Medienberichte / Kommentare

Hier kommt alles über Fussball rein, das nicht mit dem FCZ zu tun hat.
alainef
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon alainef » 22.03.18 @ 15:20

...aus aktuellem Anlass.

René Lau ist Fußballfan und seit 1994 Anwalt. Im Laufe der Zeit begann er, beide Bereiche zu verbinden. Er wurde Fananwalt, verteidigt also Fußballfans in Strafverfahren oder kämpft um die Aufhebung von Stadionverboten. Lau ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fananwälte, die dem oft einseitigen Bild des Fußballfans als Sicherheitsrisiko entgegen wirken möchte. Dieses Gespräch erschien im Buch "Mittendrin - Fußballfans in Deutschland" von Anne Hahn und Frank Willmann, das ab 16. März im Onlineshop der Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich ist. Für ZEIT ONLINE wurde das Gespräch gekürzt und bearbeitet.

http://www.zeit.de/sport/2018-03/ultras ... -fananwalt

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FCZ1896 mis Läbe
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon FCZ1896 mis Läbe » 27.03.18 @ 20:36

alainef hat geschrieben:...aus aktuellem Anlass.

René Lau ist Fußballfan und seit 1994 Anwalt. Im Laufe der Zeit begann er, beide Bereiche zu verbinden. Er wurde Fananwalt, verteidigt also Fußballfans in Strafverfahren oder kämpft um die Aufhebung von Stadionverboten. Lau ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Fananwälte, die dem oft einseitigen Bild des Fußballfans als Sicherheitsrisiko entgegen wirken möchte. Dieses Gespräch erschien im Buch "Mittendrin - Fußballfans in Deutschland" von Anne Hahn und Frank Willmann, das ab 16. März im Onlineshop der Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich ist. Für ZEIT ONLINE wurde das Gespräch gekürzt und bearbeitet.

http://www.zeit.de/sport/2018-03/ultras ... -fananwalt


Schön äussert sich auch mal ein Anwalt der was von den verschiedenen Fankulturen versteht.
Guter Artikel.
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Los Tioz
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon Los Tioz » 29.03.18 @ 19:36

Fussball ist ein Way of Life, etwas, das Aussenseiter nie verstehen werden, etwas, von dem die Medienvertreter gerne fehlerhaft und skandalträchtig aus der Geborgenheit ihrer plüschbesesselten Büros berichten - ohne jegliches Verständnis der Realität.

alainef
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon alainef » 06.04.18 @ 7:55

https://www.woz.ch/1814/empoerungsspira ... -dimension

Empörungsspirale
Eine neue Dimension

Die Polizei veröffentlicht Ende März das Video einer Schlägerei zwischen Fussballultras mitten in Zürich. Die Onlinemedien verlinken es euphorisch. Psychologen werden bemüht, die Medien sind «ratlos», «betroffen» und «schockiert».

Von Daniel Ryser

Vermummte Männer, Ultras des FC Zürich, stürmen eine Treppe beim Bahnhof Hardbrücke hoch, stürmen am Prime Tower vorbei, drängen ihre Gegner zurück, die Ultras der Grasshoppers. Ein vermummter Angegriffener schmeisst eine Bierdose in die heranstürmende Gruppe. Will mit einem zweiten Mann in den Prime Tower flüchten.

Das Konzept der Drehtür kennt keine Eile. Er wird zurückgezogen, rein in den Pulk seiner Feinde, die ihn mit Faustschlägen und Fusstritten bearbeiten. Ein Sicherheitsmann geht dazwischen. Ein anderer Vermummter sprintet wie ein Footballspieler durch den Mob seiner Gegner. Im letzten Moment, bevor er dem Sichtfeld der Kameras entschwindet, rammt ihn einer mit einem frontalen Bodycheck zu Boden, traktiert ihn mit zwei Faustschlägen. Der andere bleibt bewusstlos liegen. Einer kommt hinzu, verpasst dem wehrlosen Mann einen Tritt gegen den Kopf. Wird einer zu Boden geschlagen, weichen die anderen Angreifer sofort zurück, konzentrieren sich auf andere Gegner. Irgendwann gehen die GC-Leute, bewaffnet mit Flaschen und Stühlen, zum Gegenangriff über.

