FCZ Frauen

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Züri Live
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Re: FCZ Frauen

Beitragvon Züri Live » 19.10.22 @ 14:47

Die Partie kommt auch live auf www.zuerilive.ch

Hier die Vorschau mit Interviews (Inka Grings, Laura Vetterlein) und den möglichen Aufstellungen

„Haben interessanten Plan“ / Champions League FCZ Frauen – Juventus Vorschau mit Interviews:
https://www.zuerilive.ch/2022/10/haben- ... nterviews/


- Juventus ohne Starspielerin Beerensteyn
- „Zu jung“ – Top-Talent Schertenleib wird von UEFA Spielberechtigung verweigert
- Laura Vetterlein über Fabienne Humm: „Hatte fast Tränen in den Augen“


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Valderrama
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Re: FCZ Frauen

Beitragvon Valderrama » 19.10.22 @ 23:26

Schade konnten unsere FCZ Frauen die Null nicht halten gegen Juve.

schwizermeischterfcz
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Re: FCZ Frauen

Beitragvon schwizermeischterfcz » 19.10.22 @ 23:30

Heliane Canepa im Interview

«Es braucht Menschen, die sagen: Die Frauen gehören dazu»


Vor dem Auftakt der Women’s Champions League erklärt die FCZ-Eigentümerin, wieso sie an Frauenfussball glaubt. Und warum sie Ancillo nie geheiratet hätte, wenn er das nicht auch tun würde.

Florian Raz
Publiziert heute um 11:30 Uhr


Ihre Topskorerin Fabienne Humm sagt: «Ancillo Canepa gehört den FCZ-Männern – und Heliane den Frauen.» Aber Sie selber sollen das so nicht gerne hören?

Natürlich dürfen unsere Frauen das sagen. (lacht) Sie müssen einfach wissen, dass es so nicht ganz stimmt. Wir setzen uns gemeinsam aktiv für die FCZ-Frauen ein. Ausserdem besteht der FCZ nicht nur aus Frauen und Männern, sondern auch aus Jugendlichen und Kindern. Cillo ist jetzt gerade auf dem Weg zum Heerenschürli, wo er die Eröffnungsansprache vor den Mädchen hält, die am einwöchigen Girlskick-Camp teilnehmen. Dies hätte sonst ich gemacht – aber jetzt sitze ich ja mit Ihnen hier.

Ist der FCZ nicht vor allem dank Ihnen zur führenden Kraft im Schweizer Frauenfussball geworden?

Nein, es war damals Cillos Idee, den FFC Seebach im FCZ zu integrieren und eine Frauenabteilung zu installieren. Ausserdem wäre ich sicherlich nicht mit einem Mann verheiratet, der sich nicht für die Belange der Frauen einsetzt. In der Wirtschaft, wie eben auch im Fussball. Die Frauen gehören dazu, wie die Männer, wie die Letzikids. Nur das Ganze zusammen ergibt einen Sinn.

Trotzdem sind Sie eine der wenigen Frauen, die im Schweizer Fussball in entscheidender Funktion tätig ist. Die andere grosse Figur geht jetzt in die USA, die bisherige Frauen-Chefin des Schweizerischen Fussballverbandes, Tatjana Haenni.

Ich gönne es ihr, dass sie diese Chance bekommt. Aber ich finde es schade, dass sie geht. Wir sind schon weit gekommen, seit wir 2009 gemeinsam mit Tatjana das Projekt FCZ-Frauen gestartet haben. Aber mein Traum ist auf Elite-Ebene eine eigene Liga analog der Swiss Football League. Eine solche Eigenständigkeit wäre wichtig. Sonst besteht die Gefahr, dass die Frauen in einem vom Männerfussball beherrschten Verband nur zögerlich die nächsten Schritte unternehmen können. Dies gilt vor allem für die Unterstützung des nationalen Fussballs. Ich sage das ohne Vorwurf. Aber die Frauen müssen hier wie in den USA selbstständig sein. Sie haben eigene Bedürfnisse – und sie müssen sich eigenständig weiterentwickeln können.

Aber der Schweizerische Fussballverband lehnt schon eine eigene Frauenkommission ab, weil die Männer dort denken, dass sie sich auch im Frauenfussball zur Genüge auskennen.

Das ist es. Aber ich bin jetzt schon so alt und habe schon auf so viele Dinge gehofft, die dann irgendwann tatsächlich gekommen sind. Manchmal könnte man ungeduldig werden – aber das darfst du in der Schweiz ja auf keinen Fall! (lacht laut) Ich glaube daran: Frauenfussball ist nicht mehr aufzuhalten.

