Der Politik Fred

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tehmoc
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Re: Der Politik Fred

Beitragvon tehmoc » 17.11.16 @ 11:33

devante hat geschrieben:
Krönu hat geschrieben:In der Schweiz haben wir 38% Atomstrom. Fallen diese 38% Prozent irgendwann mal weg müssen diese natürlich kompensiert werden. Aber wie nur? Auf welche Kraftwerke möchte man setzten? Und zu welchem Preis? Können wir noch mehr Speicherkraftwerke und Laufwasserkraftwerke bauen in der Schweiz? Wenn ja, würden es die gleichen Leute verhindern, die jetzt nach Atomausstieg schreien? Was ist, wenn wir den Bedarf auch im Sommer nicht mehr selber decken können? Kaufen wir den fehlenden Strom dann schlussendlich einfach bei den Franzosen oder Deutschen ein, so dass wir wieder Atomstrom und/oder sogar Strom aus fossilen Brennstoffen im Netz haben? Diese Fragen stelle ich mir.

genau das hat mich dazu bewogen, ein nein abzuschicken. Hier auch schön nachzulesen:
http://www.nzz.ch/schweiz/atomausstiegs ... -ld.126682


Seufz.

Auf eure Fragen gibt es Antworten, man findet sie relativ leicht. Energiestrategie 2050 des Bundes oder dann halt ein Blick auf Wikipedia und das Stichwort "Atomausstieg Deutschland" reichen für einen Überblick. Die NZZ schreibt völligen Unsinn und kann bei dem Thema nicht mitreden, weil sie schon immer auf der Seite der Atomlobby stand. Zum Beispiel der hanebüchene Verweis auf den dreckigen Strommix: Natürlich belasten fossile Brennstoffe die Luft stärker als AKW-Strom. Ist ja logisch. Dafür belastet Atommüll die Weltmeere und kontaminiert das Erdreich. Die Endlagerung ist technisch nicht wirklich gelöst. Googelt mal "Gorleben".

Dann der Verweis auf Stromimporte im Winter. Es ist einfach eine gezielte Lüge, dass diese aus Kohlestrom bestehen werden. Unser Nachbarland Deutschland exportiert gerade im Winter SOLARSTROM zu Billigpreisen, weil die Speicherung wie schon richtig angedeutet mit enormen Verlusten verbunden ist und man deshalb den Markt damit schwemmt.

Und gerade Deutschland hat den Atomausstieg ja schon länger beschlossen. Bei dessen Nachbar Frankreich, der voll auf AKW setzt, sieht es dagegen so aus: "Zu Spitzenlastzeiten sei der Strom aus deutschen Photovoltaikanlagen für Frankreich günstiger als aus seinen eigenen, oft überlasteten Atomreaktoren. Das der französischen Regierung unterstellte 'Zentrum für strategische Analysen' kam zu dem Schluss, der Ausbau der erneuerbaren Energien im Nachbarland Deutschland sichere nicht nur den Klimaschutz, sondern auch die energetische Unabhängigkeit des Landes."

Ausserdem noch zum Thema Elektromobilität: Diese Technologie ist reif für die industrielle Serienfertigung. Es ist technisch längst möglich, mit einem Elektromobil quer durch die Schweiz zu fahren. Die Reichweiten mit modernen Lithium-Ionen-Batterien liegt bei mindestens 300 Kilometern. Das bedeutet auf die Schweiz bezogen, das ein Netz aus 5 - 6 Tankstellen (eigentlich einfache Steckdosen) in der Schweiz ausreicht, um das ganze Land abzudecken.

Schweizer Unternehmen und Forschungsstätten sind übrigens führend im Bereich der Elektromobilität, das weltweit grösste Elektromobil wird hier entwickelt, E-Schiffe und E-Lastwagen werden hier gebaut. Im Zürcher Unterland steht die modernste Solarzellen-Fabrik der Welt, ein Joint Venture von EMPA und einem asiatischen Investor. Es gibt keine Energieform, bei der die Forschung so viele Fortschritte macht wie die Photovoltaik.

Zu empfehlen ist das neue "Punkt Magazin", das am Kiosk erhältlich ist. Dort findet sich ein spannender Beitrag über die E-Mobilität in der Schweiz, made im Kanton Zürich.

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laissa
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Re: Der Politik Fred

Beitragvon laissa » 17.11.16 @ 12:01

die schweiz besitzt keine rohstoffe. und übrigens auch der atomstrom ist nicht schweizerisch sondern wird als Rohstoff(aufbereitet) importiert. uranabbau ist so ziemlich etwas vom gefährlichsten und schädigt die umwelt extrem.
nun besteht die möglichkeit auf 100%ige unabhängige gewinnung von strom. das risiko eines kollapses ist relativ gering, da jederzeit ein ausgleich stattfinden kann. die ganze entwicklung in diesem bereich fängt erst so richtig an und bietet der industrie und forschung eine chance sich weltweit zu positionieren. packen wir es an!

Dräcksocke
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Re: Der Politik Fred

Beitragvon Dräcksocke » 17.11.16 @ 12:34

Krönu hat geschrieben:In der Schweiz haben wir 38% Atomstrom. Fallen diese 38% Prozent irgendwann mal weg müssen diese natürlich kompensiert werden. Aber wie nur? Auf welche Kraftwerke möchte man setzten? Und zu welchem Preis? Können wir noch mehr Speicherkraftwerke und Laufwasserkraftwerke bauen in der Schweiz? Wenn ja, würden es die gleichen Leute verhindern, die jetzt nach Atomausstieg schreien? Was ist, wenn wir den Bedarf auch im Sommer nicht mehr selber decken können? Kaufen wir den fehlenden Strom dann schlussendlich einfach bei den Franzosen oder Deutschen ein, so dass wir wieder Atomstrom und/oder sogar Strom aus fossilen Brennstoffen im Netz haben? Diese Fragen stelle ich mir.

edit: Quelle: http://www.bfe.admin.ch/php/modules/pub ... 496391.pdf


Leider ist die Endlagerung des Abfalls bis heute nicht gelöst. Wollen wir noch 30 Jahre plus so weitermachen und noch mehr Abfall generieren.
Man kann auch so plump sagen, dass diese Leute, welche die Atomwerke befürworten, wie alle eigentlich, den Abfall nicht unter ihren Füssen haben wollen.

Ich halte es als nicht so tragisch für die nächsten Jahre bis man mit den erneuerbaren Energie soweit ist sich wieder selbst zu versorgen, billigen Atomstrom aus Frankreich zu importieren und
wenn es auch Kohlestrom sein sollte, auch diese (alten Werke) werden früher oder später stillgelegt. Der Prozess ist ja im Gange. Dafür haben wir den Abfall nicht im eigenen Land und sind
für diesen nicht mehr verantwortlich und tragen ein deutlich kleineres Sicherheitsrisiko.

Die Atomlobby steht halt m.M.n. nach wie vor hinter den Werken, weil die Energiekonzerne noch keine Rückstellungen für die teuren Stilllegung gebildet haben und sehr stark bluten müssten.
Dass die Werke keine Zukunft haben, wissen auch sie. Es geht nicht um die Versorgungssicherheit, sondern wie so oft einfach nur ums Geld.

