Quo Vadis FCZ

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ZüriAlain
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Re: Quo Vadis FCZ

Beitragvon ZüriAlain » 31.07.22 @ 10:34

gelbeseite hat geschrieben:Es ist schon verrückt, wie sich einige sonst analytisch starke Schreiber hier drin die Realität zurechtbeugen wollen. Es ist für mich auffallend, wie bei einigen die Meinung über Foda direkt bei der Meldung über seine Verpflichtung gemacht haben und nun nicht müde werden, ihn in längeren Posts anzuzählen- mit einer "Ich habs ja schon immer gewusst"-Mentalität.

Unter Breitenreiter hatte der FCZ eine Serie von 9 Siegen in Folge zwischen dem 7.11.2021 und dem 20.2.2022, die uns den Meistertitel sicherte. Das Spiel auswärts in Sion war unkonzentriert und fahrig. Solche Spiele gibt es immer in einer Meisterschaft. Beim 0:3 gegen St.Gallen am 12.3. wurde der FCZ dann wie gestern auch von der Effizienz und Spielfreude der St.Galler überrannt.

Im letzten Viertel der Meisterschaft haben mich aus 9 Spielen dann aber gerade das Spiel in Basel und der Sieg gegen Sion restlos überzeugt, wobei bei letzterem jeder Ball ins Tor fiel (etwa eine Antithese zu dem Spiel gestern). Die Spiele gegen YB waren stark, brauchten aber erstens jeweils eine enorm solidarische Leistung und beanspruchten zweitens auch ordentlich Glück.
Das 1:1 gegen GC war ein absoluter Graus, wo man mit einem blauen Auge davon gekommen ist. Die 1:0 Niederlage in Genf wohl das schlechteste Spiel der Saison und die letzten 3 Meisterschaftsspiele gegen Lausanne, Lugano und Luzern ideenlos und blutleer. Auch das viertletzte Spiel gegen St.Gallen fiel eher unter die Traktanden "Wenns läuft, dann läufts".

Nun so zu tun, als ob der FCZ wegen Foda aus dem Fussballolymp auf den Kehrplatz gefallen ist, ist einfach nicht richtig. Die offensive Ideenlosigkeit ging schon um einiges früher los, als wir hier vielleicht wahrhaben möchten. Dazu kommt noch eine Baisse bei den Leistungsträgern und eine linke Seite, die defensiv völlig im Schilf steht (und auch aus dem DMF zu wenig unterstützt wird). Es ist augenfällig, wie Chancen und Tore gegen YB, Qarabag und Luzern viel öfters über unsere linke Seite kamen. Ohne Aliti und Guerrero hier an den Pranger stellen zu wollen, aber zur Zeit läufts dort defensiv gar nicht (und lässt sich auch nicht durch das Spielsystem entschuldigen).

Ein Lichtblick hingegen war eben das Spiel gestern, das trotz horrender defensiver Fehler hätte gewonnen werden können. Das aufsässige Spiel unter Foda kreiert jedes Spiel auch Chancen, von denen früher oder später auch Tore resultieren werden. Okita (der so langsam sein Können zeigen konnte), Tosin, Marchesano und Gnonto sündigten noch im Abschluss, wobei auch eine grosse Portion Pech dazu kam.
Wer aber vom Spiel gegen YB (12 Schüsse) zu Luzern (16 Schüsse) zu St.Gallen (22 Schüsse!) keine Leistungssteigerung und keine Ideen sieht, möchte sie eventuell auch einfach nicht sehen.


Danke! Absolut deiner Meinung!
Der Weihnachtsmann ist nicht der Osterhase, doch André Breitenreiter ist Gott!


alään
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Re: Quo Vadis FCZ

Beitragvon alään » 31.07.22 @ 10:51

gelbeseite hat geschrieben:Es ist schon verrückt, wie sich einige sonst analytisch starke Schreiber hier drin die Realität zurechtbeugen wollen. Es ist für mich auffallend, wie bei einigen die Meinung über Foda direkt bei der Meldung über seine Verpflichtung gemacht haben und nun nicht müde werden, ihn in längeren Posts anzuzählen- mit einer "Ich habs ja schon immer gewusst"-Mentalität.

