von Millwall ZH am 30.03.07 @ 16:15
@glarona: machst du versuchskaninchen?
Metaller unter dem Mikroskop
30.03.2007 | 14:16:08
WELLINGTON – Die Forschung entdeckt eine unbekannte Spezies: Endlich werden auch die biersaufenden, headbangenden Heavy-Metal-Rabauken wissenschaftlich untersucht.
der Prototyp trägt enge schwarze Jeans, ein «Metallica»-T-Shirt und passt frisurentechnisch in die Fussballnati der Achtzigerjahre. Seine stahlharten Nackenmuskeln kommen vom intensiven Kopfschütteln zu Stromgitarren-Riffs und presslufthammerlauten Schlagzeug-Beats. Sein brummender Schädel kommt vom Bier, das er sich reichlich hinter die Binde giesst. Wie und wo und warum der Heavy-Metal-Fan das macht, wird der neuseeländische Student David Snell jetzt wissenschaftlich unter die Lupe nehmen.
Umgerechnet rund 83´000 Franken hat Snell für sein Forschungsprojekt erhalten. «Diese Arbeit wird uns helfen, unser Jugend besser zu verstehen», verteidigte ein Mitglied des wissenschaftlichen Rates das Stipendium hoffnungsvoll.
Jung-Forscher Snell dagegen bräuchte eigentlich keine Verstehenshilfe für den ach so fremden Volksstamm der Schwermetaller: Er zählt sich selbst stolz dazu, sagte er zu «Radio New Zealand». Damit ist wohl garantiert, dass er sich mit Leib und Rocker-Seele seinem Forschungsprojekt widmen wird.
In seiner Studie will er die verschiedenen Tanzstile der Heavy-Metal-Fans und die Bedeutung ihrer Tattoos und Piercings untersuchen. Für seine Arbeit mit dem Titel «Alltag des Prolls: Persönlichkeit und Gemeinschaft unter Heavy-Metal-Fans» hat er nun drei Jahre Zeit.
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