Medienberichte / Kommentare

Hier kommt alles über Fussball rein, das nicht mit dem FCZ zu tun hat.

Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon gelbeseite am 30.09.08 @ 14:45

Globestern hat geschrieben:die hoppers sind auch schon aktiv bei blick.ch:

mister, zürich - 12:44 | 30.09.2008
» Man sieht es,dieser fcz fan will den krassen raushängen und den coolen spielen.Aber solche Leute wie der sollte man verachten und hart bestrafen,der hat ja überhaupt keine Ahnung.Und der denkt er sei ein krasser Ultra und etwas besonderes,aber so einer verdient kein Mitleid und Respekt sollte man von dem schon gar nicht haben.Beim Fcz gibt es leider mehr Idioten als man denkt,aber das wollen viele nicht sehn. Er gehört villeicht auch zu der Gruppe K-4 eine Secondo Gruppe die für Gewalt bekannt ist und sogar STadionverbot hat im Letzi.


:-O
Suedkurvler hat geschrieben:Ich habe gehört, dass FCZ-Hooligans morgen Abend an die Hombrechtiker Chilbi gehen, um dort gegen Rechtsradikale zu "schlegle".
Vielleicht ist es ja auch nur ein Gerücht.
Wer weiss mehr?
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon oinkoink am 30.09.08 @ 15:10

ich lach mich hauptsächlich ab den kommentaren der user kaputt!


Rit, Bern - 12:33 | 30.09.2008
Die Lösung für die Pyros ist doch ganz einfach nur stäuben sich alle dagegen, Verband und Stadionbetreiber sind gefragt: Bei einem Pyro, Spiel unterbrechen, Mannschaften in die Garderoben schicken, den Sektor mit dem Pyro räumen (oder der Verantwortliche stellt sich) aus Sicherheitsgründen räumen, Mannschaften zurück aufs Feld, weiterspielen. Das ist aus Sicherheitsgründen die richtige Lösung. Geisterspiele gegen eine Mannschaft löst das Problem sicher nicht. Und zum Schluss, Pyros gehören für alle im Stadion verboten. Es kann nicht sein, dass die Heimteams einen Bereich zum abbrennen erhalten und die Gastteams nicht.


Anton, hölstein - 12:25 | 30.09.2008
Warum lässt man eigentlich Zürcher und Berner Fans überhaupt noch in den Gästesektor des Joggeli. Einfach leer lassen, oder die Eintrittskarten verschenken. Der FCB ist finanziell mit 25 000 Dauerkarten nicht darauf angewiesen. Anders siehts natürlich in Zürich und Bern aus. Das ist aber ihr Problem.


finde ich auch toll ;) was lernen wir draus? STELLT EUCH, einfach zu köstlich.
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon Globestern am 30.09.08 @ 15:46

Claudia, Thailand - 13:53 | 30.09.2008
» ...s'Läbe lang nümi ins Stadion yyne. Die sind no richtigi Fans und wän ihre Club und Stadt unterstütze. Kumm jetzt jo nyt mit de untere Ligene.....! Und liebe Blick: wieso düen dir e Bild mit däm glaine Junge uf Titelsite, gänd doch deene Idiote nyt no d'Bildflächi. Das isch genau das was si wänn!!!

Paul, Thun - 14:02 | 30.09.2008
» Ich finde es ist oberdämmlich pyros in andere sektoren zu werfen und solche leute sollten streng bestraft werden! Allerdings sollte man Pyros zünden dürfen aber nicht einfach so und jeder. Warum kann man es nicht so machen das man beim klub oder verband eine anfrage machen kann für eine Choreo mit Rauch und die sollen dann genau wissen wer und wieviele leute das wann pyros zünden!

--> jawohl! pro pyro bewilligung, dann muss der sfv nicht mehr so genau nachzählen und können den clubs genau die beantragte menge verrechnen / büssen

.. schade, jetzt hat der blick das feedback geschlossen und wir können nicht noch mehr geistigen dünnschiss lesen
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon oinkoink am 30.09.08 @ 15:59

die claudia aus thailand soll mal lieber gleich dort bleiben. die glaiine hure
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon nicht am 30.09.08 @ 16:18

Ist 100% ein Fake. Die Antworten sind genau auf die 0815 Bünzli Bürger zugeschnitten, welche sich jeden Tag den Blick am Kiosk kaufen
Aber die Kommentare sind extraklasse... Jeder will seinen Senf dazugeben obwohl er wahrscheindlich noch nie an einem Fussballspiel gewesen ist...
Unser Ziel ist nicht d. Schaffung einer „Diktatur des Proletariats“ sondern d. Zerschlagen d. Herrschaft d. Schweine über d. Menschen ist d. Zerschlagen d. Herrschaft d. Kapitals d. Parteien d. Staates. D. Ziel ist die Errichtung einer Rätedemokratie.
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon JohnyJLucky am 30.09.08 @ 16:26

nicht hat geschrieben:Ist 100% ein Fake. Die Antworten sind genau auf die 0815 Bünzli Bürger zugeschnitten, welche sich jeden Tag den Blick am Kiosk kaufen
Aber die Kommentare sind extraklasse... Jeder will seinen Senf dazugeben obwohl er wahrscheindlich noch nie an einem Fussballspiel gewesen ist...


schade ist nich mittwochnachmittag dann hätte es sicherlich noch mehr lustige kommentare!

wisst ihr was, eigentlich werden wir ja wie promis behandelt! Nicht?
Sobald was negatives passiert werden wir in der Zeitung erwähnt mit unglaublichen behauptungen.
wie wenn sich die Britney Schpears ein wenig zu viel liedschatten an das auge tut meinen alle sie habe ein blaues auge beim wettsaufen mit der Parisergummipuppe Hilton kassiert!
;D
wir werden gefilmt und fotografiert. so wie die promis! Ich verlange ab jetzt bei den Eingängen der Kurve je einen roten Teppich! Muss nur noch wissen welche seite meines mittelfingers die schokoladen seite ist!
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Bin beim Bewährungshelfer, schmeiss mit Bürostühln,
du hasst en jesicht wie en paar Latschen, rein tretten, wohlfühln.
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon Anuesh am 01.10.08 @ 8:57

mal luege was hüt eso chunt :)
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon billy am 02.10.08 @ 10:46

