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spitzkicker
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Re: Medien

Beitragvon spitzkicker » 05.08.22 @ 12:02

spitzkicker hat geschrieben:
Zurigo hat geschrieben:Sorry stimmt. Stand etwas auf dem Schlauch :)

Für totale Verwirrung hat auch Zürilive schon in der Vorschau gesorgt:

Um gegen Linfield den ersten Dreier der Saison erringen zu können, muss der FCZ am Ball vor allem mit Rhythmuswechseln agieren und sein Tempo ausspielen, sei es durch Kombinationsspiel oder mit Einzelvorstössen.

Dreier? Was für einen Dreier - gibt ja keine Punkte. Oder?


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Mostowoj
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Re: Medien

Beitragvon Mostowoj » 05.08.22 @ 13:24

spitzkicker hat geschrieben:
spitzkicker hat geschrieben:
Zurigo hat geschrieben:Sorry stimmt. Stand etwas auf dem Schlauch :)

Für totale Verwirrung hat auch Zürilive schon in der Vorschau gesorgt:

Um gegen Linfield den ersten Dreier der Saison erringen zu können, muss der FCZ am Ball vor allem mit Rhythmuswechseln agieren und sein Tempo ausspielen, sei es durch Kombinationsspiel oder mit Einzelvorstössen.

Dreier? Was für einen Dreier - gibt ja keine Punkte. Oder?


Das Wort Dreier gehört in den Würsch Thread.

Schön hat der FCZ den Sieg geholt. Beide Tore fielen wie von Zürilive vorausgesagt nach zwei der selten gelungenen Kombinationsspielen mit Pässen in die Tiefe. Ähnlich wie es letzte Saison immer wieder geklappt hat.
Südkurve an Tschii-Sii: "Züri sinder nie gsi, jetzt sinder nöd mal me GC." 05.02.2022
Salatic: "Unrächt händs sicher nöd".

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spitzkicker
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Re: Medien

Beitragvon spitzkicker » 05.08.22 @ 21:59

Aus der NZZ, könnte aber auch aus dem Forum sein...

Stotterstart des Meisters: Der FCZ-Trainer Foda irritiert mit seinem Aktionismus


Der FC Zürich ist ungenügend in die Saison gestartet und lässt die meisterliche Stabilität vermissen. Immerhin dürfte er eine europäische Gruppenphase erreichen.

Fabian Ruch

Im sechsten Pflichtspiel gelang dem FC Zürich endlich der erste Saisonsieg. Mit 2:0 gewann der Meister am Donnerstagabend das Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde für die Europa League in Belfast bei den Halbprofis von Linfield FC. Diese hatten knapp eine Woche zuvor in Norwegen gegen FK Bodö/Glimt 0:8 verloren.

Setzt sich der FCZ gegen Linfield wie erwartet durch, hat er mindestens die Qualifikation für die drittklassige Conference League auf sicher – und kämpft im Play-off gegen den schottischen Vertreter Hearts of Midlothian aussichtsreich um den Einzug in die Europa League.

Es ist ja ein Saisonziel des Klubs, eine europäische Gruppenphase zu erreichen. In der Champions-League-Qualifikation war der FCZ am aserbaidschanischen Vertreter Karabach (2:3 auswärts, 2:2 nach Verlängerung zu Hause) gescheitert. Und in der Super League liegt der Titelhalter nach drei Runden und vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den FC Sion mit einem Punkt sowie 0:6 Toren auf dem letzten Platz.

Die Aussenspieler Guerrero und Boranijasevic werden gebremst

Beim FC Zürich gibt man sich nach dem Stotterstart Mühe, gelassen zu bleiben. Der Sportchef Marinko Jurendic beschreibt die Stimmung im Verein als «positiv, gut, unaufgeregt». Jurendic hat die angenehme Eigenschaft, die Dinge sachlich einzuordnen, was im emotionalen Fussballgeschäft auffällt. Vergangene Saison blieb er im Höhenflug nüchtern, und jetzt lässt er keinen Anflug von Unruhe erkennen. Man wäre gerne dabei, wenn Jurendic und der zuweilen impulsive FCZ-Präsident Ancillo Canepa miteinander diskutieren.

