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schwizermeischterfcz
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Re: Medien

Beitragvon schwizermeischterfcz » 10.09.21 @ 15:00

Stogerman. hat geschrieben:
Stogerman. hat geschrieben:
Jea hat geschrieben:
Kiyomasu hat geschrieben:
Will hat geschrieben:
Sorry für diese Frage, aber muss ich für den Anlass trotzt SK ein Ticket kaufen?
Oder überlese ich da was?


Du kommst auch mit der SK rein, brauchst kein zusätzliches Ticket.


meinst du nicht, für den Jubiläumsanlass (Start um 10) benötigst du trotzdem ein Ticket? für den Match selbst, natürlich nicht.

weiss jemand, was mit denen ist, die beim Gewinnspiel gewonnen haben? habt ihr schon was gekriegt?

Nein, habe noch nichts gehört.


Habe heute die Tickets bekommen und bin etwas enttäuscht. Es sind einfach 2 Reguläre Tickets, irgendwie habe ich etwas spezielleres erwartet. Besonders für Leute mit Saisonabo völlig nutzlos. Danke trotzdem, komme gerne :-).


Das heisst, wenn jmd dieser Gewinner, der bereits eine Saisonkarte hat, die Tickets nicht weiter verschenkt/verkauft, nimmt er anderen Plätze weg (im von Cillo erträumten ausverkauften Letzi an einem Sonntagmorgen ;))
Dijbril Sow: „Steven Zuber spielt auch mit mir in Frankfurt, aber der ist ein Hopper, das machts etwas schwierig“


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spitzkicker
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Re: Medien

Beitragvon spitzkicker » 11.09.21 @ 9:32

Aus der NZZ vom 11. Sept. 2021


Wer ist eigentlich Sportchef beim FC Zürich?

Fabian Ruch

Nach komplizierten Jahren ist der FCZ überraschend erfolgreich in die Saison gestartet, er ist nach fünf Runden Leader und schreibt just zum 125-Jahre-Jubiläum endlich wieder positive Schlagzeilen. Aus der Führungscrew steht meistens der Präsident Ancillo Canepa im Mittelpunkt, man kennt seine Frau, die Klubmitbesitzerin Heliane Canepa (und die Hunde der beiden). Gelobt wird der neue Trainer André Breitenreiter. Der Deutsche hat der rundum erneuerten Mannschaft erstaunlich schnell ein funktionales System verpasst. Und so erlebt der FCZ tatsächlich sportlich unbeschwerte, vergnügliche Wochen.

Der Sportchef sagt: «Wir tun gut daran, die Rangliste als Momentaufnahme einzuordnen. Letzte Saison waren wir zehn Runden vor Schluss zwei Punkte hinter dem Zweiten, am Ende mussten wir noch gegen den Abstieg kämpfen.» Er sagt weiter: «Ich nenne das einen Phasenerfolg. Wir wissen genau, woher wir kommen.» Und: «Dem FCZ wurde oft um die Ohren gehauen, dass er ein selbsternannter Spitzenklub sei. Wir sind ein ambitionierter Ausbildungsklub. Und dieses Label wollen wir mit Inhalt füllen.»

Langweilig? Lehrerhaft? Floskelhaft? Wer sich mit Marinko Jurendic ein Fussballspiel lang unterhält, bekommt einen Einblick in Wesen und Wirken des FCZ-Sportchefs. Jurendic ist der breiten Öffentlichkeit relativ unbekannt, obwohl er diesen Job seit August 2020 ausübt. Er sagt von sich, er brauche das Rampenlicht nicht. Er beantwortet Fragen ausführlich, spricht flüssig, gepflegt, leise, er ist ruhig und zurückhaltend, strahlt aber dennoch eine Überzeugung aus, die sich aus seinem abwechslungsreichen Werdegang speist. «Mein Leben hat viele Wendungen genommen», sagt er, «davon profitiere ich.» Dass Jurendic heute als Sportchef arbeitet, ist womöglich ein Zufall. Nicht aber, dass er mit seinem vollen Rucksack an Ausbildungen und Tätigkeiten eine der wichtigsten Positionen im Schweizer Fussball besetzt.