DER GOALIE DER AC MILAN STEHT IM SCHATTEN MUSSOLINIS

Ein Rechtsaussen im Tor

Von Kordula Doerfler, Rom

Wenn heute Abend im Zür­cher Letzigrund FCZ ge­gen die AC Milan spielt, treffen die Zürcher auf einen Mann, der aus seiner politischen Gesinnung keinen Hehl macht. Einer der Torhüter im Kader der Mailänder ist Christian Abbiati. Nicht nur ertönt auf dem Handy des prominenten italie­nischen Goalies die Melodie von «Fa­cetta nera» als Klingelton, ein Schlachtlied der italienischen Faschis­ten aus dem Krieg in Abessinien.
Abbiati bekannte in einem Inter­view ausserdem, dass der Faschismus «Ordnung hergestellt» und die «Si­cherheit der Bürger garantiert» habe.
Nur die Rassengesetze und den Pakt Benito Mussolinis mit Hitler verur­teilte der 31-Jährige und versicherte auch gleich, sich seiner Ansichten nicht zu schämen.
Damit ist er in guter Gesellschaft Zwar sorgten seine Äusserungen in ausländischen Medien für Furore, in Italien aber spielte man sie herunter.
Schliesslich sei der Faschismus doch vorbei. Ausserdem ist Abbiati nicht der erste prominente Fussballer, der politisch rechtsaussen steht. So be­kannte sich auch Paolo de Canio, eins­tiger Stürmer von Lazio Rom, offen zu seiner neofaschistischen Gesinnung, die er sogar in Gestalt eines Duce-Tat­toos auf dem Oberkörper vorführte.
Auch Gianluigi Buffon, Torwart der Nationalelf, fiel immer wieder mit neo­faschistischen Accessoires auf.
Ein Nachspiel braucht Christian Ab­biati nicht zu befürchten – weder sportlich noch politisch. Auch der Be­sitzer der AC Milan, Silvio Berlusconi, hat Wichtigeres zu tun, als sich mit Nostalgikern zu beschäftigen, wie er kürzlich bei anderer Gelegenheit versi­cherte. Da hatte Roms neuer postfa­schistischer Bürgermeister Gianni Ale­manni fast wörtlich das Gleiche gesagt, ausgerechnet in Israel, ausgerechnet nach einem Besuch der Holocaust-Gedenk­stätte Yad Vashem. Das löste zwar eine Debatte aus, wie geläutert wohl die Nachfahren des neofaschistischen Mo­vimento sociale italiano (MSI) sind, die sich Mitte der 90er-Jahre in die Alleanza nazionale (NA) verwandelten.
Doch Liebäugeln mit dem Faschis­mus ist heute wieder salonfähig und beschränkt sich keineswegs auf die be­rüchtigte Ultraszene im Umkreis vie­ler Fussballklubs. Etwa 60 Fanklubs, so schätzt die Polizei, sind derzeit rechts­extrem, ihre rund 15 000 Anhänger füh­ren martialische Namen wie «Excali­bur », «Irriducibili» (Die Unbeugsa­men) oder «Wikinger», und die Fan­kurven zieren Keltenkreuze und Ru­nenschrift. Bis heute marschiert man mit dem verbotenen Duce-Gruss ins Stadion, wo es regelmässig zu Aus­schreitungen kommt. Zu welcher Brutalität die Mitglieder dieses Milieus fähig sind, bewiesen fünf blutjunge Männer im Mai in Verona.
Sie prügelten nachts einen langhaa­rigen Passanten zu Tode, weil er ihnen eine Zigarette verweigert hatte. Weder Polizei noch prominente Politiker der Rechten mochten darin eine politisch moti­vierte Tat sehen und er­klärten sie zum Einzel­fall.
Torhüter Abbiati sprach auch deshalb manchem aus dem Her­zen, weil er den Fa­schisten beim Thema Sicherheit ein gutes Zeugnis ausstellte. Da­mit hat die Rechte auch im Frühjahr die Wahl gewonnen und hämmert seit­her den verunsicherten Bürgern unauf­hörlich ein, dass in allen Teilen der Ge­sellschaft der Notstand herrsche.
Das rührt an die nie ganz ver­schwundenen Sehnsüchte, dass mal wieder einer aufräumt im verrotten­den Italien. Ohnehin hat Italien, anders als Deutschland, nie den Versuch un­ternommen, die Zeit des Faschismus aufzuarbeiten. Bis heute kann man
auch in bürgerlichen Kreisen hören, dass der Duce doch auch Positives ge­leistet und Italien zu einem dringend notwendigen Modernisierungsschub verholfen habe. Erst im Gefolge Hitlers sei es 1938 zu den «bösen» Auswüch­sen der Rassengesetze gekommen, so lautet eine der gängigen Geschichts­klitterungen, die jetzt ausgerechnet der Bürgermeister von Rom wieder­holt.
Regierungsfähige Neofaschisten
Damit unterlief er gezielt alle Ver­suche des langjährigen Vorsitzenden der AN, Gianfranco Fini, die Partei vom Odeur des Neofaschismus zu be­freien und damit regierungsfähig zu machen. Letzteres ist Fini gelungen.
Die AN sitzt heute mit zwei Ministern auf der Regierungsbank, er selbst ist als Parlamentspräsident einer der ranghöchsten Politiker des Landes.
Die Geister der Vergangenheit aber le­ben munter weiter. Da verwundert es auch nicht, wenn Verteidigungsminis­ter Ignazio Benito Maria La Russa, ebenfalls von der AN, kürzlich bei ei­ner Gedenkfeier für den Waffenstill­stand mit den Alliierten im September 1943 lieber an jene tapferen Kämpfer erinnerte, die das Rumpfregime Mus­solinis in Salò verteidigten.

Quelle: tagi, 02.10.08, Seite 11
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon Grasvernichter am 07.10.08 @ 12:54

13.05.06 Ich war dabei.... und es war geiler als SEX! ***MEISCHTER*** so wie dete wirds nie me!
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50centindahouse hat geschrieben:
- kann nur scheissen, wenn ich komplett nackt bin
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon AgroAglo am 08.10.08 @ 9:28

Ein paar Sportredaktionen zu dem Chancen des FCZ auf dem Meistertitel:

http://www.tagesanzeiger.ch/sport/Exper ... y/11263168

3 viertel vo dä Saison chömmed no und die meistä händ scho YB abgschriibä unglaublich!
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon Detlef von Doncaster am 09.10.08 @ 15:20

Betreffend Auswärtsspiel in Italien... Ich weiss, ist ein bisschen gar langer Text, aber interessant. Gefunden im fcbforum, original vom sehr empfehlenswerten Ösi-Magazin ballesterer fm. Alora:

Ihr seid hier nicht in Neapel"
Der ballesterer fm begleitete Napoli-Fans zum viel diskutierten Serie-A-Auftaktmatch gegen Roma: eine Auswärtsfahrt, geprägt von Adrenalin und Geduldsproben, Polizeischlagstöcken und aufopferungsvoller Leidenschaft

Neapel, eine Woche vor Saisonauftakt: Die Sommerferien sind auf ihrem Höhepunkt. Wer kann, hat die engen Gassen der Stadt hinter sich gelassen und sucht Abkühlung am Strand. Pizzerien und Bars haben geschlossen, und auch hinter der Auswärtsfahrt der Napoli-Fans zum Match gegen Roma (ballesterer fm war mitten drin) steht ein Fragezeichen. Neunmal waren sie in der vergangenen Saison von Spielen in der Fremde ausgeschlossen worden. Wieder sieht es nicht allzu gut aus, gilt das "Derby del Sole" doch als Hochrisikospiel.

