Super League

Hier kommt alles über Fussball rein, das nicht mit dem FCZ zu tun hat.
camelos
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Re: Super League

Beitragvon camelos » 10.10.20 @ 9:33

FritzRosa hat geschrieben:
Blerim_Dzemaili hat geschrieben:
Pescadito hat geschrieben:
Titanium hat geschrieben:Ich wäre froh, gäbe es einige ex-FCZler, die ebenso denken würden (z.B. Blerim,34). Gerade jetzt wären Führungsspieler äusserst wertvoll, welche den verlängerten Trainerarm auf dem Feld übernehmen.


Ist eigentlich jemals schon ein FCZ-Junior aus dem Ausland zu uns zurückgekehrt? Abdi, Dzemaili, Gygax... es kommt mir keiner in den Sinn. Sogar Nef ist zu YB und erst zu uns, als er dort aussortiert wurde? Wieso will niemand, der den FCZ verlässt wieder zurück. Entweder wir züchten (im Gegensatz zur Konkurrenz) im Nachwuchs ausnahmslos undankbare Charakterlumpen heran oder es liegt an der Vereinsführung...


Bei Gygax weiss ich, dass er zurück wollte und auf der Geschäftsstelle war. Leider hatte man für ihn keinen Platz. Da er infolge Geburt des Kindes Planungssicherheit brauchte hat er dann in Luzern unterschrieben.


Es liegt an der unterschiedlichen Gehaltsvorstellung. Eines der letzten Beispiele: Grgic.

Abdi und Dzemaili kamen bis jetzt auch zu keinem anderen Club in die Schweiz zurück. So gesehen sind das keine guten Beispiele.

Generell Rückkehrer von promineten Spielern in den letzten Jahren (nicht immer eigene Junioren, teilweise aber frühere, eigene Spieler)

Basel holte lange Zeit fast (Ausnahme: Berner) nur ehemalige eigene Spieler oder zumindest Basler (Yakins) zurück: Murat Yakin (2x), Hakan Yakin, Berner, Alex Frei, Streller, Huggel, Fabian Frei, Stocker, weil der Club die teilweise sehr hohen Löhne bezahlen konnte, nun noch Klose. Seydou Doumbia kam aus dem Ausland in die Schweiz zu Basel zurück. Oberlin und bestimmt Van der Werff könnten eine Trendumkehr sein, weil YB durch die Verpflichtung von talentierten aber gestrandeten, fremden (bezogen auf den aufnehmenden Club in der Schweiz) Rückkehrern modellhaft den Weg zum Erfolg aufgezeit hat.

YB hatte lange Zeit keine Transfers ins Ausland: Michi Frey wurde aber zurückgeholt. Rochat nach dem dritten Abstecher ins Ausland.
Chiumiento, Hakan Yakin, Ben Khalifa, Spycher und Nef landeten bei YB, später Sow und Garcia oder Lustenberger, also ganz anders als die Basler ausser Frey und Rochat kein einziger eigener Spieler aber solche mit hohen Lohnsummen. YB plant mittlerweile solche Transfers strategisch.

Der FCZ holte aus dem Ausland kaum ehemalige eigene Spieler zurück in die Schweiz aber soche, die von andern Clubs aus der Schweiz stammten: Pascolo, Rochat (2x), Margairaz (ex FCZ) Vonlanthen (leihweise), Magnin, Gavranovic, Chiumiento, Yapi, als er sich die Gehälter noch leistete, dann die ehemaligen Junioren Untersee und Janjicic.

Zum FC Luzern kamen Chiumiento, Hakan Yakin, Gygax, Kasami (leihweise), Francisco Rodriguez, zuletzt Schwegler. Der Club leistete sich diese Glamourfaktoren mit unterschiedlichem Erfolg für Club und Spieler.

Padalino kam zum FC Lugano.

Sion holte, Grgic, Kasami, Lenjani und bezahlt(e) hohe Gehälter ohne überhaupt einen Titel zu holen. Ziegler wurde Cupsieger mit Sion. Dazu kommen noch abgebrochene Experimente wie mit Gelson Fernandes (leihweise), Behrami oder Djourou. Seydou Doumbia kam auch noch aus dem Ausland zurück in die Schweiz zum FC Sion.

GC holte Chapuisat als dessen Lohn noch bezahlt werden konnte, dann Cabanas (2x) und Vogel (eigene Junioren), Vonlanthen, viel später die beiden "Fremden" Grichting und Senderos. Als Ehemalige kamen auch Dabbur (leihweise), dazu Kamberi und Tarashaj (beide leihweise). Das war dann nur noch pure Verzweiflung. Erwähnen muss man hier leider auch noch Buff.

