Kader 2019/2020

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Tschik Cajkovski
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Re: Kader 2019/2020

Beitragvon Tschik Cajkovski » 24.08.19 @ 9:09

heute in der NZZ. interview mit thomas bickel. bickels antworten zu diesen 11 spielern sind sehr interessant. für mich tönt dies summa summarum wie ein gross angelegtes feldexperiment...

Der FC Zürich gibt immer noch Rätsel auf – der Sportchef spricht über elf seiner Spieler
FLURIN CLALÜNA

Als Thomas Bickel, der Sportchef des FC Zürich, an diesem Freitagmorgen ins Café neben seinem Büro tritt, hat er schlechte Nachrichten dabei. Für das Spiel am Samstag gegen die Young Boys fehlen gleich acht Spieler verletzt oder gesperrt, unter ihnen der Hoff- nungsträger Mimoun Mahi. Und Salim Khelifi wechselt leihweise in die zweite Bundesliga nach Kiel. Das sind keine guten Neuigkeiten für ein Team, das nach der Krise zum Saisonstart immer noch nicht gefestigt ist. Und ausserdem gibt es da noch ein paar grundsätzliche Fragen, weil die Spieler des FCZ nicht einfach zu verstehen und einzuschät- zen sind.

Ist Yanick Brecher, 26, mehr als ein durchschnittlicher Goalie?
Thomas Bickel: Wir schenken Yanick Brecher unser volles Vertrauen, damit er den letzten Schritt machen kann. Dass er die Fähigkeiten als Goalie dafür be- sitzt, ist unbestritten. Die Frage ist, ob und wie er sich als Leader entwickelt. Das streben wir mit ihm an, und das for- dert ihn. Das ist ein Prozess, er ist auf einem guten Weg. Schon seine Körper- sprache hat sich positiv verändert. Er ist jetzt Captain, das hilft ihm, der Goalie zu werden, den wir in ihm sehen.

Was ist eigentlich mit dem Verteidi- ger Umaru Bangura, 31, los? Er spielte immer so cool und schwächelt nun. Umaru Bangura ist ein eher geruhsamer, aber umgänglicher Mensch. Als Innen- verteidiger ist er fussballerisch eigent- lich komplett. Mit diesen Fähigkei- ten hätte er eine andere Karriere ma- chen können. Er könnte sich in seinem Sozialverhalten allerdings noch mehr in die Mannschaft einbringen.

Nathan, 24, ist der neue Abwehrchef. Machen Sie sich Sorgen, weil er so verletzungsanfällig ist?
Nathan ist jemand, der die Zweikämpfe aggressiv führt und dem Gegner auch einmal weh tut auf dem Platz. Keiner spielt gern gegen ihn, er wird von jedem Gegenspieler respektiert. Nathan muss man eher bremsen. Aber er kommt aus einer schwierigen Saison. Er spielte we- nig und war lange Zeit verletzt. Deshalb erwarte ich keine Wunder von ihm. Man sieht die Qualität, die er mitbringt. Aber wir wissen auch, dass wir vorsichtig sein müssen mit ihm.

Was ist Ihnen bisher am Abwehrspie- ler Willie Britto, 23, aufgefallen?
Er ist mir sehr positiv aufgefallen. Er geht unbelastet an die Sache heran und ist sehr lernwillig. Er kommt aus Côte d’Ivoire, die Integration klappt, er bringt sich ein. Auch seine Leistungen auf dem Platz zeigen eine positive Entwicklung. Er macht seine Erfahrungen und passt sich ans Niveau an. Diese Zeit darf er sich nehmen.

Dem Stürmer Blaz Kramer, 23, sieht man den Athleten an, er ist gross und kräftig. Spielt er gut genug Fussball? Er bringt mit, was wir uns erhofft haben: Kopfballstärke, körperliche Präsenz, Antrittsschnelligkeit. Aber beim FCZ zu spielen, ist ein grosser Schritt für ihn. Er hat ansatzweise gezeigt, welche Qua- litäten er hat. Betrachtet man die statis- tischen Werte wie Laufleistung, Sprints usw., muss er sich in einigen Bereichen verbessern. Das will er auch, er hat eine gute Mentalität. Deshalb unterstützen wir ihn und sind geduldig.

