Medienberichte / Kommentare

Hier kommt alles über Fussball rein, das nicht mit dem FCZ zu tun hat.
schwizermeischterfcz
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon schwizermeischterfcz » 02.08.22 @ 22:54

Dijbril Sow: „Steven Zuber spielt auch mit mir in Frankfurt, aber der ist ein Hopper, das machts etwas schwierig“


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MetalZH
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon MetalZH » 03.08.22 @ 0:11

schwizermeischterfcz hat geschrieben:Danke im Voraus!

https://www.tagesanzeiger.ch/frechheit- ... 2384055346


Frechheit, Skandal, Verschwörung – der Kampf um den Spielplan

Schon nach drei Runden sind die Spieltage der Super League durcheinandergewirbelt – weil fast alle Clubs Sonderwünsche haben. Wie soll das bloss bei Playoffs werden?
Florian Raz
Publiziert: 02.08.2022, 06:15

Noch kein Ball war gerollt, da waren die Ersten schon beleidigt. Beim FC Zürich grollte Ancillo Canepa. In Winterthur war man gestresst. Zwei Wochen später stifteten Anhänger des FC Basel aus Protest Verwirrung, indem sie eine Reise an die Luzerner Bundesfeier ankündigten – und dann wieder absagten.

Skandal, Frechheit, Verschwörung. FCZ-Präsident Canepa fand es «respektlos», dass sein Meisterteam zum Start auf Kunstrasen in Bern antreten musste. Winterthur wäre lieber auswärts gestartet. In Basel wittert die Fankurve hinter einer Spielabsage eine politische Agenda auf dem Weg zu mehr Repression gegen Fussballanhänger.

Und alles wegen des Spielplans der Super League. Der ist bereits nach bloss drei Runden durcheinandergewirbelt. Während der FCZ und die Young Boys dank europäischen Wettbewerben jeden dritten Tag spielen, genoss der FC Luzern nun bereits sein zweites freies Wochenende. Erst musste sein Heimspiel gegen die Grasshoppers verschoben werden, am vergangenen Sonntag jenes gegen Basel.

Das mit Luzern gegen Basel war ein Fehler

Was ist da los? Eigentlich nur der übliche Kampf um passende Spieldaten, meldet Philippe Guggisberg, Mediensprecher der Swiss Football League. Bloss das mit der Verschiebung der Partie zwischen Luzern und Basel, das sei auf einen Fehler zurückzuführen.

Irgendwo auf dem Weg zwischen Innerschweiz und Bern ging die Information verloren, dass sowohl die Luzerner als auch die Basler Polizei den 31. Juli wegen der Bundesfeier als Sperrdatum eingegeben hatte: «Und als das bemerkt wurde, war es zu spät, noch einmal alle Spieldaten durch den Computer zu jagen.»

Vor diesen Computer der Liga setzt sich jeweils Silvano Lombardo und gibt alles ein, was die Spielansetzungen beeinflussen kann. Da gibt es so einiges: die durch den Fernsehvertrag diktierten Anspielzeiten, Europacupeinsätze, Konzerte, Vorgaben der Polizei, Stadionsanierungen, Einschränkungen für Fan-Züge durch die SBB, Wünsche der Clubs.

Hat Lombardo das alles eingegeben, meldet ihm der Computer garantiert, dass es unter Berücksichtigung all dieser Einschränkungen leider überhaupt keinen Spielplan gibt. Also beginnt er, weichere Vorgaben zu löschen.

Der FC Winterthur möchte noch eine Woche länger Zeit, um seine Schützenwiese für die höchste Spielklasse herauszuputzen? Pech gehabt. Der FCZ würde lieber auf Rasen statt Kunstrasen starten, weil er danach in der Qualifikation zur Champions League nach Aserbeidschan fliegen muss? Geht leider nicht.

Nicht alle dürfen am Samstag in Luzern spielen

Drin bleiben die wirklich harten Vorgaben. In Luzern zum Beispiel bewilligt die Polizei derzeit keine Samstagsspiele gegen Basel, St. Gallen, den FCZ und die Grasshoppers. Sie hat am Samstag genug mit Menschen im Ausgang zu tun und fürchtet die Mischung von Partygängern und Gästefans.

Spielt ein Club am Donnerstag europäisch, werden seine Spiele immer auf einen Sonntag gesetzt. Ist er am Dienstag oder Mittwoch in der Champions League unterwegs, tritt er immer am Samstag an. Spielen die Toten Hosen im Letzigrund, müssen FCZ und GC auswärts ran. Wird in der Swisspor-Arena der Rasen saniert, kann der FCL nicht zu Hause spielen.

Wenn es so läuft wie am ersten Spieltag dieser Saison, dann hat die Liga für fünf Spiele plötzlich nur noch vier Spielorte zur Verfügung. Basel, Luzern, Zürich, St. Gallen und Sitten – all diese Stadien fielen wegen Bauarbeiten, Konzerten oder Festivals weg. Also auch das Startspiel des FCL gegen GC. Und für die Begegnung zwischen YB und dem FCZ im ersten Saisonviertel blieb bei allen Berechnungen genau eine Variante frei: der erste Spieltag im Wankdorf.

Mit Blick auf all diese Zwänge stellt sich die Frage: Wie will die Liga in der kommenden Saison Playoffs durchführen, wenn die Begegnungen kurzfristig angesetzt werden müssen?

«Da kommen punktuelle Herausforderungen auf uns zu», gibt Mediensprecher Guggisberg zu, «aber die können wir angehen.» Inspiration findet die Liga in Österreich. Dort geben die Clubs, die in der Meisterrunde spielen, gleich nach der Aufteilung der Liga Anfang März an, ob sie die erste Playoff-Partie im Mai zu Hause oder auswärts spielen wollen.

Damit wäre zumindest etwas Planungssicherheit hergestellt. Für die weiteren Playoff-Runden bleibt dann die Hoffnung, dass keine Demonstrationen, SBB-Baustellen oder Büetzer Buebe die Spiele verhindern.
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