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sürmel
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Re: Der Politik Fred

Beitragvon sürmel » 17.11.16 @ 12:58

Dräcksocke hat geschrieben:
Krönu hat geschrieben:In der Schweiz haben wir 38% Atomstrom. Fallen diese 38% Prozent irgendwann mal weg müssen diese natürlich kompensiert werden. Aber wie nur? Auf welche Kraftwerke möchte man setzten? Und zu welchem Preis? Können wir noch mehr Speicherkraftwerke und Laufwasserkraftwerke bauen in der Schweiz? Wenn ja, würden es die gleichen Leute verhindern, die jetzt nach Atomausstieg schreien? Was ist, wenn wir den Bedarf auch im Sommer nicht mehr selber decken können? Kaufen wir den fehlenden Strom dann schlussendlich einfach bei den Franzosen oder Deutschen ein, so dass wir wieder Atomstrom und/oder sogar Strom aus fossilen Brennstoffen im Netz haben? Diese Fragen stelle ich mir.

edit: Quelle: http://www.bfe.admin.ch/php/modules/pub ... 496391.pdf


Leider ist die Endlagerung des Abfalls bis heute nicht gelöst. Wollen wir noch 30 Jahre plus so weitermachen und noch mehr Abfall generieren.
Man kann auch so plump sagen, dass diese Leute, welche die Atomwerke befürworten, wie alle eigentlich, den Abfall nicht unter ihren Füssen haben wollen.

Ich halte es als nicht so tragisch für die nächsten Jahre bis man mit den erneuerbaren Energie soweit ist sich wieder selbst zu versorgen, billigen Atomstrom aus Frankreich zu importieren und
wenn es auch Kohlestrom sein sollte, auch diese (alten Werke) werden früher oder später stillgelegt. Der Prozess ist ja im Gange. Dafür haben wir den Abfall nicht im eigenen Land und sind
für diesen nicht mehr verantwortlich und tragen ein deutlich kleineres Sicherheitsrisiko.

Die Atomlobby steht halt m.M.n. nach wie vor hinter den Werken, weil die Energiekonzerne noch keine Rückstellungen für die teuren Stilllegung gebildet haben und sehr stark bluten müssten.
Dass die Werke keine Zukunft haben, wissen auch sie. Es geht nicht um die Versorgungssicherheit, sondern wie so oft einfach nur ums Geld.


Das mit der Endlagerung stimmt zwar aber kein ziehendes Argument. Ob die Kraftwerke bis 2029 oder 2050 laufen macht zwar etwas aus von der Menge, aber ein Endlager brauchst du so oder so. Das Endlager werden gross genug sein, um den Abfall der Kraftwerke aufzunehmen, selbst wenn sie bis 2050 laufen.
Was, du bisch de Sürmel? Verdammt, jetz häsch mir grad e Illusion zerstört, bin mir sicher gsi du bisch so 50gi, grauhäärig und häsch e riese Wampe.

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Re: Der Politik Fred

Beitragvon devante » 17.11.16 @ 13:39

headhunters hat geschrieben:
devante hat geschrieben:
Krönu hat geschrieben:In der Schweiz haben wir 38% Atomstrom. Fallen diese 38% Prozent irgendwann mal weg müssen diese natürlich kompensiert werden. Aber wie nur? Auf welche Kraftwerke möchte man setzten? Und zu welchem Preis? Können wir noch mehr Speicherkraftwerke und Laufwasserkraftwerke bauen in der Schweiz? Wenn ja, würden es die gleichen Leute verhindern, die jetzt nach Atomausstieg schreien? Was ist, wenn wir den Bedarf auch im Sommer nicht mehr selber decken können? Kaufen wir den fehlenden Strom dann schlussendlich einfach bei den Franzosen oder Deutschen ein, so dass wir wieder Atomstrom und/oder sogar Strom aus fossilen Brennstoffen im Netz haben? Diese Fragen stelle ich mir.

genau das hat mich dazu bewogen, ein nein abzuschicken. Hier auch schön nachzulesen:
http://www.nzz.ch/schweiz/atomausstiegs ... -ld.126682


Verstehe ich das jetzt richtig? Du setzt aus ökologische Gründen auf Atomstrom?

nein, siehe meine antwort vor ein paar tagen an dieter. Ich bin dagegen, weil ich glaube, dass wir mit der Energiestrategie 2050 bereits eine sinnvolle Alternativstrategie haben und wir die Kraftwerke, solange sie sicher sind, am Laufen lassen sollten.
BORGHETTI

Dräcksocke
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Re: Der Politik Fred

Beitragvon Dräcksocke » 17.11.16 @ 13:44

sürmel hat geschrieben:
Dräcksocke hat geschrieben:
Krönu hat geschrieben:In der Schweiz haben wir 38% Atomstrom. Fallen diese 38% Prozent irgendwann mal weg müssen diese natürlich kompensiert werden. Aber wie nur? Auf welche Kraftwerke möchte man setzten? Und zu welchem Preis? Können wir noch mehr Speicherkraftwerke und Laufwasserkraftwerke bauen in der Schweiz? Wenn ja, würden es die gleichen Leute verhindern, die jetzt nach Atomausstieg schreien? Was ist, wenn wir den Bedarf auch im Sommer nicht mehr selber decken können? Kaufen wir den fehlenden Strom dann schlussendlich einfach bei den Franzosen oder Deutschen ein, so dass wir wieder Atomstrom und/oder sogar Strom aus fossilen Brennstoffen im Netz haben? Diese Fragen stelle ich mir.

edit: Quelle: http://www.bfe.admin.ch/php/modules/pub ... 496391.pdf


Leider ist die Endlagerung des Abfalls bis heute nicht gelöst. Wollen wir noch 30 Jahre plus so weitermachen und noch mehr Abfall generieren.
Man kann auch so plump sagen, dass diese Leute, welche die Atomwerke befürworten, wie alle eigentlich, den Abfall nicht unter ihren Füssen haben wollen.

Ich halte es als nicht so tragisch für die nächsten Jahre bis man mit den erneuerbaren Energie soweit ist sich wieder selbst zu versorgen, billigen Atomstrom aus Frankreich zu importieren und
wenn es auch Kohlestrom sein sollte, auch diese (alten Werke) werden früher oder später stillgelegt. Der Prozess ist ja im Gange. Dafür haben wir den Abfall nicht im eigenen Land und sind
für diesen nicht mehr verantwortlich und tragen ein deutlich kleineres Sicherheitsrisiko.

Die Atomlobby steht halt m.M.n. nach wie vor hinter den Werken, weil die Energiekonzerne noch keine Rückstellungen für die teuren Stilllegung gebildet haben und sehr stark bluten müssten.
Dass die Werke keine Zukunft haben, wissen auch sie. Es geht nicht um die Versorgungssicherheit, sondern wie so oft einfach nur ums Geld.


