus einem grossartigen Artikel! Der Mann spricht mir aus dem Herzen. Wie Yekini bin auch ich sehr froh, dass es beim FCZ (noch) nicht so ist.

Hier eine weitere Aussage, die ich sofort unterschreiben kann:

Christian Bartlau hat geschrieben:Aber hey, ohne die TV-Millionen ist der deutsche Fußball nicht wettbewerbsfähig. Und übrigens, mit 50+1 auch nicht. Sie wissen schon, die Uefa-Fünfjahreswertung. Sechs bis sieben Europapokalplätze, das scheint eine heilige Marke in Deutschland, zu bewahren wie das Reinheitsgebot. Zwar kämpfen nur zehn bis zwölf Vereine ernsthaft um diese Plätze, aber auch das ist Kapitalismus: Sehr viele müssen dafür herhalten, dass es theoretisch jeder nach ganz oben schaffen kann - und am Ende schaffen es eh die, die schon dort waren. An dieser Stelle übrigens schon mal herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft, liebe Bayern.
We are Motörhead. And we play Rock'n'Roll.


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