Eine routiniert wirkende Schlägerei von zwei verfeindeten Gruppen, die sich in dieser Stadt seit Anfang der achtziger Jahre bekämpfen: gewaltsuchende Anhänger des FC Zürich und des Grasshopper Clubs Zürich. Sie formierten sich Anfang der achtziger Jahre unter Namen wie «City Boys» oder «Hardturmfront» erstmals, inspiriert von den Hooligans in England und Deutschland, die damals vornehmlich rechtsradikal waren.
Keine Gewalt gegen Unbeteiligte

«Eine neue Dimension der Gewalt», schrieb der «Tages-Anzeiger» nach der Veröffentlichung des jüngsten Videos, der Staatsanwalt sprach davon, es werde bald den ersten Toten geben. Früher hätten die Hooligans einen «gewissen Kodex» befolgt.

Tatsächlich könnte man wohl eher bei diesen Videobildern von einem «gewissen Kodex» sprechen. Im Gegensatz zu den brutalen Attacken von Hooligans gegen Unbeteiligte in der Vergangenheit – zum Beispiel 1985, als es in Belgien im Heysel-Stadion 39 Tote gab. Auf dem Video, das die Staatsanwaltschaft jetzt veröffentlicht hat, kann man sehen, wie sich Passanten unbehelligt durch die Schlägerei drängeln: Es kämpft ein Mob gegen einen anderen Mob.

Auch das ist keine «neue Dimension»: Das war schon vor einigen Jahren so, als ich bei meinen Recherchen zu einer grossen Reportage* Videos aufmerksam studierte: minutenlange Schlachten vor den Eingängen der Stadien Letzigrund oder Hardturm zwischen verfeindeten Zürcher Anhängern. Keine Unbeteiligten. Damals, bei einer Derbyschlägerei, war minutenlang auch keine Polizei zu sehen (was heute kaum mehr möglich wäre). Fliegende Fäuste und Absperrgitter. Schonungslose Gewalt. Das Klatschen, wenn Fäuste Gesichter treffen. Wirklich neu daran ist, dass die Staatsanwaltschaft solche Aufnahmen ins Netz stellt. Offenbar ist man dort der Meinung, ohne neuen politischen Druck der Problematik nicht beizukommen, weil diese Schlägereien nicht zu Anzeigen führen (dass vor zehn Jahren mit dem damals als Allerheilmittel angepriesenen sogenannten Hooligangesetz die Gesetze bereits massiv verschärft wurden, scheint bereits wieder vergessen). Ganz am Ende des veröffentlichten Videos, als sich die Angreifer des FC Zürich zurückziehen, tauchen einige GC-Ultras am unteren Bildrand auf und ziehen einen ihrer bewusstlos geschlagenen Kollegen aus dem Bild, entziehen ihn dem Zugriff der herannahenden Polizei, die später gegenüber der Presse von einem «Schweigekodex» spricht.
Accessoires für Journalisten

Nach der Veröffentlichung des Videos zog der «Tages-Anzeiger» einen Psychologen zurate. Die Bilder würden deshalb so betroffen machen, weil sie durch den Schauplatz Prime Tower nahe an der eigenen Realität der BetrachterInnen seien, sagte er. Der Staatsanwalt sprach von einer «Verrohung der Gesellschaft».

Gewalt in den Schluchten einer Retortenstadt: Anthony Burgess hat es in «Uhrwerk Orange» beschrieben, die Specials haben es im Stück «Ghost Town» besungen, der Journalist Bill Buford recherchierte acht Jahre lang für seinen Hooliganismusklassiker «Geil auf Gewalt». Hängen geblieben scheint einzig die bei Buford beschriebene Strassenästhetik, Fred Perrys Hooliganmode, auch als Accessoire für Werber oder Medienschaffende.

Neu ist der Zugang zu Subkulturen: Er geschieht vor allem vom Bürosessel aus. Oder man schaut für eine Kurzreportage rasch ein, zwei Stunden vorbei und vergewissert sich aus sicherer Distanz der eigenen Empörung. Der Chefredaktor von «Watson» verglich nach der Veröffentlichung des Videos alles mit allem: die Schlägerei der beiden Ultragruppen mit einer Protestaktion von Fussballfans gegen eine menschenverachtende «Blick»-Kampagne vor ein paar Jahren und mit den Taten islamistischer Extremisten. Er forderte den Staatsanwalt zum Durchhalten auf, als wären dem Mann die Hände gebunden, als wäre die Empörung in den Medien nicht eh schon riesig. Mit aufklärerischem Journalismus hat das jedenfalls nichts mehr zu tun. Die Medien fungieren in diesem Zusammenhang als Brandbeschleuniger und lassen sich als Fahndungsgehilfen der Behörden einbinden, indem sie das Video in ihre «Berichterstattung» einbetten. Diese Schlägerei mitten im wirtschaftlichen Machtzentrum korrumpiert die Sprache, entblösst die Ahnungslosigkeit. Wer? Was? Warum? Alles unscharf.