Das mit der Endlagerung stimmt zwar aber kein ziehendes Argument. Ob die Kraftwerke bis 2029 oder 2050 laufen macht zwar etwas aus von der Menge, aber ein Endlager brauchst du so oder so. Das Endlager werden gross genug sein, um den Abfall der Kraftwerke aufzunehmen, selbst wenn sie bis 2050 laufen.


Stimmt, da hast du recht die Menge ist von den Kubikmetern verhältnismässig klein, aber vielleicht wären die Kosten eines kleineren Endlagers geringer, auch wenn weniger überwacht werden müsste. Auch die Zwischenlagerung bei den Atomkraftwerken bis das Endlager irgendwann in 50 Jahren gebaut ist, birgt Restrisiken. Eigentlich will doch niemand ein Endlager unter seinen Füssen, aber trozdem wollen viele eigenen Atomstrom, welcher Abfall produziert. Dies finde ich ein bisschen zwiespältig. Eben solange es einen selbst nicht trifft ists ok.

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Chandler
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Re: Der Politik Fred

Beitragvon Chandler » 17.11.16 @ 13:55

Baloo hat geschrieben:
Chandler hat geschrieben:Und das wäre was genau? Zähl mal auf...


Neben den üblichen Verdächtigen (Wasser-, Wind- und Solarenergie) gibt es diverse interessante Ansätze. Zum Beispiel lässt sich durch Fussgänger elektrische Energie erzeugen https://www.3sat.de/page/?source=/hitec/153963/index.html oder auch in der Landwirtschaft mittels Biogas ist noch einiges möglich http://www.nzz.ch/articleD4KRT-1.169105.
Auch sehr interessant finde ich dieses Projekt: Energieautarkes Mehrfamilienhaus


Das sind eben genau (noch) keine echten Alternativen.

1. Solarenergie kannst du in der Schweiz praktisch vergessen. Im Herbst und Winter hast du praktisch keine Stromproduktion, weil es häufig bewölkt oder dunkel ist. Im Sommer ist es etwas besser, aber z.B. im letzten Sommer war die Stromproduktion auch eher schlecht. Ich habe an verschiedenen Standorten in der Schweiz Solaranlagen aufgestellt und im Winter war die Stromproduktion jeweils ungenügend. Wer das Gegenteil behauptet, der hat keine praktischen Erfahrungen mit solchen Anlagen in der Schweiz (oder ist Verkäufer oder Politiker).

2. Wasser. Wo willst du zusätzliche Fliesskraftwerke hinstellen? Weitere Flüsse kanalisieren? In der Schweiz ist der Trend gerade umgekehrt. Zudem hast du starke Schwankungen wegen des Wasserstandes (ähnliches gilt für Speicherkraftwerke). Pumpkraftwerke haben einen Netto-Stromverbrauch. Das heisst, sie verbrauchen mehr Strom als sie erzeugen (Atom- und Kohlestrom in der Nacht zum Auffüllen, damit das Wasser den Tag durch wieder runtergelassen wird). Das ist im Moment vielleicht die effizienteste Methode Energie zu speichern, aber das kann jetzt auch nicht die Zukunft sein. Man ist angewiesen auf mehr "billigen" Strom.

3. Wind. Damit das in der Schweiz einigermassen effizient ist, müsstest du diese in den Bergen aufstellen. Dort hat dann nicht nur der Landschafts- und Naturschutz etwas dagegen, sondern auch die "Nachbarn", denn Windräder führen zu beachtlichen Lärmemissionen und erzeugen nicht annähernd gleich viel Strom wie ein AKW. Zudem müsste man neue Leitungen in die Berge legen...

All die anderen Vorschläge: sorry aber das sind Spielereien. Von solchen Dingen liest man seit Jahren immer mal wieder, wenn ein Forscher auf sein Projekt aufmerksam machen will, um z.B. neues Funding zu bekommen. Nach ein paar Jahren hört man dann plötzlich nichts mehr davon, weil die Stromerzeugung in keinem Verhältnis zum Aufwand ist. Darauf seine Hoffnungen zu ruhen wäre ziemlich naiv.

Baloo hat geschrieben:
Krönu hat geschrieben:Zur eigentlichen Frage: Die AKWs (ohne echte Alternative) auf Teufel komm raus abzuschalten, ist schlicht der falsche Weg. Ein Stromnetz kann nicht nur mit wetterabhängigen (Wind, Solar) oder Wasserkraft betrieben werden. Da Strom eher schlecht gespeichert werden kann (zumindest in dieser Menge), brauchen wir Kraftwerke, welche unabhängig von Wetterbedingungen und Wasserstand in einem Staudamm, jederzeit und Bedarfsabhängig Energie produzieren kann. Wenn das die Schweiz nicht mehr kann, wird der fehlende Strom von Deutschland (Kohle, Gas, Öl...) oder von Frankreich (Atom, Tendenz steigend) gekauft. Und dann wären wir wieder gleich weit und der Strompreis würde steigen. NEIN zum Hauruck-Ausstieg, ja zu einem langfristigen Ausstieg mit echten Alternativen. Hört mir aber bitte auf, dass Solar, Wind etc. Wer dies behauptet hat schlicht keine Ahnung wie unser europäisches Stromnetz funktioniert.


Wenn ich das so lese, bekomme ich den Eindruck, dass auch du keine Ahnung hast, wie unser Stromnetz funktioniert. Zum einen sind Kernkraftwerke denkbar ungeeignet um Schwankungen im Netz auszugleichen, da KKWs zu den typischen Grundlastkraftwerken zählen, die sich nur sehr langsam regeln lassen. Ausserdem ist der Energiebedarf im Tagesverlauf ziemlich gut voraussagbar. Um Schwankungen oder unvorhersehbare Spitzenlasten abzufangen sind allerdings nur Spitzenlastkraftwerke geeignet. Nur diese lassen sich innerhalb von wenigen Sekunden bedarfsgerecht zu- oder abschalten.


Das ist ja gerade der springende Punkt. Die Stromversorgung ist vorhersagbar und man kann sich darauf ausrichten. Bei den diskutierten erneuerbaren Energien kann man das aber nicht. Es kommt soviel wie es halt kommt. Die Einspeisung ins Netz ist alles andere als einfach. Und wenns mal sehr viel Energie gibt (z.B. bei einem Orkan), musst du eine Windanlage sofort ausstellen, weil sonst die Leitungen überlasten.

Bin auch dafür, dass man die jetzigen AKWs langfristig abstellt. Aber jetzt auf Teufel komm raus alle AKWs abzustellen, obwohl weder die Technologie, noch die Infrastruktur vorhanden ist, wäre sowas von fahrlässig. Klar kann man den Stromkonsum senken oder du kannst dir zuhause ein Fahrrad bauen, womit du genügend Strom erzeugen kannst um einen Hotdog zu kochen (wäre für die Fitness gar nicht so schlecht)... Aber damit wären auf Dauer wohl die wenigsten einverstanden. Zumal der Trend eigentlich in die entgegengesetzte Richtung geht, d.h. Digitalisierung, mehr Kommunikation und technische Geräte, d.h. eher höherer Verbrauch.

tehmoc hat geschrieben:Dann der Verweis auf Stromimporte im Winter. Es ist einfach eine gezielte Lüge, dass diese aus Kohlestrom bestehen werden. Unser Nachbarland Deutschland exportiert gerade im Winter SOLARSTROM zu Billigpreisen, weil die Speicherung wie schon richtig angedeutet mit enormen Verlusten verbunden ist und man deshalb den Markt damit schwemmt.