Journalisten und ein Sohn
Das Büro von Marinko Jurendic auf der FCZ-Geschäftsstelle ist minimalistisch eingerichtet. An den Wänden hängen jede Menge Pläne und Diagramme. Ein Spielerberater bezeichnet Jurendic als «Konzept-Sportchef». Es ist nicht ausschliesslich positiv gemeint. Jurendic sagt: «Ich glaube, dass es sinnvoll ist, jede Entscheidung in Ruhe abzuwägen und vorher möglichst viele Grundlagen zu erarbeiten. Fussball ist emotional genug.»

Sportchefs sind oft Klublegenden oder ehemalige Fussballer wie Christoph Spycher (YB), Philippe Senderos (Servette), Remo Meyer (Luzern) oder früher Marco Streller (Basel). Manchmal ist es der Sohn des Klubbesitzers wie Barthélémy Constantin beim FC Sion. Es gab mit Georg Heitz (Basel) und Fredy Bickel (YB, FCZ, GC) ehemalige Journalisten. Was es nicht gibt: eine klassische Ausbildung wie jene zum Fussballtrainer. «Das ist schade», sagt Jurendic, «man müsste mit dem Verband und der Liga Diskussionen führen, Lehrgänge anzubieten.»

Im besten Fall haben die früheren Fussballer, die als Sportchefs tätig sind, einen Sportmanagement-CAS absolviert oder ein spezifisches Fernstudium in Deutschland. «Natürlich braucht es Fussballsachverstand. Aber es schadet nicht, wenn man auch in Bereichen wie Leadership, Arbeitsrecht oder Management Fähigkeiten hat», sagt Jurendic. «Mit meinen gesammelten Erfahrungen traute ich mir diese Aufgabe zu, als Cillo und Heliane Canepa an mich herantraten.» Ancillo Canepa sagt, ihm sei aufgefallen, wie strukturiert Jurendic arbeite.

Geboren wurde Marinko Jurendic 1977 im damaligen Jugoslawien. Er lebte die ersten neun Jahre bei der Grossmutter, erst danach zog er mit seinem älteren Bruder zu den Eltern und dem jüngeren Bruder in die Innerschweiz nach. Am ersten Schultag in der neuen Heimat spürte er gleich die integrative Kraft des Fussballs. Jurendic wurde, so erzählt er es, in der ersten Pause von einem Mitschüler verprügelt. In der grossen Pause durfte er beim Fussballspielen mitmachen, danach war er akzeptiert, weil er besser kickte als die anderen Buben.

Zuerst das Lehrerseminar
Jurendic war ein ordentlicher Fussballer, beendete aber zuerst das Lehrerseminar, ehe er ein paar Jahre als Profi unterwegs war. Er war ein Filou auf dem Platz, eine Neuneinhalb, wie er sagt, wuselig und technisch stark. Mit Thun stieg er 2002 in die Super League auf, ehe er zu Winterthur wechselte. «Jure hat sich viele Gedanken gemacht», sagt Hanspeter Latour, sein Trainer in Thun. «Und er war ein Spieler, der Entscheidungen hinterfragte und überzeugt werden musste.»

In die Super League schaffte es Jurendic nicht mehr. Die Hüfte streikte, die Leiste schmerzte, mit knapp 28 gab er den Rücktritt. Er studierte an der Universität Jus und an der Fachhochschule Betriebswirtschaft, ein paar Credits fehlten zum Abschluss der Ausbildungen. «Ich hatte keine Zeit, die Studien zu beenden», sagt er. 2006 lernte er den Unternehmer und FDP-Politiker Otto Ineichen kennen – und wurde bald dessen persönlicher Mitarbeiter in Bildungs- und Sozialthemen. Jurendic leitete unter anderem die Stiftung Speranza, ein Förderprogramm für Schulabgänger mit schwierigen Berufsaussichten. Er weibelte oft in Bern für Anliegen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, hatte Kontakt zu Bundesräten, genoss das Vertrauen Ineichens, des Gründers von «Otto’s Warenposten». «Da war ich ziemlich weit weg vom Fussball», sagt Jurendic.

Weil dieser Sport aber immer seine Leidenschaft war, hatte Jurendic auch die Trainerausbildung vorangetrieben. 2006 war er zehn Tage in Südkorea, er hätte Assistent von Andy Egli bei Busan werden können, entschied sich aber für die Stelle bei Ineichen. «Ich hätte sehr gerne mit Jure zusammengearbeitet», sagt Egli. «Er ist eloquent, aufgeschlossen, kommunikativ, intelligent.»

