Der Politik Fred

Benutzeravatar
dennisov
Beiträge: 2155
Registriert: 02.02.12 @ 18:05
Wohnort: In Züri, wo suscht?

Re: Der Politik Fred

Beitragvon dennisov » 11.06.19 @ 17:02

Wenigstens wird auch die Nahrung der Klimaerwährmungs- und Umweltverschmutzungslügner kontaminiert:

https://www.srf.ch/kultur/wissen/neue-studien-forscher-finden-mikroplastik-in-tiefsee-lebewesen
Poliziste händ in Züri nüt ztue, Poliziste gänd in Züri nie ruhe #Phenomden
https://www.youtube.com/watch?v=flLA7Mot6BI

!!!LEGALIZE IT NOW!!!

Benutzeravatar
Titanium
Beiträge: 1298
Registriert: 04.08.03 @ 11:12
Wohnort: linkes Zürichseeufer

Re: Der Politik Fred

Beitragvon Titanium » 12.06.19 @ 8:36

Im Prinzip müsste der Mensch sein Leben drastisch verändern. Der Bericht macht schon fast wahnsinnig, weil man schlichtweg nicht weiss, wie all dem beizukommen ist. Nur schon all den auf den Weltmeeren herumschwimmenden Abfall abzusaugen oder heraus zu fischen ist genug schwierig. Es wäre schon ein grosser Schritt würden die plastic verbrauchenden Länder ihren Abfall zu 100% selber entsorgen oder wiederverwerten und nicht nach Fernost exportieren, wo er meist im Meer landet. Und da gehört die Schweiz dazu, die nicht all den Kunststoffabfall verwerten kann weil die Resourcen dafür fehlen.
Ich bin als FCZ-Fan auf die Welt gekommen und werde diese Erde als FCZ-Fan verlassen. Meine Kinder werden entsprechend erzogen und meine Einstellung von Herzen weiterleben, in Ewigkeit, Amen!

Benutzeravatar
dennisov
Beiträge: 2155
Registriert: 02.02.12 @ 18:05
Wohnort: In Züri, wo suscht?

Re: Der Politik Fred

Beitragvon dennisov » 12.06.19 @ 11:13

Titanium hat geschrieben:Im Prinzip müsste der Mensch sein Leben drastisch verändern. Der Bericht macht schon fast wahnsinnig, weil man schlichtweg nicht weiss, wie all dem beizukommen ist. Nur schon all den auf den Weltmeeren herumschwimmenden Abfall abzusaugen oder heraus zu fischen ist genug schwierig. Es wäre schon ein grosser Schritt würden die plastic verbrauchenden Länder ihren Abfall zu 100% selber entsorgen oder wiederverwerten und nicht nach Fernost exportieren, wo er meist im Meer landet. Und da gehört die Schweiz dazu, die nicht all den Kunststoffabfall verwerten kann weil die Resourcen dafür fehlen.


Was heisst da im Prinzip? Es ist offensichtlich was passiert und noch passieren wird, wenn er sich weiterhin einen Dreck um seine Umwelt schärt. Man muss sich wirklich nicht wundern, dass immer mehr Menschen an Krebs und dergleichen erkranken.

Aber zum Glück leben wir ja im Kapitalismus und "wir" können es posititv sehen, denn je mehr Menschen krank werden, desto mehr Medikamente können verkauft werden --> die Wirtschaft freuts.
Poliziste händ in Züri nüt ztue, Poliziste gänd in Züri nie ruhe #Phenomden
https://www.youtube.com/watch?v=flLA7Mot6BI

!!!LEGALIZE IT NOW!!!

Benutzeravatar
Titanium
Beiträge: 1298
Registriert: 04.08.03 @ 11:12
Wohnort: linkes Zürichseeufer

Re: Der Politik Fred

Beitragvon Titanium » 12.06.19 @ 11:28

Von mir aus kannst Du auch sagen, dass der Mensch seine Lebensgrundsätze korrigieren muss, und zwar sofort und drastisch. Das ist ja das, was nötig wäre, damit nicht noch mehr Schaden entsteht. Dadurch sind aber die bisher entstandenen Umweltschäden nicht weggewischt! Die Schwierigkeit besteht eben darin, dass wir global vernetzt sind. Bis nur alle begreiffen, was mit der Welt geschieht, dauert es endlose Zeit. Zeit, die wir eigentlich nicht mehr haben.
Ich bin als FCZ-Fan auf die Welt gekommen und werde diese Erde als FCZ-Fan verlassen. Meine Kinder werden entsprechend erzogen und meine Einstellung von Herzen weiterleben, in Ewigkeit, Amen!