Seit dem Ende der Fanfreundschaft zwischen den beiden Kurven 1987 ist diese Begegnung von einer starken Rivalität geprägt. Auch das letzte Aufeinandertreffen der beiden Fanlager im Mai 2008 führte zu einem unrühmlichen Ende: Nachdem die Napoletani in einer Raststätte nahe dem toskanischen Montepulciano versucht hatten, Roma-Fans zu verprügeln, wurden Teile der Gruppe noch auf der Autobahn verhaftet und mit langen Stadionverboten belegt. In Neapel spricht man davon, dass die unterlegenen Romanisti einen Tabubruch begangen und ihre Kontrahenten bei der Polizei verpetzt hätten. Die neuesten Nachrichten verheißen ebenfalls nichts Gutes: Der Kartenverkauf wurde ausgesetzt und die Roma-Fans haben im Supercup-Finale schon auf die Begegnung gegen Napoli hingewiesen. Mit einem Transparent, auf dem die Moltepulciano-Vorwürfe zurückgewiesen und ein "fairer Kampf" angeboten wurde.

Unter Schlagstöcken zu den Karten

Umso überraschender lässt das neu eingerichtete Fußball-Sicherheitskomitee CASMS am Montag Auswärtsfans im Olympiastadion zu. Tags darauf erklärt der SSC Napoli, dass die Karten am Freitag und Samstag ab 10 Uhr direkt im Stadion und unter strengen Auflagen verkauft werden: Die 28 Euro teuren Tickets erhält man nur persönlich unter Vorlage eines Personalausweises.

Das UEFA-Cup-Rückspiel gegen die albanische Mannschaft Vllaznia am Donnerstag steht ganz im Zeichen des Matches gegen Roma. Kapitän Paolo Cannavaro ruft die Fans zu einer "friedlichen Auswärtsfahrt" auf. Auf dem Weg zum Stadion bekommen wir ein Kommuniqué der Ultras aus der Curva A in die Hand gedrückt. Darin werden die Fans aufgefordert, geschlossen mit dem Zug anzureisen und sowohl Match- als auch Zugkarte mitzubringen.
Vor dem San Paolo werden Schals mit dem Abbild des brennenden Kolosseums und dem Slogan "Roma merda" verkauft. Während des lockeren 5:0 gegen das Team aus Shkodër intonieren die Napoli-Kurven zur Melodie von "Volare" immer wieder: "Romano oohh, bastardo oooooohh".

Am folgenden Tag zweifelt die Gazzetta dello Sport aufgrund der Gesänge bereits an der Entscheidung des Sicherheitskomitees. Wir haben andere Probleme: Es gilt, an eines der 3.600 Auswärtstickets zu gelangen. Um halb zehn warten bereits rund 500 Fans an den Eingängen der Curva B. Bis sich das Tor nach einer Stunde zum ersten Mal öffnet, füllt sich die eingezäunte Box auf drei Etagen: zu ebener Erde mühen sich die Fans im Slalom durch die Wellenbrecher, auf den Gestängen rückt die zweite Reihe stehend vorwärts, darüber hängen die Kletterer auf dem Zaun.

Der sehr enge Körperkontakt wird Einzelnen zu viel, über den Zaun klettern sie zurück ins Freie. Der Rest erträgt die Anstrengungen mit erstaunlicher Gelassenheit. Mit der es aber sofort vorbei ist, wenn die von Polizisten mit Schlagstöcken begleiteten Ordner zum Gitter schreiten, um es einen Spalt zu öffnen. Nur etwa 20 Fans werden durchgelassen. Der freiwerdende Platz in der Schlange bietet Gelegenheit für rücksichtslose Überholmanöver, wobei vor allem beleibtere Fans ihren Körper gnadenlos einsetzen. Gröbere Verletzungen bleiben aus, nur einmal muss ein lädierter Fan von den Ordnern hineingeholt werden. Extra öffnet sich das Tor, das nach einem Schaden zwischenzeitlich von Stadionarbeitern repariert werden muss, nach zweieinhalb Stunden auch für das einzige Mädchen, das sich der Macho-Tortur stellt.

Nach vier Stunden erreichen wir das Ziel. Einmal unter den Schlagstöcken durchgetaucht, trennt uns nur noch eine mehrfache Ausweiskontrolle vom Ticketkauf. Überstanden hat das Warten auch ein uniformierter Botendienst-Mitarbeiter. Stolz zeigt er auf seinem Pocket-Computer, welche Aufträge er bereits hat sausen lassen, um Napoli nach Rom zu begleiten. In Dreiergruppen werden wir zum Kartenschalter vorgelassen, wo eine elektronische Überprüfung verhindern soll, dass Personen mit Stadionverbot zu Karten kommen.

Jetzt gilt es nur noch, den richtigen Zug für die Anreise herauszufinden. Im Sitz der Ultras der Curva B in Fuorigrotta erfahren wir die Abfahrtszeit und werden noch einmal darauf hingewiesen, eine Bahnkarte zu kaufen und in Rom vorsichtig zu sein. Am Bahnhof Campi Flegrei lösen wir ein Ticket für die erste Klasse des IC Plus 520 mit Planabfahrt um 9.24 Uhr. Die zweite Klasse ist ausgebucht.

Touristen im Spezialzug

Am Sonntag herrscht um 8.30 Uhr schon reges Treiben auf der Piazza Garibaldi vor dem Bahnhof Neapels. Alle Arten von Ultras laufen herum - von der aufgeregten "Gioventù" bis zu den abgebrühten Routiniers im Fred-Perry-Polo. Sie decken sich ein mit Wasser und Essen, trinken Kaffee in einer der heruntergekommenen Bars. Eine Gruppe ruft per Flugblatt dazu auf, es den Römern zu zeigen. Wird es also doch ein Kriegszug? Außer dem Flugblatt deutet nichts darauf hin: Die Lage vor dem Bahnhof ist ruhig, und die zahlreichen Polizisten lehnen entspannt an ihren Einsatzwägen.