Während seines Engagements bei Ineichen arbeitete Jurendic nebenbei als Stürmertrainer beim FC Luzern und beim Schweizerischen Fussballverband (SFV). Nach Ineichens Tod 2012 ging er als Assistent des Technischen Direktors zum SFV und war verantwortlich für die Entwicklung der Spiel- und Ausbildungsphilosophie. Parallel dazu arbeitete Jurendic drei Jahre als Trainer in der Promotion League beim SC Kriens sowie nach dem Abgang beim SFV 2017 in der Challenge League beim FC Aarau. Dort wurde er nach neun Monaten wegen fehlenden Erfolgs freigestellt.

Die lokalen Medien warfen Jurendic professorales Verhalten vor, die Mannschaft habe mutlos gespielt, dem zögerlichen Jurendic sei es nie gelungen, Leidenschaft zu entfachen. Vor drei Jahren erlangte Jurendic die Uefa-Pro-Lizenz und wechselte zum FCZ, bei dem er das U-21-Team coachte und Stürmertrainer in der Profimannschaft sowie in der Academy war. Bis die Canepas mit dem Angebot kamen, als Sportchef zu arbeiten.

Abgeschirmt von Canepa
Vielleicht war Marinko Jurendic als Trainer zu selten in der Lage, Emotionen bei den Spielern freizusetzen. Als Sportchef darf der 43-Jährige methodisch Konzepte schreiben und Projekte anschieben, abgeschirmt vom Präsidenten Canepa. Wie bei der Trainersuche in diesem Sommer. Von über hundert Bewerbern habe man sich mit rund fünfzehn näher befasst und schliesslich mit fünf gesprochen. André Breitenreiter schwärmte Anfang Saison vom ersten Kontakt mit dem FCZ, als Jurendic und Heinz Moser ihm in einem virtuellen Meeting den Klub und die Philosophie vorgestellt hätten.

Moser war ebenfalls im August 2020 als «Leiter Ausbildung und Entwicklung» zum FC Zürich gekommen, er ist ein langjähriger Weggefährte Jurendics. Die beiden hatten beim FC Thun zusammengespielt und beim SFV zusammengearbeitet. Auch Moser ist ausgebildeter Lehrer und ein zurückhaltender, breit ausgebildeter, reflektierter Vertreter im oft lärmigen Business.

Womöglich wird Marinko Jurendic unterschätzt, vielleicht sehen viele nur den Befehlsempfänger Canepas in ihm. Jurendic stört das nicht. «Mir ist wichtig, dass wir unsere Philosophie konsequent und gemeinsam umsetzen.» Und sowieso: Unterschätzt zu werden, kann auch ein Vorteil sein – so lässt sich vortrefflich in Ruhe arbeiten.

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Re: Medien

Beitragvon Tschik Cajkovski » 11.09.21 @ 10:25

der nzz artikel hat folgenden haupttitel:

Marinko Jurendic weibelte im Bundeshaus, doch seine Leidenschaft blieb der Fussball. Jetzt ist er Sportchef des FC Zürich
Er ist relativ unbekannt, der FCZ-Sportchef Marinko Jurendic. Nach der Spielerkarriere studierte er Jus und BWL, dann arbeitete er für den Unternehmer und Politiker Otto Ineichen. Sein Werdegang ist atypisch für einen Sportchef, diesen Beruf, den man nicht lernen kann.

dann folgt der artikel wie von spitzkicker oben eingefügt.
"we do these things not because they are easy, but because they are hard" jfk

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Re: Medien

Beitragvon Yekini_RIP » 11.09.21 @ 11:01

Wohltuend solche Leute wie Jure und Moser im Verein zu haben. Und Cillo lässt sie, im Gegensatz was gewisse Leute immer behaupten, wohl auch machen. Es hat zwar ein wenig gedauert, aber unser Präsi hat mit diesen 2 wirlich gute Leute an Bord geholt.
Jure ist zudem auf dem richtigen Posten, unaufgeregt, sachlich und in der Kommunikation stark. Die Kommunikation war die Schwäche von TB und darum war auch dieser Personal Entscheid TB gegen Jure auszutschauen, aber TB trotzdem im Verein (Scouting) zu behalten, genau richtig.
Ich bin Yekini...angemeldet eigentlich 2002...dann gehackt worden ca. 2014...jetzt wieder auferstanden als Yekini_RIP

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Re: Medien

Beitragvon Nonda14 » 11.09.21 @ 12:30

Kann jemand den hier aus der NZZ posten:

Das breite Kader des FC Zürich führt zur Frage: Wohin mit Blerim Dzemaili?

