Ich wott mal no gseit ha...

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Zhyrus
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Re: Ich wott mal no gseit ha...

Beitragvon Zhyrus » 12.09.19 @ 15:20

chnobli hat geschrieben:Meinst du die chemische Kastration welche den Sexualtrieb unterdrücken soll?

Das scheint nicht wirklich zu funktionieren und die Nebenwirkungen sind teils unberechenbar, ich habe mal eine Doku darüber geschaut vor einiger Zeit. Vielleicht hat sich in der Zwischenzeit etwas getan auf dem Gebiet.

Ich glaube nicht, dass das funktioniert, bzw. eine gute Idee ist, einen Sexualstraftäter so zu behandeln. Ich denke, ein solcher Eingriff ist für den (sowieso schon psychisch-ramponierten) Täter schwerlich zu verkraften, und das Risiko steigt enorm, dass er danach erst recht (sexuelle) Ersatzhandlungen vornimmt.

Die USA ist ein Paradebeispiel, dass drakonische Strafen keine Sicherheit bringen.
Krönu hat geschrieben: [Die] Beiträge von mir dienen definitiv nicht der Sachlichkeit und sind schon gar nicht geistreich, feinsinnig oder vernünftig!

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Dave
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Re: Ich wott mal no gseit ha...

Beitragvon Dave » 12.09.19 @ 15:21

Jea hat geschrieben:
ich behaupte jetzt mal, dass die meischte Eltere, oder vorallem Vätere sonen typ NÖD würded is gfängnis stecke, sondern ganz anderi sache würded mache, wänns däne ihres chind beträffe würd...


Ja logisch, die würed en ufhänke, ich au.
Aber ja, Sälbstjustiz und Todesstraf isch bi eus nöd erlaubt.
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Titanium
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Re: Ich wott mal no gseit ha...

Beitragvon Titanium » 12.09.19 @ 15:21

Korrekt Jea, aber s'einzig womi wür devo abhalte isch de Gedanke, dass ich dänn au ibuchted würdi und dänn minem Chind erscht rächt nöd hälfe chönt.
Ich bin als FCZ-Fan auf die Welt gekommen und werde diese Erde als FCZ-Fan verlassen. Meine Kinder werden entsprechend erzogen und meine Einstellung von Herzen weiterleben, in Ewigkeit, Amen!

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Re: Ich wott mal no gseit ha...

Beitragvon Colo » 12.09.19 @ 15:30

chnobli hat geschrieben:
Colo hat geschrieben:
Titanium hat geschrieben:Ich glaub da hämmer en grosse Unterschied zu de USA. Bi ois muesch ja bewiese dass eine öppis gmacht hät. In somene Fall müesstis natürlich 100% fadegrad sii. Dänn chönntmer au mit mir übere Todesstraf diskutiere. Ich hetti da zwar au irgendwie Müeh, will, het ich s'Rächt, öpperem s'Läbe z'nee? Sehr schwierigi Frag wommer so eifach nöd chan beurteile. Aber läbeslangi Verwahrig - ganz klar, au wänns de Stüürzahler choschted. Grässlich isch sone Handlig absolut, vor allem i somene Fall wo's ja über längeri Ziit duured hät. Nö eimalig, sozäge imene Zuestand vo nöd zuerächnigsfähig oder so, sondern bewusst über langi Ziit. Kei Ahnig, was i so emene Mänsch vorgaht.


Wäre nicht die Sterilisierung eine gute Möglichkeit um diesen Leuten, Herr zu werden? Denn man weiss ja, dass es schwer ist solche Triebe zu unterdrücken bzw. vollständig zu besiegen. Ich denke in einem solchen Fall kann von der Körperlichen Unversehrtheit des einzelnen abgesehen werden.


Meinst du die chemische Kastration welche den Sexualtrieb unterdrücken soll?

Das scheint nicht wirklich zu funktionieren und die Nebenwirkungen sind teils unberechenbar, ich habe mal eine Doku darüber geschaut vor einiger Zeit. Vielleicht hat sich in der Zwischenzeit etwas getan auf dem Gebiet.


Ja, so etwas in diese Richtung aber ich kenn mich da nicht aus.
Forever-Lucien hat geschrieben:
Kein Problem KRONIK. Du weist, ich habe grosses vor mit Dir. Oder besser gesagt mit Dir und EL HOMO, welcher beachtlichen Erfolg im Forum feiern konnte. Ihr 2 seid wirklich die Senkrechtstarter der letzten Jahren. Jung frisch, knackig und unverbraucht.

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Re: Ich wott mal no gseit ha...

Beitragvon Zhyrus » 12.09.19 @ 15:41

Dave hat geschrieben:Für mich geht da Opferschutz vor Täterschutz. Dass Psychiater gefährliche Täter wieder frei lassen haben wir in der in der Vergangenheit gesehen. Es gibt schlicht untherapierbare Menschen, ohne Empathy und Mitleid.