Im Inneren des Bahnhofsgebäudes sieht es schon etwas anders aus. Die Polizei hat den Bahnsteig abgesperrt und lässt nur Reisende durch, die sie nicht als Fußballfans identifiziert. Einige hundert Ultras wedeln mit ihren Fahrscheinen, werden aber vorerst abgewimmelt. Wir geben uns als Touristen aus und schlüpfen durch die Polizeibarriere. Ganz dicht dürfte die Sperre ohnehin nicht sein, im Zug mischen sich schon Ultras und "normale" Fahrgäste. Dass die geplante Abfahrtszeit verstreicht, verwundert niemanden. Der Großteil der Fans erwartet die Abfahrt am Bahnsteig - rauchend, redend, gestikulierend. Ein fünfjähriger Passagier, der mit seiner Oma unterwegs ist, hat in den Ultras die perfekten Spielkameraden gefunden und wird von ihnen mit Stimmenimitationen bei Laune gehalten.

Inzwischen ist es halb elf, und die Aufregung nimmt merklich zu. Immer wieder kommt es zu größeren Umgruppierungen auf dem Bahnsteig. Die Ursache dafür bleibt uns ebenso verborgen wie die Gründe für die Verzögerung der Abfahrt. Von den Verhandlungen zwischen Neapels Polizeichef und den Fans sowie angeblichen Angriffen auf die Schaffner erfahren wir erst im Nachhinein. Durchsagen an die Reisenden bleiben aus. Erst um 11.15 Uhr sieht sich die Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato zu einer Information für die Zugreisenden veranlasst. Ein nervöser FS-Mitarbeiter kommt ins Abteil und empfiehlt allen Nicht-Fußballfans, auf andere Verbindungen auszuweichen, weil er nicht sagen könne, wann der Zug abfährt. Die meisten Reisenden kommen der Aufforderung nach, aus dem Zug wird quasi ein "treno speciale". Das Rauchverbot fällt, die Warterei geht weiter.

Auftritt in der Bahnhofshalle

Kurz vor 12 Uhr kursieren Gerüchte, der Zug werde den Bahnhof nicht mehr verlassen. 30 Minuten später - drei Stunden nach der planmäßigen Abfahrt - setzt er sich dann aber doch noch in Bewegung. Die Abteile sind jetzt zum Bersten voll, mehrere Personen teilen sich einen Quadratmeter. Ein Ultra nimmt auf dem Tisch zwischen unseren Sitzen Platz, der nächste auf der Rückenlehne, die Jüngeren schwingen sich in die Gepäckablage. Am Gang drängt sich der Rest, an ein Durchkommen zur Toilette ist nicht zu denken.

Die Stimmung hat sich dennoch gebessert. Die Aussicht, das Spiel vielleicht doch noch zu sehen, lässt die elende Warterei vergessen. Joints machen die Runde. Doch das High ist schnell durchschritten, nachdem der Zug an allen möglichen Bahnhöfen haltmacht, obwohl niemand ein- oder aussteigt. Immer wieder stehen wir auch auf offener Strecke, einmal sogar in einem Tunnel. Die Klimaanlage fällt aus, binnen weniger Minuten wird das Abteil zur Sauna. Der Zugführer meldet sich übers Mikrofon und gibt die Schuld für die Stopps den Fahrgästen. Er empfiehlt, die Hände von der Notbremse zu lassen. Kurz darauf wird die Lautsprecheranlage gekapert. Einige Burschen haben ihren MP3-Player angeschlossen, jagen den Disco-Remix von Gabriella Ferris Hit "Remedios" durch die Zuganlage und grüßen die zu Hause gebliebene Frau Mama.
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon Detlef von Doncaster am 09.10.08 @ 15:21

2. Teil:

Der Uhrzeiger tickt stetig in Richtung 15 Uhr, dem Spielbeginn. Wir werden es niemals zum Anpfiff ins Olympiastadion schaffen. Immer noch zieht die Landschaft des Latium vorbei, ehe wir endlich die ersten Häuser der römischen Vorstädte passieren. Um 15.12 Uhr fährt der Zug in den Bahnhof Roma Termini ein. Alles drückt und schiebt in Richtung der Ausgänge. Im Vorbeigehen sehen wir eine beschädigte Toilette und eine eingeschlagene Fensterscheibe im Zug. Der lange Bahnsteig füllt sich mit einer schier endlosen Masse an Ultras, ihr Frust über die nicht zufällig wirkenden Verzögerungen entlädt sich in einem ohrenbetäubenden Gesang: "Romano oohh, bastardo oooooohh", schallt es durch die Bahnhofshalle, in der Polizisten einen schmalen Kordon freigehalten haben, durch den wir jetzt sprinten - die Galerie und der restliche Bahnhof sind voll mit Schaulustigen und Touristen mit Kameras. Die Napoletani bieten ihnen eine große Show. "Bruciamo la capitale" ("Wir verbrennen die Hauptstadt"), singen sie, es bleibt aber bei der verbalen Aggression, vereinzelt werden Bengalen gezündet.
Draußen springen wir in einen der bereitgestellten Busse, dessen Kapazität bis aufs Äußerste ausgereizt wird. Mit Polizeieskorte setzt sich der Konvoi in Bewegung. Die iPhones werden gezückt und verkünden nichts Gutes. Aquilani hat die Roma in der 29. Minute in Führung geschossen und wird dafür verflucht. Auch der Chauffeur muss einiges über sich ergehen lassen. Als der Bus aufgrund der Überladung in einer Kurve beinahe umkippt, singen die Fahrgäste: "Se facciamo un incidente, muore solo il conducente" ("Wenn wir einen Unfall bauen, stirbst nur du"). Wir nehmen nicht den kürzesten Weg, sondern werden über die abgesperrte Stadtautobahn in Richtung Foro Italico geleitet. Unsere Wasserflasche wird entdeckt und nach sanfter Enteignung in Sekundenschnelle geleert. Flüssigkeit ist rar geworden, seit sechs Stunden gab es keine Möglichkeit mehr, an Nachschub zu gelangen. Kurz vor dem Olimpico ist die Fahrt dann zu Ende. Die Busse stehen im Stau, und die Fans öffnen die Türen. Die letzten paar hundert Meter hinunter zum Stadion werden im Laufschritt bewältigt.