Benutzeravatar
dennisov
Beiträge: 2155
Registriert: 02.02.12 @ 18:05
Wohnort: In Züri, wo suscht?

Re: Der Politik Fred

Beitragvon dennisov » 12.06.19 @ 11:46

Titanium hat geschrieben:Von mir aus kannst Du auch sagen, dass der Mensch seine Lebensgrundsätze korrigieren muss, und zwar sofort und drastisch. Das ist ja das, was nötig wäre, damit nicht noch mehr Schaden entsteht. Dadurch sind aber die bisher entstandenen Umweltschäden nicht weggewischt! Die Schwierigkeit besteht eben darin, dass wir global vernetzt sind. Bis nur alle begreiffen, was mit der Welt geschieht, dauert es endlose Zeit. Zeit, die wir eigentlich nicht mehr haben.


Ich glaube was wir hier im Westen schlicht nicht kapieren ist, dass nicht jeder Mensch die gleichen Lebensgrundsätze haben kann. Wie sollen diese auch gleich sein, wenn z.B. Millionen von Menschen sich täglich über viel banalere Dinge wie "wo treibe ich Essen und Geld für meine Familie auf" Gedanken machen müssen? Solange unsere Konzerne auf der ganzen Welt wüten und einen scheiss auf alles bis auf ihr Gewinn geben, kann man hier zu lande noch lange sagen "ja aber wenn die anderen Menschen nichts machen... blablabla". Was tun wir dann? Nichts ist hier die Antwort. Denn wir verhindern ja nicht, dass unsere Konzerne andere Länder ausbeuten und Korruption weltweit attraktiv machen. Nicht mal der Bund verhindert dies z.B. beim Gold. Ja wir sind auch korrupt und jetzt steinigt mich wenn ihrs nicht wahrhaben wollt ;-)
Poliziste händ in Züri nüt ztue, Poliziste gänd in Züri nie ruhe #Phenomden
https://www.youtube.com/watch?v=flLA7Mot6BI

!!!LEGALIZE IT NOW!!!

Benutzeravatar
Zhyrus
Beiträge: 8498
Registriert: 10.09.10 @ 13:49

Re: Der Politik Fred

Beitragvon Zhyrus » 12.06.19 @ 11:56

Ich denke auch, dass es eine Arroganz des Westens ist (ich schliesse mich ein), unseren Lebensstil als gegeben zu verstehen, obwohl man weiss, dass die Welt im Nu kollabieren würde, wenn alle Menschen auf diesem Planeten auf gleich grossem Fuss leben würden. Wir stehen m.E. gewaltig in der Verantwortung vorwärts zu machen, was den Umgang mit Resourcen und die Umweltbelastung betrifft. Ich möchte nicht wissen, was die "Graue Belastung" weltweit ist, die für Produkte und Services die final im Westen konsumiert werden (bspw. Fleischindustrie, Elektronik, Plastik, usw.).
Champions fail down and stand up!
SBE Management

Benutzeravatar
Dave
Beiträge: 4509
Registriert: 17.09.03 @ 18:40
Wohnort: Vice City

Re: Der Politik Fred

Beitragvon Dave » 19.06.19 @ 7:49

Ich finde das momentane Verhalten der EU sehr befremdlich, friss oder stirb lautet das Motto.
In Brüssel haben sie wohl nach dem Brexit-Fiasko Angst, dass ihnen der Laden um die Ohren fliegt.
Die Grundprinzipien der EU einfach auf sehr diverse Länder überzustülpen funktioniert in meinen Augen schlecht.
Mit unserer direkten Demokratie ist die EU nicht kompatibel, ausser wir stimmen so ab, wie sich das Brüssel wünscht.
Den Rahmenvertrag würde ich nicht unterschreiben, da kann man gleich beitreten.
Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts!