Warum ist Toni Domgjoni, 20, einer der wenigen Jungen, die zuletzt im Mittelfeld Stammspieler geworden sind?
Toni Domgjoni zeichnet aus, dass er solid und konstant auf hohem Niveau spielen kann. Er spielt eher unspekta- kulär, aber auf ihn kann man sich ver- lassen. Er ist praktisch nie verletzt. Das macht ihn wertvoll. Ihn muss man gern haben als Trainer, als Staff und als Ver- ein. Er ist ein Vorbild in Sachen Verhal- ten eines jungen Profis.

Wie unterhalten Sie sich eigentlich mit dem georgischen Verteidiger Levan Kharabadze, 19? Und wie weit ist er? Wir kommunizieren vor allem non- verbal. Er spricht Georgisch und Rus- sisch. Levan ist sehr jung und kommt aus einem völlig anderen kulturel- len Umfeld. Man muss auch bei ihm in Kauf nehmen, dass es Rückschläge gibt. Das sendet er mit seinem Spiel auch aus: Er hat wunderbare Aktionen, be- geht aber auch Fehler, die einen Trainer zur Weissglut bringen können. Wir ge- ben ihm Zeit, erwarten aber, dass er sich entwickelt, dass er sich aktiv integriert. Wie jeder ausländische Spieler besucht er einen Deutschkurs. Bei ihm wird die- ser intensiviert.

Sie sagten einmal, Denis Popovic, 29, sei ein verkappter «Zehner». Ist er wirklich so spielstark?
Ich war als Spieler auch ein «Zehner». Man sagte mir auch, ich müsse mehr in den Abschluss gehen, mehr letzte Pässe spielen. Bei Popovic ist es ähnlich. Für einen richtigen «Zehner» fehlt ihm ver- mutlich etwas, da ist er mit seinen Qua- litäten etwas weiter hinten als «Sechser» besser aufgehoben. Ich bin zufrieden mit Popovic. Er hat eine überdurchschnittliche Pass-Quote, und als Persönlichkeit hat er Ecken und Kanten. Er kann un- angenehm sein auf dem Platz, das meine ich positiv. Doch es braucht innerhalb der Mannschaft noch eine bessere Ab- stimmung. Popovic will immer den Ball. Aber manchmal ist weniger mehr.

Wie ist Mimoun Mahi, 25, beim FC Zürich gelandet? Ein so attraktiver Offensivspieler müsste eigentlich in einer besseren Liga spielen.
Es ist erstaunlich, ja. Es gab eine Phase im letzten Winter, als ich mich fast da- mit abgefunden hatte, dass es nicht klap- pen wird. Ein Profil wie das von Mahi ist normalerweise sehr teuer. Wir konn- ten ihn auch nur verpflichten, weil sein Vertrag in Groningen auslief. Und wir gingen finanziell an die Grenze. Eigent- lich hätten wir ihn gern schon im Winter engagiert. Aber das wollte Groningen nicht, weil die Mannschaft eine Zeitlang im Abstiegskampf steckte. Mit Mahi kommt Leidenschaft, er ist ein offener Typ und ein mutiger Spieler, der Freihei- ten braucht. Er macht Freude.

Die vielleicht erstaunlichste Persona- lie beim FCZ ist der Mittelfeldspieler Marco Schönbächler, 29. Für Sie auch?
Warum erstaunlich? Es gab Zweifel, wie es weitergehen wird, das stimmt. Aber da ist auch fast schon eine gegenseitige Liebe zwischen Verein und Spieler, da sagt man nicht einfach «Ciao». Schön- bächler ist eine Identifikationsfigur für den FC Zürich. Doch davon allein kann man nicht leben. Mich freut nach seiner langen Verletzungsvergangenheit jeder Moment, in dem ihm auf dem Platz etwas gelingt. Es gibt zwar immer wie- der leichte Rückschritte, aber grundsätz- lich zeigt seine Kurve aufwärts. Aber er ist noch nicht dort, wo ich es von ihm erwarte.