Doch selbst wenn Jurendic zu Recht darauf verweist, dass die Saison noch jung sei und der FCZ nach den Veränderungen im Sommer Zeit benötige, haben die ersten Auftritte des Meisters Fragezeichen hinterlassen. Der neue Trainer Franco Foda ist mit dem Anspruch angetreten, die Mannschaft taktisch flexibler auszurichten. Und so mischt Foda im strengen Programm mit lauter englischen Wochen bis Ende August munter das Personal durcheinander, nimmt mal sieben, mal fünf, mal sechs Wechsel vor, um die Belastung zu steuern. Vor allem aber stellt er die Spieler in unterschiedlichen Systemen aufs Feld, was irritierend wirkt, weil der FC Zürich letzte Saison unter André Breitenreiter durchgehend im 3-5-2-System prächtig funktioniert hat.

Wenn die Zürcher nun mit einer Viererkette in der Abwehr antreten, lassen die Verteidiger oft die Abstimmung vermissen. Und die in der Meistersaison überragenden Aussenspieler Adrian Guerrero und Nikola Boranijasevic sind erheblich wirkungsvoller und defensiv weniger anfällig, wenn sie vor einer zentralen Abwehr-Dreierreihe aufgestellt sind. Foda verteidigt seine Massnahmen mit dem Hinweis darauf, Team und Spieler weiterentwickeln zu wollen. Er sagt: «Ich verstehe diese Debatte nicht.»

In dieser Saison rollt der Ball nicht mehr für den FCZ

Warum Foda gerade angesichts des intensiven Programms zu Saisonbeginn nicht auf meisterliche Automatismen und Stabilität setzt, ist schwer nachvollziehbar. Sein Aktionismus hilft den Spielern nicht. Bei YB beispielsweise war der Trainer Gerardo Seoane 2018 klug genug, die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers Adi Hütter vorerst fortzusetzen und erst nach und nach angemessene Anpassungen vorzunehmen. Der Sportchef Jurendic würde seinen Trainer natürlich niemals öffentlich kritisieren. Er sagt, die Spieler seien erfahren genug, um zwischen verschiedenen Systemen wechseln zu können. Das gehöre zur Entwicklung dazu.

Die Begegnungen in der Meisterschaft hätten für den FCZ allerdings auch anders verlaufen können. Gegen YB beim 0:4 in Bern verschoss Antonio Marchesano beim Stand von 0:0 kurz nach der Pause einen Elfmeter, zuletzt beim 0:2 in St. Gallen traf der FCZ dreimal Pfosten und Latte. Das Spielglück hat den Meister verlassen, was Jurendic aber nicht als Ausrede gelten lassen will: «Wir hatten genügend Chancen, uns fehlte die Genauigkeit im Abschluss.»

Noch wenig überzeugt haben bisher die neuen Spieler, was Jurendic nicht überrascht. Der Sportchef erklärt ausführlich, welche Auswirkungen ein Trainerwechsel und Abgänge von Schlüsselspielern wie Ousmane Doumbia und Assan Ceesay aufs Gefüge haben – und warum es länger dauern könne, bis dieser Veränderungsprozess abgeschlossen und alle Zugänge integriert seien.

Der neue Stürmer Donis Avdijaj ist eine schillernde Figur

Und die Transferaktivitäten sind keineswegs abgeschlossen. Die umworbenen Spieler Becir Omeragic und Wilfried Gnonto, deren Verträge 2023 auslaufen, könnten noch im August verkauft werden. Der Klub möchte sie nicht wie Doumbia und Ceesay ablösefrei verlieren.

Vor wenigen Tagen gab Zürich zudem die Verpflichtung eines weiteren Stürmers bekannt. Der 25-jährige Deutsch-Kosovare Donis Avdijaj galt einst bei Schalke als herausragendes Talent. Als er 2014 mit 17 seinen ersten Profivertrag unterschrieb, war darin eine Ausstiegsklausel in der Höhe von 49 Millionen Euro verankert. Allerdings erregte Avdijaj in erster Linie mit privaten Eskapaden und Disziplinlosigkeiten Aufsehen, einmal beging er nach einem Unfall sogar Fahrerflucht.