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Kiyomasu
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Re: Medien

Beitragvon Kiyomasu » 11.09.21 @ 12:36

Ist nicht hinter einer Paywall, müsstest dich einfach registrieren:

Das breite Kader des FC Zürich führt zur Frage: Wohin mit Blerim Dzemaili?
Obwohl einige Zuzüge noch nicht in Bestform sind, spielt der FCZ am Samstag als Leader in Bern gegen den Meister YB.

Fabian Ruch
11.09.2021, 04.30 Uhr

Blerim Dzemaili braucht nach seinem Comeback laut Angaben des Sportchefs Marinko Jurendic noch Zeit.
Alexandra Wey / Keystone
Am Samstagabend trifft der FC Zürich auswärts auf den Serienmeister YB. Es ist nur deshalb kein Spitzenspiel, weil die Young Boys acht Punkte hinter dem FCZ auf Platz 7 liegen, wobei sie eine Begegnung weniger ausgetragen haben. Dabei hatten nach dem personellen Umbruch im Sommer einige Beobachter im FCZ einen Abstiegskandidaten gesehen. Zumal das Kader zunächst sehr unfertig wirkte. Der Sportchef Marinko Jurendic sagt: «Unsere Kaderplanung war Anfang Saison noch nicht abgeschlossen, keine Frage. Aber das ist ein rollender Prozess, der sehr sorgfältig abgewickelt werden sollte.»


Die Verantwortlichen waren zu dem Schluss gekommen, dass es unter anderem auf den Aussenpositionen an Qualität und Konkurrenzkampf fehlte. Und so verpflichtete der FCZ mit Nikola Boranijasevic von Lausanne für die rechte Seite und Adrian Guerrero von Lugano für die linke Seite zwei Spieler, die bis jetzt überzeugen. «Bei beiden war der Vertrag ausgelaufen», sagt Jurendic. «Und wir wussten, dass sie in der Super League funktionieren.» Wichtig sei, auf jeder Position die Wahl zwischen offensiver und defensiver Variante zu haben – und im Idealfall zwischen einem älteren und einem jüngeren Spieler.

Für den Sturm engagierte der FCZ mit Rodrigo Pollero vom FC Schaffhausen einen zuverlässigen Torschützen aus der Challenge League. Aber es sind Blaz Kramer und vor allem Assan Ceesay, die vielgescholtenen Angreifer der letzten Jahre, die stark in die Saison gestartet sind. Sie profitieren davon, dass der neue Trainer André Breitenreiter oft auf ein 3-5-2-System mit zwei zentralen Stürmern setzt.

Der FCZ definiert sich als ambitionierter Ausbildungsklub, hat aber fast nur routinierte Fussballer verpflichtet. «Das war auch konkret der Plan. Die Mischung macht es aus», sagt Jurendic. «Viele tolle Talente wie Becir Omeragic, Bledian Krasniqi und Willy Gnonto hatten wir ja bereits.» Mit Marc Hornschuh (30 Jahre), Moritz Leitner (28) und Akaki Gogia (29) stiessen drei erfahrene Deutsche zu den Zürchern; zuletzt kam der Kroate Ante Coric, der einst als eines der grössten Talente Europas gegolten hatte. «Sie wären alle nicht in der Schweiz, wenn ihre Karrieren nicht stagniert hätten», sagt Jurendic. «Und gerade Fussballer aus Deutschland benötigen wenig Zeit, um sich zu integrieren.»

Leitner erhöht die Variabilität im zentralen Mittelfeld. Wie der Routinier Blerim Dzemaili, der letzte Woche in einem Testspiel gegen den SC Freiburg (2:3) das Comeback gab. «Blerim benötigt Zeit. Und die bekommt er auch», sagt Jurendic. Auch Vasilije Janjicic ist nach langem Beschwerdeweg wieder einsatzfähig. Und der formstarke Spielmacher Antonio Marchesano erhält Konkurrenz durch den 24-jährigen Coric, der sich bei der AS Roma nicht durchsetzen konnte. Zudem stehen in ein paar Monaten die seit langem verletzten Salim Khelifi und Aiyegun Tosin wieder zur Verfügung, zwei der besten FCZ-Spieler. Sie sind am stärksten auf Flügelpositionen, deshalb ist es Breitenreiter ein Anliegen, auch die 4-3-3-Formation einzuüben – wie zuletzt gegen den SC Freiburg.


