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komalino
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Re: Medien

Beitragvon komalino » 11.07.20 @ 14:22

Shorunmu hat geschrieben:
Schwizermaischter FCZ hat geschrieben:Mein Vorschlag:
Abbruch, SL und CL keine Wertung, nächstes Jahr eine Liga mit 20 Teams. Die ersten 10 bleiben oben, die anderen kommen dann in die CL. In der 1. Liga PL gibt es ein weiteres Jahr keinen Aufsteiger, der Erste wird finanziell durch die Liga entschädigt. Auf SFL, gebt euch einen Ruck!


Fände ich sensationell

Ich frage mich ob die nächste Saison überhaupt gespielt werden kann. Die Voraussetzungen bleiben wohl in etwa gleich wie sie zur Zeit sind, sprich sehr kompliziert.
So alt wie sie bin ich schon lange,auch wenn ich früher viel jünger war.


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Züri Live
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Re: Medien

Beitragvon Züri Live » 11.07.20 @ 14:32

Was bringt es, die Meisterschaft 19/20 abzubrechen? Eventuell muss sie einfach erneut unterbrochen werden.

Es ist naiv, der Vorstellung zu erliegen, die Saison 20/21 könne mit Sicherheit ohne Unterbrüche gespielt werden! Will man diese Saison dann später auch wieder abbrechen, wenn die geplanten Anzahl Runden nicht gespielt werden können?

In solchen Zeiten sollte man möglichst flexible Lösungen anstreben. Aber die Lösungen müssen auch unbedingt sportlich fair sein, was bedeutet, dass die Regeln nicht mitten im Wettbewerb geändert werden dürfen. Also ganz sicher keine Modus-Änderung bzw. Ligagrössenänderung für nächste Saison beispielsweise.

Besser die Saison 19/20 fertig spielen (wann immer das sein wird) und erst DANN mit der neuen Saison 20/21 zu beginnen - vielleicht wird das dann im Extremfall eine verkürzte Meisterschaft mit nur zwei statt vier Runden im nächsten Frühling.

Nochmal die Frage: was ist der Vorteil eines Abbruchs?

Vorschläge wie von Constantin sind auf so vielen Ebenen absurd: "anderer Modus, um mehr Spiele zu haben und damit die TV-Partner zufrieden zu stellen". Es fängt schon mal damit an, dass die TV-Partner gar nicht unbedingt mehr Spiele wollen, weil das für sie in erster Linie erhöhte Produktionskosten mit sich bringt. Seine Prämisse ist schon mal komplett falsch. Zweitens machen die TV-Einnahmen in der Schweiz sowieso nur einen kleinen Anteil aus, vor allem für die Super League-Klubs. Drittens macht es keinen Sinn, in die nächste Saison noch mehr Spiele in noch kürzerer Zeit zu planen, wenn auch dann mit Unterbrüchen zu rechnen ist. Viertens ist es wie erwähnt sportlich unfair, die Regeln mitten im Wettbewerb zu ändern - speziell die wichtigsten Regeln und dazu gehören alle Fragen, die Auf-/Abstieg und Ligagrösse beinhalten definitiv dazu. Es darf keine Willkürentscheide wie in einer Bananenrepublik geben.

Die finanziellen Probleme der Vereine kommen doch daher, dass es erstens wochenlange Unterbrüche gibt und zweitens keine oder nur wenige Zuschauer zu den Spielen zugelassen werden. Diese Faktoren sind völlilg unabhängig sowohl von Modus wie auch von der Lànge der Saison 19/20 (bis August, September, Oktober?...)! Die Termine, an denen nicht gespielt werden kann, fallen definitiv als Einnahmequellen weg. Somit kann das Problem nicht mit einem Saisonabbruch und auch nicht mit einer Modusänderung gelöst werden. Sondern nur mit Gesundheitsmassnahmen, flexiblen Lösungen, Kostensenkungen und im schlimmsten Fall Finanzspritzen.

Die Europacupplätze sind ein Nebenthema, und zudem einfach zu lösen. Es gilt dafür die Tabelle am Stichdatum 3. August. Sollten zu diesem Zeitpunkt die Mannschaften eine unterschiedliche Anzahl Spiele absolviert haben, dann gilt die Tabelle basierend auf der Anzahl Partien derjenigen Mannschaft, die am wenigsten Partien absolviert hat (wohl der FC Zürich).

Interessant wird sein, ob es bei Xamax COVID-Fälle zu verzeichnen gibt. Das wird wichtige Hinweise geben in Bezug auf die Ansteckungswahrscheinlichkeit von Gegenspielern. Da gibt es ja bisher unterschiedliche Theorien. Ein kleines Risiko muss jeder Mensch zu tragen bereit sein, auch Spitzensportler, sofern es so gut wie möglich minimiert worden ist.