Glauben Sie noch an den Stürmer Assan Ceesay, 25? Er scheint immer noch nicht ganz angekommen zu sein. Und günstig war er auch nicht.
Dass ich und wir als Klub an ihn glau- ben, steht ausser Zweifel. Entscheidend aber ist, dass er an sich und seine Fähig- keiten glaubt. Und Assan Ceesay muss bereit sein, an sich zu arbeiten, nicht nur auf dem Fussballplatz, auch an seinem Lifestyle, an der Ernährung, der Re- generation usw. Bei ihm könnte man es so ausdrücken: Es besteht noch eine Dif- ferenz zwischen seinem Potenzial und dem bisher Gezeigten.
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MetalZH
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Re: Kader 2019/2020

Beitragvon MetalZH » 24.08.19 @ 9:59

Das klingt teils schon sehr nach "Prinzip Hoffnung". Oder man hat einfach sehr viel Vertrauen und Geduld. Ob das dann am Ende gut kommt, steht allerdings in den Sternen.

Diese Beurteilung von Bickel unterstreicht mMn jedenfalls, dass wir zumindest noch einen soliden Stürmer benötigen.
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MetalZH
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Re: Kader 2019/2020

Beitragvon MetalZH » 24.08.19 @ 10:14

eifachöppis hat geschrieben:
Und Britto als Ersatz auf dem Flügel macht wohl so wenig Sinn wie die paar Versuche, Kharabadze auf dem Flügel zu bringen.

...

Versuche, Britto oder Kharabadze dort zu installieren, sind zum scheitern verurteilt.

...

Wie gesagt. Entweder ein Transfer der Sinn ergibt oder mit dem aktuellen Kader weiterarbeiten. Einfach kein Tansfer der Kategorie Britto/Kramer bitte.


Das mit Britto auf dem Flügel war nicht ernst gemeint, keine Angst. ;-)

Ich bin allerdings nicht grundsätzlich gegen Britto, ich glaube wirklich, dass er noch gut kommen kann nach einer gewissen Eingewöhnungszeit. Ich würde auf dieser Position einfach lieber einem eigenen Jungen diese Zeit und Geduld entgegenbringen, wenn man schon ein Risiko eingehen will. Ich kenne unseren Nachwuchs einfach zu wenig, um A qualitativ mit B vergleichen zu können.

Wenn ich Bickels Interview lese, hoffe ich doch schwer, dass man gute Gründe dafür hat, sich mit solchen Integrations- und Einstellungsproblemen herumzuschlagen.
Ich meine: nonverbal kommunizieren mit Kharabadze und Ceesays Ernährung sowie Regeneration verbessern ... WTF??
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Salocin27
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Re: Kader 2019/2020

Beitragvon Salocin27 » 24.08.19 @ 10:40

Tschik Cajkovski hat geschrieben:heute in der NZZ. interview mit thomas bickel. bickels antworten zu diesen 11 spielern sind sehr interessant. für mich tönt dies summa summarum wie ein gross angelegtes feldexperiment...

Der FC Zürich gibt immer noch Rätsel auf – der Sportchef spricht über elf seiner Spieler
FLURIN CLALÜNA



Einmal mehr ein Beleg für sehr interessanten Sport-Journalismus von Clalüna in der NZZ. Wirklich spannende Hintergrund-News!
Ausgerechnet heute hat's aber auch ein Bickel- Interview bei TA-Media von Th. Schifferle. Habt ihr's auch gelesen? - Bei der Lektüre hab ich mich ständig gefragt, worüber denn Schifferle nun genau schreibt. Im Direkt- Vergleich mit Clalüna finde ich den Tagi-Artikel langweilig und ziemlich inhaltslos. Diesen Text hätte man auch einfach streichen können, find ich. Zwischen den beiden Fussball-Journis liegen m.E. Welten... müsste den TA-Machern eigentlich zu denken geben.

schwizermeischterfcz
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Re: Kader 2019/2020

Beitragvon schwizermeischterfcz » 24.08.19 @ 10:46

Könntest du dieses vielleicht hier reinkopieren?
Babu65 hat geschrieben:
NZZaS vom 21.7. hat geschrieben:

Eine Mannschaft spielt immer so, wie der Verein organisiert ist. Thun: einfach, bodenständig. So spielen sie.