Woher hast du das? Um wieviel Strom handelt es sich? Das macht für mich absolut keinen Sinn.

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Chandler
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Re: Der Politik Fred

Beitragvon Chandler » 17.11.16 @ 14:01

Dräcksocke hat geschrieben:Eigentlich will doch niemand ein Endlager unter seinen Füssen, aber trozdem wollen viele eigenen Atomstrom, welcher Abfall produziert. Dies finde ich ein bisschen zwiespältig. Eben solange es einen selbst nicht trifft ists ok.


So funktioniert der Mensch. In diversen europäischen Staaten sind sich die Leute einig, dass man sparen muss, nur nicht bei sich selber. Alle wollen einen besseren Handyempfang, nur nicht die Antenne neben ihrem Haus. Es gibt tausend solcher Beispiele. Klar, dass ein Endlager noch eine ganz andere Dimension ist. Aber auch ein Windkraftwerk würden die meisten nicht gerne in der Nachbarschaft haben (und bei Wasserkraftwerken gibt es auch immer diverse Einsprachen).

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Re: Der Politik Fred

Beitragvon dennisov » 17.11.16 @ 16:10

Chandler hat geschrieben:
Baloo hat geschrieben:
Chandler hat geschrieben:Und das wäre was genau? Zähl mal auf...


Neben den üblichen Verdächtigen (Wasser-, Wind- und Solarenergie) gibt es diverse interessante Ansätze. Zum Beispiel lässt sich durch Fussgänger elektrische Energie erzeugen https://www.3sat.de/page/?source=/hitec/153963/index.html oder auch in der Landwirtschaft mittels Biogas ist noch einiges möglich http://www.nzz.ch/articleD4KRT-1.169105.
Auch sehr interessant finde ich dieses Projekt: Energieautarkes Mehrfamilienhaus


Das sind eben genau (noch) keine echten Alternativen.

1. Solarenergie kannst du in der Schweiz praktisch vergessen. Im Herbst und Winter hast du praktisch keine Stromproduktion, weil es häufig bewölkt oder dunkel ist. Im Sommer ist es etwas besser, aber z.B. im letzten Sommer war die Stromproduktion auch eher schlecht. Ich habe an verschiedenen Standorten in der Schweiz Solaranlagen aufgestellt und im Winter war die Stromproduktion jeweils ungenügend. Wer das Gegenteil behauptet, der hat keine praktischen Erfahrungen mit solchen Anlagen in der Schweiz (oder ist Verkäufer oder Politiker).

2. Wasser. Wo willst du zusätzliche Fliesskraftwerke hinstellen? Weitere Flüsse kanalisieren? In der Schweiz ist der Trend gerade umgekehrt. Zudem hast du starke Schwankungen wegen des Wasserstandes (ähnliches gilt für Speicherkraftwerke). Pumpkraftwerke haben einen Netto-Stromverbrauch. Das heisst, sie verbrauchen mehr Strom als sie erzeugen (Atom- und Kohlestrom in der Nacht zum Auffüllen, damit das Wasser den Tag durch wieder runtergelassen wird). Das ist im Moment vielleicht die effizienteste Methode Energie zu speichern, aber das kann jetzt auch nicht die Zukunft sein. Man ist angewiesen auf mehr "billigen" Strom.

3. Wind. Damit das in der Schweiz einigermassen effizient ist, müsstest du diese in den Bergen aufstellen. Dort hat dann nicht nur der Landschafts- und Naturschutz etwas dagegen, sondern auch die "Nachbarn", denn Windräder führen zu beachtlichen Lärmemissionen und erzeugen nicht annähernd gleich viel Strom wie ein AKW. Zudem müsste man neue Leitungen in die Berge legen...

All die anderen Vorschläge: sorry aber das sind Spielereien. Von solchen Dingen liest man seit Jahren immer mal wieder, wenn ein Forscher auf sein Projekt aufmerksam machen will, um z.B. neues Funding zu bekommen. Nach ein paar Jahren hört man dann plötzlich nichts mehr davon, weil die Stromerzeugung in keinem Verhältnis zum Aufwand ist. Darauf seine Hoffnungen zu ruhen wäre ziemlich naiv.

Baloo hat geschrieben:
Krönu hat geschrieben:Zur eigentlichen Frage: Die AKWs (ohne echte Alternative) auf Teufel komm raus abzuschalten, ist schlicht der falsche Weg. Ein Stromnetz kann nicht nur mit wetterabhängigen (Wind, Solar) oder Wasserkraft betrieben werden. Da Strom eher schlecht gespeichert werden kann (zumindest in dieser Menge), brauchen wir Kraftwerke, welche unabhängig von Wetterbedingungen und Wasserstand in einem Staudamm, jederzeit und Bedarfsabhängig Energie produzieren kann. Wenn das die Schweiz nicht mehr kann, wird der fehlende Strom von Deutschland (Kohle, Gas, Öl...) oder von Frankreich (Atom, Tendenz steigend) gekauft. Und dann wären wir wieder gleich weit und der Strompreis würde steigen. NEIN zum Hauruck-Ausstieg, ja zu einem langfristigen Ausstieg mit echten Alternativen. Hört mir aber bitte auf, dass Solar, Wind etc. Wer dies behauptet hat schlicht keine Ahnung wie unser europäisches Stromnetz funktioniert.


Wenn ich das so lese, bekomme ich den Eindruck, dass auch du keine Ahnung hast, wie unser Stromnetz funktioniert. Zum einen sind Kernkraftwerke denkbar ungeeignet um Schwankungen im Netz auszugleichen, da KKWs zu den typischen Grundlastkraftwerken zählen, die sich nur sehr langsam regeln lassen. Ausserdem ist der Energiebedarf im Tagesverlauf ziemlich gut voraussagbar. Um Schwankungen oder unvorhersehbare Spitzenlasten abzufangen sind allerdings nur Spitzenlastkraftwerke geeignet. Nur diese lassen sich innerhalb von wenigen Sekunden bedarfsgerecht zu- oder abschalten.


Das ist ja gerade der springende Punkt. Die Stromversorgung ist vorhersagbar und man kann sich darauf ausrichten. Bei den diskutierten erneuerbaren Energien kann man das aber nicht. Es kommt soviel wie es halt kommt. Die Einspeisung ins Netz ist alles andere als einfach. Und wenns mal sehr viel Energie gibt (z.B. bei einem Orkan), musst du eine Windanlage sofort ausstellen, weil sonst die Leitungen überlasten.