Sicherlich muss man aufgrund der nun aufgetretenen Fälle die Liga-Regeln bezüglich COVID nochmal durcharbeiten und allenfalls Anpassungen vornehmen.

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neinei
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Re: Medien

Beitragvon neinei » 11.07.20 @ 14:55

Naja, eine Modusänderung kann von der Mehrheit der Clubs in einer ausserordentlichen Versammlung jederzeit angestrebt werden. Das ist nicht „République bananaire“, sondern ein Mehrheitsentscheid.

Mit Pausierung, wann es Pausierung benötigt und der Überarbeitung des realitätsfremden Covid-Schutzkonzepts (testen, testen, testen) hast du aber wichtige Punkte angebracht. Dieses erinnert an die Fahrlässigkeit des Bundes zum Start mit viel zu wenig Test.

PS: wo bleibt der Donate-Button?
Officer Jon Baker: I'd like to nominate my partner, Frank Poncherello.

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Züri Live
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Re: Medien

Beitragvon Züri Live » 11.07.20 @ 15:13

neinei hat geschrieben:Naja, eine Modusänderung kann von der Mehrheit der Clubs in einer ausserordentlichen Versammlung jederzeit angestrebt werden. Das ist nicht „République bananaire“, sondern ein Mehrheitsentscheid.


Ist aber unfair, weil dann eine Minderheit überstimmt wird. Es entscheidet Politik/Finanz-/Eigeninteressen. Ich würde das schon als République bananaire bezeichnen, wenn die einzelnen Klubs nicht mehr darauf bauen können, dass die vor Saisonbeginn festgelegten Regeln auch bis Ende Saison gelten. Das ist etwas völlig anderes wie Mehrheitsentscheide, die ausschliesslich die Zukunft betreffen, wo sich dann jeder Klub entsprechend darauf einstellen und seine Konsequenzen ziehen kann.

neinei hat geschrieben:PS: wo bleibt der Donate-Button?


Dä söll emal cho! ;-)

Ich kann dazu nur sagen:
Spät kömmt er, aber er kömmt.

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Züri Live
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Re: Medien

Beitragvon Züri Live » 11.07.20 @ 17:11

Die Coronatests wurden in der Zwischenzeit bei sämtlichen Spielern und Staffmitgliedern der ersten Mannschaft durchgeführt. Seit heute Morgen sind keine weiteren positiven Fälle beim Stadtclub hinzugekommen. Insgesamt wurden neun FCZ’ler (sechs Spieler, drei Staffmitglieder) positiv auf das Coronavirus getestet. Wie bereits kommuniziert, befinden sich sämtliche Personen in Quarantäne oder in häuslicher Isolation. Den infizierten Personen geht es gut und sie zeigen Stand heute keine oder nur geringfügige Symptome. Jetzt geht es darum, zusammen mit unserem medizinischen Team alle Vorgaben des BAG und der kantonalen Behörden einzuhalten und die Massnahmen umzusetzen.

Aufgrund diverser Spekulationen ist es Präsident Canepa ein Anliegen, folgendes klarzustellen: "Mirlind Kryeziu hat sich professionell, vorbildlich und verantwortungsbewusst verhalten und nach dem Auftreten der geringfügigen Symptome sogleich testen lassen. Genau wie alle anderen FCZ-Mitarbeitenden hat er die Weisungen und Vorsichtsmassnahmen des BAG sowie des Schutzkonzeptes befolgt. Aufgrund der hohen Viralität des Coronavirus besteht dennoch immer ein gewisses Restrisiko einer Ansteckung. Ob Mirlind Kryeziu der Erste in der Ansteckungskette des Stadtclubs war, ist nicht erwiesen."

Q: FCZ

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Julian
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Re: Medien

Beitragvon Julian » 11.07.20 @ 17:50

Hier noch ein reisserischer Artikel zur Thematik vom GCN-Blatt "NAU"

FCZ: Sind Zürcher Fussballclubs schuld am möglichen Saisonabbruch?
Mehrere Spieler des FCZ sowie einer von GC haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Liessen die Clubs ihre Spieler an der zu kurzen Leine?

Die Fussball-Schweiz bangt um die Fortsetzung der Liga: Im Rahmen des positiven Tests von Verteidiger Mirlind Kryeziu wurden bei den Zürchern weitere Tests vollzogen. Dabei ist es abermals zu positiven Resultaten gekommen, wie der Verein heute mitteilt.