FCZ: Amateurhaft, Chaotisch. So spielen sie.

Simon Le Bon
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Re: Kader 2019/2020

Beitragvon Simon Le Bon » 24.08.19 @ 11:21

schwizermeischterfcz hat geschrieben:Könntest du dieses vielleicht hier reinkopieren?


Das Leben mit der Fallhöhe

Super League Der FCZ möchte ein Spitzenclub sein, aber er tut sich bisher auch in dieser Saison schwer, seine Ansprüche zu erfüllen. Sportchef Thomas Bickel erklärt die Probleme, Erwartungen und Personalpolitik vor dem Spiel bei Meister YB.
Thomas Schifferle
Als Ludovic Magnin Trainer des FC Zürich wurde, verkündete er: «Ich will unberechenbar sein, ich will, dass keiner weiss, wie wir spielen.»
18 Monate ist das her. Jetzt sitzt Thomas Bickel im Certo, eine knappe Zigarettenlänge von seinem Arbeitsplatz hinter dem Stauffacher entfernt. Er hat lange geredet, und es geht gegen Mittag zu, als er sagt: «Der FCZ ist unberechenbar. Wer ihm zuschaut, wird auf die Probe gestellt.»
Bickel ist seit gut drei Jahren Sportchef, er ist nach dem Abstieg des FCZ aus der Super League gekommen. Er bildet mit seiner kontrollierten Art das Gegengewicht zu Präsident Ancillo Canepa und Trainer Magnin. Das tut dem Verein gut, auch wenn Bickel für sich selbst noch immer die Balance sucht: Er will seinen kritischen Blick nicht verlieren und doch mehr Begeisterung zeigen. Seine Teenager-Kinder haben ihm schon gesagt, er könne einem die gute Laune verderben. Dabei will er nur, dass sie Regeln einhalten. Im Oktober wird er 56.
Der FCZ versteht sich als Spitzenclub. Ein Europacupplatz soll es diese Saison geben, auf jeden Fall. Darum hat die Führung um Canepa und Bickel an der Besetzung der Mannschaft gearbeitet und fünf neue Spieler geholt, die meisten für zentrale Positionen.
«Wir haben vor der Saison ein gutes Gefühl gehabt, wir sind von unseren Spielern überzeugt», betont Bickel. Genau darum ist die Kommunikation des Saisonziels mit Euphorie vorgetragen worden. «Es ist gut, eine mutige Erwartungshaltung zu haben», sagt Bickel, aber ihm, dem Realisten, ist auch bewusst: Die Fallhöhe ist entsprechend gross.
Der Künstler fordert Fleiss
Der FCZ ist nicht wie ein Spitzenclub in diese Saison gestartet. Seine Resultate stehen für den Knorz: 0:4, 0:0, 1:3, 2:2, 2:1, 2:1. Dass der FCZ dreimal innert sechs Tagen nicht verloren hat, tut ihm schon gut. Er ist wenigstens nicht mehr Tabellenletzter und im Cup eine Runde weiter.
«Klar», sagt Bickel, «wir sind mit dem, was wir aktuell in der Meisterschaft erreicht haben, nicht zufrieden.» Die Zahlen sprechen nicht für den Trainer. Von den letzten 28 Meisterschaftsspielen seit dem vergangenen November hat der FCZ noch 7 gewonnen. Der November ist das Stichdatum, weil er damals beim 5:2 in Luzern zum letzten Mal überzeugend gewann, mit einem Fussball, wie ihn sich die Chefs vorstellen.
Mutig soll dieser Fussball sein, bewusst mit Risiken gespielt, offensiv, vertikal. Die Ballzirkulation soll gut sein. So sagt das Bickel. Das 1:0 von Marco Schönbächler gegen Xamax war ein Beispiel dafür. Bickel geht es ebenso um nüchterne Prinzipien, um das Verhalten in der Defensive, gerade bei stehenden Bällen, um das Umschaltspiel. Dem Künstler, der er einst als Nationalspieler war, geht es um die Arbeit, um den Fleiss auf dem Trainingsplatz. In dieser Beziehung bleibt für Magnin und Mannschaft viel zu tun.