Unter Breitenreiter hatte der FCZ eine Serie von 9 Siegen in Folge zwischen dem 7.11.2021 und dem 20.2.2022, die uns den Meistertitel sicherte. Das Spiel auswärts in Sion war unkonzentriert und fahrig. Solche Spiele gibt es immer in einer Meisterschaft. Beim 0:3 gegen St.Gallen am 12.3. wurde der FCZ dann wie gestern auch von der Effizienz und Spielfreude der St.Galler überrannt.

Im letzten Viertel der Meisterschaft haben mich aus 9 Spielen dann aber gerade das Spiel in Basel und der Sieg gegen Sion restlos überzeugt, wobei bei letzterem jeder Ball ins Tor fiel (etwa eine Antithese zu dem Spiel gestern). Die Spiele gegen YB waren stark, brauchten aber erstens jeweils eine enorm solidarische Leistung und beanspruchten zweitens auch ordentlich Glück.
Das 1:1 gegen GC war ein absoluter Graus, wo man mit einem blauen Auge davon gekommen ist. Die 1:0 Niederlage in Genf wohl das schlechteste Spiel der Saison und die letzten 3 Meisterschaftsspiele gegen Lausanne, Lugano und Luzern ideenlos und blutleer. Auch das viertletzte Spiel gegen St.Gallen fiel eher unter die Traktanden "Wenns läuft, dann läufts".

Nun so zu tun, als ob der FCZ wegen Foda aus dem Fussballolymp auf den Kehrplatz gefallen ist, ist einfach nicht richtig. Die offensive Ideenlosigkeit ging schon um einiges früher los, als wir hier vielleicht wahrhaben möchten. Dazu kommt noch eine Baisse bei den Leistungsträgern und eine linke Seite, die defensiv völlig im Schilf steht (und auch aus dem DMF zu wenig unterstützt wird). Es ist augenfällig, wie Chancen und Tore gegen YB, Qarabag und Luzern viel öfters über unsere linke Seite kamen. Ohne Aliti und Guerrero hier an den Pranger stellen zu wollen, aber zur Zeit läufts dort defensiv gar nicht (und lässt sich auch nicht durch das Spielsystem entschuldigen).

Ein Lichtblick hingegen war eben das Spiel gestern, das trotz horrender defensiver Fehler hätte gewonnen werden können. Das aufsässige Spiel unter Foda kreiert jedes Spiel auch Chancen, von denen früher oder später auch Tore resultieren werden. Okita (der so langsam sein Können zeigen konnte), Tosin, Marchesano und Gnonto sündigten noch im Abschluss, wobei auch eine grosse Portion Pech dazu kam.
Wer aber vom Spiel gegen YB (12 Schüsse) zu Luzern (16 Schüsse) zu St.Gallen (22 Schüsse!) keine Leistungssteigerung und keine Ideen sieht, möchte sie eventuell auch einfach nicht sehen.


Top geschrieben, merci!

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Romi
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Re: Quo Vadis FCZ

Beitragvon Romi » 31.07.22 @ 10:53

@ gelbe seite: sehr gute Analyse

Es war von AB nicht die feine Art, nach nur 1 Jahr abzurauschen. Die Abgänge des Skorers und des Balleroberers wiegen schwer. Zudem die Doppelbelastung QL Quali und Meisterschaft.

Zum Glück haben Foda und Cilo die Ruhe und Erfahrung, solche schwierigen Phasen zu meistern.

Die Mannschaft braucht ein Erfolgserlebnis. Gegen Linfield müssen wir uns aufbauen. Das ist zu schaffen.

Ruhig und zuversichtlich bleiben.
„ohne Knippser wird das wieder eine verkokste Saison“ (Juli 2019)

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Re: Quo Vadis FCZ

Beitragvon MetalZH » 31.07.22 @ 13:34

alään hat geschrieben:
gelbeseite hat geschrieben:Es ist schon verrückt, wie sich einige sonst analytisch starke Schreiber hier drin die Realität zurechtbeugen wollen. Es ist für mich auffallend, wie bei einigen die Meinung über Foda direkt bei der Meldung über seine Verpflichtung gemacht haben und nun nicht müde werden, ihn in längeren Posts anzuzählen- mit einer "Ich habs ja schon immer gewusst"-Mentalität.