Lausanne-Sport holte Hottiger, Celestini, später Ben Khalifa.

Zu St.Gallen kam Bunkaku, danach wirklich nach Hause: Barnetta, zu spät aber wohl trotzdem noch als wichtige Figur.

Einige einzelne erstaunliche Rückkehren:
Ferati (Winterthur, leihweise, danach Sion), Silvio (Winterthur)
Zuberbühler (zuerst kurz leihweise zu Aarau, später für eine Saison zu Xamax)
Gashi (Aarau)
Seferovic (Xamax, leihweise)
Cicek und Roberto Rodriguez (Schaffhausen)

Viele ehemalige Spieler des FCZ sind immer noch im Ausland: Dzemaili, Abdi, Mehmedi, Ricardo Rodriguez, Elvedi, Drmic.

Wenn YB, Basel oder Sion einen ehemaligen FCZler unbedingt wollen, hat der FCZ keine Chance mehr mitzuhalten. Es sei denn, der Spieler verzichte auf einen Gehaltsanteil oder bekomme eine interessante Perspektive im Club.



Sehr interessante Zusammenfassung und Erläuterungen dazu.
Danke dafür!

Noch zwei Korrekturen, respektive Ergänzungen dazu.
Abdi hat seine Karriere meines Wissens beendet und bei Winterthur kann man noch Emeghara auf die Liste nehmen, der diese Saison kurz vor Transferschluss verpflichtet wurde.

Ansonsten top!
14.9.20 Herr Canepa, ist Magnin nach dem Cup-Out bereits vor dem Meisterschaftsstart ein Thema? Canepa: «Nein. Diese Frage langweilt mich!»
5.10.20 Der FCZ trennt sich von Ludovic Magnin

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Re: Super League

Beitragvon Philippescu » 10.10.20 @ 9:44

Abdi durch Inler ersetzen, dann passts.

FritzRosa
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Re: Super League

Beitragvon FritzRosa » 10.10.20 @ 10:09

Ja. Aber er ist als Einziger der von mir zuunterst aufgeführten FCZler kein eigener Junior. Wenn Inler dabei ist, müsste Rafael auch noch dazu kommen.

Allgemein sind mir noch Zwyssig (Basel), David Degen (leihweise YB, danach Basel) und Philipp Degen (Basel) eingefallen, dazu kamen etwas früher Jörg Stiel (FCZ) und Grassi (Sion).
Und natürlich von Bergen (zu YB), Winter (FCZ), Roberto Rodriguez (FCZ) und Khelifi (FCZ), Da Costa (Lugano), Bertone (Thun), Aratore (leihweise Lugano, nun Aarau) und das abgebrochene Experiment mit Senderos in Chiasso.
Dazu wurden Ceesay und Khelifi vom FCZ ins Ausland verliehen und kehrten wieder zurück.

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Re: Super League

Beitragvon neinei » 10.10.20 @ 11:40

FritzRosa hat geschrieben:Ja. Aber er ist als Einziger der von mir zuunterst aufgeführten FCZler kein eigener Junior. Wenn Inler dabei ist, müsste Rafael auch noch dazu kommen.

Allgemein sind mir noch Zwyssig (Basel), David Degen (leihweise YB, danach Basel) und Philipp Degen (Basel) eingefallen, dazu kamen etwas früher Jörg Stiel (FCZ) und Grassi (Sion).
Und natürlich von Bergen (zu YB), Winter (FCZ), Roberto Rodriguez (FCZ) und Khelifi (FCZ), Da Costa (Lugano), Bertone (Thun), Aratore (leihweise Lugano, nun Aarau) und das abgebrochene Experiment mit Senderos in Chiasso.
Dazu wurden Ceesay und Khelifi vom FCZ ins Ausland verliehen und kehrten wieder zurück.


Liebe mit lesende Journis,
hier habt ihr wieder eine Steilvorlage für einen Artikel! ;)

Lieber FritzRosa,
danke für die umfassende Aufstellung. Respekt für dein lexikarisches Gedächtnis!
Officer Jon Baker: I'd like to nominate my partner, Frank Poncherello.