Bickel will Fortschritte sehen, und wenn er das tut, kann er am Ende der Saison auch mit einem 4. Platz zufrieden sein. Vorerst gelten Sätze, wie sie typisch sind für ihn: «Die Mannschaft wird sich finden, das ist meine Überzeugung. Wir dürfen nichts schönreden, aber auch nichts dramatisieren. Wir dürfen nicht nervös werden.»
Der FCZ will seine Identität aus der Ausbildung beziehen. Er will für junge Spieler stehen, die er geformt und für gutes Geld verkauft hat. Dafür hat er genug Beispiele: Ricardo Rodriguez, Mehmedi, Dzemaili, Elvedi, Sow Es sind Namen, die verpflichten. Die Jungen von heute heissen Rüegg, Charabadse, Mirlind Kryeziu, Sohm, Domgjoni oder Omeragic, der mit 17 der Jüngste von ihnen ist.
Die Ausbildung ist ein Geschäftsmodell. In dieser Beziehung ist der FCZ wie viele andere Clubs. Er hat Tradition, er hat einen Namen, der in den letzten zwei Jahrzehnten für drei Meistertitel und fünf Cupsiege steht. Aber auch er kann sich nicht schöner machen, als er ist. Er spielt nicht international und hat für Transfers kaum richtig Geld zur Hand.
Der FCZ muss sich die Schnäppchen suchen. International liegt Afrika noch in seiner Gewichtsklasse, hier fand er in den letzten Jahren Moussa Koné (heute in Dresden) und Stephen Odey (Genk). Oder die Regionalliga tut das, von Wolfsburg II übernahm er im Sommer Blaz Kramer. Der Stürmer ist gross, kräftig, jung. In sechs Einsätzen ist ihm noch kein Tor gelungen. Bickel übt sich bei ihm in Geduld. Für ein Urteil sei es noch zu früh.
Nathan, Denis Popovic und Mimoun Mahi sind von Erfahrung und Position her die drei gewichtigen Zuzüge. Nathan ist ein guter Verteidiger, jedoch verletzungsanfällig, Mahi ist ein feiner Techniker, der schon drei Tore erzielt, aber auch schon zwei Elfmeter verschossen hat. Und Popovic ist ein weiteres Beispiel für das Denken beim FCZ.
«Wir haben uns überlegt: In welche Richtung wollen wir gehen?», erzählt Bickel. Es gibt Spieler mit ausgeprägter mentaler Stärke oder Spieler mit mehr fussballerischer Klasse. Am besten wäre beides, aber weil beides nicht möglich war, fiel die Wahl auf «den verkappten Zehner», wie Bickel über Popovic schon sagte.
Was der Mannschaft darum fehlt, ist der Spieler, der auch einmal eine Portion Aggressivität auf den Platz bringt und in gewissen Phasen die Dynamik steuern kann. Von Mentalitätsspielern wird dann gerne geredet. «Ein solcher könnte uns guttun», sagt Bickel, «aber wir dürfen nicht das sehen, was wir nicht haben. Wir müssen unsere Stärken forcieren.»
Die Chance in Bern
Eine Woche hat der FCZ nun Ruhe und Zeit gehabt, um sich auf die Aufgabe von heute bei YB vorzubereiten. Bickel erwartet ein «sehr spannendes Spiel». Und: «Es ist ein Spiel, in dem sich der Trainer, der Staff und die Mannschaft profilieren können.» Die grosse Frage heisst: Hat Magnin die richtigen Schlüsse aus dem schwerfälligen Start gezogen?
Magnin trifft sich jede Woche zum Austausch mit der Sportkommission, in der auch Präsident und Sportchef sitzen. Da zählt nicht das Schulterklopfen, sondern die kritische Analyse. «Da kann es schon einmal emotional werden», sagt Bickel. «Es geht darum, dass wir alles für den Sieg machen.»
Der Vertrag von Magnin mit dem FCZ läuft Ende Saison aus. Er selbst kennt die Mechanismen: Ein Trainer ohne Erfolg hat es schwer, sich zu halten. Die NZZ hat jüngst geschrieben: «Magnin ist bereits angezählt in die neue Saison gegangen.» Im Ristorante hinter dem Stauffacher fragt Bickel: «Was heisst das?» Gegenfrage: Ist Magnin der richtige Trainer?
Bickel sagt: «Der Wunsch ist, dass er bleibt. Denn wir gehen von einer Entwicklung aus. Das ist die Überzeugung, keine Floskel.»