Live im Schlachthof

Vor den Toren stauen sich die Massen. Auf dem von Mauern umgebenen Vorplatz herrscht eine Atmosphäre wie im Schlachthof. 2.000 Menschen müssen sich durch vier weniger als einen Meter breite Öffnungen quetschen. Im Wissen, dass die zweite Hälfte bereits begonnen hat, drängen alle nach vorne. Dass nichts passiert, ist der guten Organisation der Ultras zu verdanken. Von den Mauern aus wird zur Zurückhaltung aufgerufen, sobald die Schieberei zu arg wird. Hinter den Drehkreuzen warten Polizisten mit gezückten Schlagstöcken. Mit erhobenen Händen geht es durch die oberflächliche Kontrolle. Ob die Personalausweise auch mit den auf die Karten gedruckten Namen übereinstimmen, interessiert niemanden. Die aufwendige Kartenausgabe im Vorfeld war also eine nutzlose Schikane, doch es bleibt keine Zeit, sich darüber den Kopf zu zerbrechen.

Wir rennen in den Auswärtssektor. Als wir das Innere des Olimpico keuchend erreichen, zeigt die Matchuhr bereits die 52. Minute an. Die Neuankömmlinge werden von den Individualreisenden, die das Spiel von Beginn an verfolgen durften, kurz begrüßt, dann wird der Support mit erhöhter Lautstärke fortgesetzt. Alle Qualen sind vergessen, jetzt gibt's nur noch eins: die Mannschaft zum Ausgleich schreien. Die Hingabe der Fans sorgt für Gänsehaut.

Auf dem Feld ist ebenfalls einiges los: In der ersten Aktion, die wir mitbekommen, holt sich Napoli-Verteidiger Santacroce eine Verwarnung, vier Minuten später wird er mit Gelb-Rot vom Feld geschickt. Seine Teamkollegen zeigen sich unbeeindruckt, vor allem der slowakische Mittelfeldregisseur Marek Hamsik und Ezequiel "Pocho" Lavezzi bereiten der Roma-Defensive immer wieder Probleme. Der Argentinier schiebt nach einem seiner berüchtigten Dribblings den Ball nur um Zentimeter am Tor vorbei, ehe nach einem Corner der Ausgleich fällt: Hamsik trifft per Kopf erst die Latte, um den Ball im zweiten Versuch über die Linie zu bugsieren.

Die Helden liegen sich vor der Napoli-Kurve in den Armen, der Block gerät in Ekstase. Zu Dutzenden erklettern die Fans die drei Meter hohe Absperrung oder pressen sich gegen das Plexiglas. 3.500 tobende Fans verleihen ihrer Liebe zum Verein Ausdruck und hüpfen zu "Chi non salta è un Romano". Von den Romanisti in der Curva Sud ist nichts zu hören. Es folgt eine Riesenchoreo der Napoli-Ultras mit dem Spruchband "57 giorni in cella, più 5 anni di diffida ..." ("57 Tage in der Zelle und dann fünf Jahre Stadionverbot") und mindestens 100 Transparenten, auf denen "Spie" ("Spion") zu lesen ist - eine Anspielung auf die Vorfälle in Montepulciano. Immer wieder werden Bengalen gezündet: Drei fliegen in Richtung der Roma-Fans in der benachbarten Curva Nord. Das Spiel wogt derweil hin und her, Lavezzi scheitert zweimal an Roma-Schlussmann Doni. Auch auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Hochkaräter, doch das Match endet 1:1. Die Napoli-Fans feiern, obwohl es wieder nichts geworden ist mit dem ersten Auswärtssieg bei der Roma seit 15 Jahren.

Prügelnde Cops, ruhige Capos

Nachdem die Mannschaft in den Katakomben verschwunden ist, macht sich Erschöpfung breit im Sektor. Die Leute setzen sich, drehen die nächsten Joints. Wir mustern die Menge: Frauen sind an einer Hand abzuzählen, mit Ausnahme von wenigen älteren Semestern sind die Fans zwischen 15 und 35 Jahre alt. Einige haben die Absperrungen überwunden und versorgen von der Laufbahn aus ihre Kollegen mit Wasser aus dem Feuerwehrhydranten. Flaschen werden hin und her geworfen. Ansonsten gibt es Wasser nur in den Toiletten, die Kioske im Auswärtssektor sind geschlossen.

Wieder beginnt eine Etappe des Wartens. Eine Einsatzabteilung blockiert die Ausgänge. Erst um 18.40 Uhr - fast zwei Stunden nach Matchende - öffnet sich die Polizeikette. Die Busse stehen bereit. Alles deutet auf eine schnelle Abfahrt hin, doch nach ein paar Metern ist schon wieder Schluss. Unter dem Vorwand, dass einzelne Türen nicht geschlossen werden können, weil Fans die Eingänge blockieren, stürmen Polizisten ins Fahrzeug und prügeln willkürlich auf die Passagiere ein. Ein 120-Kilo-Carabiniere schnappt sich den Burschen direkt neben uns und schleudert ihn gegen eine Haltestange. Den nächsten schlägt er mit der Faust ins Gesicht, dann kommt der Schlagstock zum Einsatz. Der Übergriff wird begleitet vom Kommentar "Ihr seid hier nicht in Neapel, wo ihr alles machen könnt", und findet erst ein Ende, als seine Kollegen und die restlichen Fans den Tobsüchtigen zur Mäßigung rufen.

Danach kehrt wieder Ruhe ein. Und als die Motoren der Busse abgestellt werden, ist klar, dass es länger dauern wird. Die stille Post per SMS hat Hochkonjunktur: Freunde in Neapel geben weiter, was sie in den Nachrichten hören. Erste Meldungen über enorme Zugschäden; eine angebliche Messerstecherei mit neapolitanischem Opfer, die sich später als unglücklicher Versuch entpuppt, über den Stadionzaun zu klettern; Auseinandersetzungen am Bahnhof. Wir haben noch keinen Roma-Fan zu Gesicht bekommen, scheinbar wollen sie uns aber doch noch an den Kragen. Von den Napoli-Fans ist keine Aggression mehr zu erwarten: Die Leute sind geschlaucht, ein Hydrant dient als einzige Wasserquelle, die angekündigte Versorgung durch den Zivilschutz bleibt aus. Die Capos rufen dazu auf, am Bahnhof nicht zu randalieren. "Wenn sich irgendwer erlaubt, den Mund aufzumachen, kriegt er es mit mir zu tun", bläut einer der Anführer den Jugendlichen ein.