Diesen angeblichen "Täterschutz" ist doch BS. Es geht niemanden darum diese Täter zu schützen, sondern darum wie die Bestrafung idealerweise aussieht, dass dieselbe Tat nicht mehr passiert. Die Gleichung Täter im Gefängnis = Schutz für die Opfer greift deutlich zu kurz, weil die meisten Täter nach verbüsster Strafe länger der Gesellschaft ausgesetzt sind als sie einsitzen, selbst bei hohen Strafen. Es stellt sich die grundsätzliche Frage, ob man primär drakonisch straft (und das Rachebedürfnis befriedigt) oder ob man auf Resozialisierung des Täters setzen will. Ob er nun 2, 5, 20 Jahre einsitzt, er wird in 95% der Fälle wieder Teil der Gesellschaft sein. Ich finde es daher nicht verkehrt, wenn man sich bemüht, die Rückfallrate zu reduzieren und das wird nicht möglich sein, wenn man Insassen jahrelang in einem dunklen Loch verrotten lässt.

An der Identifikation untherapierbarer Täter scheitern selbst die besten Psychologen, und genau darin liegt die Krux, der Verwahrungsinitiative. Grundsätzlich muss nachgewiesen werden, dass jemand nicht therapierbar ist, und nicht, dass er therapierbar ist.

P.S.: Und ja, ich bin teilweise auch überrascht, wie gering die Strafen für gewisse Taten ausfallen. Ich habe mich aber noch sehr selten genau mit einem Fall befasst.
Krönu hat geschrieben: [Die] Beiträge von mir dienen definitiv nicht der Sachlichkeit und sind schon gar nicht geistreich, feinsinnig oder vernünftig!

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Re: Ich wott mal no gseit ha...

Beitragvon Bartholomeus » 12.09.19 @ 15:41

Dave hat geschrieben:Stell dir einfach mal vor, du wärst Vater eines der missbrauchten Kindern. Ich würde den Typen richtig lange ins Gefängnis stecken. Für mich geht da Opferschutz vor Täterschutz. Dass Psychiater gefährliche Täter wieder frei lassen haben wir in der in der Vergangenheit gesehen. Es gibt schlicht untherapierbare Menschen, ohne Empathy
und Mitleid. Ob der KITA-Betreuer therapierbar ist weiss ich nicht, er hat aber eine riesige Schuld auf sich geladen. Und dafür ist ein Strafmass von 6 Jahren zu milde für mich.


Ich habe bei diesem Thema auch eine ziemlich radikale Meinung und gebe zu, dass ich hier (aber nur hier) tatsächlich bei Nathi aus Winti bin.

Für mich ist eine sexuelle Ausrichtung nicht therapierbar. Klar, man kann durch eine Therapie versuchen, einen Pädophilen dazu zu bringen, seinen Trieb möglichst zu unterdrücken. Aber die sexuelle Ausrichtung wegbringen, kann man dadurch nicht. Wenn jemand seinen Trieb auslebt und bewiesenermassen Kinder missbraucht hat, gehört diese Person lebenslänglich weggesperrt. Fände es deshalb auch gut, wenn jemand dem Typen nach Ablauf seiner kurzen Strafe eine Kugel verpassen würde.

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Re: Ich wott mal no gseit ha...

Beitragvon Maloney » 12.09.19 @ 15:42

chnobli hat geschrieben:
Maloney hat geschrieben:
Dave hat geschrieben:
Maloney hat geschrieben:Isch das da de Populismus Thread? Ich frög nöd für mich, sondern für Natalie Rickli.


Richtiger dummer Beitrag von dir.

Die Einführung der Todesstrafe befürworten, auf Grund eines 226-Worte-20min.ch-Artikels die lebenslange Inhaftierung fordern, wesentliche Grundsätze des Schweizer Justizsystems in Frage stellen, ohne offensichtlich irgendeinen juristischen oder psychologischen Background zu haben und anscheinend auch nicht so genau zu wissen, was eine stationäre therapeutische Massnahme bedeutet, sind in deinen Augen intelligente Beiträge?


Dann belehre uns, werter alleswissender Maloney. Damit wir danach alle etwas weniger dumm sind.

PS: Du beziehst dich in den Forumsdiskussionen relativ oft auf die Intelligenz des Schreibers / des Beitrags. Kannst du sagen warum?

Eigentlich wurde mein Beitrag als dumm bezeichnet, deshalb habe ich es mir erlaubt eine Gegenfrage zu stellen.