FritzRosa
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Re: Super League

Beitragvon FritzRosa » 11.10.20 @ 11:25

Mir sind noch weitere Spieler in den Sinn gekommen. Daraus ergibt sich noch ein klareres Bild. Und zu vielen Spielern liessen sich interessante Geschichten erzählen.
Andrist (Chiasso), Guillemenot (St.Gallen), Albion Ajeti (St.Gallen), Arlind Ajeti (Grasshoppers), Mijat Maric (zurück ins Tessin aber zu Lugano), Ivan Martic (Sion), Iapichino (1x Winterthur, 1x Servette), Daprela (Lugano), Affolter (zurück zu YB nach Leihe, später Aarau), Morganella (1x Rapperswil-Jona, 1x Chiasso) Elmer (1x Aarau, 1x Winterthur), Thiesson (Rapperswil-Jona), Hochstrasser (zurück zu YB nach Leihe), Alphonse (Servette), Dusan Djuric (Aarau), Andres Vasquez (Wil), Emra Tahirovic (Wil), Loris Benito (YB), Coltorti (Lausanne-Sport), Jorge Teixeira (zurück zum FCZ nach Leihe), Nick von Niederhäusern (Wil), Silvan Widmer (Basel), Mikari (1x Luzern, 1x Schaffhausen), Jaggy (Wil), Nater (Rapperswil-Jona), Mario Mutsch (Sion), Toko (St.Gallen), Mbabu (YB), Lindner (Basel)
,

Weitere Aussagen zu diesem klaren Bild:
Im YB-Kader für die Meistermannschaft 2017/2018 standen mit von Bergen, Benito, Sow drei ehemalige Spieler des FCZ. Von Bergen kam mit Ambitionen schon vorher als Leader zurück, Benito und Sow wollten die Karriere wieder lancieren in der Schweiz. Mbabu war auch ein Rückkehrer der gleichen Kategorie wie Sow. Schon zuvor holte YB immer wieder Spieler zurück, die noch in einem guten, fussballerisch sehr leistungsfähigen Alter waren (Hakan Yakin, Nef, Spycher, Rochat) und dem Club mithalfen, sich langsam Richtung Spitze zu bewegen.
St.Gallen holte vor allem Stürmer in die Schweiz zurück, die dem Club auch halfen, Tore zu erzielen (Bunjaku, Ajeti, Guillemenot). Wer vom Ausland zurück in die Schweiz zu St.Gallen wechselt, weiss, was er dort hat; eine tolle Atmosphäre in den Heimspielen und den Bodensee in der Nähe.
Für Luzern gilt etwas Ähnliches. Der Vierwaldstättersee ist es dort. Gygax benötigte dazu zuerst nicht einmal das neue Stadion. Im provisorisch hergerichteten Gersag gefiel ihm die Atmosphäre speziell. Es sei dort nur um Fussball gegangen. Auch die Fankurve auf der Seite tat es ihm an. Er kam besonders mit der Erfahrung aus zweiten Ligen in grossen Fussballnationen zurück in die Schweiz, wo genau das eine Rolle gespielt habe.
Zum FCZ kamen von den verlassenden nur ausgeliehene Spieler zurück, dazu mit Janjicic und Untersee (für eine halbe Saison) zwei eigene Junioren, die im Ausland gestrandet waren. Aber der FCZ holte sich bis vor ein paar Jahren Spieler, die ursprünglich aus andern Regionen stammten und die Qualität klar steigerten. Zu Zeiten von Favre und Challandes waren die Rückkehrer die mitentscheidenden Bauteile für die Meisterschaften (Rochat 2007, Margairaz 2009). Gavranovic und Teixeira (zurück aus Leihe) hatten massgeblichen Anteil am Cupsieg 2014. Winter und Roberto Rodriguez hatten einen starken Anteil am Aufstieg 2017 und stifteten als Zürcher Identität.
Zu den Grasshoppers kamen in den letzten Jahren vor allem Abwehrchefs (Grichting, Senderos, Arlind Ajeti). Einzig Grichting war noch in der Verfassung, dem Club zu helfen, auch darum, weil noch genügend Qualität im Kader war, um nicht nur gegen den Abstieg zu spielen oder gar abzusteigen.
Die Abwehrzentrale des FC Lugano kam mit Maric und Daprela aus dem Ausland zurück in die Schweiz, trug und trägt entscheidend zur stabilen Verteidigung bei, egal wer auch Trainer ist. Über die Vorzüge des Tessins brauche ich hier nichts zu schreiben.
Einzige Rückkehrer in die Schweiz zum FC Thun sind Munsy und Bertone. Dazu könnte noch der Lichtensteiner Nicolas Hasler gezählt werden. Das konnte den Abstieg aber nicht verhindern. Munsy und Bertone wollen sich die Challenge League aber nicht antun.
Zu Winterthur kamen vor allem Aussenverteidiger. Sie blieben nicht sehr lange. Iapichino konnte als Einziger seine Karriere nochmals lancieren und später auf höherem Niveau spielen.
Aarau holte teilweise prominente Spieler aus dem Ausland zurück, jedoch in einem Alter, in welchem die Leistung verglichen mit früher um einiges geringer ausfiel. Das passt ins Bild von Aarau in den letzten Jahren. Grosse Namen, im Verhältnis dazu wenig Ertrag, mittlerweile eine schlechte Mischung zwischen Jung und Alt. Unrealistische, nostalgiegetriebene Ambitionen mit selbstgerechten Aussagen wie kürzlich von Rainer Bieli: "Der FC Aarau gehört einfach in die oberste Spielklasse." Es fragt sich nur, mit wievielen Clubs in der obersten Spielklasse gerechnet wird.
So gesehen ist das Verhalten des FCZ etwas realistischer, kaum noch eigene Spieler zurückzuholen. Ich bedauere aber, dass Alexandre Alphonse zu Servette ging. Verstehen kann ich es. Er lancierte seine Karriere in der Schweiz schliesslich bei Etoile Carouge. Aber er hätte dem FCZ mit seiner Erfahrung und Bescheidenheit noch viel bringen können, was er bei Servette eindrücklich zeigte. Zumindest waren er und Iapichino gegenüber Lausanne-Sport wichtige Faktoren für den Wiederaufstieg 2019.
Ein weiterer Grund für eine Rückkehr in die Schweiz zu einem bestimmten Club könnte sein, dass ein Trainer mit einem Spieler schon gearbeitet hat, diesen sozusagen bevorzugt behandelt und ihm in der Mannschaft einen sicheren Platz einräumt, sich um die Rückkehr bemüht und Perspektiven aufzeigt. Murat Yakin ist ein solcher Trainer. Solange Leistung und Verhalten des Spielers stimmen, bekommt er die "familiäre" Zuwendung. Mikari ist das entsprechende Beispiel, unter Co-Trainer Murat Yakin bei GC, dann unter Trainer Yakin zu Schaffhausen geholt. So auch Roberto Rodriguez, in Bellinzona Mitspieler einst von Hakan Yakin, nun bei Schaffhausen unter Murat und Hakan Yakin Spieler im Formaufbau. Und Roberto Rodriguez hat gerade noch den Bruder Francisco mitgenommen. Gygax/Fringer bei Luzern fällt in eine ähnliche Kategorie, denn der ganz junge Gygax war früher auch in Aarau unter Fringer ein wichtiger Spieler, weil er "frech vorwärts tschuttete".
Zuletzt geändert von FritzRosa am 12.10.20 @ 18:59, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Super League