Dann geht es los, diesmal auf kürzestem Weg, direkt durch die City. Attacken der Roma-Fans bleiben aus, obwohl sie leichtes Spiel gehabt hätten. Denn der Konvoi ist nur von wenig Polizei begleitet und wird immer wieder von Autos und Motorrollern überholt. Als wir um 21.45 Uhr vor Roma Termini vorfahren, ist alles friedlich. Von Straßenschlachten keine Spur, dafür jede Menge Polizei und Fernsehteams: Es kommt zu einigen Drohgebärden der Uniformierten, doch die Menge hält sich an die Losung der Capos. Ein letztes Gedränge. Wer keine Karte hat, kauft eine. Die Kontrollen sind lückenlos. Auf dem Bahnsteig stürzen sich die Fans auf die Automaten - es ist seit Besteigen des Zugs in Neapel vor 13 Stunden die erste Möglichkeit, Essen oder Getränke zu kaufen.

Zwei IC stehen zur Abfahrt bereit. Um 22.30 Uhr fährt der erste ab, 25 Minuten später der zweite. Bevor auch das Bordservice Feierabend macht, kaufen wir noch schnell ein überteuertes, warmes Bier und rufen Pasquale an, einen der Capos der Ultras aus der Curva B. Ob er sich die Strapazen auch angetan hätte, wenn er vorher davon gewusst hätte? "Das ist keine Frage einer angenehmen Reise", sagt Pasquale, "wir werden angetrieben von einer starken Leidenschaft. Ich würde auf jeden Fall wieder fahren." (Text: Jakob Rosenberg und Reinhard Krennhuber, Fotos: Reinhard Krennhuber)
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon Libanese Blonde am 09.10.08 @ 15:43

nette story, würde dennoch individuell anreisen:)
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon AgroAglo am 10.10.08 @ 13:24

Das Basel von Deutschland...

http://www.blick.ch/sport/fussball/inte ... st--102451

Hat gelooost!
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon Napule am 10.10.08 @ 14:56

@Detlef von Doncaster: Danke für den Bericht!
...immer nume Züri...
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon Maloney am 13.10.08 @ 11:03

Sicherheitsdirektor verharmlost italienische Nazi-Hools

Italienische rechtsextreme Hooligans hatten zunächst mit faschistischen Gesängen wie «Duce,Duce» und dem Hitlergruss die bulgarischen Anhänger provoziert. Nachdem ein italienischer «Fan» die bulgarische Nationalfahne verbrannte, eskalierte die Situation komplett. Beide Seiten bewarfen sich mit Steinen, Flaschen und was sonst greifbar war und gingen aufeinander los. Mindestens ein Polizist wurde dabei verletzt und mehrere Personen verhaftet.

Verharmlosung durch Sicherheitsdirektor

Domenico Mazzilli, der vor ein paar Wochen von der Regierung als Direktor Sicherheit bei Sportveranstaltungen eingesetzt wurde, sagte der italienischen Tageszeitung «Il Manifesto»: «Die Lieder Duce-Duce und den rechten Arm während der Hymne in die Höhe strecken sind in Bulgarien keine Straftat. Ich bin kein Soziologe, aber die Verbrechen werden ja im Land beurteilt, in welchem die Veranstaltung stattfindet. Bis jetzt war diese Gruppe friedlich, wir werden nun sehen, was passiert ist, um das weitere Vorgehen zu beurteilen».

Ganz anders die Reaktion von Marco Minniti vom Partito Democratico: «Was in Bulgarien geschehen ist, ist sehr,sehr ernst und alarmierend. Es stellt einen harten Schlag für Italien selbst dar. Zum ersten Mal reisen rechtsextreme faschistische Ultras mit der Nationalmannschaft mit ins Ausland. Es ist dringend notwendig diese bekannten Gruppen, die ja auch identifiziert sind, hart zu bestrafen.» sagte Minniti gegenüber den Medien.
Auch Italiens Fussball-Verbandspräsident Giancarlo Abete fordert: «Die Fans müssen bestraft werden, die verkauften Tickets wurden ja mit Namen versehen, so können wir jede Person verfolgen.»

Bereits seit vielen Jahren hat Italien ein Hooligan-Problem, kämpft aber bislang relativ erfolglos gegen die Gewaltwelle in italienischen Stadien an.

http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... s-26998968
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon porrropoopooo.. am 13.10.08 @ 13:14

Hier die antwort des Italienischen Verbandes

http://www.20min.ch/sport/fussball/stor ... n-31738615

Keine Tifosi mehr bei Auswärtsspielen
Der italienische Verband hat auf die Ausschreitungen der Tifosi in Sofia reagiert. In Zukunft sollen keine Fans mehr zu Auswärtsspielen der Azzurri reisen.


Verbandspräsident Giancarlo Abete erklärte, dass keine Tickets mehr für Partien in der Fremde angefordert werden. Der Auftritt eines Teils der Tifosi am Samstag in Bulgarien (1:1) war eine Schande gewesen.

Schon am Nachmittag hatten rund 100 der politisch rechts stehenden Ultras in einer Bar gegen die mit der Linken sympathisierenden Fans von CSKA Sofia eine Schlägerei angezettelt.

Im Stadion fiel diese Gruppe Italiener dann erneut skandalös aus dem Rahmen. Sie rief faschistische Parolen («Duce, Duce!»), hielt entsprechende Transparente hoch und reckte den rechten Arm zum Römischen Gruss in die Höhe.

Quelle: SI
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon bepunkt am 15.10.08 @ 21:32

Aus der WOZ vom 16.10. oder unter http://www.woz.ch/artikel/rss/16971.html

Peter Landolt
Der Heilige vom Hardturm
Von Daniel Ryser

Er ist Präsident der Sicherheitskommission der Swiss Football League. WOZ-Recherchen zeigen: In seiner früheren Funktion als Eventmanager und Sicherheitschef des Grasshopper Club Zürich organisierte er Stripperinnen für die Hooligangruppe Hardturmfront. Prävention? Kumpanei? Wahnsinn?

Something is happening here
But you don’t know what it is
Do you, Mister Jones?
Bob Dylan

Am Anfang dieser Geschichte stehen zwei private Feiern. Sie vermischten Sachen, die in der öffentlichen Wahrnehmung bisher nicht zusammenpassten: Hooliganbekämpfung und Hooligans. Peter Landolt und die Hardturmfront.