Benutzeravatar
Titanium
Beiträge: 1298
Registriert: 04.08.03 @ 11:12
Wohnort: linkes Zürichseeufer

Re: Der Politik Fred

Beitragvon Titanium » 19.06.19 @ 8:02

Mit dem Rahmenvertrag stünden wir wohl weit besser da als wie mit einem Vollbeitritt. Da müssen einfach noch gewisse Punkte verhandelt werden, das ist klar. Und dabei muss sich die Schweiz auch auf stur stellen können und hart bleiben. Gewisse Themen sollten nicht verhandelbar sein. Das Wichtigste ist, dass unsere Endversion des Rahmenvertrags in der Schweiz breit abgestützt ist, von der Politik, den Gewerkschaften, den Verbänden, der Wirtschaft. Nur so können wir mit breiter Brust der EU entgegen treten. Und genau da habe ich grosse Zweifel. Denn die Bereitschaft zur Konsensfindung ist sehr schwammig.
Ich bin als FCZ-Fan auf die Welt gekommen und werde diese Erde als FCZ-Fan verlassen. Meine Kinder werden entsprechend erzogen und meine Einstellung von Herzen weiterleben, in Ewigkeit, Amen!

Benutzeravatar
bluesoul
Beiträge: 4280
Registriert: 03.08.06 @ 13:56
Wohnort: Ostblock

Re: Der Politik Fred

Beitragvon bluesoul » 23.06.19 @ 20:57

Gute Idee heute in der NZZ am Sonntag von Charles Lewinsky: bei Wahlen kann man wie bis anhin seine Leute wählen, die man gut findet. Panaschieren, Kumulieren etc. Und am Ende gibt es eine Zeile auf der man den Namen eine Kandidaten schreiben kann und der oder die dann auch eine Minusstimme erhält. Allenfalls mit Glanzresultat gewählt wäre aber so viele Minusstimmen erhält, dass er doch nicht gewählt wird. So könnten die Aargauer einen Glarner, die Zürcher einen Köppel und die Zuger einen Aeschi und die Berner einen Hess verhindern. Die Politik würde weil sich die bisherigen Provokateure mehr benehmen müssten anständiger, vielleicht etwas langweiliger aber sicher konstruktiver.

likavi
Beiträge: 929
Registriert: 16.08.06 @ 12:30

Re: Der Politik Fred

Beitragvon likavi » 24.06.19 @ 9:33

dennisov hat geschrieben:Ich glaube was wir hier im Westen schlicht nicht kapieren ist, dass nicht jeder Mensch die gleichen Lebensgrundsätze haben kann. Wie sollen diese auch gleich sein, wenn z.B. Millionen von Menschen sich täglich über viel banalere Dinge wie "wo treibe ich Essen und Geld für meine Familie auf" Gedanken machen müssen? Solange unsere Konzerne auf der ganzen Welt wüten und einen scheiss auf alles bis auf ihr Gewinn geben, kann man hier zu lande noch lange sagen "ja aber wenn die anderen Menschen nichts machen... blablabla". Was tun wir dann? Nichts ist hier die Antwort. Denn wir verhindern ja nicht, dass unsere Konzerne andere Länder ausbeuten und Korruption weltweit attraktiv machen. Nicht mal der Bund verhindert dies z.B. beim Gold. Ja wir sind auch korrupt und jetzt steinigt mich wenn ihrs nicht wahrhaben wollt ;-)


Zhyrus hat geschrieben:Ich denke auch, dass es eine Arroganz des Westens ist (ich schliesse mich ein), unseren Lebensstil als gegeben zu verstehen, obwohl man weiss, dass die Welt im Nu kollabieren würde, wenn alle Menschen auf diesem Planeten auf gleich grossem Fuss leben würden. Wir stehen m.E. gewaltig in der Verantwortung vorwärts zu machen, was den Umgang mit Resourcen und die Umweltbelastung betrifft. Ich möchte nicht wissen, was die "Graue Belastung" weltweit ist, die für Produkte und Services die final im Westen konsumiert werden (bspw. Fleischindustrie, Elektronik, Plastik, usw.).