Avdijaj stürzte ab und tingelte jahrelang durch Europa. Er spielte bei Sturm Graz, Roda Kerkrade, Willem II, Trabzonspor, Hearts of Midlothian, Emmen, Limassol und zuletzt Hartberg. In Österreich startete der sechsfache Nationalspieler aus Kosovo überzeugend in die laufende Saison, traf im ersten Spiel zwei Mal.

Jurendic sagt, Avdijaj habe in den Gesprächen einen ruhigen, reifen Eindruck gemacht und kenne den Trainer Franco Foda aus gemeinsamen Zeiten bei Sturm Graz. «Er hat in jungen Jahren schon sehr viele Erfahrungen gemacht», sagt der FCZ-Sportchef. «Wir glauben daran, dass er uns mit seinen aussergewöhnlichen Fähigkeiten helfen und sich bei uns weiterentwickeln kann.»

Vielleicht wurde mit der Verpflichtung Avdijajs der Abgang Gnontos antizipiert. Ob das FCZ-Kader aber tatsächlich besser besetzt ist als letzte Saison, wie es der Präsident Ancillo Canepa vor wenigen Wochen euphorisch behauptete, wird man erst nach Ende der Transferperiode Anfang September beurteilen können. Jurendic sagt, man habe nie die Gewissheit, dass die unterschiedlichen Spielertypen und Charaktere sofort zueinander passen würden. «Wir sind aber überzeugt von unseren Entscheidungen.»

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Re: Medien

Beitragvon Kollegah » 05.08.22 @ 23:24


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Re: Medien

Beitragvon MetalZH » 06.08.22 @ 7:23

Kollegah hat geschrieben:https://www.tagesanzeiger.ch/franco-fodas-erfolgreiches-einzelgespraech-mit-wilfried-gnonto-758261351852?utm_source=twitter&utm_medium=social-ed&utm_campaign=ta_ed_9_eng_som_spo_xx_PRM_TA_2022-jul&utm_content=link
Danke für reinkopieren!



Eine Umarmung und ein Einzelgespräch – wie Foda Gnonto starkmacht

Der Trainer des FC Zürich erzählt dem italienischen Nationalspieler von seiner Zeit als junger Profi. Einen Tag später trifft der 18-Jährige beim wichtigen 2:0 gegen den Linfield FC.
Florian Raz
Publiziert: 05.08.2022, 16:43

Die Diskussion wird im Fussball mit viel Leidenschaft geführt: Sagen Statistiken etwas über Spiele aus – und falls ja, welche sind die wichtigsten? Eine Messmethode wird dabei allerdings fast komplett vernachlässigt: die Anzahl geworfener Erfrischungstüchlein auf Flügen nach Europacupspielen. Dabei liesse die Rückreise des FC Zürich aus Belfast durchaus den Schluss zu: Viele fliegende Tüchlein sind Indiz für einen Sieg.

Irgendwann taucht aus Ulk im hinteren Teil des noblen Business-Charters sogar eine Flasche Veuve Clicquot auf. Aber da wird Fidan Aliti seiner Aufgabe als trockener Abräumer gerecht. Der Verteidiger bringt den Champagner ungeöffnet zurück.

Natürlich wissen die Zürcher, dass ihr 2:0 im Hinspiel bei Linfield wichtig ist, weil es die Tür zu einer europäischen Gruppenphase weit aufgestossen hat. Aber es ist ihnen auch bewusst, dass noch viel Arbeit auf sie wartet. Vielleicht nicht in erster Linie im Rückspiel zu Hause gegen die Nordiren am kommenden Donnerstag. Aber mit Blick auf die Entwicklung der Mannschaft.

«Sie sind gerne etwas provokativ, oder?»

Wobei Franco Foda die Feststellung nicht besonders mag, dass sein FCZ nach diesem Hinspielergebnis das Playoff der Europa League schlicht nicht mehr verpassen darf. «Sie sind gerne etwas provokativ, oder?», fragt er auf die entsprechende Bemerkung zurück. Aber der Trainer des FCZ trägt dabei ein Lächeln im Gesicht. Es ist zu spüren, dass der erste Sieg der noch jungen Saison einiges gelöst hat bei den Zürchern.