Landolt war zu jenem Zeitpunkt Eventmanager und Sicherheitschef des Grasshopper Club Zürich (GC). Seine dortige Arbeit brachte ihm inzwischen zwei attraktive Posten ein: Letzigrundstadionmanager (im Auftrag der Stadt Zürich) und Präsident der Sicherheitskommission der Swiss Football League (SFL). Landolt ist heute der höchste Hooliganbekämpfer des Landes und geniesst eine hohe Medienpräsenz. Er gibt sich als Hardliner: Kürzlich forderte er im «Blick» Gefängnis für Fans, die in Stadien Feuerwerk zünden.

Die Hardturmfront wiederum, die zweite Protagonistin jener Abende, ist eine Hooligangruppe. Sie ist traditionell offen gegen weit rechts und gilt laut Polizei nach wie vor als eine der gewalttätigsten im Land. Diese beiden auf den ersten Blick nicht miteinander zu vereinbarenden Parteien feierten im Dezember 2003 und 2004 gemeinsam eine Party. Das belegen Fotos, die der WOZ vorliegen und die das Ergebnis einer längeren Recherche in den Fanszenen von GC und FCZ sind, wo diese Geschichte (in vielen falschen Varianten) seit längerem als offenes Geheimnis kursierte.

Ein Abend im Dezember

Diese Variante ist richtig: An einem Abend im Dezember 2004 findet auf dem Areal des Hardturmstadions im VIP-Zelt des Grasshopper Club Zürich ein Samichlausabend statt, jener der Hardturmfront. Der Abend wird von Peter Landolt organisiert oder, wie er gegenüber der WOZ sagt, «ermöglicht». Essen und Getränke hätten die Hooligans selbst bezahlt. Zu Beginn der Feier taucht ein Samichlaus auf und verteilt den Hooligans Gratisbilletts für Spiele des GC. Der damalige Sicherheitschef Landolt führt durch den Abend. In der Mitte des weissen Zelts steht ein grosser Käfig, der extra für diesen Abend aufgebaut wurde. Rundherum sitzen rund dreissig Männer auf weissen Plas-tikstühlen, essen, trinken Bier. Dann betritt Peter Landolt den Käfig und kettet einen Mann mit Handschellen an eine Gitterstange. Der Oberkörper des Mannes ist entblösst, das grosse, tätowierte Hakenkreuz unübersehbar. Es handelt sich, laut Landolts eigenen Angaben, um den berüchtigten GC-Hooligan N. (Name der Redaktion bekannt). Warum er den Mann ankettete, erklärt Landolt der WOZ gleich selbst: N. habe beim abendlichen Bingospiel den Hauptpreis gewonnen. Deshalb die Handschellen, das Gitter, die Ankettung. Den Hauptpreis führt Landolt dann persönlich ins Zelt: drei asiatische Stripperinnen. Sie betreten den Käfig, ziehen sich tanzend aus und bieten den anwesenden Männern eine softe Lesbenpornonummer. Dann schmiegen sie sich an den Angeketteten und an einen weiteren Mann, der im Käfig auf einem Stuhl sitzt. «Es gab keine Probleme», sagt Landolt. «Die Frauen waren insgesamt dreissig Minuten da, bevor sie wieder abtanzten.» Die Party sei gegen 23 Uhr 30 zu Ende gegangen.

Ein Problem stellt wohl eher die Frage dar, warum der damalige Sicherheitschef des GC und heutige SFL-Sicherheitschef für Hooligans eine bizarre Samichlausparty organisiert? Wie kam es dazu, dass offenbar beide Seiten keine Distanz mehr kannten?

Landolt hatte in den vergangenen Jahren wiederholt, Hooligans seien nicht mehr wirklich das grösste Problem im Schweizer Fussball, sondern die «erlebnisorientierten Chaoten». Sprach hier ein Experte, der aufgrund langer Erfahrung genau weiss, wie es wirklich ist? Hat sich die Szene verändert? Mehr Pyros (und Ultras), weniger Gewalt (und Hooligans)? Oder ist Landolt, wie ihm aus GC- und FCZ-Ultrakreisen seit längerem vorgeworfen wird, sozusagen betriebsblind und fasziniert vom Phänomen Hooliganismus? Hat er die Distanz verloren?

WOZ: Ein Käfig, Handschellen, Stripperinnen, Hakenkreuze, Hooligans - und Sie mittendrin. Gehört das zu Ihrer Arbeit?

Peter Landolt: Es ging mir um Kommunikation. Ich glaube, dass ich diese Leute so abholen kann. Ich habe auch schon an einer Hooliganboxmeisterschaft herumstudiert. Die sollen sich abseits vom Stadion prügeln. Diesen angeblichen Ehrenkodex der Hooligans können Sie rund um die Stadien nämlich vergessen. Wenn es bei den Leuten knallt, trifft es immer Unbeteiligte. Ich schob auch schon einen Rollstuhlfahrer aus der Prügelzone.

Doch noch einmal: Sie sind heute als Präsident der Sicherheitskommission der Swiss Football League dafür zuständig, Hooligans von Stadien fernzuhalten. Vor wenigen Jahren noch ermöglichten Sie ihnen Partys und führten nackte Tänzerinnen in den Saal.

Diese Hooliganwelt ist schwer zu erklären. Ich bin seit zwölf Jahren im Fussballgeschäft. Ich erlebte Auseinandersetzungen vor Ort mit. Ich kann es inzwischen sogar nachvollziehen, warum sich Leute prügeln. Aber ich heisse es nicht gut. Ich habe auch schon Fussballspiele für Hooligans organisiert. Es ist einfach: Wer näher an den Leuten dran ist, hat sie besser unter Kontrolle.

Wie nahe?

Ich werde von den Hooligans geschätzt, weil ich ihnen zuhöre, weil ich etwa kondolierte, als einer von ihnen starb. Sie riefen manchmal an, wenn sie Probleme hatten. Dadurch entsteht natürlich eine gewisse Vertrautheit, die auch problematisch sein kann. Ich kann dazu aber nichts sagen. Manchmal weiss ich ja mehr als die Polizei. Es ist eine Hassliebe.

Aber dazu können Sie nichts sagen?

Nein.

Alkohol, Handschellen und Stripperinnen - kann das Prävention sein? Schafft das nicht eher Anreize statt Abhilfe?

Ich bin der Meinung, dass eine solche Party keinen Anreiz schafft, dass sich Hooliganismus lohnen könne. Diese festliche Geschichte betrachtete ich als erzieherische Massnahme: einen besseren Draht zu den Hooligans zu haben und ihnen trotzdem die Regeln klar durchzugeben.