«Endlich müssen unsere Frauen nicht mehr in einen kleinen, ungeheizten Kraftraum.»

Bei anderen Schweizer Clubs bekommt man immer noch das Gefühl, dass Fussball spielende Frauen vor allem als Kostenfaktor betrachtet werden.

Sie sind ein Kostenfaktor. Die Unterstützung von ausserhalb war lange Jahre gleich null. Da gab es nicht einmal ein Label des Verbands. Das gibt es jetzt – aber davon kannst du nicht leben. Es braucht darum in den Vereinen Menschen, die sagen: «Ja, die Frauen gehören dazu.» Wir haben das immer getan. Aber erst jetzt, da wir einen Campus haben, können wir sie auch infrastrukturell wirklich integrieren. Das freut mich.


Das gab zuletzt den Frauen der grossen europäischen Clubs einen Schub: dass sie die Infrastruktur der Männer mitbenutzen können.

Genau! Das Frauenteam bei uns hat endlich eine vernünftige, eigene Kabine, einen top eingerichteten Kraftraum und anderes mehr. Es freut mich jeweils, wenn ich abends um sechs die Frauen im Kraftraum sehe. Endlich müssen sie nicht mehr in einem kleinen, ungeheizten, auch von anderen Vereinen benutzten und mit wenigen Kraftmaschinen ausgestatteten Raum trainieren. Jetzt können alle vom Fortschritt profitieren. Natürlich ist der Frauenfussball ein Kostenpunkt und kann sich im Moment noch nicht selber finanzieren. Aber wenn ich sehe, dass wir mit den Frauen Meisterschaft und Cup gewinnen können, dann bin ich stolz und finde: Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Wer weiss, wann es wieder so weit kommt? (lacht)

Profis sind die FCZ-Frauen aber noch nicht.

Wir können ihnen noch keine Gehälter zahlen, von denen sie leben können, das stimmt. Immerhin haben wir auch beim FCZ den Status als Vertragsspielerinnen eingeführt. Sobald sich der Frauenfussball selber finanzieren kann, werden auch wir den nächsten Schritt machen können. Im Moment finanziert immer noch der FCZ das strukturelle Defizit.

Wie viel verdienen die Spielerinnen?

Es gibt wie bei den Männern Lohnbänder – die Beträge bewegen sich pro Monat im tiefen vierstelligen Bereich. Das reicht natürlich nicht, das ist uns auch bewusst.

Die Women’s Super League hat seit zwei Jahren mit Axa einen Namenssponsor, die Credit Suisse setzt bei den Nationalteams stärker auf die Frauen. Merkt der FCZ diese erhöhte Attraktivität des Frauenfussballs?

Nein. Die TV-Übertragungen haben uns bei Sponsoren etwas geholfen. Aber es ist noch immer nicht der grosse Effekt. Und der Verband gibt das zusätzliche Geld primär für die Nationalteams aus. Darum verstehe ich auch Vereine, die sagen: Wir wollen keine Frauen bei uns, wir lagern die aus oder integrieren sie nicht in der ordentlichen Clubstruktur. Wir waren 2009 zum Glück mit den Männern in der Champions League. Mit diesem Geld konnten wir uns damals die Gründung einer eigenen Frauenabteilung leisten.

Für das Erreichen der Champions League der Frauen gibt es immerhin 400’000 Franken.

Das ist richtig. Aber unser Budget ist natürlich bedeutend höher. Und dann kommen die Zusatzkosten. Weil Zürich immer noch kein Fussballstadion hat, müssen wir das Stadion in Schaffhausen mieten. Das kostet, und wir haben sicher weniger Publikum. Das ist schon bitter – aber ich rege mich nicht mehr auf.

Wann wird der FCZ professionelle Fussballerinnen haben?

Erst wenn wir das durch entsprechende Mehreinnahmen aus dem Frauenfussball finanzieren können. Es geht um Sponsorenverträge, Zuschauereinnahmen, Fernsehgelder, Labelgelder vom Verband und nicht zuletzt Einnahmen aus Transfers.

Als CEO mussten Sie sich früher in einer Männerwelt durchboxen.

Logisch. Aber das Schöne war: Ich wurde unterschätzt, man hat mich gar nicht richtig ernst genommen. Und das ist nicht schlecht. Im Prinzip bekam ich alles, was ich wollte.

Mussten Sie damals nicht dieselben Grenzen durchbrechen, vor denen Sie jetzt wieder mit dem Frauenfussball stehen?