Also, bei allem das Problem beim "Westen" zu suchen, ist sehr einseitig und historisch inkorrekt. Wer ein bisschen in der Welt herumgekommen ist, wird eingestehen müssen, dass andere Weltregionen kein bisschen besser sind. Der "Westen" war nicht nur Vorreiter der Industrialisierung, sondern auch des Umweltschutzes. Es sind Menschen und Organisationen aus westlichen Ländern, die sich schon seit Jahrzehnten nicht nur um den Umweltschutz in den eigenen Ländern, sondern weltweit engagieren. Fun fact: die Schweiz war in den 70-er Jahren das erste Land weltweit, wo es eine "Grüne Partei" ins nationale Parlament schaffte.

Westliche Unternehmen haben durchaus bis zu einem gewissen Grad westliche Standards beispielsweise im Umweltschutz in andere Länder weltweit getragen und dort popularisiert (wovon kaum mal berichtet wird, Good News sind halt No News). Allerdings zugegeben bei weitem nicht im gleichen Ausmass wie "zuhause". Das hat aber in erster Linie damit zu tun, dass die politischen, ökonomischen und kulturellen Verhältnisse vor Ort bestimmen, "wie der Hase läuft". Wenn es in einem Land Korruption gibt, dann gibt es diese völlig unabhängig davon, ob westliche Unternehmen dort mitmischen oder nicht. Egal ob du Chinese, Deutscher oder Einheimischer bist, wenn du in einem rohstoffreichen Land mit viel Korruption investieren willst, passt du dich entweder den lokalen Gegebenheiten bis zu einem gewissen Grad an, oder das Ganze läuft halt ohne dich. Der Unterschied für uns ist: wenn "eigene" Unternehmen involviert sind, dann erfahren wir früher oder später etwas darüber in den Medien und es gibt reihenweise Dokus darüber - sonst eher nicht.

Mit die grössten heute spürbaren Umweltkatastrophen haben übrigens frühe Zivilisationen angerichtet - in mehreren Weltregionen (u.a. Naher Osten, Nordamerika) sind menschgemachte Wüstenregionen entstanden, weil vor tausenden Jahren indigene Völker ganze Gebiete komplett abgeholzt und nicht wieder aufgeforstet haben. Wenn man sich das vor Augen führt, muss man sagen: vieles ist zwar heute schlimm, aber angesichts von einer 8 Milliarden grossen Menschheit mit ihren immensen technologischen Möglichkeiten könnte die Lage noch weit schlimmer sein.

Warum heute gerade die Weltmeere so stark in Mitleidenschaft gezogen werden, ist klar. Es sind "internationale Gewässer", die niemandem gehören. Deshalb kümmert sich niemand drum. In privaten Gärten, Wäldern oder Gewässern hat der Eigentümer ein ureigenes Interesse, dass diese nicht verschmutzt und zerstört werden, weil er und seine Erben diese in Zukunft ja weiter nutzen wollen. Die schwersten Umweltzerstörungen des 20. Jahrhunderts hat die Sowjetunion angerichtet. Es gab dort keine privaten Eigentumsrechte mit entsprechender Nachhaltigkeitsmotivation. Und staatliche Kontrolle funktionierte auch nicht, weil dem Staat ja alles gehörte und dieser sich nicht selbst auf die Finger haut. Die Schwerindustrien nahmen daher absolut null Rücksicht auf Gesundheit von Mensch und Natur. Und mit grossflächigen planwirtschaftlichen Monokulturen wurde mit dem Aralsee einer der weltgrössten Binnenseen innert kürzester Zeit im wahrsten Sinne des Wortes "dem Erdboden gleichgemacht".

Auch wenn die Dampfmaschine aus England stammt, ist Materialismus nicht "westlich", sondern "menschlich". Alle Menschen streben danach, vor allem diejenigen, die unseren Lebensstandard noch nicht erreicht haben. Wir leben zudem in einer Welt, in welcher der Einfluss der USA abnimmt, und damit auch westliche Werte und Vorstellungen beispielsweise bezüglich Umweltschutz. Sicher ist: das beliebte Schwarzpeterspiel "der Westen ist schuld / soll bezahlen" führt in Zukunft nirgendwo hin.


Zurück zu „Smalltalk“



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: chiiswaerch, schwizermeischterfcz und 27 Gäste