Trotzdem geht Foda die Arbeit nicht aus. Er hat ja einige Spieler in seinem Kader, die gerade sehr viel mit sich selber zu tun haben. Da ist zum Beispiel Wilfried Gnonto, der zum Saisonbeginn sichtlich von seinem raketenhaften Aufstieg zum italienischen Nationalspieler durchgerüttelt wird. Gnontos Vertrag läuft Ende Saison aus. Will der FCZ den 18-Jährigen nicht ablösefrei verlieren, muss seine Zukunft bis Ende August geregelt sein.

«Keine einfache Situation» sei das für Gnonto, findet Foda. Und ruft den Angreifer am Mittwoch nach dem Abschlusstraining zu sich auf den Platz. Er gestikuliert, er lacht, er umarmt den kleinen Mann. Körpersprache, Gebärden, Mimik – es scheint klar, worum es Foda geht. Darum, dass sich Gnonto wieder mehr auf das Geschehen auf dem Platz konzentrieren soll, dass er sich weniger davon ablenken lässt, was darum herum geschieht, geschrieben und spekuliert wird.

«Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie sich das anfühlt»


«Ich habe mit ihm über meine eigenen Erfahrungen als Spieler gesprochen», erzählt Foda danach, «ich kam einst auch als Junger ins Nationalteam, ich weiss, wie sich das anfühlt.»

Gnonto ist nicht der Einzige, der in diesen Tagen eine Art Privatcoaching erhält. Auch mit Aiyegun Tosin unterhält sich Foda intensiver: «Man muss als Trainer das Gefühl dafür entwickeln, wann ein Spieler mal ein positives Gespräch braucht.»

Vielleicht ist es Zufall, dass dann ausgerechnet Tosin und Gnonto die Tore gegen Linfield schiessen. Es sind die ersten Saisontore der beiden Stürmer. Aber vielleicht muss Foda auch noch ganz viele Einzelgespräche führen.

In Belfast ist nämlich zu sehen, dass der Trainer an der Seitenlinie zwar seine Ideen hat. Aber dass seine Spieler noch nicht in der Lage sind, diese auch konsequent umzusetzen.

Ein kleines Beispiel ist Fodas Anweisung an seine Angreifer, im Windsor Park möglichst oft die Positionen zu tauschen. Er hat festgestellt, dass Linfields Verteidiger stark am Mann kleben. Die Zürcher Offensive rotiert danach zwar willig und für die Nordiren offensichtlich ungewohnt. Aber danach werden aus der Verwirrung beim Gegner erstaunlich wenig Vorteile gezogen, weil hier die falsche Entscheidung getroffen und dort der Pass zu ungenau gespielt wird.

Eine Operation am offenen FCZ-Herzen

Es sind viele Dinge, die Foda noch zu ordnen hat. Da sind seine taktischen Veränderungen im Vergleich zu Vorgänger André Breitenreiter. Da sind die neuen Spieler, die möglichst rasch ins Gefüge finden müssen und teilweise noch nicht voll fit sind. Und weil der FCZ jede Woche zwei Matchs hat, sieht Foda keine andere Möglichkeit, als all das während der Spiele anzugehen. Es ist sozusagen eine Operation am offenen FCZ-Herzen.

«Vielleicht leidet darunter der eine oder andere Ablauf», gibt Foda zu. Und doch sieht er keine Alternative zu der schweren Rotation, die er in seinen Aufstellungen durchzieht. Gegen Linfield wechselt er in seiner Startformation wieder sechs Spieler im Vergleich zum 0:2 in St. Gallen. Am Sonntag gegen Sion können es gut gleich viele Veränderungen sein.
We are Motörhead. And we play Rock'n'Roll.


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roliZ
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Re: Medien

Beitragvon roliZ » 07.08.22 @ 13:54


Scheiss egal. Hauptsache wir wurden Meister. Das sah niemand voraus.
ME13TER 2022 !!! FCK PTN!!


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