Unter Breitenreiter hatte der FCZ eine Serie von 9 Siegen in Folge zwischen dem 7.11.2021 und dem 20.2.2022, die uns den Meistertitel sicherte. Das Spiel auswärts in Sion war unkonzentriert und fahrig. Solche Spiele gibt es immer in einer Meisterschaft. Beim 0:3 gegen St.Gallen am 12.3. wurde der FCZ dann wie gestern auch von der Effizienz und Spielfreude der St.Galler überrannt.

Im letzten Viertel der Meisterschaft haben mich aus 9 Spielen dann aber gerade das Spiel in Basel und der Sieg gegen Sion restlos überzeugt, wobei bei letzterem jeder Ball ins Tor fiel (etwa eine Antithese zu dem Spiel gestern). Die Spiele gegen YB waren stark, brauchten aber erstens jeweils eine enorm solidarische Leistung und beanspruchten zweitens auch ordentlich Glück.
Das 1:1 gegen GC war ein absoluter Graus, wo man mit einem blauen Auge davon gekommen ist. Die 1:0 Niederlage in Genf wohl das schlechteste Spiel der Saison und die letzten 3 Meisterschaftsspiele gegen Lausanne, Lugano und Luzern ideenlos und blutleer. Auch das viertletzte Spiel gegen St.Gallen fiel eher unter die Traktanden "Wenns läuft, dann läufts".

Nun so zu tun, als ob der FCZ wegen Foda aus dem Fussballolymp auf den Kehrplatz gefallen ist, ist einfach nicht richtig. Die offensive Ideenlosigkeit ging schon um einiges früher los, als wir hier vielleicht wahrhaben möchten. Dazu kommt noch eine Baisse bei den Leistungsträgern und eine linke Seite, die defensiv völlig im Schilf steht (und auch aus dem DMF zu wenig unterstützt wird). Es ist augenfällig, wie Chancen und Tore gegen YB, Qarabag und Luzern viel öfters über unsere linke Seite kamen. Ohne Aliti und Guerrero hier an den Pranger stellen zu wollen, aber zur Zeit läufts dort defensiv gar nicht (und lässt sich auch nicht durch das Spielsystem entschuldigen).

Ein Lichtblick hingegen war eben das Spiel gestern, das trotz horrender defensiver Fehler hätte gewonnen werden können. Das aufsässige Spiel unter Foda kreiert jedes Spiel auch Chancen, von denen früher oder später auch Tore resultieren werden. Okita (der so langsam sein Können zeigen konnte), Tosin, Marchesano und Gnonto sündigten noch im Abschluss, wobei auch eine grosse Portion Pech dazu kam.
Wer aber vom Spiel gegen YB (12 Schüsse) zu Luzern (16 Schüsse) zu St.Gallen (22 Schüsse!) keine Leistungssteigerung und keine Ideen sieht, möchte sie eventuell auch einfach nicht sehen.


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Re: Quo Vadis FCZ

Beitragvon FCZ_Overseas » 31.07.22 @ 14:37

Gehe 100% mit Dir einig. Hab drüber nach gedacht, w/o ich es in Worte fassen soll. Du hast das perfekt getan:-)

spitzkicker hat geschrieben:
dennisov hat geschrieben:
Porto hat geschrieben:Nach dem Engagement von FF und Stand aktuelles Kader, hatte ich die Hoffnung, dass wir um den 3. Platz mitkämpfen können.

So wie wir aktuell auftreten, reduziere ich meine Hoffnung, dass wir Ende Saison wenigstens vor Niederhasli stehen.

Manchmal passt es einfach nicht optimal zusammen, musste YB letzte Saison mit Wagner ähnlich erleben.


YB hat aber zu Beginn mit Wagner noch gepunktet und ist in die Championsleague gekommen, wo sie auch ein paar Erfolge feiern konnten, darum schlechter Vergliech.

Ich verstehe weder die Kaderzusammenstellung, noch unseren Trainer.

1. Man kann nicht den Topscorer von letzter Saison nicht ersetzen und dann meinen, es geht von alleine!!
2. Warum rotiert Foda ständig wie wenn es ein Testspiel wäre? Da entsteht doch schon gar kein interner Konkurrenzkampf, wenn jeder immer Spielen darf? Vor allem nach schlechten Leistungen. Und Bora und Guerrero scheinen ja gar keine Konkurrenz zu haben, da wären wir auch schon wieder beim ersten Punkt, der Kaderzusammenstellung.
3. Nach 3 Spielen ohne Tor muss man sich bereits einmal kräftig hinterfragen, sowohl Sportchef wie auch der Trainer. Ansonsten kann man froh sein, dass der diesjährige 10. Platzierte nicht direkt absteigt.