Zwölf Jahre nach dem 13. Mai 2006, als der FC Zürich in Basel in letzter Sekunde Schweizer Meister wurde und Fans aus der Basler Muttenzerkurve vor laufenden Kameras den Platz stürmten, besuchen JournalistInnen auf ReporterInnenmission nach wie vor Fussballkurven, als gingen sie in den Zoo. Und berichten wichtigtuerisch – wie vor ein paar Wochen geschehen –, dass man sie für Polizisten in Zivil gehalten habe. Dabei ist das vermutlich Teil des Problems der herrschenden Ahnungslosigkeit, der Einseitigkeit: Wo sind eigentlich die JournalistInnen, die für Hooligans gehalten werden?

Wer aber zum Beispiel Berichte über Subkulturen lesen will, die sich nicht an Recht und Ordnung orientieren, Geschichten, die mit demselben langen Atem, derselben Beharrlichkeit und demselben Grundrespekt recherchiert sind, mit derselben Präzision, Fairness und Schonungslosigkeit beobachtet und aufgeschrieben, mit denen die meisten JournalistInnen Recht und Ordnung begegnen, ohne einen Von-oben-herab-Blick, ohne reflexhafte Distanzierung und automatisierte PolizeireporterInnenlogik, der braucht die Schweizer Medien im Moment nicht zu konsumieren. Sprachlosigkeit und Dauerempörung sind, was geblieben ist. Und das ist eine Tragödie. Denn diese Stadt oder dieses Land besteht nicht nur aus gesetzestreuen NormalbürgerInnen.
Die grösste Subkultur

Gibt es in dieser Stadt nicht noch andere JournalistInnen, die Fussballultras zu ihren Bekannten zählen? Aber wenn ich Medien konsumiere, entdecke ich nur Fassungslosigkeit, Empörung, Verständnislosigkeit, ein wutbürgerliches Grundrauschen in den Kommentarspalten, Rufe nach totaler Sauberkeit, nach der Verwirklichung einer Welt ohne Brüche und Widersprüche.

Aber diese Leute, Ultras, die ich zu meinen Bekannten zähle, würden in meiner Funktion als Journalist nicht mit mir reden. Weil sie der Meinung sind, dass sie dadurch nur verlieren können. Der Zugang zu Quellen, die wirklich wissen, wovon sie reden, gestaltet sich heute als extrem schwierig. Das ist nicht verwunderlich: Wo Fans, die als Teil der grössten Subkultur dieses Landes in den Stadien Feuerwerk zünden, von der Justiz für ihr Handeln im Internet ausgestellt werden, und wo dieses fragwürdige Vorgehen der Behörden von den Medien meist unkritisch multipliziert wird, werden JournalistInnen nicht mehr als AufklärerInnen mit offenem Blick nach allen Seiten wahrgenommen, sondern als Teil des verhassten Systems. Und so verengt sich der Blick auf die Welt, die beschrieben werden sollte. Und damit auch der Blick auf die Gesellschaft als Ganzes.
Konstante Empörung

Es passiert nicht zum ersten Mal eine solche Massenschlägerei, und doch hat niemand nur den Ansatz einer Erklärung. Die einzige Konstante ist die Empörung auf allen Kanälen. Dabei ist das ja keine Welt, die weit entfernt liegt: Bei den Dutzenden Fussballspielen, die ich selbst im Letzigrund erlebt habe, wäre es schlicht gelogen, ich könne es nicht nachvollziehen. Das Adrenalin. Den Rausch. Den Kick. Selbst die Verachtung des Derbygegners in dieser zugrunde gerichteten Derbystadt – mit dem Abriss eines Fussballstadions auf Vorrat –, die unter den jungen Anhängern seit Jahrzehnten immer wieder punktuell eskaliert.

Als Folge der sportlichen Erfolge in den nuller Jahren scheinen jetzt die gewaltbereiten Fans des FC Zürich zahlenmässig im Vorteil zu sein. Vor fünfzehn Jahren waren es die Hooligans der Hardturmfront, die mit ihren Springerstiefeln am Albisriederplatz Anhängern des FC Zürich gegen Köpfe traten. Aber GC hat auf allen Ebenen bessere Zeiten gesehen. Und dort, an der Ausfallstrasse in Zürich West, wo einst der Hardturm stand, Heimstätte des Rekordmeisters, züchten jetzt Biomenschen Pflanzen und Blumen, und manchmal veranstaltet die Kunstschule tagsüber einen Rave, und einer trommelt auf Bongos. Am Tag, als der Hardturmneubau vom Stimmvolk abgelehnt wurde, entlud sich die Wut von Hooligans über den Entscheid auf dem Hardturmareal. Einer gärtnernden Freundin von mir, die sich von einer heranstürmenden Gruppe Vermummter nicht wegjagen lassen wollte, warf ein Vermummter einen Pflasterstein ans Bein. Zwanzig Vermummte demolierten ein Gartenhäuschen. Es begann zu regnen. Die Männer zogen wieder ab.
Härte als Ausdruck von Hilflosigkeit