Beitragvon zuerchergoalie » 12.10.20 @ 17:50

Basel holt Kasami.
MS27: «Die Journalisten schreiben ab und zu einen Mist zusammen. Und wir spielen ab und zu einen Mist zusammen.» Dann lacht er.
Tagesanzeiger, 23.11.2019

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Kiyomasu
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Re: Super League

Beitragvon Kiyomasu » 12.10.20 @ 18:13

zuerchergoalie hat geschrieben:Basel holt Kasami.


Wenn sich niemand gross verletzt wird Basel noch Meister.

Lindner;
Widmer, Cömert, Klose, Jorge;
F. Frei, Bunjaku (Xhaka);
Zhegrova, Kasami, Stocker;
Cabral.

Krass, wie Basel nach so viel Mimimi und Krise noch eine solche Startelf stellen kann. Einziger Schwachpunkt vermutlich der Torwart.

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Thommy
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Re: Super League

Beitragvon Thommy » 12.10.20 @ 19:05

Kiyomasu hat geschrieben:
zuerchergoalie hat geschrieben:Basel holt Kasami.


Wenn sich niemand gross verletzt wird Basel noch Meister.

Lindner;
Widmer, Cömert, Klose, Jorge;
F. Frei, Bunjaku (Xhaka);
Zhegrova, Kasami, Stocker;
Cabral.

Krass, wie Basel nach so viel Mimimi und Krise noch eine solche Startelf stellen kann. Einziger Schwachpunkt vermutlich der Torwart.


Sforza darf nominell wirklich einen Spitzenklub trainieren. Basel sollte mit diesem Personal eigentlich um die Meisterschaft spielen.


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