Kann einer, der einen Hooligan an ein Gitter kettet und ihm Stripperinnen besorgt, womöglich schon am nächsten Tag derselben Person ein Stadionverbot erteilen? Machen Sie sich nicht angreifbar, erpressbar? Gar zum Komplizen?

Nein. Gerade deshalb werde ich von der Szene respektiert: Ich nehme die Leute ernst, aber wenn sie einen Scheiss bauen, dann kenne ich, wenn es sein muss, kein Pardon. Das wissen sie, das respektieren sie. Einmal ist mir ein Hooligan des FC Zürich mit Anlauf und gestrecktem Bein in den Rücken gesprungen. Hätte der mich richtig getroffen, würde ich heute im Rollstuhl sitzen. Da kann man nicht von Massnahmen absehen. Er wurde wegen der Tat verurteilt und bekam drei Wochen bedingt.

Insgesamt ermöglichten Sie zwei solche Abende, 2003 und 2004. Also war es keine einmalige Sache. Würden Sie heute wieder eine solche Party ermöglichen?

Ich würde es aufgrund meiner heutigen Position nicht mehr machen. Ich bin ja jetzt einerseits als Letzigrundmanager ein städtischer Angestellter und andererseits Präsident der Swiss Football League. Das wäre zu heikel. Damals war ich Eventmanager und Sicherheitschef vom Grasshopper Club. Nach dem zweiten Samichlausabend gab es übrigens keine Wiederholung mehr, und das hatte schon einen bestimmten Grund: Mir war letztlich nicht wohl dabei. Diese Vertrautheit - sie ging zu weit. Es ist ein schmaler Grat.

Wann fällt man von diesem schmalen Grat? Wann kippt Verständnis in Kumpanei? Vertrauen in Komplizenschaft? Ist es glaubwürdig, wenn der Präsident der Sicherheitskommission der SFL, der regelmässig etwa im «Blick» harte Strafen für «Fussballchaoten» fordert, noch vor kurzem eine derartige Nähe zu Hooligans pflegte? Oder erfordert unübliches (in diesem Fall: extrem gewaltbereites) Verhalten unübliche Methoden? Herrscht beim Umgang mit Problemen in der Fussballwelt ein unverständliches Selbstverständnis?

Angriff auf Polizisten?

Bei der Zentralstelle für Hooliganismus zeigt man sich irritiert ob der Party. «Wir unterstützen die Verbindung von Sport und Prävention, etwa Fussball- oder Basketballspiele. Aber wir würden sicher keine Party für Hooligans organisieren», sagt eine Sprecherin. Roger Müller, Sprecher der Swiss Football League, sagt: «Die Frage der Distanz im Umgang mit Fans ist komplex, vor allem für Leute, die direkt in die Arbeit involviert sind. Zum vorliegenden Fall können wir uns aber momentan nicht äussern.» Und wie ist die Situation in Zürich? Hier ist Landolt in seinem neuen Job als Letzigrundmanager nicht mehr nur zuständig für die GC-Fans, sondern auch für jene des FC Zürich. Bereitet dieses Doppelmandat, bei dem er auch für den FCZ zuständig ist, keine Probleme? Immerhin gehören die FCZ-Fans zu den grössten Feinden der Hardturmfront. Der Zürcher CVP-Stadtrat Gerold Lauber, als Sportamtvorsteher Landolts Chef, ist in den Herbstferien und für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Bei zumindest einem GC-Hooligan zeigte Peter Landolts Stripparty wohl keine präventive Wirkung. Der Liga-Sicherheitschef bestätigte eine Information, die der WOZ vorgelegen hatte: Der glückliche Bingogewinner des Samichlausabends mit dem tätowierten Hakenkreuz auf der Brust sass später drei Wochen in Deutschland in Untersuchungshaft wegen eines Angriffs auf einen Polizisten.
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon oinkoink am 16.10.08 @ 9:46

er ist und bleibt ein falsches riesenarschloch! verpiss dich!
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon FC Zueri allez am 16.10.08 @ 11:06

Wieso kommt diese alt-bekannte Geschichte erst jetzt in der Zeitung? War ja alles schon mehr oder weniger bekannt...
Hetze gegen Landolt? Oder haben die Zeitungen nichts anderes zu schreiben über die Hooligans und wollen mal wieder etwas stunk machen rund um die Fussball Fans?
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon bepunkt am 16.10.08 @ 11:17

FC Zueri allez hat geschrieben:Wieso kommt diese alt-bekannte Geschichte erst jetzt in der Zeitung?

Vermutlich weil die WOZ erst jetzt die Fotos (Beweise) hat und sowas ohne Beweise aufzutischen ziemlich heikel ist?

War ja alles schon mehr oder weniger bekannt...

Unter einigen Fans und evtl. auch den Leuten die ihn auf seine Posten gehoben haben wohl schon, aber der Öffentlichkeit die Landolt im Blick oder im Letzi-Dokufilm sieht wohl eher nicht.

Hetze gegen Landolt? Oder haben die Zeitungen nichts anderes zu schreiben über die Hooligans und wollen mal wieder etwas stunk machen rund um die Fussball Fans?

Eher ersteres, wobei so ein Artikel ja sicher niemanden aufhetzt oder ähnliches. Die WOZ ist nicht gerade bekannt dafür die Fussballfans zu verteufeln, vermutlich geht deshalb schon eher um die "zwielichtige" Person Landolt.
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Re: Medienberichte / Kommentare

Beitragvon FC Zueri allez am 16.10.08 @ 11:33

Das ganze fand vor 5 respektive 4 jahren statt... Wenn ich mich dafür interessiere würde ich nützliche Info's und Fotos bereits früher bekommen. Nur durch eine Google suche finde ich bereits mehr über die Person N. (ich will ihm mal nicht zu nahe treten) und die HF. Also wieso haben die 4 Jahre für so etwas benötigt? Irgendwie stimmt da doch etwas nicht, bei dieser Geschichte. Nicht am Inhalt (ich war ja nicht live dabei) sondern an der Tatsache dass diese erst jetzt ans Licht kommt für alle Leser. Und sogar im Tagi wird auf diesen Artikel verwiesen...

Sehen die Medien entlich was Landot für einer war/ist? Es wird ja auch gesagt, dass er noch des öfteren Tickets an die HF abgegeben hat um sie zu "zähmen". Ganz nach seinen Ideen: Ich lasse euch in mein Stadion aber ihr schaut das kein scheiss Passiert...
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