Bin auch dafür, dass man die jetzigen AKWs langfristig abstellt. Aber jetzt auf Teufel komm raus alle AKWs abzustellen, obwohl weder die Technologie, noch die Infrastruktur vorhanden ist, wäre sowas von fahrlässig. Klar kann man den Stromkonsum senken oder du kannst dir zuhause ein Fahrrad bauen, womit du genügend Strom erzeugen kannst um einen Hotdog zu kochen (wäre für die Fitness gar nicht so schlecht)... Aber damit wären auf Dauer wohl die wenigsten einverstanden. Zumal der Trend eigentlich in die entgegengesetzte Richtung geht, d.h. Digitalisierung, mehr Kommunikation und technische Geräte, d.h. eher höherer Verbrauch.

tehmoc hat geschrieben:Dann der Verweis auf Stromimporte im Winter. Es ist einfach eine gezielte Lüge, dass diese aus Kohlestrom bestehen werden. Unser Nachbarland Deutschland exportiert gerade im Winter SOLARSTROM zu Billigpreisen, weil die Speicherung wie schon richtig angedeutet mit enormen Verlusten verbunden ist und man deshalb den Markt damit schwemmt.


Woher hast du das? Um wieviel Strom handelt es sich? Das macht für mich absolut keinen Sinn.


1. Ein guter Freund von mir hat seit einem Jahr Solarzellen auf seinem Dach und das hier in der Stadt Zürich. Und es funktioniert und rendiert. Das sogar für eine 4-köpfige Familie in einem 3 stöckigen Haus! Was sagst du nun?

Man stelle sich vor jeder Haushalt hätte dies hier in der Schweiz, dann wären die 38% Atomenergie schon laaaange überflüssig und wir hätten womöglich sogar noch einen kleinen Überschuss an Energie.

Aber nein, lasst uns lieber bis 2050 noch weitere hunderte oder tausende Tonnen hochgiftiger Atommüll im Zürcher Oberland oder wo auch immer "sicher" vergraben (so sicher wie die Titanic) und hoffen, dass nie etwas passiert. Und selbst wenn ist das halb so wild, denn die Schweiz ist ja sooo gross, dass dies nicht schwer ins Gewicht fallen würde, wenn ein bisschen Land für die nächsten paar 100'000 Jahre kontaminiert wäre. Das ist zudem viel ungefährlicher als die sensible Wirtschaft mit erneuerbarer Energie zu gefährden. Zudem könnte die Axpo dann womöglich kein sponsoring mehr betreiben, wie schrecklich wäre denn das?!

2. Gegenfrage, wo willst du den Atommüll endlagern? Hast du eigentlich eine Ahnung wie dies gemacht wird und vor allem wo dies gemacht wird??? Ich glaube alle die mit nein abgestimmt haben, haben keine Ahnung. Eure Kinder werden euch dankbar sein für euer nicht Wissen.

3. Geh mal nach Holland und zieh dir ihre Windanlagen rein. Das wird dich umhauen.
Poliziste händ in Züri nüt ztue, Poliziste gänd in Züri nie ruhe #Phenomden
https://www.youtube.com/watch?v=flLA7Mot6BI

!!!LEGALIZE IT NOW!!!

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Re: Der Politik Fred

Beitragvon bluesoul » 17.11.16 @ 16:37

Die Annahme der Initiative ist wichtig. Oder zumindest eine Volksmehrheit (auch wenns wohl am Ständemehr scheitern wird). Warum? Damit die SVP, die gegen die Energiestrategie 2050 das Referendum ergreifen will, sieht, dass ihr geliebtes Volch den Ausstieg will und ihren Widerstand aufgibt. Haben sie auch schon angekündigt.

Es braucht endlich eine endgültige Entscheidung für den Ausstieg. Und zwar für die Wirtschaft, für die Industrie. Nur so können sie die Zukunft planen, können sie sich auf weniger Stromkonsum einstellen, werden sie alternative Energien entsprechend fördern.

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Re: Der Politik Fred

Beitragvon sub » 17.11.16 @ 16:55

Finde es interessant, dass mit dem Argument die Alternativen seien noch nicht ausgereift für die Atomkraft lobbyiert wird. Hätte der gleiche Zukunfts- bzw. Fortschrittspessimisms geherrscht als die Atomkraft ihren vermeintlichen Siegeszug antrat, es stünde bis Heute wohl kein einziger Meiler. Hiess es doch damals allenthalben, dass bis die ersten Brennelemente durch seien, sich das Problem der Endlagerung dank dem technischen Fortschritt längst erledigt hätte...

Je früher man den Ausstieg anpackt desto besser. Abwarten, den Kopf in den Sand stecken und die Augen vor den zukunftsfähigen Alternativen zu verschliessen ist die schlechtmöglichste aller Lösungen. Würden Alternativenergien und deren Erforschung mit so viel Steuergeld subventioniert wie die Erforschung der Atomkraft, die Dinger bräuchte es längst nicht mehr.
Dä chunnt no!

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Re: Der Politik Fred

Beitragvon tehmoc » 17.11.16 @ 17:19

tehmoc hat geschrieben:Dann der Verweis auf Stromimporte im Winter. Es ist einfach eine gezielte Lüge, dass diese aus Kohlestrom bestehen werden. Unser Nachbarland Deutschland exportiert gerade im Winter SOLARSTROM zu Billigpreisen, weil die Speicherung wie schon richtig angedeutet mit enormen Verlusten verbunden ist und man deshalb den Markt damit schwemmt.


Chandler hat geschrieben:Woher hast du das? Um wieviel Strom handelt es sich? Das macht für mich absolut keinen Sinn.


Erst einmal gebe ich dir tendenziell Recht bei deinen Aussagen zum Ausbaupotenzial der erneuerbaren Energien in der Schweiz und zum Anstieg des Verbrauchs.
Der Ausfall der AKW wird nur teilweise durch Inlandstrom aufgefangen werden. Aber importe im klassischen Sinne sind nur eine Lösung. Warum sollen Schweizer Energieunternehmen nicht im Ausland Solar- und Windparks betreiben? Ausserdem ist Wasserkraft noch nicht für den Hausgebrauch adaptiert. Es gibt viele kleine Kanäle und Kläranlagenin der Schweiz, die mittels Kleinkraftwerken Energie produzieren können. Siehe hier: http://www.steffworld.com/en/1330/Steffturbine.htm/

Zur Frage selbst: Sinn macht es für mich auch nicht ganz. Dürfte mit den Preisen zusammenhängen. Aber es ist Tatsache: Deutschlands Stromexporte erreichen ihre Spitzenwerte im Winter, während die Importe im Sommer am höchsten sind.