Diese Stadt ist voll von «anderen» – von Menschen, die vielleicht nichts tun, ausser lange zu schlafen, von Leuten, die das Sozialamt bescheissen, von solchen, die laut mit der Luft schimpfen, von KneipenschlägerInnen, Prostituierten, Hooligans, SprayerInnen, HausbesetzerInnen, Illegalisierten, Kleinkriminellen; voll von Leuten, die sich absichtlich oder unabsichtlich Ärger mit dem Gesetz einhandeln, von Leuten, die, aus welchen Gründen auch immer, manchmal nicht klarkommen mit dem Leben.

Aber all das schieben wir weg von uns. Denunzieren es. Prangern es an. Wollen nichts mit irgendwas zu tun haben, was die allgemeine Ruhe stört. Wir wollen auch gar nicht wirklich wissen, was sich manifestiert. Ein offener Blick könnte als Verständnis ausgelegt werden und Verständnis als Schwäche, und schwach will niemand sein in Zeiten von Dauerrufen nach mehr Härte. Eine Härte, die nicht viel anderes ist als der Ausdruck einer Hilflosigkeit. Denn die Phänomene werden nicht verschwinden, egal wie hart wir uns geben. Egal wie sehr wir sie verdrängen, sie werden weiterhin in unseren immer reglementierteren und engmaschigeren Alltag einschlagen. Zum Beispiel mit einem Video. Je empörter wir reagieren, um uns zu versichern, dass wir die Guten sind, desto weniger verstehen wir, was passiert. Desto heftiger erschüttern uns die Einschläge.

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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon laissa » 06.04.18 @ 8:16

ufff...danke Dani. das sollte pflichtlektüre sein für jeden journi der irgend wo auch nur einen satz zu dem thema publiziert. auch wenn er nicht gleicher meinung sein sollte.

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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon Tschik Cajkovski » 06.04.18 @ 8:37

sehr guter bericht! aber, was hat man nur mit der deutschen schriftsprache gemacht, zitat:" JournalistInnen auf ReporterInnenmission".
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon din Vater » 06.04.18 @ 9:13

Tschik Cajkovski hat geschrieben:sehr guter bericht! aber, was hat man nur mit der deutschen schriftsprache gemacht, zitat:" JournalistInnen auf ReporterInnenmission".


Wo ist das Problem?
ZüriKrönu hat geschrieben:
"Intelligent, weise, autoritär: Din Vater"

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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon Tschik Cajkovski » 06.04.18 @ 10:25

din Vater hat geschrieben:
Tschik Cajkovski hat geschrieben:sehr guter bericht! aber, was hat man nur mit der deutschen schriftsprache gemacht, zitat:" JournalistInnen auf ReporterInnenmission".


Wo ist das Problem?

lesbarkeit
"we do these things not because they are easy, but because they are hard"

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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon din Vater » 06.04.18 @ 11:23

Tschik Cajkovski hat geschrieben:
din Vater hat geschrieben:
Tschik Cajkovski hat geschrieben:sehr guter bericht! aber, was hat man nur mit der deutschen schriftsprache gemacht, zitat:" JournalistInnen auf ReporterInnenmission".


Wo ist das Problem?

lesbarkeit

Ist mir gar nicht aufgefallen, erst als du darauf aufmerksam gemacht hast.
ZüriKrönu hat geschrieben:
"Intelligent, weise, autoritär: Din Vater"

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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon sub » 06.04.18 @ 11:25

Echt jetzt, Lesbarkeit? Du hast also Mühe den Text zu lesen, weil hier noch zusätzlich die weibliche Form integriert wurde? Krass...
Dä chunnt no!