Weil zudem Leitner, Gogia und Coric wie Dzemaili und Janjicic körperlich noch nicht in Bestform sein können, müsste der FCZ mit diesem breiten Kader eigentlich noch besser werden. Wobei: Man rechnet ja eher damit, dass sein Höhenflug bald beendet sein wird.
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MetalZH
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Re: Medien

Beitragvon MetalZH » 11.09.21 @ 13:45

Jetzt kommt es aus: Ist der FCZ wirklich so gut?

Die Zürcher gehen als Leader ins Duell mit Titelverteidiger YB. Vor der Partie musste sich Trainer Breitenreiter aber nicht nur mit dem starken Gegner herumschlagen.

Die Aufgabe für André Breitenreiter ist gar nicht so einfach. Vor dem Duell mit Serienmeister Young Boys (Samstag, 20.30 Uhr) geht es nicht nur um die Vorbereitung auf den Berner Kunstrasen («ein Vorteil für die YB-Spieler»). Es gilt auch herauszufinden, wo der FCZ in diesem Direktvergleich einzuordnen ist. Seit Breitenreiter den Trainerjob bei den Zürchern übernommen hat, ist sein Team noch ohne Niederlage in einem Pflichtspiel. Es steht deshalb auf Platz 1 in der Tabelle. Absolviert sind aber erst fünf Runden. Deshalb ist Breitenreiter um die richtige Mischung aus Demut und Selbstverständnis bemüht.

«Nicht nur ein bisschen» seien die Berner zu favorisieren, findet der 47-Jährige. «YB ist natürlich der grosse Favorit. Die Berner sind Meister und Champions-League-Teilnehmer.» Eine gross Nummer also. Aber: «Wir sind momentan Erster.» Ungeschlagen halt.

Probleme mit dem U-21-Nationalteam

Die Behauptung, dass mit den Young Boys nun die erste grosse Prüfung auf sein Team warte, kann er zwar nachvollziehen, gänzlich einverstanden ist er damit jedoch nicht. In St. Gallen dreimal einen Rückstand auszugleichen sei ja auch eine Prüfung. Im Derby nach einem 0:1 noch zu gewinnen, auch. Und sowieso: «Auch in Lugano musst du zuerst 2:0 siegen.»

Dennoch ist Breitenreiter bewusst, dass die Aufgabe in Bern kaum leichter wird als die ersten fünf Saisonspiele. Zumal er gerade in der Defensive nicht sorgenfrei ist. Mirlind Kryeziu ist nach vier Gelben Karten bereits gesperrt – eine fragwürdige Leistung so früh in der Saison. Der andere Innenverteidiger, Becir Omeragic, kam angeschlagen aus dem U-21-Nationalteam zurück.

«Hier stehen wir im Austausch mit dem Verband», sagt Breitenreiter. Er zögert kurz und ergänzt: «Das Warm-up-Programm hätte sicherlich besser gestaltet werden können.» Neben Omeragic musste mit Bledian Krasniqi auch der zweite FCZ-Spieler vorzeitig mit einer Muskelverletzung aus der U-21 abreisen. Zudem seien auch Spieler anderer Clubs verletzt aus der Nachwuchsauswahl zurückgekehrt. Immerhin: Während Krasniqi kaum rechtzeitig fit werden dürfte, besteht bei Omeragic eine Chance auf einen Einsatz.

Während der länderspielbedingten Ligapause gab es für die Zürcher aber auch gute Neuigkeiten. Routinier Blerim Dzemaili gab im Testspiel gegen Freiburg (2:3) nach mehrwöchiger Absenz sein Comeback, er wurde für die letzten 20 Minuten eingewechselt. Dazu gab Neuling Ante Coric sein Debüt im FCZ-Dress. Das freut Breitenreiter, gleichzeitig dämpft er aber auch die Erwartungen: Beide seien noch nicht zu einhundert Prozent fit. «Wir sollten keinen Druck aufbauen», sagt er. Insbesondere dem früheren Wunderkind Coric will er «alle Zeit der Welt geben», damit der 24-Jährige zu alter Stärke zurückfindet: «Wenn das gelingt, wird uns sicherlich ganz viel Qualität erwarten.»

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