1. Gegen die Todesstrafe sprechen so ziemlich alle humanistischen, praktischen und finanziellen Gründe. Des Weiteren hat die Todesstrafe keinen nachweisbaren abschreckenden Effekt. Speziell nicht auf Menschen, die eine psychische Störung aufweisen. Eher hat sie einen negativen Effekt zur Folge (Opfer werden eher final beseitigt, falls der Täter nach der Tat noch rational denken kann, da der Täter nichts mehr zu verlieren hat).

2. Unser Justizsystem basiert nicht auf Sühne einer Tat, sondern auf Rehabilitierung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Das Auge-um-Auge-Prinzip wurde aus guten Gründen vor langer Zeit abgeschafft in unserem Rechtssystem. Wer dem widerspricht begibt sich auf gefährliches Terrain und trägt wesentliche Grundwerte unserer Gesellschaft nicht (Siehe: Scharia)

3. Menschen und Grundrechte gelten auch für Pädophile. Wer einzelnen Menschengruppen diese Rechte pauschal abspricht, egal was für schlimme Taten diese Menschen begangen haben, widerspricht fundamental einer der grössten Errungenschaften der menschlichen Zivilisation. Natürlich können diese Rechte - gemäss Schweizerischer Bundesverfassung Art. 36 - eingeschränkt werden. Es gibt aber Rechte wie das Folterverbot, Sklavereiverbot oder auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit, die absolut geltend sind und unter keinen Bedingungen eingeschränkt werden dürfen, da jede Einschränkung unmittelbar den Kerngehalt des Menschenrechts berühren würde. Zudem sollte man aus historischen Gründen in der Schweiz beim Wort "Zwangssterilisation/Kastration" aufschrecken, aber dies nur nebenbei.

4. Wenn die Voraussetzungen für die bedingte Entlassung nach fünf Jahren bei einer stationären therapeutischen Massnahme noch nicht gegeben sind und
zu erwarten ist, durch die Fortführung der Massnahme lasse sich der Gefahr weiterer mit der psychischen Störung des Täters in Zusammenhang stehender Verbrechen und Vergehen begegnen, so kann das Gericht die Verlängerung der Massnahme anordnen. Dies jeweils zwar "nur" um maximal 5 Jahre, aber dies immer wieder.
Zuletzt geändert von Maloney am 12.09.19 @ 16:26, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Ich wott mal no gseit ha...

Beitragvon Titanium » 12.09.19 @ 15:53

Besten Dank Maloney für Deine Ausführungen, welche ich tatsächlich auch verstanden habe. Nur kommt mir da einfach stets das Opfer zu kurz. Man schaut, dass sich der Täter irgendwann wieder eingliedern kann, dass er wieder ein Teil der Gesellschaft wird. An sich ein guter Zug (wenn's nicht in diesem Falle um Kinderschändung ginge). Was geschieht mit dem Opfer? Wie lange währt die Opferhilfe? Liegt es nicht irgendwann nur noch am persönlichen Umfeld? Wer schützt beispielsweise das Opfer vor allfälligen Verhaltensstörungen aufgrund der Misshandlung? Ich glaube, dass da noch Vieles zu machen ist. Man hört und liest leider viel zu wenig darüber. Man ist im Moment wie ich entsetzt über eine Nachricht, bedauert es zutiefst und möchte den Täter bestraft wissen. Was aber für die Opfer und deren Angehörige getan wird erfährt man leider nicht. Die Bestrafung hört irgendwann auf und der Täter hat die Möglichkeit, der erneuten Integration. Er bekommt eine zweite Chance. Erhält dies das Opfer auch?
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Re: Ich wott mal no gseit ha...

Beitragvon chnobli » 12.09.19 @ 16:12

Maloney hat geschrieben:Eigentlich wurde mein Beitrag als dumm bezeichnet, deshalb habe ich es mir erlaubt eine Gegenfrage zu stellen.

1. Gegen die Todesstrafe sprechen so ziemlich alle humanistischen, praktischen und finanziellen Gründe. Des Weiteren hat die Todesstrafe keinen nachweisbaren abschreckenden Effekt. Speziell nicht auf Menschen, die eine psychische Störung aufweisen. Eher hat sie einen negativen Effekt zur Folge (Opfer werden eher final beseitigt, falls der Täter nach der Tat noch rational denken kann, da der Täter nichts mehr zu verlieren hat).

