Ev. der falsche Thread, aber da zuvor auf den TA Artikel von heute bezug genommen wurde, poste ich ihn hier. Canepa als einen der grössten FCZ Fans überhaupt zu bezeichnen, na woher das wohl kommt?
Der FC Zürich kann im Titelduell vorlegen
Der Zweikampf um den Meistertitel geht in die nächste Runde: Der FCZ muss heute Schaffhausen besiegen und darf dann morgen auf einen Erfolg von GC beim Verfolger Basel hoffen.
Von Peter Bühler
Einer der grössten Fans des FC Zürich sitzt heute am späten Nachmittag nicht im Hardturm, wenn der Meister in der viertletzten Runde der Super League ab 17.45 Uhr auf Schaffhausen trifft. Ancillo Canepa, seit Dezember vollamtlicher FCZ-Präsident, hat eine Verpflichtung in Helsinki. Als Ehrengast ist er zum Final des Eurovision Song Contest eingeladen. Canepas Ehefrau Heliane steht an der Spitze des Unternehmens Nobel Biocare, dem Hauptsponsor der Veranstaltung.
Canepa lässt sich per SMS über die Ereignisse im Hardturm informieren. Am Sieg des FCZ zweifelt er nicht: «Das 3:0 am Mittwoch in Aarau hat das Selbstvertrauen zurückgebracht.» Lucien Favre ist in seiner Prognose vorsichtiger. Der Trainer sagt, Schaffhausen sei ein unbequemer Gegner, der - vor allem nach einem Rückstand - nicht leicht zu besiegen sei.
Das 2:2 von Schaffhausen vor drei Tagen auf der Breite gegen Basel hat ihn beeindruckt, und das 0:1 seiner Mannschaft im letzten Oktober gegen die Schaffhauser hat er in schlechter Erinnerung. Also fordert er: «Vollgas geben und möglichst schnell den Führungstreffer erzielen.»
Im optimalen Fall könnte der FCZ schon am kommenden Mittwoch als Meister feststehen. Dazu müsste er nach Schaffhausen auch Luzern im Hardturm besiegen, Basel dürfte aus den Heimspielen gegen GC und Sion nicht mehr als zwei Punkte gewinnen - und zusätzlich müsste bis dann der Internationale Sportgerichtshof den 3:0-Forfaitsieg des FCZ gegen St. Gallen bestätigt haben. Dies sind für Favre zu viel der Spekulationen. An ihnen mag er sich nicht beteiligen: «Ich schaue nur von Spiel zu Spiel.» Er nimmt an, dass die Meisterschaft erst im letzten Durchgang entschieden wird: Dann empfängt der FCZ - nach seinem Gastspiel bei YB auf dem Kunstrasen des Stade de Suisse - die Grasshoppers. Das Horrorszenario aus Sicht des FCZ wäre, wenn der Stadtrivale den FC Basel zum Meister machen würde.
Favre macht sich darüber (noch) keine Gedanken, genauso wenig wie über den FCB, denn dessen Resultate kann der FCZ mangels Direktbegegnung nicht mehr beeinflussen. Der Trainer denkt, dass die Verletzung von Petric, der nach einer Operation des gebrochenen Jochbeins wohl ausfällt, ein Handicap für den FCB ist, schränkt aber ein: «Petric hatte zuvor wochenlang gefehlt, und trotzdem gelang dem FCB eine lange Erfolgsserie.»
Rochat bleibt definitiv - und Inler?
Wichtiger als die Probleme der Basler ist Favre neben dem Spiel gegen Schaffhausen die Zusammensetzung seiner Mannschaft in der kommenden Saison. Die Option auf eine definitive Übernahme des Defensivspielers Alain Rochat von Rennes hat der FCZ wahrgenommen, der Romand wird einen mehrjährigen Vertrag erhalten. Zusätzlich steht der Meister in Verhandlungen mit dem 21-jährigen tunesischen Nationalspieler Yassine Chikhaoui von Etoile Sportive du Sahel, einem 1,87 m grossen Allrounder für die Offensive. Dafür droht neben den Abgängen von Dzemaili und Margairaz auch der Wegzug von Gökhan Inler. Der Mittelfeldspieler hat ein Angebot von Udinese aus der Serie A - aber beim FCZ einen Vertrag bis Sommer 2009 mit einer festgelegten Ablösesumme in Millionenhöhe.
Quelle: Tages-Anzeiger vom 12. Mai 2007