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Re: Kader 2019/2020

Beitragvon schwizermeischterfcz » 24.08.19 @ 11:44

Simon Le Bon hat geschrieben:
schwizermeischterfcz hat geschrieben:Könntest du dieses vielleicht hier reinkopieren?



Bickel sagt: «Der Wunsch ist, dass er bleibt. Denn wir gehen von einer Entwicklung aus. Das ist die Überzeugung, keine Floskel.»


Danke.
Der letzte Satz irritiert mich etwas... Ist dies bereits ein vorzeitiges Zeichen für eine Vertragsverlängerung mit Ludo?
Babu65 hat geschrieben:
NZZaS vom 21.7. hat geschrieben:

Eine Mannschaft spielt immer so, wie der Verein organisiert ist. Thun: einfach, bodenständig. So spielen sie.


FCZ: Amateurhaft, Chaotisch. So spielen sie.

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Re: Kader 2019/2020

Beitragvon fczlol » 24.08.19 @ 11:50

Nach dem Abgang von Khelifi ist in meinen Augen ein Loch entstanden. Die offensive Varianten werden weniger und die Gegner wissen, welche 2-3 Spieler vermutlich zum Einsatz kommen. Die macht uns nicht weniger berechenbar in der Offensive.

Wenn man Ceesay wirklich eher auf dem Flügel plant muss im Sturm noch etwas geholt werden. Sollte Ceesay weiter der Stürmer bleiben müsste man einen Flügelspieler holen.

Alles in allem eine schwere Mission, weil die Zeit langsam davon läuft.

Petar Misic wäre in meinen Augen eine interessante Option. Hat bei Aarau auf dem Flügel überzeugt und ist voll im Saft.

https://www.transfermarkt.ch/petar-misi ... ler/231215

Oder Bottani von Lugano. Technisch sackstark und offensiv sehr vielseitig.

https://www.transfermarkt.ch/mattia-bot ... eler/86484
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spitzkicker
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Re: Kader 2019/2020

Beitragvon spitzkicker » 24.08.19 @ 12:11

schwizermeischterfcz hat geschrieben:
Simon Le Bon hat geschrieben:
schwizermeischterfcz hat geschrieben:Könntest du dieses vielleicht hier reinkopieren?



Bickel sagt: «Der Wunsch ist, dass er bleibt. Denn wir gehen von einer Entwicklung aus. Das ist die Überzeugung, keine Floskel.»


Danke.
Der letzte Satz irritiert mich etwas... Ist dies bereits ein vorzeitiges Zeichen für eine Vertragsverlängerung mit Ludo?

Für mich ist der mittlere Satz entscheidend: ...wir gehen von einer Entwicklung aus. Das heisst: Wenn er sich nicht entwickelt, ist er weg. Wenn er sich entwickeln kann, okay. Und sonst... Irritierende ist für mich eine frühere Aussage von Magnin: "Ich lasse mir nicht dreinreden, sondern ziehe meine Überzeugung durch." Das deutet auf nicht viel Kritikfähigkeit hin. Aber warten wir ab.

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dennisov
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Re: Kader 2019/2020

Beitragvon dennisov » 24.08.19 @ 13:57

Es ist für mich zwar schon lange klar, dass ich die Kaderplanung nicht verstehe, aber erkennt irgend jemand überhaupt ein Konzept? Nun verliert man bereits wieder kurz vor Ende der Transferperiode einen nicht unwichtigen Spieler. Klar konnte Khelifi nur Phasenweise überzeugen, dennoch betrachte ich sein Abgang als Qualitätsverlust- was wir noch an Qualität und Talent haben, lässt sich mittlerweile von einer Hand abzählen. Hoffentlich wird auf nächste Saison die Liga aufgestockt, denn ansonsten sehe ich den FCZ mit diesem Kader klar in der hinteren Tabellenhälfte rum wursteln.
Patrioten sind scheisse!

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