Hier kannst du die Produktion sowie die Importe und Exporte der letzten 365 Tage in Deutschland ansehen. (Anhand der Einstellungen "letztes Jahr" bzw. "Import/Export":
https://www.agora-energiewende.de/de/themen/-agothem-/Produkt/produkt/76/Agorameter/

Natürlich ist im Winter die Produktion von Solarstrom am Niedrigsten. Aber trotzdem wird auch Solarstrom exportiert, da im Winter das Angebot zu gross ist. Es ist auch logisch,
dass Solarstrom aus Deutschland dann z.B. für die Schweiz eher teuer wird, wenn auch andere Länder wie etwa Frankreich Solarstrom in Deutschland einkaufen. Aber darüber, dass erneuerbare Energien preislich teurer sind als fossile, muss man eh nicht streiten. In der Gesamtkostenrechnung mit Umweltschäden und Entsorgung bei AKW sieht es dann wieder anders aus. Bei einem Ausstieg müssen wir diese nicht mehr finanzieren, was am Ende die Kosten ausgleicht.

Nachtrag: Man sieht z.B. Anhand der Export-Grafik auch, dass die Schweiz am 21. November 2015 0,6 GW aus Deutschland bezogen hat. Die Leistung allein durch Solarenergie in Deutschland betrug am selben Tag 1,3 GW. Ein Teil des Schweizer Stromimports kann im Winter also durch Solarenergie aus Deutschland gedeckt werden. Dazu könnte man in Zukunft auch Windenergie sowie Biogas (Aus Abfällen, klimaneutral, günstig) aus Deutschland und anderen Ländern importieren.

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Krönu
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Re: Der Politik Fred

Beitragvon Krönu » 17.11.16 @ 18:55

tehmoc hat geschrieben:Auf eure Fragen gibt es Antworten, man findet sie relativ leicht. Energiestrategie 2050 des Bundes oder dann halt ein Blick auf Wikipedia und das Stichwort "Atomausstieg Deutschland" reichen für einen Überblick. Die NZZ schreibt völligen Unsinn und kann bei dem Thema nicht mitreden, weil sie schon immer auf der Seite der Atomlobby stand. Zum Beispiel der hanebüchene Verweis auf den dreckigen Strommix: Natürlich belasten fossile Brennstoffe die Luft stärker als AKW-Strom. Ist ja logisch. Dafür belastet Atommüll die Weltmeere und kontaminiert das Erdreich. Die Endlagerung ist technisch nicht wirklich gelöst. Googelt mal "Gorleben".

Deutschland hat nach wie vor 8 AKWs am Netz und wird erst 2022 komplett atomfrei sein. Deutschland hat auch, im Gegensatz der Schweiz, viel mehr Möglichkeiten Alternative Energien zu produzieren (z.B. Nord/Ostsee, viel grössere Fläche für Solar- und Windparks, Gewässer etc.) und ist eigentlich gar nicht mit der Stromsituation in der Schweiz vergleichbar. Zudem hat D überwiegend konventionelle Kraftwerke (Kohle, Öl, Gas etc.) und kann damit eine gute Stabilität des Netzes garantieren, da diese einfach zu regulieren sind.

Atomkraft ist eines der grössten Verbrechen was die Menschen jemals zustande gebracht haben. Es muss lang- oder lieber mittelfristig das Ziel sein von dieser Energie loszukommen. Aber der Zeitpunkt ist zu früh und zu überhastet.

PS: Die Schweiz hat übrigens über 5000 Tonnen Atommüll im Meer versenkt. Nicht vergessen. http://www.srf.ch/news/schweiz/wie-schw ... verschwand
tehmoc hat geschrieben:Dann der Verweis auf Stromimporte im Winter. Es ist einfach eine gezielte Lüge, dass diese aus Kohlestrom bestehen werden. Unser Nachbarland Deutschland exportiert gerade im Winter SOLARSTROM zu Billigpreisen, weil die Speicherung wie schon richtig angedeutet mit enormen Verlusten verbunden ist und man deshalb den Markt damit schwemmt.

Das schlichtweg falsch.
Es ist richtig dass die Solarproduktion in D an sonnenreichen Tagen im Winter eine Überproduktion hat. Aber das ist alles andere als gut. Eine Überproduktion bedeutet auch eine Überspannung im Netz, der Strom muss schnellst möglich irgendwo verbraucht werden und man verschenkt ihn praktisch. Und glaub mir, das sind nur eine handvoll Tage im Winter. Studier mal ein paar Statistiken zu den Sonnenstunden in Wintermonaten. Und an den meisten Tagen im Winter bekommt die Schweiz halt doch den Kohle-Gas-Öl-Mix aus dem (bald-vielleicht-atomfreien)-Deutschland. Oder eben den Atom-Mix aus Frankreich.

tehmoc hat geschrieben:Und gerade Deutschland hat den Atomausstieg ja schon länger beschlossen. Bei dessen Nachbar Frankreich, der voll auf AKW setzt, sieht es dagegen so aus: "Zu Spitzenlastzeiten sei der Strom aus deutschen Photovoltaikanlagen für Frankreich günstiger als aus seinen eigenen, oft überlasteten Atomreaktoren. Das der französischen Regierung unterstellte 'Zentrum für strategische Analysen' kam zu dem Schluss, der Ausbau der erneuerbaren Energien im Nachbarland Deutschland sichere nicht nur den Klimaschutz, sondern auch die energetische Unabhängigkeit des Landes."

Beschlossen aber noch lange nicht vollzogen. Japan hat ebenfalls den Atomausstieg beschlossen und dann wieder rückgängig gemacht, obwohl Japan direkt von einer nuklearen Katastrophe betroffen war. Und das nicht (nur) wegen der Atomlobby, sondern weil es schlicht nicht möglich ist, in dieser kurzen Zeit alle AKWs vom Netz zu nehmen.
Es ist auch keine Überraschung das Frankreich den billigen, überschüssigen Strom von Deutschland kauft, wenn dann auch Bedarf besteht. Das macht hoffentlich jedes andere Land ebenfalls so.
tehmoc hat geschrieben:Ausserdem noch zum Thema Elektromobilität: Diese Technologie ist reif für die industrielle Serienfertigung. Es ist technisch längst möglich, mit einem Elektromobil quer durch die Schweiz zu fahren. Die Reichweiten mit modernen Lithium-Ionen-Batterien liegt bei mindestens 300 Kilometern. Das bedeutet auf die Schweiz bezogen, das ein Netz aus 5 - 6 Tankstellen (eigentlich einfache Steckdosen) in der Schweiz ausreicht, um das ganze Land abzudecken.

Ich finde Elektroautos sehr interessant und sollte vermehrt gefördert werden. Aber ich ich bin mir nicht ganz sicher ob du dies Ernst meinst wegen den 5 - 6 Tankstellen ;)

tehmoc hat geschrieben:Schweizer Unternehmen und Forschungsstätten sind übrigens führend im Bereich der Elektromobilität, das weltweit grösste Elektromobil wird hier entwickelt, E-Schiffe und E-Lastwagen werden hier gebaut. Im Zürcher Unterland steht die modernste Solarzellen-Fabrik der Welt, ein Joint Venture von EMPA und einem asiatischen Investor. Es gibt keine Energieform, bei der die Forschung so viele Fortschritte macht wie die Photovoltaik.


