Akaki "Andy" Gogia

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MetalZH
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Re: Akaki "Andy" Gogia

Beitragvon MetalZH » 06.08.21 @ 17:53

zuerchergoalie hat geschrieben:merci kiyo!


Auch von mir herzlichen Dank und Respekt für diesen Aufwand!
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netzer75
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Re: Akaki "Andy" Gogia

Beitragvon netzer75 » 11.08.21 @ 17:14

Habe bei ihm ein gutes Gefühl nach seinem Kurzeinsatz in Luzern. Seine erste Aktion mit dem Pass in die Tiefe war genial. Solche Spieler bringen uns weiter.
Das er bei Union zuletzt nicht zum Zug kam muss nichts bedeuten, da Fischer ihn sonst nicht empfohlen hätte.
Ich bin Legastheniker und Bitte um Verständnis ...Hoffe man versteht meine Texte, wenn ich mal schreibe.

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Philippescu
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Re: Akaki "Andy" Gogia

Beitragvon Philippescu » 21.09.21 @ 10:55


schwizermeischterfcz
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Re: Akaki "Andy" Gogia

Beitragvon schwizermeischterfcz » 16.10.21 @ 9:42

Aus der NZZ

«Früher war ich ein grosser Sturkopf» – wie das einstige Supertalent Akaki Gogia im FC Zürich landete


In der Jugend trainiert Akaki Gogia mit den Profis des deutschen Meisters, danach stagniert er. Im FC Zürich will der frühere Bundesliga-Spieler nun seine Karriere neu lancieren.

Benedikt Koller, Zürich
16.10.2021, 06.00 Uhr

2009: Der VfL Wolfsburg wird deutscher Fussballmeister, Akaki Gogia spielt in der zweiten Mannschaft der Wolfsburger. Er ist 17 Jahre alt, gilt als grosses Talent, trainiert mit dem Fanionteam.

2021: Die Spieler des FC Zürich kommen am Donnerstagmittag vom Morgentraining. Gogia flachst herum, die Mitspieler lachen, er wirkt gut integriert.

Die gute Stimmung während der Nationalmannschaftspause verwundert kaum. Der FCZ ist nach dem ersten Saisonviertel Tabellendritter, das 125-Jahre-Jubiläums-Spiel vor zwei Wochen gegen Sitten geriet zum Torfestival – 6:2. Und Gogia hat in sieben Einsätzen zwei Tore erzielt. Ein solcher Saisonstart erleichtert das Ankommen. Zumal für einen wie Gogia, der zwei schwierige Jahre hinter sich hat.

Bis im Juli stand der deutsche Offensivspieler georgischer Herkunft bei Union Berlin unter Vertrag, zuletzt wurden seine Perspektiven immer aussichtsloser. Vier Jahre hatte er für den Verein aus Köpenick gespielt; in den ersten zwei Saisons zählte er in der 2. Bundesliga zu den Teamstützen. Doch im Aufstiegsjahr 2019 riss sich Gogia das Kreuzband, nach der Operation verpasste er den Rest der Saison.

Während er in der Reha am Comeback arbeitete, entwickelte sich Union zu einer gefestigten Einheit, die Mannschaft etablierte sich in der Bundesliga. Ohne Gogia. Und als er wieder fit war, setzte der Schweizer Union-Coach Urs Fischer immer seltener auf ihn. Gogia sagt: «Irgendwann spürte ich, dass es Zeit ist zu gehen.» So ist er vor zweieinhalb Monaten in Zürich gelandet. Wieder ein Neuanfang.

Geschichte eines Abstiegs?

Gogias Entwicklung beim 1. FC Union steht sinnbildlich für seinen Karriereverlauf – bis zum Engagement in Berlin jedenfalls: Auf einen vielversprechenden Beginn folgte der Abstieg.

Die Fallhöhe war gross. In der Jugend war Gogia überragend, 2010/11 absolvierte er einige Länderspiele für die deutschen Nachwuchsnationalteams. Doch Gogia musste die Erfahrung machen, dass es sich auch nachteilig auswirken kann, ein grosses Talent zu sein. Er sagt: «In der Jugendzeit lief vieles perfekt, und ich trat mit Selbstvertrauen auf.» Mit zu viel Selbstvertrauen?

Damals hätte er sich jemanden gewünscht, der ihm die Mechanismen des Profigeschäfts erklärt hätte. So aber musste er aus seinen Fehlern lernen. «Früher war ich ein grosser Sturkopf. Mit diesem Verhalten verbockte ich es mir bei ein, zwei Vereinen.» In diesen Vereinen war Gogia untergekommen, als seine Entwicklung stagnierte. Nach seiner Zeit in Wolfsburg folgten mehrere glücklose Liaisons mit Klubs aus der zweiten und dritten deutschen Liga sowie eine Saison bei Brentford in der englischen Championship. Immer wieder Neuanfang, immer wieder herumflachsen.

Ist Akaki Gogia also immer tiefer gesunken? So liesse sich seine Entwicklung nach der Jugendzeit beschreiben. Einerseits.

Anderseits gibt es auch eine andere Erklärung für den weiteren Karriereverlauf: Gogia sagt von sich, er sei auch ein Stimmungsspieler, einer, der sich wohl fühlen müsse. Erst allmählich merkte er, wie wichtig ein intaktes Umfeld ist, um sich zu entfalten. Oft fehlte dieses.

Wo er hingegen Vertrauen spürte, blühte er auf. So war das beim deutschen Zweitligaklub Dynamo Dresden 2016/17, als er die bisher wohl beste Saison absolvierte und 10 Tore erzielte; daraufhin verpflichtete ihn der 1. FC Union Berlin für 1 Million Euro. Dort wurde er immer stärker – bis zum Kreuzbandriss.

Die Position finden

Die Sturköpfigkeit seiner Jugend glaubt Gogia abgelegt zu haben. Er kann sie sich nicht mehr leisten. So musste er lernen, auf andere zu hören. Im Austausch mit dem FCZ-Sportchef Marinko Jurendic und dem Coach André Breitenreiter habe er schnell gespürt, dass er sich in Zürich wohl fühlen und sich mit der Klubphilosophie identifizieren kann.

Zu Gogias Stärken zählt, dass er in der Offensive polyvalent einsetzbar ist. Breitenreiter hat ihn schon im Sturm, hinter der Spitze, auf dem Flügel eingesetzt. Doch wo der 29-Jährige genau hingehört, scheint auch 12 Jahre nach dem vielversprechenden Start in Wolfsburg unklar.

Und so bleibt ihm nur eines: immer wieder ankommen, herumflachsen, die Position finden
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