2. Unser Justizsystem basiert nicht auf Sühne einer Tat, sondern auf Rehabilitierung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft. Das Auge-um-Auge-Prinzip wurde aus guten Gründen vor langer Zeit abgeschafft in unserem Rechtssystem. Wer dem widerspricht begibt sich auf gefährliches Terrain und trägt wesentliche Grundwerte unserer Gesellschaft nicht (Siehe: Scharia)

3. Menschen und Grundrechte gelten auch für Pädophile. Wer einzelnen Menschengruppen diese Rechte pauschal abspricht, egal was für schlimme Taten diese Menschen begangen haben, widerspricht fundamental einer der grössten Errungenschaften der menschlichen Zivilisation. Natürlich können diese Rechte - gemäss Schweizerischer Bundesverfassung Art. 36 - eingeschränkt werden. Es gibt aber Rechte wie das Folterverbot, Sklavereiverbot oder auch das Recht auf körperliche Unversehrtheit, die absolut geltend sind und unter keinen Bedingungen eingeschränkt werden dürfen, da jede Einschränkung unmittelbar den Kerngehalt des Menschenrechts berühren würde. Zudem sollte man aus historischen Gründen in der Schweiz beim Wort "Zwangssterilisation/Kastration" aufschrecken, aber dies nur nebenbei.

4. Wenn die Voraussetzungen für die bedingte Entlassung nach fünf Jahren bei einer stationären therapeutischen Massnahme noch nicht gegeben sind und
zu erwarten ist dass, durch die Fortführung der Massnahme lasse sich der Gefahr weiterer mit der psychischen Störung des Täters in Zusammenhang stehender Verbrechen und Vergehen begegnen, so kann das Gericht die Verlängerung der Massnahme anordnen. Dies jeweils zwar "nur" um maximal 5 Jahre, aber dies immer wieder.


Ok, da nicht ich das war habe ich das nicht wirklich realisiert.

1. Darum schreibe ich ja, dass ich gleichzeitig auch dagegen bin. Ich bin mir bewusst, dass die Todesstrafe eigentlich keine Lösung ist.

2. Absolut. Jedoch muss man sich fragen wie grosse die Chancen einer erfolgreichen Wiedereingliederung von Pädophilen sind und auch das Risiko einer neuerlichen Tat (und deren Folgen für das Kind) miteinbeziehen. Da eine neuerliche Tat unter Umständen nochmals ein (oder mehrere) Kinderleben zerstören (nicht beenden) würde, sehe ich dort das Problem.

3. Auch hier, ich habe lediglich nachgefragt und keine Zwangskastration gefordert sondern habe lediglich nachgefragt was gemeint ist. Da die chemische Kastration weder zuverlässig noch ausgereift ist steht sie eh nicht zur Debatte. Falls dieses Instrument mal eingesetzt werden könnte um den Tätern ein Leben in Freiheit zu ermöglichen wäre es unter Umständen (und mit der Zustimmung des Täters) ein Mittel welches Punkt 2 begünstigt.

4. Hier kommen Menschen ins Spiel welche unter Umständen falsch entscheiden. Und wenn diese Falschentscheidung wieder das Szenario bei Punkt 2 zur Folge hat dann gilt es das Risiko einer Falschentscheidung meiner Meinung nach zu minimieren. Dies geschieht indem man die Entscheidung gar nicht mehr fällen muss.
spitzkicker hat geschrieben:Stellt euch vor, das Unglaubliche passiert und wir siegen in Sion. Dann müsste die Konsequenz sein: Jede Woche muss einer heiraten, ein Viertel des Teams muss dabei sein, der Rest bestreitet ein Testspiel gegen eine Bundesligamannschaft.

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lapen
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Re: Ich wott mal no gseit ha...

Beitragvon lapen » 12.09.19 @ 16:12

Titanium hat geschrieben:Besten Dank Maloney für Deine Ausführungen, welche ich tatsächlich auch verstanden habe. Nur kommt mir da einfach stets das Opfer zu kurz. Man schaut, dass sich der Täter irgendwann wieder eingliedern kann, dass er wieder ein Teil der Gesellschaft wird. An sich ein guter Zug (wenn's nicht in diesem Falle um Kinderschändung ginge). Was geschieht mit dem Opfer? Wie lange währt die Opferhilfe? Liegt es nicht irgendwann nur noch am persönlichen Umfeld? Wer schützt beispielsweise das Opfer vor allfälligen Verhaltensstörungen aufgrund der Misshandlung? Ich glaube, dass da noch Vieles zu machen ist. Man hört und liest leider viel zu wenig darüber. Man ist im Moment wie ich entsetzt über eine Nachricht, bedauert es zutiefst und möchte den Täter bestraft wissen. Was aber für die Opfer und deren Angehörige getan wird erfährt man leider nicht. Die Bestrafung hört irgendwann auf und der Täter hat die Möglichkeit, der erneuten Integration. Er bekommt eine zweite Chance. Erhält dies das Opfer auch?

weil also das opfer zuwenig staatliche unterstützung erhält muss man das bei der strafe des täters kompensieren?
GANZ ZÜRI ISCH OIS!

https://soundcloud.com/lucienforever/rec0730-143005 © by phil rip


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