Ist dir aber auch klar, dass wir für Elektrofahrzeuge ebenfalls wieder Strom benötigen und der Strombedarf in Zukunft rasant Ansteigen könnte.
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Re: Der Politik Fred

Beitragvon tehmoc » 17.11.16 @ 23:05

Krönu hat geschrieben:Es ist richtig dass die Solarproduktion in D an sonnenreichen Tagen im Winter eine Überproduktion hat. Aber das ist alles andere als gut. Eine Überproduktion bedeutet auch eine Überspannung im Netz, der Strom muss schnellst möglich irgendwo verbraucht werden und man verschenkt ihn praktisch. Und glaub mir, das sind nur eine handvoll Tage im Winter. Studier mal ein paar Statistiken zu den Sonnenstunden in Wintermonaten. Und an den meisten Tagen im Winter bekommt die Schweiz halt doch den Kohle-Gas-Öl-Mix aus dem (bald-vielleicht-atomfreien)-Deutschland. Oder eben den Atom-Mix aus Frankreich.


Man kann Überstrom mittels Elektrolyse in Wasserstoff umwandeln, klimaneutrales Biogas (aus Abfällen, nicht aus Lebensmitteln) damit anreichern und so Treibstoff für Biogas-Fahrzeuge erzeugen. Man kann auch lagerfähiges Methan erzeugen. Dieses Prinzip (Power-to-Gas) könnte dafür geeignet sein, die Übergangsphase vom Verbrennungsmotor (Wirkungsgrad Benzin: 15 - 20 %) zur Elektromobilität (Wirkungsgrad 97 %) zu überbrücken.

Auf dem Empa-Areal in Dübendorf kann man sich die erste Power-to-Gas-Tankstelle der Schweiz ohne Anmeldung anschauen : https://www.empa.ch/de/web/move/projects

Die andere Lösung ist wie du schreibst, den Strom zu verscherbeln. Zum Beispiel in die Schweiz. Wegen der angesprochenen Statistiken verweise ich auf mein letztes Post an Chandler und den Link https://www.agora-energiewende.de/de/themen/-agothem-/Produkt/produkt/76/Agorameter/

Daraus geht hervor, dass Deutschland schon heute an vielen Tagen im Winter mehr Solarenergie erzeugt als die Schweiz gleichzeitig aus Deutschland bezieht. Wie auch herauszulesen ist, produziert Deutschland eine Menge Windenergie. Auch die wäre geeignet, um die AKW in der Schweiz teilweise zu ersetzen. Und dann ist Deutschland nur einer von vielen Produzenten von erneuerbaren Energien.

Gas wird das wichtigste Substitut für Atomenergie sein. Und es muss den Co2-Ausstoss nicht erhöhen: Biogas ist wie erwähnt klimaneutral und darüber hinaus günstig.

Ein weiteres Substitut sind die erwähnten Kleinstwasserkraftwerke. Eine solche Turbine benötigt einen Kanal von bloss einigen Metern Länge und Tests mit einer Fischtreppe waren auch schon erfolgreich.

Darüber hinaus wird in der Schweiz die Erzeugung von Solarstrom durch den Investitionsschub nach dem Ausstieg vervielfacht. Dasselbe bei der Windkraft.

Und Schweizer Energiekonzerne können Windkraftwerke oder Solarparks im Ausland finanzieren. Griechenland, Spanien oder Portugal haben zum Beispiel die Voraussetzung dazu.

Rechnet man all dies zusammen und bezieht auch mit ein, dass die Schweiz in mehreren Ländern als nur in Deutschland Energie beziehen kann,
muss Kohle nicht die Antwort sein.

Krönu hat geschrieben:Beschlossen aber noch lange nicht vollzogen. Japan hat ebenfalls den Atomausstieg beschlossen und dann wieder rückgängig gemacht, obwohl Japan direkt von einer nuklearen Katastrophe betroffen war. Und das nicht (nur) wegen der Atomlobby, sondern weil es schlicht nicht möglich ist, in dieser kurzen Zeit alle AKWs vom Netz zu nehmen.
Es ist auch keine Überraschung das Frankreich den billigen, überschüssigen Strom von Deutschland kauft, wenn dann auch Bedarf besteht. Das macht hoffentlich jedes andere Land ebenfalls so.


Frankreich ist seit 2012 Nettoimporteur von Strom. Die franz. Energieversorgung ist auf AKW ausgerichtet, und diese reichen nicht aus, um den eigenen Bedarf zu decken.


Krönu hat geschrieben:Ich finde Elektroautos sehr interessant und sollte vermehrt gefördert werden. Aber ich ich bin mir nicht ganz sicher ob du dies Ernst meinst wegen den 5 - 6 Tankstellen ;)


Ja, das war doof formuliert. Ich meinte es so: Als E-Mobil-Fahrer kann ich die ganze Schweiz hin-und rückwärts abfahren mit nur 5 - 6 Bezugspunkten, um Strom zu tanken.
Für alle Schweizer braucht es natürlich viel mehr, mindestens an jeder heutigen Benzintankstelle müssen Steckdosen platziert werden. Das ist technisch überhaupt kein Problem und die Interessenten sind schon länger da. Ausserdem kann man mit modernen Ladekabeln bald in 10 Minuten aufladen. Huber + Suhner entwickelt ein Produkt, mit dem es in 5 Minuten möglich sein soll. Dass wir dafür wieder mehr Strom brauchen, ist klar. Aber eben: Der Wirkungsgrad eines E-Motors ist fünfmal so hoch wie bei einem Benziner. Er ist also fünfmal so energie-effizient.

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Re: Der Politik Fred

Beitragvon Krönu » 18.11.16 @ 8:53

tehmoc hat geschrieben:
Krönu hat geschrieben:Es ist richtig dass die Solarproduktion in D an sonnenreichen Tagen im Winter eine Überproduktion hat. Aber das ist alles andere als gut. Eine Überproduktion bedeutet auch eine Überspannung im Netz, der Strom muss schnellst möglich irgendwo verbraucht werden und man verschenkt ihn praktisch. Und glaub mir, das sind nur eine handvoll Tage im Winter. Studier mal ein paar Statistiken zu den Sonnenstunden in Wintermonaten. Und an den meisten Tagen im Winter bekommt die Schweiz halt doch den Kohle-Gas-Öl-Mix aus dem (bald-vielleicht-atomfreien)-Deutschland. Oder eben den Atom-Mix aus Frankreich.


Man kann Überstrom mittels Elektrolyse in Wasserstoff umwandeln, klimaneutrales Biogas (aus Abfällen, nicht aus Lebensmitteln) damit anreichern und so Treibstoff für Biogas-Fahrzeuge erzeugen. Man kann auch lagerfähiges Methan erzeugen. Dieses Prinzip (Power-to-Gas) könnte dafür geeignet sein, die Übergangsphase vom Verbrennungsmotor (Wirkungsgrad Benzin: 15 - 20 %) zur Elektromobilität (Wirkungsgrad 97 %) zu überbrücken.