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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon Tschik Cajkovski » 06.04.18 @ 11:43

sub hat geschrieben:Echt jetzt, Lesbarkeit? Du hast also Mühe den Text zu lesen, weil hier noch zusätzlich die weibliche Form integriert wurde? Krass...

im gegenteil angelsächsisch geprägt entzückt mich diese entwicklung in der deutschen sprache, stelle dabei nur die lesbarkeit in frage und geniesse gleichzeitig die neutrale einfachheit des englischen.
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon pluto » 06.04.18 @ 13:36

Danke Tschik!
Fange hier jetzt garantiert keine Genderdiskussion an (in ein paar Jahren werden sich eh alle an den Kopf greifen..) aber nebst der Lesbarkeit ist auch die Verunstaltung von Wort und Schrift ein Graus.
Logisch aber so geschrieben, da WOZ.
Inhaltlich aber sehr gut! :)

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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon südkurve wescht » 14.05.18 @ 15:40

Spiegel Online zur Pyroshow der HSV Fans. Meiner Meinung nach ein wohltuender, differenzierter Bericht.

http://www.spiegel.de/sport/fussball/hamburger-sv-pyrotechnik-beim-abstieg-viel-rauch-um-wenig-kommentar-a-1207632.html

Bundesliga

Als die Nachspielzeit schon lief und der erste Hamburger Bundesliga-Abstieg nicht mehr abzuwenden war, zogen HSV-Fans auf der Nordtribüne eine Blockfahne hoch, vermummten sich darunter und zündeten anschließend Pyrotechnik, Rauchbomben und Böller. Einen Teil davon warfen sie auf das Spielfeld, das Spiel musste minutenlang unterbrochen werden. Ein Großteil der 57.000 Zuschauer im Volksparkstadion pfiff die Verursacher aus und forderte mit Sprechchören von den Polizisten auf dem Rasen: "Holt Sie raus! Holt sie raus!"

Auch außerhalb des Stadions war die Empörung groß. "Kriminelle Arschlöcher" und "Abschaum" waren nur ein paar der Bezeichnungen für die Verursacher in den sozialen Medien. Einige wünschten sich, die 55.000 anderen Zuschauer sollten doch am besten vor dem Stadion auf die Pyro-Zünder "warten", andere ein härteres Durchgreifen der Polizei. Die "Süddeutsche Zeitung" schrieb von "wahnsinnigen Hooligans". Der Chefredakteur der "Bild"-Zeitung konnte sogar einen "Gewaltausbruch" beobachten. In der "Welt" hieß es, man müsse in der Bundesliga Angst haben, von "geistig tiefergelegten Chaoten erschlagen zu werden."

Keine Verletzten während oder nach dem Spiel

Aber zu Gewalt ist es im Hamburger Stadion gar nicht gekommen. "Es sind keine Personen verletzt worden - weder vor noch nach dem Spiel", sagt eine Sprecherin der Polizei Hamburg auf SPIEGEL-Anfrage. Zu Sachbeschädigungen konnte die Sprecherin keine Angaben machen. Das kann alles nur Glück gewesen sein, ändert aber nichts am Ergebnis. Wer viele Berichte zu den Vorkommnissen gelesen hat, muss den Eindruck haben, dass deutlich mehr passiert ist.

Die "Süddeutsche" fand es "besonders irre", dass bei den Vorbereitungen der Pyroaktion niemand dazwischenging. Was wäre aber das Ergebnis gewesen, wenn die Polizei die Aktion zu unterbinden versucht und "sie rausgeholt" hätte? Ein Blocksturm hätte unkalkulierbare Folgen gehabt. "Es hätte ein unübersichtliches Handgemenge auf der Tribüne gedroht", sagte Hamburgs Innensenator Andy Grote. Als hunderte Polizisten im Jahr 2013 beim Champions-League-Spiel zwischen Schalke 04 und Paok Saloniki wegen eines Banners die Schalker Nordkurve stürmten, gab es insgesamt 89 Verletzte.

Pyrotechnik ist eine Ordnungswidrigkeit

Die Polizei hat nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit zu handeln. Das Abbrennen von Pyrotechnik ist aber häufig nur eine Ordnungswidrigkeit nach dem Sprengstoffgesetz und keine Straftat. Wenn deshalb nicht sofort eine mehrere tausend Personen fassende Stehplatztribüne gestürmt wird, hat das wenig mit dem Entstehen rechtsfreier Räume in Fußballstadien zu tun, sondern ist das Ergebnis einer polizeilichen Abwägung.

Ob Pyrotechnik generell in deutsche Stadien gehört oder nicht, ist umstritten. Fakt ist: In Deutschland ist der Einsatz in Stadien verboten. Deshalb muss der Einsatz im Hamburger Stadion auch dementsprechend bewertet werden. Die Bilder der dichten schwarzen Rauchsäulen und die Geräusche der Böller können vor allem die Kinder im Stadion verstört haben. Dafür müssen die Verursacher kritisiert werden. Aber nicht für Gewalt, die es im Volksparkstadion nicht gegeben hat.
Zhyrus hat geschrieben:Die echte Zürcher Männermesse gibt es seit 1896, alles andere ist eine billige Kopie!


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