Den beiden obersten Spielklassen der Schweiz droht aufgrund dieser Vorfälle nun gar der Saisonabbruch.
Zürcher Spieler regelmässiger Gast in Shisha-Bar

Es stellt sich nun heraus, dass dieses Worst-Case-Szenarion möglicherweise durch fahrlässiges Handeln der Spieler verursacht worden sein könnte.

Wie Nau.ch weiss, besuchte ein Spieler des FCZ, der zu den vermuteten Corona-infizierten Spielern gehört, in letzter Zeit öfters eine Shisha-Bar im Limmattal.

Der Eigentümer, welcher den FCZ-Star kennt und anonym bleiben will, sagt gegenüber Nau.ch zwar: «Wir haben den gesamten Innenbereich geschlossen. Unsere Gäste halten sich nur auf der Terrasse auf.»

Auch beim Shisha-Rauchen werde auf die Corona-Auflagen geachtet. «Die Shisha wird nur mit Einweg-Schläuchen geraucht, welche anschliessend entsorgt werden.»

Nach seinem Aufenthalt in der Shisha-Bar zog der FCZ-Star weiter und genoss in der Nähe in einem Restaurant sein Nachtessen.
Gemeinsame Treffen von FCZ- und GC-Spieler

Dass sich auch Spieler der Grasshoppers infiziert haben, könnte damit zusammenhängen. Wie diverse Quellen gegenüber Nau.ch berichten, treffen sich die Spieler beider Zürcher Clubs auch mal ungezwungen in einem Szene-Lokal am Zürichsee. Gut möglich, dass dieser Ort zum Corona-Hotspot avancierte.

Greifen Clubs zu wenig hart durch?

Klar ist, dass es in jedem Verein Cliquen gibt, die sich oftmals auch nach Spielschluss gemeinsam aufhalten. Wahrscheinlich sind es nun auch die Spieler, die sich allesamt infiziert haben.

Die Frage, die sich nun die Fussball-Fans stellen werden, liegt auf der Hand: Warum lassen die Clubs ihre Spieler in einer solch heiklen Phase an der kurzen Leine? Ob die Stars auch bei einer drohenden happigen Geldstrafe solche Orte besucht hätten?

Oder hätte womöglich die neue Corona-Tracing-App der Schweiz geholfen? GC sagt auf Anfrage von Nau.ch, dass die eigenen Spieler nicht gezwungen werden, diese zu nutzen. Beim FCZ dürfte dies auch nicht anders sein.


https://www.nau.ch/sport/fussball/fcz-sind-zurcher-fussballclubs-schuld-am-moglichen-saisonabbruch-65741753?initfwd=true&utm_campaign=65741753&utm_medium=referral&utm_source=webp

Für Mirlind und alle anderen gilt erstmals eine "Unschuldsvermutung", niemand weiss wie das Virus in die Mannschaft eingeschleppt worden ist. Einen "Vorwurf" würde ich den Spielern also vorerst sicher keinen machen, zudem schreibt das Schutzkonzept der SFL im Gegensatz zur Bundesliga keine vollständige Isolation vor, somit können die Spieler ihre Freizeit grundsätzlich so gestalten wie sie wollen. Natürlich liegt es aber am FCZ gewisse do's and don'ts zu definieren. Wenn also ein Spieler regelmässig in einer Shisha-Bar verkehrt ist, dürfte man dies schon als "fahrlässig" einstufen, das sollte den Spielern eigentlich klar sein. Ich hoffe dass es hier um einen haltlosen Artikel handelt, der Besitzer der Shisha-Bar müsste ja grundsätzlich auch in Quarantäne gehen. Aber klar, ich würde mich an der Öffentlichkeit natürlich auch nicht outen.
Ich hoffe wirklich dass alle Spieler und Staff-Mitglieder die Krankheit unbeschadet überstehen und dass es nicht zu einer Hetzjagd gegen den FCZ kommt, wobei die ja bereits in Kommentarspalten von Zeitungen und Social-Media bereits begonnen hat. Es wäre wünschenswert wenn die Krankheit durch einen "dummen Zufall" die Spieler erreicht hat und nicht fahrlässig unsererseits gehandelt wurde, denn das wäre für den Verein ein enormer Schaden.
königsblau hat geschrieben:Obacht: Der "direkte Wiederaufstieg" ist das neue "wir werden nicht absteigen"!

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chnobli
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Re: Medien

Beitragvon chnobli » 11.07.20 @ 18:28

Liessen die Clubs ihre Spieler an der zu kurzen Leine?


Wäre die Leine nicht eher zu lang gewesen wenn die Vorschriften zu lasch waren?


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