Auf dem Empa-Areal in Dübendorf kann man sich die erste Power-to-Gas-Tankstelle der Schweiz ohne Anmeldung anschauen : https://www.empa.ch/de/web/move/projects

Die andere Lösung ist wie du schreibst, den Strom zu verscherbeln. Zum Beispiel in die Schweiz. Wegen der angesprochenen Statistiken verweise ich auf mein letztes Post an Chandler und den Link https://www.agora-energiewende.de/de/themen/-agothem-/Produkt/produkt/76/Agorameter/

Daraus geht hervor, dass Deutschland schon heute an vielen Tagen im Winter mehr Solarenergie erzeugt als die Schweiz gleichzeitig aus Deutschland bezieht. Wie auch herauszulesen ist, produziert Deutschland eine Menge Windenergie. Auch die wäre geeignet, um die AKW in der Schweiz teilweise zu ersetzen. Und dann ist Deutschland nur einer von vielen Produzenten von erneuerbaren Energien.

Gas wird das wichtigste Substitut für Atomenergie sein. Und es muss den Co2-Ausstoss nicht erhöhen: Biogas ist wie erwähnt klimaneutral und darüber hinaus günstig.

Ein weiteres Substitut sind die erwähnten Kleinstwasserkraftwerke. Eine solche Turbine benötigt einen Kanal von bloss einigen Metern Länge und Tests mit einer Fischtreppe waren auch schon erfolgreich.

Darüber hinaus wird in der Schweiz die Erzeugung von Solarstrom durch den Investitionsschub nach dem Ausstieg vervielfacht. Dasselbe bei der Windkraft.

Und Schweizer Energiekonzerne können Windkraftwerke oder Solarparks im Ausland finanzieren. Griechenland, Spanien oder Portugal haben zum Beispiel die Voraussetzung dazu.

Rechnet man all dies zusammen und bezieht auch mit ein, dass die Schweiz in mehreren Ländern als nur in Deutschland Energie beziehen kann,
muss Kohle nicht die Antwort sein.

Eine Überspannung könnte man durchaus sinnvoll nutzen. Ich kann aber nicht beurteilen (und du wahrscheinlich auch nicht) ob das auch wirklich umsetzbar wäre. Aber es wäre prüfenswert. Nur könnte man damit eine Überspannung verhindern, nimmt uns aber nicht die Problematik der Unterspannung.

Internationale Stromproduktion ist ein interessanter Gedanke. Nur glaube ich nicht dass man 1. ein Land findet, welches sich dazu bereit erklärt, sich zur Spielweise für Alternative Energie machen zu lassen und 2. wird der wegfallende nukleare Anteil an Schweizer Stromproduktion nicht mit Alternativ-Energien zu decken sein. Zumindest dann wenn die Wetterbedingungen nicht mitspielen. Es ist leider ein Märchen. Da nützen auch auch Subventionen für Solarstrom nicht viel, da trotzdem der dreckige Strommix aus dem Ausland wieder zu Zuge kommen würde, wenn die Sonne nicht scheint. Aber Subventionen müssen generell im Energiesektor unbedingt erhöht werden.

Zu deinen Statistiken (gute Seite übrigens): Daraus geht nirgends hervor, wann und wieviel und ob überhaupt deutscher Solarstrom im Winter tatsächlich in die Schweiz gespiesen wird. Aber man sieht klar, dass die Solarproduktion in Deutschland im Winter praktisch gar nichts hergibt. Wie auch wenn im Winter die Sonne nur, wenn überhaupt von 08:00 - 16:00 scheint? Sieh dir mal die Stromproduktionsstatistik über das ganze Jahr an. Da hat Deutschland logischerweise im Sommer einen Überschuss an Solarenergie. Ansonsten musst du mir die Statistik wirklich mal zeigen. Der Wind ist hier einiges konstanter, aber auch die Windenergie wird an windarmen Tagen nichts hergeben und der Anteil an Windenergie ist noch relativ klein. Es ist ein Trugschluss dass die Schweiz, bei einem Atomausstieg, einfach auf die Überschüssigen Alternativ Energien von Deutschland zurückgreifen kann. Es wird gekauft, was gerade vorhanden ist. Und das kann sich minütlich Ändern. Und das hier tönt auch nicht gerade nach Alternativ-Strom-Schlaraffenland Deutschland: http://www.energiezukunft.eu/netze/netz ... -gn103432/

tehmoc hat geschrieben:
Krönu hat geschrieben:Beschlossen aber noch lange nicht vollzogen. Japan hat ebenfalls den Atomausstieg beschlossen und dann wieder rückgängig gemacht, obwohl Japan direkt von einer nuklearen Katastrophe betroffen war. Und das nicht (nur) wegen der Atomlobby, sondern weil es schlicht nicht möglich ist, in dieser kurzen Zeit alle AKWs vom Netz zu nehmen.
Es ist auch keine Überraschung das Frankreich den billigen, überschüssigen Strom von Deutschland kauft, wenn dann auch Bedarf besteht. Das macht hoffentlich jedes andere Land ebenfalls so.


Frankreich ist seit 2012 Nettoimporteur von Strom. Die franz. Energieversorgung ist auf AKW ausgerichtet, und diese reichen nicht aus, um den eigenen Bedarf zu decken.

Das stimmt ja so auch nicht ganz. Frankreich musste 2012 aufgrund einer Kälteperiode und der miesen Isolierung der Häuser Strom aus D importieren. Aber die 56 (!) AKWs (2 weitere in Planung) liefern normalerweise zuverlässig Strom und machen Frankreich nach wie vor zu einem der grössten Stromexporteure in Europa.


tehmoc hat geschrieben:
Krönu hat geschrieben:Ich finde Elektroautos sehr interessant und sollte vermehrt gefördert werden. Aber ich ich bin mir nicht ganz sicher ob du dies Ernst meinst wegen den 5 - 6 Tankstellen ;)


Ja, das war doof formuliert. Ich meinte es so: Als E-Mobil-Fahrer kann ich die ganze Schweiz hin-und rückwärts abfahren mit nur 5 - 6 Bezugspunkten, um Strom zu tanken.
Für alle Schweizer braucht es natürlich viel mehr, mindestens an jeder heutigen Benzintankstelle müssen Steckdosen platziert werden. Das ist technisch überhaupt kein Problem und die Interessenten sind schon länger da. Ausserdem kann man mit modernen Ladekabeln bald in 10 Minuten aufladen. Huber + Suhner entwickelt ein Produkt, mit dem es in 5 Minuten möglich sein soll. Dass wir dafür wieder mehr Strom brauchen, ist klar. Aber eben: Der Wirkungsgrad eines E-Motors ist fünfmal so hoch wie bei einem Benziner. Er ist also fünfmal so energie-effizient.

Klar kannst du das, aber das ist mit dem Benziner auch möglich ;) Nein mir ist schon klar auf was du hinaus willst: Elektrofahrzeuge werden immer alltagstauglicher, wenn sies nicht schon sind. Mein Vater hat sich letzthin ein Plug-in Hybrid gekauft und fährt praktisch nur noch elektrisch. Hat in 3 Monaten gerade mal 2 Tanks durchgelassen! Und genau da muss die Zukunft des Automobils sein, da bin ich mit Dir einig.
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