Hätte Foda zunächst das bewährte System und die Leistungsträger der letzten Saison übernommen, neue Spieler nach und nach eingebaut und dann irgendwann begonnen, vielleicht eine zweite Spielanlage zu übernehmen, hätte keiner gemotzt. Auch bei Niederlagen.

Aber so wie Foda die Mannschaft auseinandergerissen hat, wie er wie einst Magnin verschiedene Systeme probiert, ohne dass wenigstens eines sattelfest ist und letztlich keines total intus ist, so wie er einen Wirbelsturm gleich das Team rotiert, kann nichts Brauchbares entstehen.

Wie gesagt: Es geht mir nicht um die Resultate, sondern die Art und Weise, wie diese Mannschaft zerstört wurde, was sich am besten am eklatanten Leistungsabfall der Leistungsträger zeigt.

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Re: Quo Vadis FCZ

Beitragvon FCZ_Overseas » 31.07.22 @ 14:37

Gehe 100% mit Dir einig. Hab drüber nach gedacht, w/o ich es in Worte fassen soll. Du hast das perfekt getan:-)

spitzkicker hat geschrieben:
dennisov hat geschrieben:
Porto hat geschrieben:Nach dem Engagement von FF und Stand aktuelles Kader, hatte ich die Hoffnung, dass wir um den 3. Platz mitkämpfen können.

So wie wir aktuell auftreten, reduziere ich meine Hoffnung, dass wir Ende Saison wenigstens vor Niederhasli stehen.

Manchmal passt es einfach nicht optimal zusammen, musste YB letzte Saison mit Wagner ähnlich erleben.


YB hat aber zu Beginn mit Wagner noch gepunktet und ist in die Championsleague gekommen, wo sie auch ein paar Erfolge feiern konnten, darum schlechter Vergliech.

Ich verstehe weder die Kaderzusammenstellung, noch unseren Trainer.

1. Man kann nicht den Topscorer von letzter Saison nicht ersetzen und dann meinen, es geht von alleine!!
2. Warum rotiert Foda ständig wie wenn es ein Testspiel wäre? Da entsteht doch schon gar kein interner Konkurrenzkampf, wenn jeder immer Spielen darf? Vor allem nach schlechten Leistungen. Und Bora und Guerrero scheinen ja gar keine Konkurrenz zu haben, da wären wir auch schon wieder beim ersten Punkt, der Kaderzusammenstellung.
3. Nach 3 Spielen ohne Tor muss man sich bereits einmal kräftig hinterfragen, sowohl Sportchef wie auch der Trainer. Ansonsten kann man froh sein, dass der diesjährige 10. Platzierte nicht direkt absteigt.


Hätte Foda zunächst das bewährte System und die Leistungsträger der letzten Saison übernommen, neue Spieler nach und nach eingebaut und dann irgendwann begonnen, vielleicht eine zweite Spielanlage zu übernehmen, hätte keiner gemotzt. Auch bei Niederlagen.

Aber so wie Foda die Mannschaft auseinandergerissen hat, wie er wie einst Magnin verschiedene Systeme probiert, ohne dass wenigstens eines sattelfest ist und letztlich keines total intus ist, so wie er einen Wirbelsturm gleich das Team rotiert, kann nichts Brauchbares entstehen.

Wie gesagt: Es geht mir nicht um die Resultate, sondern die Art und Weise, wie diese Mannschaft zerstört wurde, was sich am besten am eklatanten Leistungsabfall der Leistungsträger zeigt.

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Porto
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Re: Quo Vadis FCZ

Beitragvon Porto » 31.07.22 @ 15:18

gelbeseite hat geschrieben:
Wer aber vom Spiel gegen YB (12 Schüsse) zu Luzern (16 Schüsse) zu St.Gallen (22 Schüsse!) keine Leistungssteigerung und keine Ideen sieht, möchte sie eventuell auch einfach nicht sehen.



Es ist wie überall im Leben eine Frage der Perspektive:

Freuen mich die 50 Schüsse in den 3 Partien,
oder
ärgern mich die 0 Tore trotz 50 Schüssen


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