Ganz genau. Es gibt Grenzen, die ich als Herausforderungen sehe. Die Männer können ja nichts dafür, dass sie mit so viel Rechten auf die Welt kommen. Als wir angefangen haben, habe ich natürlich gemerkt, dass gewisse Männer das sehr merkwürdig fanden: Braucht es das wirklich: Frauenfussball? Die wird es immer geben. Ich hoffe einfach, ich lebe lange genug – so dreissig Jahre könnte es schon noch gehen –, dass ich sagen kann: Ja, wir sind dort, wo ich es immer gesehen habe. Ich setze mir immer Ziele. Jammern bringt nichts.


Bei den meisten anderen Teams in der Women’s Super League gibt es extrem viele Wechsel. Bei den Trainerinnen, bei den Spielerinnen, bei den Sportchefs …

Ich denke, man spürt, dass wir von der Vereinsführung den Frauenfussball seit jeher sehr ernst nehmen. Deshalb sind wir wahrscheinlich auch attraktiv für Spielerinnen, Trainerinnen oder Funktionäre. Dass wir mit Inka Grings eine ehemalige Weltklassespielerin und ambitionierte Trainerin verpflichten konnten, ist wohl kein Zufall. Ich hoffe, dass sie noch lange beim FCZ tätig sein wird.

«Ich bin sicher, dass Inka Grings einmal ein Profi-Männerteam trainiert.»

Inka Grings steht zu ihren Ambitionen. Auch dazu, dass Sie gerne wieder ein Männerteam übernehmen würde. Stand sie nie zur Diskussion als Cheftrainerin der FCZ-Männer?

Aktuell nicht. Erstens brauchen wir sie bei den Frauen, nachdem wir uns ja für die Champions League qualifizieren konnten. Und zweitens muss auch sie noch weitere Erfahrung sammeln. Das tut sie jetzt: Meistertitel, Cupsieg, Gruppenphase der Champions League – das ist für ihren Lebenslauf enorm wichtig. Ich bin sicher, dass sie einmal ein Profi-Männerteam trainieren wird. Sie macht ja schon heute das Stürmertraining bei den Männern – und das kommt gut an.

Am Mittwoch startet der FCZ gegen Juventus Turin in die Champions League. Die Gruppengegner haben alle grosse Namen. Was erwarten Sie von Ihrem Team?

Ich erwarte, dass es mit Freude und Begeisterung, aber auch mit Mut gegen diese übermächtigen Teams antreten wird. Es werden keine einfachen Spiele. Wir kennen dies ja aus der Vergangenheit. Auch da haben wir gegen Top-Teams wie Lyon, Bayern München oder Barcelona gespielt. Aber ich bin sicher, dass der Unterschied zu den Top-Teams kleiner geworden ist. Vor allem auch athletisch haben sich unsere Frauen im internationalen Vergleich weiterentwickelt. Ich bin gespannt. Ich freue mich auf alle Fälle auf diese Begegnungen.

Bei den Männern sind Sie im Europacup auswärts immer dabei …

… bei den Frauen auch. Die Reisen sind etwas unkomplizierter, Lyon und Turin kann man mit dem Bus erreichen. Aus Turin wollen die Spielerinnen sogar noch in der Nacht wieder nach Hause fahren, damit sie am nächsten Tag arbeiten oder in die Schule gehen können. So viel zur Einstellung unserer Frauen
Dijbril Sow: „Steven Zuber spielt auch mit mir in Frankfurt, aber der ist ein Hopper, das machts etwas schwierig“

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Re: FCZ Frauen

Beitragvon Züri Live » 19.10.22 @ 23:48

FCZ Frauen scheitern an Details (mit Interviews):
https://www.zuerilive.ch/2022/10/fcz-fr ... n-details/

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Re: FCZ Frauen

Beitragvon Züri Live » 27.10.22 @ 10:49

Einmaliges Doppelduell: Arsenal – FCZ im Emirates, Teil 1:
https://www.zuerilive.ch/2022/10/einmal ... es-teil-1/

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Re: FCZ Frauen

Beitragvon Philippescu » 27.10.22 @ 16:12

Livestream heute wieder auf Youtube.

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HEAVYWEIGHT
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Re: FCZ Frauen

Beitragvon HEAVYWEIGHT » 30.10.22 @ 18:37

30.10.22 14.00 Uhr

YB Frauen - FCZ Frauen 1-2 (0-1)

21‘ 0:1 Oliwia Wos
86‘ 1:1 Rilana Ueltschi
90‘+1‘ Seraina Piubel

https://www.awsl.ch/axa-womens-super-league/meisterschaft.aspx/ln-21011/v-0/tg-3674908/


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